Aufbau Bewässerungssystem - erste Schritte?

D

DomHe

Neuling
#1
Hallo zusammen,

aufgrund der aktuellen extremen Trockenperiode spuckt mir jetzt auch schon seit ein paar Tagen/ Wochen das Thema "Bewässerungssystem" im Kopf herum.
Der Rasen ist aktuell so extrem vertrocknet und unansehnlich geworden, dass der Anblick echt schon weh tut.
Ich bin mit meinen Gedankenspielen noch nahezu komplett am Anfang und habe auch keinen Zeitdruck.
Da meine Frau jetzt im Sommer keine "Baustelle" mehr will, würde ich das Projekt dann auch ggf. erst im nächsten Frühjahr umsetzen.

Ausgangslage:
Unser gesamtes Grundstück ist ca. 2200m² groß, wobei der allergrößte Teil eine größere Streuobstwiese darstellt, die natürlich nicht bewässert werden muss.
Der vordere Teil des Rasen, direkt am Haus bzw. der Terrasse, soll jedoch bewässert werden. Dieser Teil ist insgesamt ca. 200m² groß und war die ersten Jahre richtig satt grün.
Jetzt zeigen sich natürlich vor allem an den Rändern, an welchen die Natursteine verbaut wurden sowie an den Randsteinen, wo die Erdschicht nicht so dick ist, bei der Hitze schnell Vertrocknungserscheinungen.
Der Rasen an sich ist aufgrund der Natursteine natürlich auch nicht akkurat gerade verlaufend und rechtwinklig. Im Herbst oder im nächsten Frühjahr muss ich auch noch einige Unebenheiten ausgleichen, welche sich nun nach 3-4 Jahren gezeigt haben.

Zwar haben wir beim Anlegen des Gartens an ausreichend Steckdosen im Garten gedacht, jedoch wurde die Wasserversorgung leider ziemlich vernachlässigt.
Ich habe direkt am Garten nur eine Außenwasserhahn direkt am Haus, welcher allerdings ca. 5m von der Rasenkante entfernt ist.
Um diesen zu nutzen, müsste ich die kompletten Platten wieder rausnehmen und einen Durchbruch beim recht massiven Betonkeil am Randstein machen. Zudem wäre der Anschluss dann für die "manuelle" Wässerung der Topfpflanzen etc. nicht mehr verfügbar.

Meine Idee war nun, dass ich aus der Garage einen zweiten Anschluss in den Garten lege.
Dort müsste man einen Durchbruch durch die Garagenwand machen und dann ca. 25m Leitung in den Garten legen.
Dann hätte ich Strom und Wasser direkt in der hinteren Ecke des Gartens, wo auch ein Ventilschacht etc. am wenigsten stören würde. Zudem könnte ich ggf. die weitere Technik (Bewässerungssteuerung) in dem nahegelegenen Gartenhaus verbauen.

Die Frage ist nun, ob das so überhaupt Sinn machen kann, oder die Planung bereits hier scheitert?
- Ist nach so einer Strecke noch ausreichend Druck vorhanden?
- Den "Eimertest" habe ich bereits gemacht und 10l sind leider erst nach ca. 26 Sekunden voll.


Das ist die bestehende Leitung in der Garage, von wo aus sich dann ggf. eine weitere Leitung in den Garten legen lassen würde.


Diese Strecke bis nach oben müsste ich dann aufgraben und die neue Leitung verlegen (ca. 25m).


Anschluss im Technikraum und weiterführend in der Garage. Ich weiß jetzt nicht, ob man hier "drucktechnisch" noch was rausholen kann?


In dieser hinteren Ecke würde ich dann ggf. den Wasseranschluss hinlegen und den Bereich als Ausgangspunkt für das System nutzen, da der Strom direkt in der Ecke liegt und in der Hütte ja vielleicht tatsächlich die Steuerung geschützt untergebracht werden könnte.


Blick von der Terrasse auf den zu bewässernden Teil des Rasens. Der hintere Bereich ist die angesprochene Streuobstwiese, welche nicht bewässert werden muss.


