Apfelbaum - Stamm defekt

06roy50

06roy50

Mitglied
Hallo,
ich habe einen alten Apfelbaum (Ontario veredelt auf Alkmene vor paar Jahren), den ich gern erhalten möchte. Die Krone habe ich von der Gestaltung seit der Veredelung ganz gut hinbekommen. Jetzt ist der Stamm gerissen und die Rinde auf der geneigten Wetter-Seite verfault, Hat jemand nen Tipp, wie ich den Stamm wieder schließen und den Baum damit retten kann?
danke schon vorab
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  • Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

    Mitglied
    Solange noch ein Teil des Kambiums OK ist kann er sich versogen.
    Ich hatte einen alten Apfelbaum der war innen ganz hohl und die Rinde auch fast ganz gerissen, jedoch hatte er noch die schönsten Früchte.

    Vom Foto schaut es irgendwie nach einen Wildschaden aus, aber das kannst du ausschließen oder?
    Lacbalsam hast du ja schon mal draufgegeben, ich würde die Wunde mit Lacbalsam verschließen und wenn ein Teil noch OK ist wird er auch noch tragen vermutlich.

    lg
     
  • 06roy50

    06roy50

    Mitglied
    Es ist kein Wildschaden, habe die lockeren weichen Teile selbst raus geschält. Okay, dann versuche ich es mal und schließe den ganzen offenen Bereich mit Wundbalsam, Danke für die Antworten
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Genau, ganz wichtig ist, dass du alle weichen Stellen weg bekommst.

    Der Baum kann sich sehr gut weiterhin versorgen.

    Ich rufe mal @Rentner herbei, er kennt sich da gut aus und kann dir kompetenter als ich sagen, was du als Wundbalsam nehmen sollst.
     
  • punticek

    punticek

    Mitglied
    ich hab vor über 30 Jahren die Löcher und fehlenden Rindenteile mit Bauschaum verschlossen.. Schäumen, Plastiktüte rum.. nach dem Aushärten Tüte weg, zurechtschnitzen... mußt nur aufpassen, Hornissen und Wespen lieben den Bauschaum beim Nestbau...... Meine Bäume stehen immer noch und Tragen wie zuvor
    glg punticek
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Hallo @06roy50

    wie Du schreibst, ist Dir der Baum wichtig, also warum nicht versuchen, ihn länger am Leben zuerhalten - fällen kannst Du immer noch bei ausbleibendem Erfolg.
    Für langfristige Rettungsmaßnahmen ist es meiner Ansicht nach, aber viel zu spät.

    Ich denke der Holz zerstörende Pilz ist über die Kappstellen beim Aufpfropfen eingedrungen und arbeitet schon einige Jahre, was zum Schadbild passt.
    Auch könnte noch Diplodia Rindenbrand dazu gekommen sein:
    Von einem "Zukleistern" mit LacBalsam rate ich dringend ab. Du würdest die Feuchtigkeit im Holz einschließen "zur Freude" des Pilzes.
    Auf dem Fotos sieht es aus, als hättest Du einen älteren Astausbruch frisch überstrichen - nicht gut.
    LacBalsam und ähnliche Wundverschlussmittel sind für frische Wunden auf lebender Rinde und lebendem Splintholz gedacht. Wobei über dem Nutzen, seit Alex L. Shigo auch unter Fachleuten kontrovers diskutiert wird.
    Wenn "Einpacken" dann eher nach dem Vorschlag von @jomoal

    Weiche Teile würde ich nicht auslösen, das schwächt Stabilität und Statik und reduziert wohl Larven und Vögel, die danach picken, aber den Pilz hält das nicht auf.
    Der befallende Stamm ist von der Statik her vergleichbar mit einer Autokonsole - Der noch "gesunde" Teil des Stammzylinders mit der harten Kunststoffoberfläche der Konsole - Stabil und nicht zu verbiegen, solange man nicht den Hohlraum ausfüllenden Schaum entfernt, bei einer PET-Wasserflasche wird dies noch deutlicher...
    Beim Stammzylinder des Apfelbaums ist es, das vom Pilz teilzersetzte weiche Holz.

    Abgestorbene Rinde aber schon entfernen, obwohl sich die bis in den Starkastbereich auszudehnen scheint.
    ich hab vor über 30 Jahren die Löcher und fehlenden Rindenteile mit Bauschaum verschlossen.. Schäumen, Plastiktüte rum.. nach dem Aushärten Tüte weg, zurechtschnitzen... mußt nur aufpassen,
    Diese Methode wurde vor ca. 25 Jahren im Frankfurter Palmemgarten an einer alten Eibe angewendet.
    Mit spez. Maschine, die vor Ort große Mengen 2K-Bau-Schaum (in oliv-grün) anmischen konnte - bewährt hat sich das aber nicht. Die Geräte sind vom Markt verschwunden.

    Grüsse
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Weiche Teile würde ich nicht auslösen, das schwächt Stabilität und Statik und reduziert wohl Larven und Vögel, die danach picken, aber den Pilz hält das nicht auf.
    Es kommt natürlich drauf an, was mit weichem Holz gemeint ist. Wenn das Holz in der offenen Wunde gemeint ist, dann würde ich diejenigen Teile, die sehr weich und morsch sind, die sich quasi bei einfachem Druck lösen, entfernen, den Rest aber auch stehen lassen. - Sorry, habe mich weiter oben bei Post 6 zuwenig genau ausgedrückt.
     
    06roy50

    06roy50

    Mitglied
    Vielen Dank für die Vorschläge und Erklärungen,
    wieder was gelernt bzgl. dem Wachs. Da in direkter Nachbarschaft ein Bauer ist, werde ich es mal mit Kuhmist versuchen, beste Grüße
     
    Flugelche

    Flugelche

    Mitglied
    Habe den gleichen Fall bei einem Pflaumenbaum. Er ist 12 Jahre alt. Nach dem zweiten Winter ist die Borke aufgeplatzt und den Rest hat das Ungeziefer erledigt. Ich gebe ihn keine Chance mehr weil auf der Rückseite wie kleine Baumpilze zu sehen sind. Habe mir einen Pflaumenuntergrund besorgt und versuche mal die Sorte zu retten. Er wird aber immer noch grün und blüht.
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    @06roy50

    Hallo,

    versuch es einmal damit. Ich mache seit über 30 Jahren nur die besten Erfahrungen mit diesem "Jinmittel".
    Gugel mal danach.
    Ich verwende es bei sehr kleinen Bäumen in Schalen und ebenfalls bei sehr großen im Garten.
    Von Wundverschluss und irgendwelchen Pasten oder Breien an Baumwunden halte ich nichts. Ich setze da eher auf die Selbstheilungskräfte eines Baumes.
    Dieses Bleichmittel schützt äußerst wirksam vor Viren, Pilzen und Bakterien und läßt den Baum an den damit behandelten Stellen auch noch den notwendigen Sauerstoff zum Atmen.




     
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