Heimwerkertipps

Wie Ihr Glasfasertapete entfernen könnt – 3 einfache Methoden

Ganz ohne Rückstände lässt sich Glasfasertapete auch mit den besten Mitteln nicht ablösen.

Eigentlich glänzen Glasfasertapeten mit handfesten Vorteilen: Sie lassen sich leicht verarbeiten, sehen hochwertiger aus als Raufaser und man kann sie ebenso oft überstreichen. Anstatt mit den Jahren an Halt zu verlieren, an Ecken und Rändern, wo der Kleber nachlässt, sitzt das Glasfasergewebe immer fester. Eine feine Sache … bis irgendwann der Tag kommt, an dem die gute alte Tapete einer neuen weichen soll.

Dispersionskleber gibt den Halt

„Da ist nichts zu machen!“ heißt es dann lapidar beim Fachmann oder wenn man in der Tapetenabteilung des Baumarkts fragt, wie die verfluchten Glasfaserreste von den Wänden zu bekommen sind. „Wussten Sie das denn nicht? Dispersionskleber und so?“
Zugegeben: Ganz so dramatisch ist die Lage nicht. Mittlerweile hatten schon viele Leute das Problem und einige haben sich tatsächlich etwas einfallen lassen, um ihre Wände nicht neu verspachteln zu müssen.

3 Methoden, Glasfasertapete zu entfernen

Im Folgenden stelle ich Euch die besten Lösungen vor:

  1. Bei Glasfasertapeten, die mit Kleister – und nicht mit Dispersionskleber – angeklebt wurden, kann man einfach Tapetenleim aufstreichen, ihn mehrere Stunden eintrocknen lassen und dann ans Werk gehen. Der Leim löst das Gewebe und den Kleister an und die Bahnen sollten sicht in großen Abschnitten herunterziehen lassen.

 

  1. Bei Glasfasertapeten, die mit Dispersionskleber angebracht wurden, kann man sich das Ablösen der Bahnen mit einer Nagelwalze erleichtern. Dieser kleine Helfer funktioniert wie ein Vertikutierer für den Rasen: Er hat mehrere Hakenrädchen, die sich in die Oberfläche drücken. Sprüht man nun mit Spülmittel versetztes Wasser auf die Tapete, wird das Gewebe gut angelöst. Beim Abziehen können noch viele Reste an der Wand bleiben. Um diese zu entfernen, muss man mit einem Schwingschleifer und grobem Schleifpapier zu Werke gehen. Bitte vergesst dabei nicht, Schutzmasken aufzusetzen!

 

  1. Im Fachhandel gibt es speziellen Abbeizer / Anlöser / Dispersionsentferner, der auf die Tapete aufgetragen wird. Die Anschaffung ist eine Preisfrage: 5 Liter können gut und gerne 80 Euro kosten! Auch in diesem Fall solltet Ihr eine Maske aufsetzen, um beim Abreißen der Tapete keine Fasern einzuatmen. Wieder muss mit Schleifgeräten und -papier nachgearbeitet werden.

Zusatztipp: Glasfaserreste überdecken!

Neben diesen relativ wand- und untergrundschonenden Methoden gibt es auch die komfortable Möglichkeit, festsitzende Glasfasertapetenstücke einfach an der Wand zu lassen und sie mit Abdecktapete zu verstecken. Eine beliebte Marke ist zum Beispiel Easy Cover der schwedischen Firma Duro. Die Tapeten werden mit Feuchtraumkleber auftapeziert und gleichen Unebenheiten des Untergrundes aus. Sie sind in vielen Mustern erhältlich – leider gibt es sie in Deutschland noch sehr selten!

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