Dieser kleine Bereich, welcher als Zufahrt auf die Wiese dient, sollte ebenfalls mitbewässert werden, da der Teil aufgrund der geringen Erdschicht sehr schnell vertrocknet.


Hier noch eine grobe Handskizze. Der neue Wasseranschluss soll dann in die rechte obere Ecke kommen.


Zusätzlich dreht auch noch ein Mähroboter seine Runde auf der gesamten Fläche.
Hier müssten dann sicherlich die Mähzeiten und die Bewässerungszeiten aufeinander abgestimmt sein.
Des Weiteren gehe ich davon aus, dass ich ggf. das Begrenzungskabel des Mähers etwas umverlegen müsste, da dieses ca. 20cm von den Außenkanten entfernt liegt.

Mögliche Komponenten:
Hinsichtlich des gesamten Systems habe ich mir noch keine detaillierten Pläne gemacht, da ich ja noch gar nicht weiß, ob eine Realisierung bei der Ausgangslage überhaupt Sinn macht.
Was ich jedoch schon sicher weiß, dass ich so wenig wie möglich Teile von Gardena nutzen möchte. Da liest man einfach zu viel über mangelnde Qualität und hohe Ausfallquoten.



Vorab Danke ich schon vielmals für etwaige Hilfe und Denkanstöße.

Ich wäre auch gerne bereit dazu, meinen weiteren Verlauf hier zu dokumentieren, da ich es schade finde, dass viele Threads nicht zu Ende geführt werden und man gar nicht mehr mitbekommt, wie die Installation verlaufen ist.

Grüße
Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #2
    Lieber Dominik,

    da hast Du ja Dein „Problem“ wunderbar illustriert. …und Dir ist gleich aufgefallen, dass es hier manchen Gartenfreund gibt, der seine guten oder schlechten Erfahrungen nicht preis gibt.

    Wenn ich Deine netten Bilder anschaue, scheint mir Deine Streuobstwiese auf einem Berg/Hügel zu liegen. Ein Brunnen mit normalem Aufwand scheidet also aus.

    Bleibt also nur die Wasserleitung und die wurde zu den Außenanschlüssen mit kleinstmöglichem Querschnitt ausgeführt.

    Der Eimertest ist nett und gibt erste Orientierung, aber eigentlich will man die zur Verfügung stehende Wassermenge bei einem Fließdruck X wissen. RAINBIRD hatte früher mal so ein Kombi-Instrument Wassermenge/Druck im Sortiment. Aber da nicht viele die 200 USD dafür aufwenden wollten, wurde das Gerät aus dem Sortiment genommen.



    Dem Bastler bleibt also nur eine solche (bspw) Konstruktion in Verbindung mit einem Wassereimer.
    Ich habe einen 25 Liter Topf, mit dem das noch etwas genauer wird. Du drehst den Hahn zu, dass der Fließdruck bei 3 BAR steht und mißt die Zeit. Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, daß das unter den von Dir gezeigten Bedingungen, eine sehr überschaubare Menge sein wird.

    Jeder Querschnitt unter 22 mm Edelstahl ist für Bewässerungszwecke richtiggehend schwierig.
    Du wirst nicht umhinkommen, nach Deinem Eimertest mit Manometer mal einen Klempner zu konsultieren. Dem schilderst Du, dass Du gern an Stelle X vielleicht 1,5m³ Wasser bei 3 BAR zapfen möchtest und nebenher noch die Option „Gießkanne füllen“ zu berücksichtigen ist. Ich habe Deine MP Rotatoren bei der Wassermenge im Hinterkopf.

    Wenn Du die Wassermenge am Garagenhahn testest: Dieser Hahn hat einen extrem engen Querschnitt und das GARDENA Anschlußstück ist ein weiteres Nadelöhr. Beides reduziert den Wasserdurchfluß. Nichts auf der Leitungsstrecke darf enger sein, als der Leitungsquerschnitt, sonst wirkt es wie ein „halbzugedrehter“ Wasserhahn.

    Probier‘ mal.

