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    Gewöhnliche Riesen-Waldrebe kappen?

    #1
    Hallo, habe mich gerade angemeldet und freue mich, auf Gleichgesinnte zu treffen!
    Momentan mache ich mir allerdings Sorgen wegen einer riesigen, gewöhnlichen Waldrebe, die sich auf einer bisher wenig beachteten urwaldartigen Böschung hinter unserem Mehrfamilienhaus ca 15 m in je einen schmal gebauten Ahorn und eine ebenso schlanke Esche rankt. Eine Liane hab ich im Mai schonmal in Bodennähe gekappt, die toten Ausläufer im Baum sind aber kaum noch zu sehen, da die anderen Triebe sich dort umgehend breit gemacht haben. Auf dem Foto kann man das ganz gut erkennen. Heut bin ich mal in die Tiefe des Dschungels gekrochen und hab voller Grausen gesehen, dass der Hauttrieb, -Stamm oder wie man das Ding nennen mag, einen Durchmesser von sicher 25 cm hat und sich elend überall hin verzweigt.
    Beide Bäume haben schon einiges an Totholz, wird sicher in Zukunft nicht besser, wenn das Ding so weiter wächst. Die Frage ist jetzt: kapp ich den Hauptteil unten einfach (durchsägen) und versuche die evtl. neuen Triebe dann zukünftig im Zaum zu halten. Vergammelt das Zeug da oben im Baum dann nach und nach einfach und die Bäume erholen sich wieder? Oder muss da ein Baumpfleger ran mit Steiger oder Hebebühne und das Zeug aus den Ästen fummeln? Wird sicher nicht ganz billig und da wir eine Eigentümergemeinschaft sind, könnte das eine lange Diskussion werden. Natürlich geht es dabei auch um Verkehrssicherungspflicht es, seh ich im Moment zwar noch nicht soooo akut, aber es wird ja nicht besser.
    Hat jemand Erfahrung mit diesen Schlingeln und weiß Rat? Vielen Dank für Eure Ideen! Maxi
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  2. Avatar von Wasserlinse
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    AW: Gewöhnliche Riesen-Waldrebe kappen?

    #2
    Du kannst den Haupttrieb sicher mal kappen. Was dann abstirbt, wird dürr und strohig. Es sieht halt dann einfach unschön aus, wird aber mit der Zeit (hier reden wir dann von ein paar Jahren) nach und nach von den Bäumen runter fallen. Was sowieso am Boden liegt, wird etwas schneller verrotten.

    Es wird aber mit ziemlicher Sicherheit so sein, dass die Waldrebe nicht nur aus diesem einen Haupttrieb treibt, sondern sich sicher an unzähligen anderen Orten ebenfalls bewurzelt hat. Am effektivsten wird es also sein, das gesamte Astwerk der Rebe zu entfernen, so dass man sieht, wo sie sich noch verwurzelt hat. Wenn davon etwas unerreichbar in den Bäumen bleibt, macht das nichts aus.

    P.s. Auf dem zweiten Bild meine ich noch eine Rosskastanie, leider befallen von Miniermotten, zu erkennen. Hier würde es helfen, sämtliches Herbstlaub im Hebst dann zu entsorgen (was allerdings in diesem Gewucher ein Ding der Unmöglichkeit sein dürfte...).


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    AW: Gewöhnliche Riesen-Waldrebe kappen?

    #3
    Vielen Dank für Deinen Ratschlag! ich hatte gehofft, dass es so in etwa funktioniert.
    Unsicher war ich aber besonders wegen des Verrottens der Triebe, ich hatte irgendwo gelesen, dass man diese früher zum flechten und binden genutzt hat, sie also scheinbar recht robust sind. Meintest Du das mit dem Zeitraum von mehreren Jahren? Ich denke, wir werden das dann so angehen, kappen, alles erreichbare entfernen, den Rest muss die Zeit verschwinden lassen.

    Eine Frage aber noch: wenn ich Dich richtig verstanden habe, bewurzeln sich die Triebe bei Bodenkontakt, so wie Efeu oder Wein? Dann wirds tatsächlich spannend, möglichst viel zu erwischen.

    Mit der Kastanie hast du recht, sie steht mit einigen weiteren am anderen Ufer, da können wir aber kaum was tun. Leider sind hier in der Gegend so gut wie alle Kastanien befallen, bei den Straßenäumen gab es immer wieder Laubsammelaktionen, leider erfolglos. Die Unwetter der letzten Jahre haben gerade viele alte geschwächte Bäume erwischt.

  4. Avatar von Wasserlinse
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    AW: Gewöhnliche Riesen-Waldrebe kappen?

    #4
    Ja genau das meinte ich, die Triebe bewurzeln sich bei Bodenkontakt. Was ihr lassen müsst, wird im Laufe der Jahre verrotten. Die Körbe sind ja vor Nässe geschützt bzw. werden gepflegt, die stehen gelassenen Lianen nicht. Wichtig ist, dass sämtliche Bodenkontakte gekappt sind, sonst habt ihr bald wieder das Gewucher.

    Viel Erfolg! Wenn ihr das zusammen macht, wird es nicht allzu schwierig werden und zusammen macht es ohnehin noch Spass! Und die Bäume werden es euch danken!


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    AW: Gewöhnliche Riesen-Waldrebe kappen?

    #5
    Update: die Triebe sind gekappt, die Ausläufer mit den Blüten in den Bäumen sehen nun schwarz und verschrumpelt aus, einige Nachbarn sind unglücklich und wollen sofort einen Fassadenkletterer bestellen, der die ollen Teile rauszieht.
    Per Kompromiss werden wir den kommmenden Frühling abwarten und dann entscheiden. Bin selbst sehr gespannt, ob und wie schnell die Reste verrotten.

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