Pflanzen und Gartentipps

Schneeballblattkäfer bekämpfen – 5 Tipps

Beliebter Zierstrauch: der Immergrüne Schneeball.

Als Zierstrauch gefällt mir der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus) sehr gut wegen seiner schönen kugelförmigen schneeweißen Blütenstände. Denn diese Art von Schnee mag ich dann auch noch im Frühjahr sehen. Dann nämlich erscheinen die Blüten des Gemeinen Schneeballs. Doch leider werden die verschiedenen Sorten der Ziersträucher allzu oft vom Schneeball-Blattkäfer befallen, dessen wissenschaftliche Bezeichnung Galerucella viburni lautet.

Beschreibung des Schädlings

Erwachsene Schneeballblattkäfer sind ungefähr fünf bis sechs Millimeter groß. Sie haben einen länglich ovalen Körper, der hellbraun gefärbt ist. Ende September, Anfang Oktober nagen die weiblichen Käfer reihenweise Löcher in Triebe und Zweige, um dort ihre Eier abzulegen. Pro Weibchen können dies mehrere hundert Eier sein. Anschließend werden diese Löcher verklebt. Daraus schlüpfen dann im darauffolgenden Frühjahr, im Mai, die gefräßigen Larven. Ungefähr sechs bis neun Millimeter lang sind die gelbgrün und schwarz gefleckten Larven. Auf ihrem Körper haben sie zahlreiche schwarze Warzen und wie alle Blattkäfer-Larven im Brustbereich drei Paar Beine. Sie richten ein unschönes Fraßbild vor allem an den jungen Blättern des Schneeballs an. Ab Ende Juni verpuppen sich die Larven im Boden. Die neue Käferpopulation schlüpft daraus im Juli/August. Werden die Käfer gestört, dann lassen sie sich zu Boden fallen. Auch die Käfer selbst fressen bis Ende Oktober an dem Zierstrauch.

Erkennung des Befalls

Wenn ein Schneeball (Viburnum) vom Schneeball-Blattkäfer kann man im Mai zweifelsfrei an den Fraßstellen an den Blätter erkennen. Oft von diesem Schädling befallen wird der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus). Aber auch andere Arten dieser Zierpflanze können davon betroffen sein. Zwischen den Blattadern fressen die Larven das Gewebe komplett weg. Ein starker Befall kann dazu führen, dass ganze Blätter völlig skelettiert werden. Zu finden sind die Larven im Bereich der Fraßstellen, genauer auf der Blattunterseite. Bei starkem Befall verfärben sich die übrig gebliebene Blattgewebe oftmals braun. Die erwachsenen Käfer tummeln sich ab Juli/August auf den Sträuchern. An den einjährigen Trieben kann man im Herbst die etwa drei Millimeter großen Eiablagestellen entdecken.

Maßnahmen zur Bekämpfung

In der Regel erholen sich die Sträucher, welche im Frühjahr befallen waren, bis zum Sommer wieder. Aber sie sind dann in ihrem Wachstum gehemmt. Besser ist es also gegen den Schädling vorzugehen.

Folgende Maßnahmen sind zu empfehlen:

  1. Im Winter oder zeitigen Frühling die mit Eier belegten Triebe ausschneiden
  2. Die Larven nach dem Schlüpfen absammeln, indem einzelne Blätter abgezupft oder die Tiere abgeschüttelt werden.
  3. Bei beginnendem Befall kann man Spruzit oder Schädlingsfrei Parexan spritzen
  4. Im Juni/Juli den Boden unter den Sträuchern gut aufhacken oder –kratzen. Damit die darin liegenden Puppen zerstört werden.
  5.  Abklopfen der Käfer. Dazu frühmorgens Tücher unter die Sträucher legen und diese schütteln.

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