    Viel Glück
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #3
    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Ich habe bereits vermutet, dass bei diesem kleinen Querschnitt der Leitung gleich die ersten Probleme auf mich zukommen.
    Es ist schade, aber bei der Bauphase habe ich daran überhaupt nicht gedacht, jetzt wird alles deutlich komplizierter.
    Den Klempner werde ich die nächsten Tage sowieso kontaktieren und mal nach einer Lösung fragen. Ich kenne ihn gut und da lässt sich auch sicher mal kurzfristig ein Termin finden.

    Ich habe dabei insbesondere das 4 Bild in meinen ersten Beitrag im Auge.
    Dabei handelt es sich um die Zuführung, vom Wohnhaus kommend, in die Garage.
    Da scheint der Querschnitt ja noch deutlich größer zu sein.
    Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass er direkt von dort wegfährt, der Weg wäre ungefähr gleich, lediglich ca. 3 Meter nach vorne verschoben.
    Es wäre schade, wenn das Projekt schon hier scheitern würde...

    Wir liegen tatsächlich auf einer kleinen Anhöhe. Der Ort an sich liegt im Süden von BaWü auf einer Höhe von ca. 600m.
    An einen Brunnen dachte ich nämlich auch noch, dass wäre natürlich die Lösung, die ich auch aus anderen Gründen favorisiert hätte.

    Gruß und Danke!

    Dominik
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #4
    So, ich bin es mal wieder mit kleinen Ergänzungen/ Fragen:

    In den nächsten Tagen kommt ein Bekannter von mir vorbei, der Gas- und Wasserinstallateur ist und mit mir ausloten wird, welche Möglichkeiten hinsichtlich des geplanten Wasseranschlusses bestehen.
    Nach meiner Schilderung sieht er allerdings keine Probleme, das geplante Vorhaben zu realisieren.


    Damit ich für ihn auch was an der Hand habe, habe ich eine mögliche Regnerinstallation mal ganz grob durchgespielt.
    Ich hoffe ich werde hier nicht gesteinigt, aber das Thema ist aufgrund der extrem großen Auswahl und den Eigenheiten, welche sicherlich jede Installation mitbringt, für mich wirklich komplex und schwierig.

    Bislang habe ich nur mal mit den MP ROTATOR 2000 und 3000 gearbeitet und diese nach meinen Vorstellungen in meine Skizze eingezeichnet.
    Ein Zirkel wird heute Abend geliefert, dann kann ich das Ganze natürlich nochmal genauer einzeichnen, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal bitte eine Tendenz geben, ob das so passen könnten oder doch völliger Quatsch ist...



    Den möglichen Wasseranschluss an der Seite habe ich ebenfalls mal eingezeichnet. Dort wäre dann der Startpunkt.

    Wie man die kleine Fläche (Nr. 2) beregnen könnte, war mir noch nicht so ganz klar.
    Das Problem ist, dass Regner eigentlich fast nur auf der rechten Seite (Richtung Steinmauer) angebracht werden können, da es gut sein kann, dass mittig bzw. weiter links auf der Fläche auch mal ein Auto oder sogar der Bauer mit seinem Traktor von der angrenzenden Wiese darüber fährt.

    Des Weiteren schwirrt mir schon im Kopf herum, wie schlimm es ist, wenn die Regner nicht ganz an der Rasenkante installiert werden können?
    Gerade an der Terrasse habe ich (leider) einen relativ breiten Betonkeil und die Erdkabel für die Steckdosen und die Beleuchtung laufen dort auch noch entlang.
    Ich schätze, dass ich die ersten 10-15cm nicht tief genug komme, damit alles sauber installiert werden kann.


    Vielen Dank vorab.
     
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #5
    Lieber Dominik,

    einen Klempner zum Freund haben, ist immer eine segensreiche Sache. Gerade wenn man seien Bewässerungsanlage aufbaut.

    Im Prinzip sind bei knappen Wasser-Ressourcen diese MP Düsen die beste Lösung.

