Baum ringeln - wie geht das genau

Elkevogel

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#1
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

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    #3
    Wichtig ist beim ringeln vorallem, dass du das Kambium unter der Rinde vollständig mit entfernst. Nur die Rinde alleine genügt nicht.

    Viel Erfolg!
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    #4
    Hallo und Danke,
    lach, aber so weit hatte ich mich auch schon schlau gegockelt:)

    Jetzt besser definierte Frage(n) - grins:

    Kann ich das als Laie überhaupt machen??

    Wenn ja:
    Braucht man unbedingt das in den Beschreibungen angegebene Werkzeug?
    Speziell das 2-zügige Messer?
    Drahtbürste ist vorhanden und so ein gebogenes Messer (für vertiefte Rinde) auch.

    Was passiert mit der Wurzel nach dem Absterben?
    Bleibt sie - wie bei abgeholzten Bäumen - erstmal ewig am Stück?
    Oder vergammelt sie schnell - und Einfahrt/Mauer stürzen in den nächsten Jahren ab?

    Wie und wann wir der Baum oberirdisch" gefährlich" (einsturzgefährdet)? Bzw. merkt man das bei aufmerksamer Beobachtung?
    Es spielen oft Kinder dort und es wäre uns wirklich sehr wichtig, die Ecke frühzeitig abzusperren und allen Kids sowie den Eltern klarzumachen, dass dieser Dorfspielplatz vorläufig absolut tabu ist.

    Außerdem haben wir überlegt, in der Höhe im Herbst einiges zu kappen (ca. 50 - 70% sowie alle Stockausschläge).

    Ich habe hier auch schon einen Forstwirt gefragt. Er kennt sich mit Ringeln von Götterbäumen aber nur rudimentär aus, will sich den Baum aber mal ansehen.

    Mehrere Meinungen, Infos wären mir aber trotzdem sehr lieb.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Elkevogel
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

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    #5
    Nein, die in den Links beschriebenen Werkzeuge brauchst du nicht, es reicht ein Meissel und eine Säge, mit der du um den Stamm reinsägst und mit dem Meissel hobelst du das Holz zwischen den beiden Schnitten weg.

    Ich würde das auch machen, dass du bereits im Herbst vieles davon weg nimmst. Die Wurzel wird mit der Zeit verrotten, aber ich bin sicher, dass vor noch jede Menge Stockausschläge kommen werden, die du immer wieder sofort entfernen musst.

    Inwieweit die Mauer einstürzen wird, kann ich nicht sagen, dazu kenne ich nicht vor Ort überhaupt nicht aus. Es wäre aber nicht gut, wenn der Baum die Mauer schon zusammen hält...
     
  • Elkevogel

    Elkevogel

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    #6
    Hallo Wasserlinse,
    danke:pa:
    Dann ziehe ich mir die Tage mal Gummistiefel an und werde das Ringeln angehen.
    Feine Säge, Gefühl und Meißel sind vorhanden.

    Ich glaube nicht, dass es schon so schlimm ist, dass alles zusammenbricht.
    Und für das Ringeln sind lt. WWW Juli und August die beste Zeit.

    Ja, das mit den Stockausschlägen habe ich auch gesehen. Klar, die müssen immer wieder weg, sonst bekommt die Wurzel immer wieder "Futter" von oben, was ja durch das Ringeln verhindert werden soll.

    Der gute Mann von der Stadt meinte: absägen und immer wieder absägen...
    Ich halte das für keine gute Lösung, diesen Baum nachhaltig zu entfernen, oder?
    Lieber Ringeln?

    Danke und herzliche Grüße

    Elkevogel
     
  • TK76

    TK76

    Mitglied
    #7
    Hallo Elke,

    wie wäre es denn ihn gleich (in ca.1-1,5m) abzusägen.
    Dann haben auch die Bienchen was davon.
    Und das ringeln evtl. ganz zu unterlassen?

    Liebe Grüße
    Tanja
     
    Rentner

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    #8
    Nein, die in den Links beschriebenen Werkzeuge brauchst du nicht, es reicht ein Meissel und eine Säge, mit der du um den Stamm reinsägst und mit dem Meissel hobelst du das Holz zwischen den beiden Schnitten weg....
    Ich denke das Holz sollte unter allen Umständen unverletzt bleiben, da es sonst zur Fäulnisbildung kommen kann. Lediglich Rinde und Kambium müssen entfernt werden, aber niemals das Holz verletzen. Deswegen arbeitet man auch möglichst holzschonend mit einer Bürste.
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

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    #9
    Lieber Pit, das musst du mir (und vielleicht auch Elkevogel oder anderen) genauer erklären. Elkevogel will ja den ganzen Baum nicht mehr haben, also kann es doch ihr egal sein, ob da etwas fault oder nicht. Ja eigentlich sogar besser so. Oder?

