Anzuchterde selbst herstellen

S

Schwabe12345

Mitglied
Hallo zusammen,

seit Jahren kaufe ich jedes Jahr meine Anzuchterde. Das möchte ich ändern. Im Netz habe ich gelesen, dass Anzuchterde aus je einem Drittel Gartenerde, Kompost und Sand, ergänzt mit etwas Perlit, hergestellt werden kann. Anschließend das "Ganze" in den Ofen.

Bisher dachte ich, die Anzuchterde soll besonders Nährstoffarm sein. Kompost ist für mich aber nährstoffreich.

Wie seht ihr das?

Danke schön jetzt für eure Antworten!
 
  • poldstetten

    poldstetten

    Mitglied
    Ich verwende schon seit 25 Jahren Komunalkompost (fein , ein Anhänger = 1cbm = 15 €) versetzt mit etwas Urgesteinsmehl als Saaterde, auch für meine 15 Blumenkästen an den Fenstern mit 80-100 cm werden damit befüllt.
    Es hat sich noch keine Pflanze beschwert .
    Was ich über das volle Angebot an Erden denke, darf ich nicht schreiben, das wäre geschäftsschädigend.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Conya

    Conya

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    Ich verwende ebenfalls keine Anzuchterde und sterilisiere auch kein Erdsubstrat, ich ziehe meine ( dieses Jahr über 2000) Pflanzen in Gartenerde. Sollte ich ausnahmsweise doch mal eine Art aussäen die auf sehr nährstoffarmes Substrat angewiesen ist dann versetze ich die Gartenerde mit Sand... und Perlite kommt mir auch nicht über die Grundstücksgrenze.

    LG Conya
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Danke für die Antworten.

    Was ist mit den Perliten?
     
  • Conya

    Conya

    Foren-Urgestein
    Das ist Ansichtssache, manche halten Perlite für ungesund, ich halte es im Zusammenhang mit Erdsubstraten in Kübeln, Töpfen oder Beeten schlicht für unsinnig, es lässt sich allerdings Geld damit verdienen. Ein gesunder, gut strukturierter Boden braucht solche Zusätze nicht und wenn man den im Beet nicht hat... nun, dann weiß man immerhin welche wichtigen Arbeiten im Garten als erstes anstehen. Mit Bodenpflegearbeiten kann man viel Zeit und Mühe durch bringen, aber macht man es richtig profitieren selbst die Urenkel noch davon.

    LG Conya
     
  • Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Für meine Blumenkästen verwende ich Komposterde. Mische noch bissel Langzeitdünger drunter.Fertig. Hat sich seit 40 Jahren bewährt.
    Vieles aus dem Handel ist Geldschneiderei Aber die Leute kaufen es. Haben alle zu viel Geld.
    Ein richtiger Komposthaufen ist Gold im Garten.
     
  • M

    mahatari

    Foren-Urgestein
    Für meine Blumenkästen verwende ich Komposterde. Mische noch bissel Langzeitdünger drunter.Fertig. Hat sich seit 40 Jahren bewährt.
    Vieles aus dem Handel ist Geldschneiderei Aber die Leute kaufen es. Haben alle zu viel Geld.
    Ein richtiger Komposthaufen ist Gold im Garten.
    Ich mache das auch so...nur die Kästen sind verdammt schwer...da macht es auch nichts, wenn ich dann manchmal Wildpflanzen dazwischen habe...Im Herbst entsorge ich dann alles direkt auf die Beete(natürlich ohne die Blumenstrünke)
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Super, danke für die Erklärungen!
    Was mir allerdings noch immer nicht klar ist: warum kommt in die Anzuchterde Dünger bzw. Kompost? Überall lese ich, dass in der Anzuchterde wenig Nährstoffe sein sollen, damit sich die Wurzeln schnell entwickeln.
    Nur zur Klarstellung: ich will sowohl eure Rezepte als auch die allgemeine Meinung nicht kritisieren - mir geht's lediglich ums Verständnis:)

    Danke!
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Schwabenpower! Bin auch 'n Ostälbler! :D

    Zum Thema: Ja, mir gehts da gerade genauso. Ich hänge da auch beim Verständnis.

    Anzuchterde ist nur wenig aufgedüngt. Neben der Wurzelentwicklung gilt als weiterer Grund, dass manche Pflanzenarten (besonders kleinsamige mit zarten Keimlingen) empfindlich auf zuviel Nährstoffe reagieren können.

    Vielleicht ist es eine Frage was auf dem Kompost an Material landet oder wie man den Kompost herstellt?

    Vielleicht aber auch eine Frage der Nährstoffverfügbarkeit? Vielleicht gibt der Kompost seine Nährstoffe nur langsam/verzögert ab, weil sie durch Mikro-Organismen erst noch weiter erschlossen werden müssen?

    Ich bin wahrlich kein Kompost-Experte und Anzuchterde hab ich auch noch nicht hergestellt...

    Grüßle, Michi
     
    Pyromella

    Pyromella

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    Eigendlich sollten bei reifem Kompost die Nährstoffe doch schon aufgeschlossen sein, oder habe ich das all die Jahre falsch verstanden?