    Hast Du diese Düse schon in Aktion angeschaut?
    [video=youtube;vj_3ifs16Cs]https://www.youtube.com/watch?v=vj_3ifs16Cs[/video]

    Sie werfen diese hauchdünnen Strahlen und damit eine Fläche auch vollständig benetzt wird, sollten sie im Dreiecksverband angeordnet werden.



    In verschieden Abschnitten Deiner Planung hast Du dieses „sich gegenseitig Erreichen“ schon wunderbar berücksichtigt. Nur in der Mitte der Fläche solltest auch Regner einplanen.
    Am besten Du bestellst Dir jeweils eine 2000er und 3000er Düse + Gehäuse und lässt sie mal laufen. Ich kann Dir lang und breit von den Vorzügen und Nachteilen dieser Düse berichten.
    Erst wenn Du eine auf Deiner Wiese laufen läßt, wirst Du ganz genau verstehen, wo die zu berücksichtigenden Eigenheiten sind.

    Ob es schlimm ist, dass Regner nicht an der Rasenkannte stehen? Nö! Das erschwert dieses gegenseitige Erreichen ungemein. Ich finde die Bewässerungs-Beispiele in diesem Hunter-Video nicht alle repräsentativ. Manchmal geht es nicht anders, aber wenn es sich anbietet, würde ich einen Regner 20 cm von der Rasenkannte vergraben. Dann lässt der sich auch gut „erreichen“. Mit vertrockneten Rasenkannten muß jeder eben seine Erfahrungen sammeln.

    Für Deinen kleinen Streifen auf der linken Seite nimmst Du einfach (meine Lieblinge) vier RAINBIRD HE VAN Größe 10 (wenn es der Wasserdruck hergibt) und setzt dort 90°; 180°; 180°; 90°. Nimm keine Unisys Aufsteiger, sondern die 1800er Gehäuse.

    Alles, was Du so zusammenstellst, solltest Du vor dem Eingraben überirdisch schon mal laufen lassen, weil sich das unterflur alles nur sehr mühsam ändern lässt.

    Du solltest auch über die Winterfestmachung nachdenken. Die Regnergehäuse sollten leer sein, bei den Pipes spielt das keine Rolle. Nicht jeder hat einen klotzigen Kompressor zur Hand. Schwerkraft via Entleerungshahn ist ideal.

    Entwässerungsventile sind für Gärtner, die mit Trinkwasser beregnen ein ungünstiger Kompromiss, weil nach jedem Durchgang das System leerläuft.

    Vielleicht ist auf Deinem wunderbaren Berg ein Brunnen möglich. Den Rasen dort ohne jeden Baumschatten über den
    Sommer zu bringen, schein mir eine wasserintensive Unternehmung zu sein.

    Erst mal viel Erfolg für den Besuch des Klempners
     
  • D

    DomHe

    Neuling
    #6
    Lieber Parzival,

    mal wieder vielen Dank für deine Antwort.

    An einem Brunnen als Alternative bin ich derzeit ebenfalls noch dran, wird aber wohl eher schwerer.
    Diesen Sommer ist es wirklich extrem, die Jahre davor habe ich das Bewässern manuell noch recht gut hinbekommen. Jetzt bin ich aber teilweise auch mehrere Tage gar nicht oder nur kurz zu Hause, weshalb mir das kaum noch gelingen wird.

    Die 20cm von der Kante entfernt hören sich sehr gut an, da dürften die Hindernisse dann keine Rolle mehr spielen.

    Ich werde dann definitiv erst einmal ein paar Dinge bestellen und natürlich oberirdisch testen.

    Hinsichtlich Regner in der Mitte der Fläche war ich mir unsicher. Ich hab einen kleinen Sohnemann, der natürlich auf dem Rasen auch toben wird und ich wusste daher nicht, wie "störend" die auf der eigentlichen Rasenfläche sind.
    Wenn dies eher zu vernachlässigen ist bzw. überhaupt keine Rolle spielt, dann werde ich die Mitte natürlich auch noch berücksichtigen.

