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Dachpappe verlegen – So klappt es in 9 Schritten

Dachpappe sorgt dafür, dass das Dach wasser- und winterfest wird.Meine Freundin Stefanie wollte ihr neues Gartenhäuschen wasser- und winterfest machen. Sie bat mich um einen kleinen Überblick zum Verlegen von Dachpappe, ich hätte doch schon einmal ein Dach gedeckt, meinte sie. Aber gerne, hier ist die Kurzanleitung:

  1. Untergrund vorbereiten: Der Untergrund muss eben sein, es dürfen natürlich auch keine Nägel vorstehen, die die Dachpappe reißen lassen würden. Das Häuschen meiner Freundin hat eine gerade Dachschalung aus Holz mit gerade abgeschnittenen Seiten, alle Nägelköpfe wurden exakt eingeschlagen.
  1. Vor dem Verlegen müsst ihr euch für eine Verlegerichtung entscheiden. Hier richtet man sich nach der Hauptwindrichtung, es wäre nicht geschickt, wenn der Wind (und damit auch der Regen) immer gegen die überlappende Kante drückt. Außerdem sollte die Überlappung in Wasserablaufrichtung oben liegen.
  1. Jetzt kommt die Dachpappe zum Einsatz, zuerst wird eine Bahn ausgemessen und geschnitten. Sie sollte seitlich, oben und unten etwa zehn Zentimeter überstehen. Die erste Bahn wird ausgerollt und mit Pappnägeln angeheftet.
  1. Anschließend werden alle Bahnen ausgerollt, ihr müsst darauf achten, dass sich die Bahnen mindestens zehn Zentimeter überlappen.
  1. Wenn die gesamte Fläche mit Dachpappe ausgelegt ist, wird sie so befestigt, dass sie später möglichst dicht ist. Es gibt Dachpappe mit Klebestreifen, die genau vorgeben, wo die Überlappungen zusammengeklebt werden. Ihr könnt aber auch andere Kleber oder klebende Spachtelmassen im Baumarkt erwerben und die Ränder selbst verkleben.
  1. Weitere Befestigung und Dichte bringt das Nageln, mit speziellen Dachpappennägeln, im Abstand von etwa zehn Zentimetern.
  1. Hier heißt es aufpassen, die Dachpappennägel können zu lang sein, wenn die Schalung nur sehr dünn ist (z. B. 3 cm Nägel in 2,4 cm Schalung). Dann müsst ihr darauf achten, jeweils die Sparren unter der Schalung zu treffen.
  1. Eine Schicht Dachpappe kann reichen, wenn es sich um kleine Dächer handelt, die auch nicht gerade die neuesten Produkte der Firma Microsoft überdachen. Dann kommt noch ein Schutzanstrich auf das Dach, der sollte in der Regel alle zwei bis drei Jahre erneuert werden. Den Schutzanstrich gibt es in verschiedenen Farben, er lässt sich ganz leicht auftragen.
  1. Ihr könnt aber auch gleich eine zweite Schicht aufbringen, die das Dach dann sicher sehr dicht und sehr lange dicht machen wird. Diese zweite Schicht kann auch auf einem Holzdach heiß verschweißt werden. Dann müsst ihr aber die erste Lage Dachpappe mit der splittbedeckten Seite nach unten verlegen. Die Bitumenschweißbahn, die die zweite Schicht bildet, wird Stück für Stück ausgerollt und dabei mit einem Brenner erhitzt. Und zwar genau so weit erhitzt, dass sich beide Schichten anlösen, wenn ihr jetzt das bearbeitete Stück festtretet, müssen sich beide Schichten gut verbinden. Anschließend wird noch eine Umrandung angebracht, z. B. ein abgekantetes Blech, dann ist das Dach fertig.

Stefanie hat dieser Überblick Mut gemacht, sie hat sich noch gründlich mit der Abdichtung des Daches und mit ihrem Lieblingsprojekt Gründach beschäftigt, inzwischen ist das Gartenhaus mit gedeckt und wird im Frühjahr bepflanzt.

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