    Als Balkongärtnerin habe ich leider keinen Kompost, und alles schleppe ich nicht über 100km per Bahn auf den väterlichen Komposthaufen. :p Deshalb gehöre ich zu den Menschen, die durchaus auch mal Erde kaufen müssen. (Nein, Frau B aus C, die Leute haben nicht alle zuviel Geld, sie haben in den Städten zum Teil einfach keine Platz für einen Kompost und sind dankbar, dass sie wenigstens aus einem winzigen Balkon ein grüne Oase werden lassen können.)
    Anzuchterde habe ich ewig nicht mehr gekauft, bisher hat mir die Blumenerde noch kein Keimling übel genommen. Zum Abmagern einer Erde würde ich aber eher Sand zumischen, reiner Kompost kommt mir etwas heftig vor.
     
  • Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Also, frische Kompost-Erde und Aussaaten vertragen sich wenig,
    der Kompost hat zuviel Eigenleben und Nährstoffe. Ich fand als Alternative
    Bentonit, und mische ihn unter gesiebten Torf.
    Ein anderer Name für Bentonit ist Heilerde, bekommt man leicht in Bio-Läden.
     
    Supernovae

    Supernovae

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    Hallo zusammen,

    seit Jahren kaufe ich jedes Jahr meine Anzuchterde. Das möchte ich ändern. Im Netz habe ich gelesen, dass Anzuchterde aus je einem Drittel Gartenerde, Kompost und Sand, ergänzt mit etwas Perlit, hergestellt werden kann. Anschließend das "Ganze" in den Ofen.

    Bisher dachte ich, die Anzuchterde soll besonders Nährstoffarm sein. Kompost ist für mich aber nährstoffreich.

    Wie seht ihr das?

    Danke schön jetzt für eure Antworten!
    Nunja...
    Den Backofen selle ich nicht an, das ist, für mich Energieverschwendung.

    Alle Starkzehrer kommen bei mir direkt in Pflanzerde.

    Wenn ich wirklich abgemagerte Erde (wie auch Anzuchterde) brauche, dann mische ich Pflanzerde, Quarzsand und Perlit/Kokoserde.
    Bisher bin ich damit gut gefahren.

    Warum keine Gartenerde?
    Wir haben hier sehr tonigen Lehm. Da würde ich mir im Zweifel eine Verdichtung reinholen.
     
    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Den Lehm so fein wie Mehl zu bekommen, wird schlecht gelingen.
    Die feinen Wurzeln wollen "andocken", Fuß fassen und dazu sollte die Anzuchterde fein
    und nährstoffarm sein. Hatt ich, glaub ich mal, schon mal gezeigt:

    Mit dabei Perlite, Bentonit, und eine Spur an Dünger (Eisen- wie NPK-Dünger)
     

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    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ich habe geschrieben wie/mit welcher Erde ich meine Blumenkästen befülle. Das sind die Kästen für meine Balkonbepglanzung sowie sonstige Blumenkästen. Die Pflanzen wachsen/stehen darin bis zum Herbst. Eine weitere Düngung ist kaum nötig. Nur wenn man den Pflanzen Nährstodfmangel ansehen sollte.

    Für die Aussaat, z.B.Tomaten kaufe ich mir einen Sack Anzuchterde. Diese Erde niemsls düngen.
     
    Pyromella

    Pyromella

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    Ich habe geschrieben wie/mit welcher Erde ich meine Blumenkästen befülle. Das sind die Kästen für meine Balkonbepglanzung sowie sonstige Blumenkästen. Die Pflanzen wachsen/stehen darin bis zum Herbst. Eine weitere Düngung ist kaum nötig. Nur wenn man den Pflanzen Nährstodfmangel ansehen sollte.

    Für die Aussaat, z.B.Tomaten kaufe ich mir einen Sack Anzuchterde. Diese Erde niemsls düngen.
    Schön, gefragt war aber, was man als Anzuchterde verwendet, bzw selbst mischt. (Siehe Post 1) :verrueckt:
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Muss mich entschuldigen: das Thema hier lautete "Anzuchterde selbst herstellen". Ich hatte mich zum Thema "Pflanzerde für Bakonkasten" geäußert. Sorry.
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Wir haben sehr lehmigen Boden. Ein Versuch den als Anzuchterde zu nutzen, ging schief. Ich nehme was da ist, Blumenerde meist. Wenn Substrate mir zu fest erscheinen, mische ich Perlite unter. Da braucht man nur wenig. In 10 Jahren habe ich bisher 1 1/2 Säcke verwendet, obwohl ich es auch unter das Substrat für die Töpfe mische.
    Und da ich den Sand auch kaufen muss, ist das tatsächlich nicht kostengünstiger für mich. Ich finde, man braucht deutlich mehr Sand als Perlite, um den gleichen Effekt zu erhalten.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Pyromella, ich ziehe selbst nur Tomaten, dafür kaufe ich einen Sack. Zum pikieren ebenso.

    Im Garten säe ich dann im Beet in normaler Gartenerde, die aber mit Kompost angereichert
    ist.
    Ich habe viele Komposthaufen. Und somit viel Kompost.
    Ich kompostiere alles. Alle Küchenabfälle.
    Habe zwei Gärten. Einen sehr kleinen hier am Haus. Da steht nur eine Komposttonne. Hier kommt (geht) auch nicht viel rein.
    Ich habe noch einen großen Bauerngarten.
    Dort stehen 4 Metallkomposter. Daneben noch weitere Ablagefläche für Kompost.
    Kompost macht Arbeit, aber ist eben das Beste für den Garten.
    Habe gerade gestern hier am Haus meine Komposttonne hochgezogen. Es kamen viele, viele Kompostwürmer zum Vorschein. Frage mich dann immer: wo kommen die nur her?
    Mit dem fast fertigen K. habe ich die Blumenkästen befüllt für die Bepflanzung mit Geranien im Mai.
     
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