    Für den Winter würde ich mir tatsächlich noch einen Kompressor anschaffen, den kann ich auch noch gut für andere Dinge bei mir gebrauchen. Passt auch gut, da das System ja ansonsten tatsächlich jedes Mal leerlaufen muss.

    Welche Gehäuse würdest du denn bitte für die 2000er und 3000er empfehlen?

    Die Steuerung könnte ich doch gut im ca. 5 Meter und oberhalb gebauten Gartenhaus/ Hunderesidenz unterbringen, oder? Strom hätte ich direkt am Rasen.

    Was mir auch noch nicht so ganz klar ist, wie man die Bewässerungskreise an meinen Beispiel am besten einteilt, damit das Ganze auch Sinn ergibt. Gibt es da irgendwo passende Literatur für mich? ;)


    Vielen Dank!

    Gruß
     
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #7
    Lieber Dominik,

    wenn Du einen Regner bündig abschließend mit dem Bodenniveau Deines Rasen einbaust, wirst Du nach ein paar Monaten Schwierigkeiten haben, ihn im Ruhezustand wieder zu finden. Für Deinen Zwerg stellen anständig eingebaute Regner keine Gefahr dar.

    Gehäuse/Aufsteiger? Vor Jahren hatte RAINBIRD noch kein Modell mit einer Gummilippe am Schaft.
    Da nahm man natürlich die HUNTER PRO SPRAYER. RAINBIRD hat inzwischen mit der 1800er Serie nachgezogen. Da in dem Laden in meiner Nähe nur Hunter gehandelt wird, gibt es für mich keine Wahl. Den Gehäusen ist es egal, ob eine HUNTER oder RAINBIRD Düse damit betrieben wird.

    „Stationen“ einteilen? Darüber kannst Du nachdenken, wenn Dein Klempnerfreund erste Veränderungen vorgenommen hat. Die Anzahl der zu einer „Station“ (das ist Hunter Jargon und es ist ein Strang gemeint) gehörenden Regner hängt neben der Bewässerungszeit (die ist in Deinem Fall mit MP immer gleich) von der Wassermenge bei Druck X ab. Die Düsen verbrauchen die Menge Wasser Y.
    Da kannst Du dann je nach zur Verfügung stehender Wassermenge (vielleicht 1,5 m³ bei 3 BAR) 5 oder 6 MP 2000 180° dranhängen. Wenn Wassermenge und Druck ein bisschen knapp sind, tastet man sich da lieber vorsichtig heran. Mit einer Pumpe, die klotzige 3 m³ bei 3,5 Bar liefert, ist das dann alles wieder etwas anders.

    Hilft das?

    Viel Glück
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #8
    Lieber Parzival,

    selbstverständlich, die Antwort ist mir mal wieder eine große Hilfe.

    Die Hunter PROS-03 hatte ich mir selbst angeschaut.

    Ich warte jetzt mal ab, was mein Bekannter mit meiner Wasserleitung so anstellen kann, dann würde ich mich nochmal mit den neuen Gegebenheiten melden. Ich hoffe natürlich stark, dass wir meine Leitung etwas "aufmotzen" können, aber mit 2-3 Strängen hatte ich vorab sowieso mal gerechnet.

    Gruß
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #9
    So, ich hätte nochmal etwas an der möglichen Verteilung der Regner gebastelt, dann hat mein Bekannter auch gleich was an der Hand und kann sich grob vorstellen, was ich in meinem Garten verbauen will und wie der Wasserbedarf ca. aussieht:




    Anmerkungen:

    Ich habe bei den MP ROTATOR jetzt mal einen Druck von 2,8 bar angenommen.
    Links habe ich lediglich einen 1000er verbaut.
    Bei den beiden 2000er, jeweils mittig unten und oben, habe ich die Wurfweite mal auf 4,8m reduziert, falls dies so genau überhaupt möglich ist.

    Bei den HE VAN Gr. 10 nahm ich 2,1 bar an, wobei dann eine Wurfweite von 3,0m erreicht wird, was auch noch gut passen würde.


