Ahorn zuschneiden

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xeenon

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Guten Morgen,

Beim morgendlichen Routine Gang durch den Garten ist mir aufgefallen das ein Ast von unserem Ahorn einen Meter tiefer hängt als normal. Sonst kann ich drunter durch gehen, jetzt hängen die Ausleger auf Brusthöhe.

Das Internet sagt, Ahorn brauchen nur wenig Zuschnitt. Sie mögen es eigentlich auch gar nicht und laufen Gefahr zu Bluten.

Meine Frage an euch. Soll das weg (blaue Markierung), bevor es eventuell selbst abbricht und Schaden anrichtet oder kann ich das so lassen wie es ist? Wenn weg, wo würdet ihr ansetzen? Ich würde den Ast an der roten Markierung absägen und mit Wundbalsam behandeln. Und wenn ich an der roten Markierung absäge, wie dicht muss/soll der Schnitt am Hauptast sein.

Grüße
 

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    Spezialist

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    Direkt am Hauptast ist i.A. eine kleine Wulst rund um den davon abgehenden Ast. Der Wulst muss dranbleiben und direkt dahinter abschneiden.

    Der Ast scheint recht dünn zu sein. Wundbalsam ist nicht verkehrt, aber m.E. eher nicht notwendig. Allerdings kenne ich das "Bluten" des Ahorns nicht.
     
    S

    Spezialist

    Mitglied
    Da sonst niemand bzgl. des Abschneidens antwortet, versuche ich mein Glück.

    Wie schon gesagt kenne ich das "Bluten" des Ahorns nicht. Deshalb wollte ich dazu nichts sagen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass er das Entfernen des Astes nicht verkraftet. Wenn er mich stören würde, und das tut er m.E. da er doch sehr weit runterhängt, dann würde ich ihn entfernen. Bei mir hat das noch kein Baum mit Ableben quittiiert.

    Die rote Markierung passt. Alles andere tut dem Baum nicht gut und sieht wie eine Amputation aus. Aber wie schon beschrieben näher am Baum und den Wulst DRANLASSEN.
     
    Supernovae

    Supernovae

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    Zu dem Ausbluten kann ich auch nix sagen, aber wenn du den Ast schneiden willst, dann mache das am besten mit einem Stufenschnitt.
     
  • Rentner

    Rentner

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    Beim Schnitt blutet der eine Baum mehr, der andere weniger. Das Bluten ist die erste Maßnahme des Baumes um die Wundheilung einzuleiten. So gesehen ist das Bluten sogar erwünscht. Darüber hinaus wehrt dieser Saftstrom gleichzeitig Viren, Bakterien etc. ab.

    Dass Bäume beim Schnitt ausbluten bzw. verbluten, ist ein Mythos und gehört wie viele andere "Weisheiten" in das Reich der Sagen und Legenden (siehe dazu American Journal of Botany, Barry Goodell).

    ...Das Internet sagt, Ahorn brauchen nur wenig Zuschnitt. Sie mögen es eigentlich auch gar nicht und laufen Gefahr zu Bluten...
    Im Netz wird viel Unsinn geschrieben, abgeschrieben und weiterverbreitet,
    Ahorne kann man ohne Weiteres schneiden
     
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    Hero

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    Leider muß ich bei meinen beiden jap. Ahorn immer wieder dürre Äste ausschneiden. Kann ich da mit irgendwas gegensteuern? Ich hätte gerne, daß sie wachsen und größer werden.
     
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    xeenon

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    S

    Spezialist

    Mitglied
    Leider muß ich bei meinen beiden jap. Ahorn immer wieder dürre Äste ausschneiden. Kann ich da mit irgendwas gegensteuern? Ich hätte gerne, daß sie wachsen und größer werden.
    In dem Du hier und da einen passenden stehen lässt. Passend heißt: in die richtige Richtung und kräftig.

    Alle Äste fangen mal klein an.

    Allerdings können die dürren Äste auch auf Problem hinweisen: Wassermangel, Nährstoffmangel, Krankheit, etc. Allheilmittel für den ersten Schritt ist für mich: Wasser, Kompost + Hornspähne.
     
    Bandito76

    Bandito76

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    Normalerweise schneidet man Ahorn nachdem Winter zurück, bevor der Baum beginnt auszutreiben.
    Ich habe mal den richtigen Augenblick verpasst, da war schon so viel Saftdruck im Baum das das abschneiden eines fingerdicken Astes reichte um ihn tagelang bluten zu lassen.
    Jetzt, wo er voll im Laub steht, hat auch der Saftruck wieder erheblich nachgelassen, wenn möglich würde ich dennoch bis nächstes Jahr warten und den Ast erst im fühen Frühjahr absägen.
     
    Rentner

    Rentner

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    Der beste Zeitpunkt um Ahorne, speziell Japanische Ahorne, zu schneiden, ist der Juni, da in diesem Monat der Prozess der Wundheilung / Abschottung sehr zügig vonstatten geht.
     
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    An dem A. Seiryu, der sehr luftig ist, mußte ich bereits das zweite Mal die höchsten Triebe und auch Seitenäste ausschneiden. Beim Osakazuki war vor kurzem nur ein Zweig mittendrin dürr.
    Seiryu steht in einem großen Topf und wird regelmäßig gegossen, der Osakazuku ist im Beet.
    Das sind keine Mangelerscheinungen sondern wahrscheinlich ein Pilz.
     
    Rentner

    Rentner

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    Dass Acer palmatum den einen oder Ast mal vernachlässigt und dieser dann abstirbt, kommt schon mal vor.
    Das kenne ich auch und nehme es einfach so hin.
    Ich muss meine übrigens im Schnitt alle 2 Wochen stutzen, damit die Form gewahrt bleibt.
    Ein regelmäßiger Schnitt stärkt darüber hinaus die Vitalität der Pflanze und beugt dem "Verkahlen" gerade im Kroneninneren vor.
     
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