Pflanzen und Gartentipps

Schwefelsaures Ammoniak für den Rasen: Ammoniumsulfat Dünger

Klee ist für Freunde eines gepflegten Rasens kein Glücksfall, aber kaum 100%-ig zu beseitigen.

Am Wochenende verschwanden endlich die letzten Schneereste aus dem Garten. Also nahm ich die Gelegenheit war, um eine Bestandsaufnahme meiner Rasenflächen zu machen. Anfang bis Mitte März ist die richtige Zeit für das erste Kalken oder Düngen des Grüns. Da beides nicht gleichzeitig, sondern in einem Mindestabstand von zwei bis drei Wochen erfolgen sollte, ist es günstig, wenn man so früh wie möglich feststellt, welche Maßnahme Priorität hat.

Rasenpflege im Frühjahr

Dazu habe ich den pH-Wert meines Rasens gemessen. Der Tester zeigte einen Wert über der Idealmarke von 6 bis 7 an, also war klar, dass eine Kalkung überflüssig ist. Um in ein, zwei Wochen die richtige Düngung vorzunehmen, schätzte ich nun den Unkrautbefall ein: Wenn ein Rasen gut durch den Winter gekommen ist, kann auf einen Unkrautvernichter im Dünger verzichtet werden – ein nährstoffreicher Frühjahrsdünger genügt. Hat das Unkraut, wie in meinem Fall, deutlich zugenommen, ist es besser, wenn ein Unkrautvernichter dabei ist. Aus ökologischen Gründen kann man darauf natürlich verzichten, aber dann ist es notwendig, das Unkraut mühsam von Hand zu entfernen.

Rasendüngung mit Ammoniumsulfat

Eine andere Möglichkeit ist das Ausbringen von schwefelsaurem Ammoniak. Genau genommen handelt es sich dabei um ein unbedenkliches und leicht abbaufähiges Salz, das so genannte Ammoniumsulfat, welches in der EU als Lebensmittelzusatzstoff E517 zugelassen ist. Es wirkt stark wachstumsfördernd und sorgt als Rasendünger dafür, dass die Gräser sich gegenüber Unkräutern, Klee und Moos behaupten können. Dies ist gerade am Beginn der Vegetationsphase im Frühjahr von Vorteil, wenn die Pflanzen daran gehen, sich auszubreiten.

    • Düngerproduzenten wie Nordwohlder Mühle oder Beckmann empfehlen, pro Quadratmeter Rasen etwa 80 g Ammoniumsulfat zu streuen (Kilopreis 1-1,50 Euro). Ich werde jedoch etwas sparsamer vorgehen, damit ich den pH-Wert des Bodens nicht aus dem Gleichgewicht bringe. Außerdem ist das Unkraut ja noch überschaubar.

 

    • Beim Ausbringen von Ammoniumsulfat ist nichts Besonderes zu beachten. Generell empfiehlt es sich, einen feuchten, leicht regnerischen Tag abzupassen, damit sich die Stoffe schnell auflösen und in den Boden einziehen. Bei anhaltender trockener Witterung muss gewässert werden.

 

  • Ein Nachdüngen im Abstand von 6 bis 8 Wochen ist nicht zwingend erforderlich. Dies solltet Ihr mit Blick auf den Rasenzustand entscheiden.

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