    Das war's dann erst einmal mit den Gedankenspielen, bis mein Klempner-Freund vorbeikommt... ;)
     
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #10
    Lieber Torsten,

    das sieht doch wunderbar aus – finde ich

    Eines solltest Du im Hinterkopf behalten. Bei kaum einem anderen Thema, wie ausgerechnet der Bewässerung, sind mir so wundersame Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis aufgefallen.

    Das geht mit den Wurfweiten los. Wenn der Hersteller 7 Meter angibt, da landet an der 7 Metermarke auch wirklich der letzte Tropfen. Bei den Reichweiten gibt es hinterher immer weniger Enttäuschung, wenn man etwas konservativer mit diesen Angaben umgeht. Immerhin kann man die Düsen mit einer Stellschraube etwas regulieren. Verlängern geht nicht.

    Auch die Hoffnung, an irgendeiner Ecke des Systems mit 2,8 BAR auftrumpfen zu können, ist so ein Punkt, der leicht von diesem Theorie&Praxis Problem überschattet werden kann. Auch da ist ein konservativer Ansatz Garant für den Erfolg.

    Jetzt gib mal dem Klempner Zeit, für eine erste Inspektion. Dessen goldene Hände und die herauszukitzelnde Wassermenge, machen aus Deiner feschen Planung dann das Erfolgskonzept.

    Hast Du denn schon mal einen Brunnenbauer kontaktiert? Gut möglich, dass die Kosten eines Klempnereingriffs besser in einen flotten Brunnen investiert werden könnten.

    Viel Glück
     
  • D

    DomHe

    Neuling
    #11
    AW: Aufbau Bewässerungssystem - erste Schritte?

    Lieber Parzival,

    danke für positive Rückmeldung.

    Ich könnte dann ja bei den längeren Distanzen noch schauen, ob man dort nicht doch lieber den ein oder anderen 3000er statt 2000er einbaut und ggf. auch einen niedrigeren Wasserdruck einkalkuliert, da dadurch die Wurfweite ja auch wieder reduziert wird.

    Mein Bekannter hat am 09.08 für mich Zeit, dann bin ich hoffentlich schon wieder einen deutlichen Schritt weiter.

    Bislang habe ich noch keinen Brunnenbauer bei uns in der Region gefunden und leider auch keine Infos, wie es bei uns mit dem Grundwasserspiegel ausschaut. Aber auch da werde ich dranbleiben.

    Sollte die derzeitige Planung so ungefähr Bestand haben, dann kann ich doch mit zwei Strängen rechnen, oder?
     
    merls

    merls

    Mitglied
    #12
    da du zum Jetzigen stand etwa 1,3m³ zur verfügung hast reichen 2 Stränge mi jeweils etwa 1m³. Interessant bleibt dennoch was der Klemptner rauskitzeln kann und ob du dann nicht sogar alle an einen Strang hängen kannst :)
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #13
    da du zum Jetzigen stand etwa 1,3m³ zur verfügung hast reichen 2 Stränge mi jeweils etwa 1m³. Interessant bleibt dennoch was der Klemptner rauskitzeln kann und ob du dann nicht sogar alle an einen Strang hängen kannst :)
    Ja, die bin ich jetzt echt auch mal gespannt.

    Ich beschäftigte mich gerade schon weiter mit Details und hätte bitte mal eine Frage zur Entwässerung im Winter.
    Wenn es soweit ist, würde ich die Entwässerung gerne mit Druckluft erledigen.

    Verstehe ich es den Aufbau so dann richtig:

    3fach Verteiler -> 2 der Anschlüsse dann mit Magnetventilen belegt und an den dritten Verteileranschluss setze ich dann einen Druckluftanschluss?

    Danke!
     
    merls

    merls

    Mitglied
    #14
    Ganz genau jedoch solltest du direkt vor der Verteilung einen Absperrhahn haben.
    Denn nur so kannst du ja das Wasser absperren und den Druck in Richtung Bewässerungsanlage drücken.

    Ich werde bei mir den Verteiler von der Pumpe trennen da diese draussen in einem kleinen Pumpengehäuse steht und im Winter in den Keller muss. (Habe dort extra eine 1" Verschraubung eingebaut) und dort über einen Adapter dann den Komressor anschliessen.

