Anzucht oder Blumenerde?

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Watermelon

Watermelon

Neuling
Habe vor etwa 1 Monat mit der Anzucht von Wassermelonen, Basilikum und Zwerg-Sonnenblumen begonnen. Meine Samen habe ich in gewöhnlicher Blumenerde gepflanzt und damit auch erfolg erzielt. Fragt man im Fachgeschäft bekomme ich immer die Antwort ich sollte zur Anzucht eine spezielle Anzuchterde verwenden um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Habe aber bereits das gegenteil erwiesen! :cool:
Da Anzuchterde etwas teurer als Blumenerde ist stellt sich die frage ob es zwingend notwendig ist Anzuchterde für die Aufzucht zu verwenden?
Sind Unterschiede des Wachstums überhaupt zu erkennen?

:)
 
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  • Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    Hallo Watermelon,
    herzlich willkommen im Forum.:):eek:

    Anzuchtsubstrat ist nicht für alle Saaten nötig, aber es hat zwei entscheidende Vorteile gegenüber normaler Blumenerde:

    - Es ist mehr oder weniger nährstoffarm. Wir verwenden immer Kokossubstrat, das fast nährstofffrei ist.
    Dadurch wird zunächst das Wurzelwachstum stark angeregt, was ja erwünscht ist.

    - Es ist keimfrei, denn durch Erhitzen werden Pilze, Bakterien usw. abgetötet.
    Insbesondere bei Samen mit langer Keimdauer wird z.B. Schimmel weitgehend verhindert.

    Fazit: Anzuchterde o.ä. muss nicht sein, hat aber Vorteile.

    Es grüßt
    Moorschnucke:eek:
     
    jumawi

    jumawi

    Mitglied
    Hallo Moorschnucke,
    du hast es perfekt erläutert:cool:

    Gruss.jumawi
     
    Watermelon

    Watermelon

    Neuling
    Danke für die Antwort :eek:
    Ist die Anzuchterde oder das Kokossubstrat Keimfrei?

    Das Kokossubstrat gut für die Anzucht sei habe ich schon des Öfteren gehört bzw. gelesen, aber ist es nun für jede Art von Gemüse geeignet oder nur für bestimmte Gemüsesorten?

    :)
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Anzuchterde ist nicht keimfrei. Andernfalls wäre ich nicht schon so oft damit angegangen. Die Anzuchterde birgt das Risiko des Ladenhüters. In jedem Fall wo ich einen Sack vom Altbestand vom Vorjahr gekauft hatte, hatte ich ziemliche Probleme, insbesondere mit bodenbürtigen Pilzen, welche sich in schlechte Keimquoten, Umfall-, Welkekrankheiten, schwächliche Keimlinge, Stängelfäule und so weiter äußerte. Wenn Aussaaterde, dann nur von frischer Palette. Manches - eben Wassermelonen und Sonnenblumen säe ich direkt in Blumenerde. Sie sind dankbar für den höheren Nährstoffgehalt.

    Grüßle, Michi
     
  • panormal

    panormal

    Mitglied
    Ich meine mich an einen etliche Seiten langen Thread zu diesem Thema zu erinnern - ich finde ihn aber nicht.. ; (

    Gruß,
    pan
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Das Thema hatten wir schon so oft - und wie so oft in allgemeine Threads wie Tomatenzöglinge 2013, da findet's dann keine Sau...

    Grüßle, Michi
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    Hallo Watermelon,
    wir ziehen Tomaten und Blumen damit vor.

    Die Kokos-Quellbriketts finden wir sehr praktisch und hatten noch niemals Probleme damit.

    Wenn die Tomaten aus den Fensterbank-Gh raus sind, verwenden wir das Substrat weiter z.B. für Sonnenblumen.
    Ein Jahr später kann man es immer noch benutzen.

    Falls also Anzucht in Schalen usw. empfohlen wird auf dem Samentütchen, können wir diese Quellbriketts nur empfehlen!

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:

    P.S. Michi, wenn wir früher Anzuchterde verwendet haben und der Sack schon monatelang geöffnet herumstand, haben wir sie im Backofen sterilisiert. Der große alte Pott passt leider nicht in die Micro.
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Falls also Anzucht in Schalen usw. empfohlen wird auf dem Samentütchen, können wir diese Quellbriketts nur empfehlen!
    Dem schließe ich mich vorbehaltlos an, wenn es um Blumen geht, mit der Anzucht von Gemüse habe ich bisher keine Erfahrung; werd's aber im nächsten Jahr ebenfalls mit Kokosbriketts versuchen. Anzuchterde braucht man nicht wirklich, finde ich, aber ich bin kein Fachmann, sondern spreche nur von meinen bisherigen begrenzten Erfahrungen.

    Ach ja, willkommen hier im Haufen, Watermelon! :)
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    P.S. Michi, wenn wir früher Anzuchterde verwendet haben und der Sack schon monatelang geöffnet herumstand, haben wir sie im Backofen sterilisiert. Der große alte Pott passt leider nicht in die Micro.
    Das ist eine Möglichkeit. Aber eigentlich immer war das Problem auch, dass es die Nährstoffe ausgewaschen hat. Sprich die Pflanzen wollten nicht wachsen. Kein Wunder, dass die Leute auf die Idee kommen, die Anzuchterde sei frei von Nährstoffen.

    Ich werde es so machen:

    Ein paar Säcke Anzuchterde irgendwann die Saison kaufen, und dann zuhause einlagern. Nicht im Garten wo es draufregnet und sich Pilze einnisten können. Dann kann ich im Dez/Jan mit der Chili-Anzucht sorglos beginnen (um diese Jahreszeit bekommt man nämlich garantiert keine frische-Paletten-Erde). Ggf. nur anfeuchten für den Fall, dass sie zu trocken wurde. Und fertig.

    Wenn die in den Garten-Centern die Erde nicht einfach auf ihren Paletten der Witterung überlassen würden, wäre das alles recht sorglos...

    Grüßle, Michi
     
  • R

    Rentner

    Guest
    Wir verwenden immer Kokossubstrat, das fast nährstofffrei ist.
    Ich stime vorbehaltlos zu.
    Ein (fast) nährstofffreies Substrat ist für die Anzucht optimal, egal ob es sich dabei um die Aussaat oder um die Stecklingsvermehrung handelt.

    Das Pflänzchen wird im kargen Substrat regelrecht "genötigt" Nahrung zu suchen. Um Nahrung suchen zu können, braucht es viele Wurzeln. Also bildet das Pflänzchen verstärkt Wurzeln und das ist genau das, was man eigentlich will.
     
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