Ameisen sind unter der Rasenfläche

Goldi 1

Goldi 1

Mitglied
Hallo, ja ich weiß Ameisen sind nützliche Tiere. ABER...

Gerade in den Sommermonaten fällt uns auf, dass unser Rasen sporadisch großflächig trocken ist. (Es gibt auch noch grüne Stellen) Wir haben bis jetzt geglaubt es liege an der Trockenheit. Aber das kann nicht sein. Wir gießen den Rasen regelmäßig in den Abendstunden. Vielleicht auch wichtig: Der Rasen ist jetzt 15 Jahre alt und wird mit einem Mährobotter täglich gemäht. Er wird einmal im Frühjahr vertikutiert und 2-3x im Jahr gedüngt.
Wir haben immer mal wieder Ameisenhügel in der Rasenfläche, welche ich auch direkt bekämpfe.

In dieser Woche habe ich mich mal auf die Rasenfläche gesetzt, und habe versucht ein Ministückchen vertrockneten Rasen rauszuholen 2x2 cm. Dabei habe ich bemerkt, dass es unter dem Stückchen hol ist. Ich konnte den "Rasen" mit 2 Fingern hoch und runter heben. Da wurde ich stutzig. Ich habe dann mit Gewald daran gezogen mit den Fingern darunter gebort und hochgezogen. (Fläche ca 5x5 cm). Was soll ich sagen, das ganze Stück hatte keine Wurzeln mehr, welche im Boden verankert waren. Außerdem sind auf einmal rote Ameisen hervorgekrabbelt. Die Schicht, die ich hochheben konnte war gut 1,5 cm hoch. Die Wurzeln lagen waagerecht und der Rasen wirkt auch platt.

Wer kann mir sagen, was los ist.
 
  • P

    Pluto

    Mitglied
    Die roten Ameisen (eigentlich orange-braun) sind wohl tatsächlich Rasenameisen. Sie leben praktisch ausschließlich unterirdisch und sollen von Wurzelläusen leben.

    Auch ich finde einige Nester hier im Rasen, die zum Hochzeitsflug an heißen Tagen aufgewühlt werden. Einen klaren Zusammenhang zwischen vertrockneten Stellen und den Ameisen konnte ich aber nicht beobachten.

    Deine Beschreibung könnte aber auf ein ganz anderes Problem hindeuten. Möglicherweise hat sich bei Dir das Gemeine Rispengras (Poa trivialis) breitgemacht. Das ist hellgrün, hat (meist) lange schmale Blätter, die auf der Unterseite glänzen und wurzelt vor allem nur flach und bildet oberirdische Ausläufer. In der Trockenheit des Sommers vertrocknet es durch die flachen Wurzeln leichter als andere Gräser.
     
    Goldi 1

    Goldi 1

    Mitglied
    Wie du schreibst, fliegen bei uns auch 1x im Jahr Tierchen in Schwärmen über unserern Rasen. nach 3-5 Tagen ist dann alles vorbei.

    Also, liegt es nicht an den Ameisen? Sondern an das Rispengras.
    Wenn wir im Frühling, wenn der "Rasen" grün ist, aus unserem Dachfenster schauen, gibt es grüne und hellgrüne Stellen. Das kann es sein, dass wir zu viel von diesem Rispengras haben.

    Ich werde mal eine Stelle untersuchen, wo der Rasen grün ist. Mal sehen wie es da drunter ausschaut.

    Danke erst einmal für deine Antwort
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Es KANN auch an den Ameisen liegen. Sie lockern den Boden im Bereich des Nestes derart auf, dass die Wurzeln den Halt verlieren und vertrocknen
    Ich habe mal ein Nest im Rasen geflutet……am Ende hatte ich einen Krater von ca einem halben Meter Durchmesser und mindestens ebenso tief. Die Erde war einfach „weg“. Körnchen für Körnchen weggeschafft von den fleißigen Tierchen! :mad:
     
  • Fjäril

    Fjäril

    Mitglied
    Ich kenne das auch, dass wo Ameisen sind und dort kein Gras mehr wächst. Und ich kenne das auch, dass sich wo Gras breitmacht, das das andere verdrängt und später vertrocknet. Das lässt sich im Herbst vom Boden abziehen wie ein Vlies, tw. wurzelt es auch in Moos und geht mit, wenn ich das Moos entferne. Die Schilderung mit den Ameisen, die dann hervorkommen, passt da allerdings nicht. Es sei denn, es wächst zufällig dort, wo diese Ameisen wohnen.
     
  • Shantay

    Shantay

    Foren-Urgestein
    Ich habe seit Jahren schon das gleiche Problem: Ameisen ohne Ende im Rasen, hier kann man nicht mal mehr barfuß drüber laufen. Und auch bei mir vertrocknete Stellen. Hauptsächlich rote Ameisen, die ich einfach nicht los werde...

    LG Shantay
     
  • Goldi 1

    Goldi 1

    Mitglied
    Mein Mann hat jetzt im Herbst vor, die gesamte Rasenfläche gründlich zu vertikutieren, nicht so wie sonst. Also sehr tief und intensiv. Danach Neusaat.
    Gut, wenn die Ameisen nicht unbedingt Schuld sind und sich eher von diesen Wurzelläusen ernähren, kann es ja vielleicht erst mal wieder gut werden. Oder?
    Ich hatte gedacht, vielleicht wäre es mal sinnvoll die Rasenfläche "abzuschaben" und etwas Mutterboden und Sand drauf zu schütten. ( Wir haben Lehmboden) Das kostet natürlich einiges :-( Wie oben beschrieben ist unsere Fläche 15 Jahre alt und ca 250m2. Wäre dies sinnvoll, oder zu viel Aufwand?
     
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