    Leider habe ich bisher nur einen kleinen 5l Kompressor der zu 100% nicht ausreicht. Aber zum Glück hat meine Opa nebenan nen großen 20L Kompressor .-)

    Wichtig ist das man nicht erst den Kompressor nicht mit 8Bar laufen lässt sondern etwa bei 4 Bar da man den MaximalDruck der Regner nicht überschreiten sollte. Dann auch nicht erst den Kompressor einschalten und dann die einzelnen Magnetventile öffnet sondern bereits eines offen hat bevor man den Kompressor anschaltet. So vermeidet an ungewollte druckerhöhungen und Stöße.

    Da deine Anlage zum aktuellen Zeitpunkt mit maximal 1,3m³/h läuft wäre dies zur Berechnung der Luftmenge/min maßgeblich.
    1,3m³/h geteilt durch 0,058 = 22,5l/min Luftmenge die der Kompressor bringen muss bei etwa 4bar um die Anlage komplett zu entleeren.
    So zumindest sagt es die Berechnungsformel die Rainbird für die Einwinterung angibt.

    Bei mir wären das etwa 35l/min pro Strang.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #15
    Hier geht ja richtig die Post ab.

    Vielleicht noch ein prüfenswerter Einwurf. Ganz trivial ist das Ausblasen auch nicht. Nach meiner Erinnerung braucht ein Hunter Ventil etwas Druck, um überhaupt zu öffnen.

    Also die Magnetspule drehen und das Ventil ist drucklos offen, geht meines Erachtens nicht.
    Ein spannendes Sonntags-Test-Thema.

    Um in einem Strang einen Luftdruck von 8 Bar aufzubauen, wird man möglicherweise schon einen recht großen Kompressor brauchen.

    Ich bin auf reale Ausblas Erfahrungen sehr gespannt.
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #16
    Hallo ihr zwei, vielen Dank für eure Beiträge.
    Für die Hilfe bin ich wirklich dankbar!

    Einen Absperrhahn würde ich auf jeden Fall direkt vor der Verteilung setzen, den habe ich gedanklich schon eingeplant.

    Jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert, wobei sich meine Planung ja immer noch ziemlich am Anfang befindet.

    Wird es somit technisch also eher ein schwieriges Unterfangen die Anlage auszublasen?
    Einen entsprechenden Kompressor würde ich mir schon zulegen, kann den auch noch gut für andere Dinge gebrauchen.

    Wenn ich mich auf das Ausblasen nicht verlassen kann, müsste ich ja schon gleich beim Einbau reagieren und mit Entwässerungsventilen arbeiten, oder?
     
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #17
    Nun warte doch erst mal den Sonntag-Test ab!

    Prinzipiell geht das Ausblasen mit Kompressoren gut. Die halbe Welt löst das so.
    Meiner Meinung nach muß der Kompressor laufen und dann wird das entsprechende Ventil aufgedreht.
     
    D

    DomHe

    Neuling
    #18
    Hallo zusammen,

    einen kleinen Zwischenstand kann ich geben.
    Mein Klempner war da und hat gemeint, dass wir das Projekt bzw. die Leitung in den Garten so durchaus realisieren können.

    Er rechnet auch nochmal alles durch und gibt mir dann im September wieder Bescheid.
    Ich hoffe, dass ich dann noch mit dem Ausgraben für die Leitung anfangen kann.

    Den Thread möchte ich aber auf jeden Fall am Leben halten. :)
     
    merls

    merls

    Mitglied
    #19
    Hallo DomHe,
    wir würden uns freuen vorallem wenn wir am Ende lesen können was du effektiv installiert hast und
    ob alles funktioniert hat. Nur solche Threads helfen den Usern und Beregenungsneuligen wirklich weiter.
    Denn gute Ratschläge kann jeder geben nur ob sie wirklich umgesetzt funktionieren das sieht man nur durch solche Threads :)

    Lieben Gruß
    Torsten
     
  • Verwandte Themen


    Top Bottom