Alter, kranker Baum gefährlich für junge Nachbarbäume?

F

flueueue

Neuling
hi,


seit einigen Jahren baue ich mir einen kleinen Obstgarten auf. Nun ists so, dass in der Nähe ein alter Ringlotten/Kriecherl Baum (vor 1950 gepflanzt) steht. Ca. 10 m Luftline zum nächsten jungen Baum.

Im Zuge meiner Gartenaktivität habe ich diesen auch wieder ein bisschen gepflegt ung gesehen, dass große, seitliche Leitäste schon morsch sind, sehr altes Fruchtholz dran hängt, einige massive Pilze sich schon ausgebreitet haben, etc etc.
Dh er ist ein schönes Zuhause für eine Vielzahl von Insekten geworden.

Meine Frage:
- Wenn so nahe quasi ein Hort für viele "Schädlinge" steht, sollte man ihn entfernen, um die jungen Bäume zu schützen?


Im Prinzip stellt sich die Frage für mich auch nur theoretisch. Mich interessiert einfach eure Fachmeinung darüber.

Der Baum ist halt wunderschön (vor allem in der Blüte) und solange mein 85 jähriger Großvater dort noch lebt, wird er nicht wegkommen. Der gehört einfach zu seinem Leben.

DANKE für eure Meinungen!
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  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Foren-Urgestein
    Ich kann dich beruhigen. Was du Schädlinge nennst, sind lediglich die Insekten, die sich vom morschen Holz ernähren. An gesunde Bäume gehen sie nicht. Und wie du schon erwähnt hast ist er ein Hort für Insekten geworden. Dabei überwiegen die Nützlinge. Lass ihn also auch dann stehen, sollte dein Grossvater vor dem Baum sterben. Es ist ja wirklich niemand durch den Baum gefährdet. Und schön ist er ja wirklich!
     
    Zuletzt bearbeitet:
    K

    Kappesbuur

    Mitglied
    Hallo! Wirklich ein schöner Baum.

    Ich würde das ganze gelassen sehen, klar breiten sich Pilze aus, aber eher auf alten Bäumen.
    Junge, unverletzte Bäume in der näheren Umgebung sollten da keinen Schaden nehmen.
    Und zudem ist so ein Baum natürlich sehr interessant für Insekten, aber auch für Vögel.
    Ich habe auch so ein paar Exemplare bei mir stehen, da nehme ich nur tote Äste raus
    wenn sie Gefahr laufen abzubrechen. Den Rest überlasse ich den Tierchen als Lebensraum.
     
    D

    Desperado

    Mitglied
    Das alte, abgetragene, kranke oder auch schon tote Holz muss natürlich raus. Wenn nach einem Verjüngungsschnitt aber wieder verstärkt Wasserschosser treiben, kann man sich daraus wieder neue Äste erziehen.
    So schlecht sieht der Baum aber nicht aus. Den kann man schon noch viele Jahre erhalten, wenn das Kernholz von Stamm und Leitästen gesund ist.
     
  • F

    flueueue

    Neuling
    Danke für die Antworten!

    @Desperado:
    Also selbst am Stamm, nahe der Verzweigungsstelle war schon so ein Zunderpilz (gerade gegoogelt, hat zumindest so ausgesehen ;) ) mit ca 20 cm Radius.
    Von den 7 stärkeren Ästen sind sicher 5 massiv von Pilzen befallen. Also die kann ich nicht alle wegnehmen ;)

    Aber wenn er keine negativen Auswirkungen auf die Nachbarn hat, bin ich beruhigt. Ich werde mich einfach ein bisschen um ihn kümmern und mich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten noch an ihm erfreuen und ihn in Würde begleiten! Vielleicht überlebt er ja auch noch mich. Würde mir sehr gefallen :D
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Foren-Urgestein
    Das ist die richtige Einstellung! :freundlich:
     
  • F

    flueueue

    Neuling
    DANKE!

    btw:
    die Walnuss daneben wurde nie gepflegt (35-40 Jahre)
    um die werde ich mich dieses Jahr - beim richtigen Schnittzeitpunkt - auch kümmern.

    So sieht sie ja ganz ordentlich aus.
    Wirklich "getragen" hat sie aber erst in 2 Jahren, laut meinen Eltern.
    Vielleicht, weil sie eben nie wirklich in Richtung Ertrag erzogen wurde.

    Ich gehe nicht davon aus, dass ich da noch viel ausrichten kann, aber zumindest zur Baumgesundheit kann man noch was beitragen.

    Der Baum dient auch mehr als Lanschaftselement und Nager-Versorgung ;)
     
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