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Erdgasleitung in die Küche legen

Kochen mit Gas ist besonders energieeffizient

Kochen mit Gas ist besonders energieeffizient

Profiköche schwören auf Gasherde aber auch Hobbyköche erfreuen sich an der energieeffizienten Beheizungsart. Doch bevor der Schalter aufgedreht werden kann damit der Topf oder die Pfanne auf der bläulichen Flamme Platz nehmen kann, muss in der Küche zunächst einmal ein Gasanschluss vorhanden sein. Es gibt zwei Möglichkeiten mit Gas zu kochen. Erstens mit Flüssiggas, welches in der Regel aus Flaschen kommt und zweitens mit Erdgas. Auf die Verlegung einer solchen Erdgasleitung möchte dieser Artikel näher eingehen.

Wer eine solche Ausrüstung für seine Küche plant, weil ohnehin mit Erdgas geheizt wird stellt sich einige Fragen: Wie erfolgt die Verlegung der Gasleitung vom Hausanschlussraum aus bis in die Küche für den Gasherd innerhalb des Hauses? (Unterputz, im Fußboden…) Mit welchen Kosten pro lfd. Meter muss man für die Verlegung vom Hausanschlussraum aus rechnen? Fallen für eine solche Installation noch weitere Kosten an? Wenn ja, welche und in welcher Höhe? Und wer übernimmt überhaupt eine solche Installation?

Verlegung

Die Gasleitung vom Hausanschlussraum bis zur Küche kann grundsätzlich Aufputz, Unterputz, in Kanälen und mit verschiedenen Leitungsmaterialien (Kunststoff, Stahlrohre, Edelstahlrohre, Kupfer, etc.) und in Einzelfällen auch im Fußboden verlegt werden. Maßgeblich sind hierbei jeweils die geltenden Vorschriften. Diese können je nach „Verlegungsort“ variieren. Die Verlegung muss entsprechend den „Technischen Regeln Gasinstallation Ausgabedatum 2008“ erfolgen oder in –sterreich entsprechend den Installationsrichtlinien der –VGW (G 1). Weiterhin gilt in –sterreich, dass der Raum in dem der Gasherd aufgestellt wird eine Mindestraumgröße von 12 m ³ hat und über Fenster und Türen verfügen muss, die ins Freie oder allgemeine Stiegenhaus führen. Wenn keine Fenster und Türen vorhanden sind, so muss eine Absaugeinrichtung (z.B. Dunstabzugshaube) installiert werden. In Deutschland muss in der Nähe des Gasgerätes auf jeden Fall gut zugänglich eine Absperreinrichtung, also ein Absperrhahn vorgesehen werden. Dafür wird in der Regel eine Sicherheits-Gassteckdose verwendet. Diese wird dann mit einem flexiblen Metallschlauch von bis zu 1,5 m Länge an das Gerät angeschlossen. Ggf. werden solche Gassteckdosen vom Gaslieferant gesponsert. Eine Nachfrage diesbezüglich beim Energieversorger wird daher empfohlen. Ausgeführt werden dürfen diese Arbeiten ausschließlich durch einem konzessionierten Gas- und Wasserinstallateur bzw. einen Anlagenmechaniker. Das bedeutet, dass der Ersteller bei der Handwerkskammer (HWK) sowie auch beim Gasversorgungsunternehmen (GVU) zur Ausführung dieser Arbeiten eingetragen (zugelassen) sein muss.

Kosten

Es ist unmöglich Preise zu ermitteln, welche allgemein verbindlich sind. Die Kosten hängen   nämlich ab von der regionalen Lage des Objektes (differenziertes Lohnniveau), von der Entfernung zwischen dem Anschlussraum und der Küche sowie von dem vorhandenen und zu verlegenden Rohmaterial. Da die Fixkosten annäherungsweise gleich sind, verringert sich der Preis pro Meter mit zunehmender Leitungslänge. Zu den Fixkosten im mittleren Preissegment die von der Leitungslänge unabhängig sind gehören nach Angaben des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Rheinland-Rheinhessen rund 15 Euro für die An- und Abfahrt, circa 15 Euro für die Einrichtung des Arbeitsplatzes. Für die Trennung der bestehenden Rohrleitung und den Einbau eines Abzweiges muss man je nach Material (Eisen, Kupfer, Kunststoff…) mit etwa 30 bis 60 Euro rechnen. Für die Anschlüsse an eine getrennte Rohrleitung (zwei Anschlüsse) sollte man pro Stück ungefähr 25 Euro veranschlagen. Pro Durchbruch in die Küche bzw. den Anschlussraum kalkuliert man rund 20 Euro für eine normale Bohrung. Mit etwa 40 Euro schlägt die Druckprüfung der neu verlegten Leitung zu Buche und circa 25 Euro für die Entlüftung der Leitung. Etwa 20 Euro werden veranschlagt für die Wiederinbetriebnahme des vorhandenen bzw. die Neuinbetriebnahme eines neuen Gerätes. Weitere Kosten fallen an mit rund 60 Euro auf den Einbau eines Gasströmungswächters in neuer Abzweigleitung und etwa 100 Euro für den Einbau eines Gassicherheitsschlauches mit Gassteckdose zum Anschluss des Gasherdes. Allerdings ist die Frage, ob der konzessionierte Gas- und Wasserinstallateur die eine oder andere Position direkt in den Meterpreis einrechnet oder als individuelle Abrechnungsposition aufführt. Zulässig sind beide Abrechnungsmodalitäten. Sofern die oben aufgelisteten Positionen separat in Rechnung gestellt, dann kann man für die nachfolgende Rohrleitung (für einen Privathaushalts-Gasherd in der Standardgröße DN 15) mit ungefähr 25 Euro rechnen. Alle oben angegebenen Preise gelten zuzüglich Mehrwertsteuer. So kann insgesamt für die komplette Installation mit rund 500 Euro rechnen. Um aber den genauen Kostenraumen zu ermitteln sollte man sich unbedingt bei den konzessionierten Gas- und Wasserinstallateuren bzw. Anlagenmechanikern ein kostenloses Angebot für ein konkretes Projekt machen lassen.

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