    Ob ringeln oder nicht, dazu kann ich dir zu deiner Frage, Elke, leider nichts konkretes sagen. Auf einigen Homepages wird davon abgeraten, andere raten dazu. Mir selber fehlt jegliche Erfahrung, da ich glücklicherweise noch nie einen Götterbaum hatte. Nur mal einen kleinen Schössling bei meinem Bruder, den wir umgehend ganz ausgebuddelt haben.
     
    Rentner

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    #10
    ...das musst du mir (und vielleicht auch Elkevogel oder anderen) genauer erklären. Elkevogel will ja den ganzen Baum nicht mehr haben, also kann es doch ihr egal sein, ob da etwas fault oder nicht?...
    Eher nicht, Linserich.

    Ringeln bedeutet nicht, dass der Baum nach dieser Maßnahme binnen Stunden, Wochen oder Monaten das Zeitliche segnet. Das Sterben kann wesentlich länger (Jahre) dauern.

    Wurde der Baum nicht fachgerecht geringelt und dabei das Holz geschädigt, kann es zur Fäulnisbildung kommen. Faules Holz wird morsch und der Baum wird im Laufe der Zeit an der unsachgemäß geringelten Stelle brechen.
    Da kann es leicht passieren, dass der abgebrochene Stamm der Elke oder einem Kind auf den großen Zeh fällt und das will doch keiner.
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

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    #11
    Ach so. Aber dann würde es doch gut sein, wenn man den oberen Teil - wie Elke schon angetönt hat - um 50 - 70 % kürzt, damit möglichst wenig auf den Fuss fallen kann. Oder widerspricht das dem Ringeln?
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    #12
    Hallo,

    nochmal zusammengefasst:
    der Baum soll unbedingt nachhaltig entfernt werden:
    1. um die Mauer und die Einfahrt zu retten
    2. weil es sich um einen invasiven Neophyten handelt, der dieses Jahr Samen in Massen entwickelt wie noch nie. Gegen diese Versamung können wir nichts mehr ausrichten; für die Zukunft soll das unterbunden werden.

    Absägen und immer wieder absägen - wie uns von Seiten der Stadt vorgeschlagen wurde - ist keine langfristige Lösung zur Rettung von Mauer und Einfahrt.
    Stockausschläge werden immer wieder auftreten, die Wurzel wächst weiter und die Schäden an Mauer und Einfahrt ebenfalls.
    Außerdem ist durch Stockausschläge mittlerweile auch eine Bacheindohlung gefährdet (wie bei der Begehung festgestellt wurde). Die zwei Bäche, die hier zusammenfließen plus hoher Grundwasserstand würden uns bei einem Einsturz eine Gartenüberschwemmung bieten, die dann doch für Reisanbau und Wasserbüffel ausreichen könnte :rolleyes:

    @all
    die Meinung und Unterstützung des Forstwirts werde ich noch abwarten. Er wohnt nur 3 Häuser weiter und wenn er nicht freiwillig demnächst antritt bekommt er einen Tritt hierher ;)

    @Pit
    das Risiko von Fäulnis werden wir eingehen (müssen - da Laienarbeit).
    Zur Absperrung habe ich schon geschrieben.
    Und wir werden die Entwicklung ganz sicher beobachten - es ist noch nicht sooo lange her, das unsere Kurze in dem "am-Baum-spiel-Alter war" und Nachbars Zwerge liegen uns durchaus am Herzen.
    Das die ganze Sache ein paar Jahre dauert ist uns klar. Aber lieber einmal richtig, als immer wieder absägen und am Ende doch kaputte Einfahrt, Mauer und Eindohlung.
    Ich meine, wer sich über das Ringeln schon so weit informiert hat wie ich, dem ist auch bewusst, dass es ein paar Jahre dauert, bis alles abgestorben ist.
    Was den Meißel angeht: wir haben auch Raspeln, Feilen, Drahtbürsten... und viel Gefühl - grins.

    Ich werde unsere Sägen sichten und evt. noch eine kaufen, die mir evt. passender/feiner erscheint.
    Und dann gehe ich das an!

    @Wasserlinse
    ich bin gespannt, ob Pit sich zum absägen noch äußert - was mich sehr freuen würde.
    Aber solange sich oberhalb der Ringelstelle noch lebensfähige Äste befinden, sollte das eigentlich kein Problem sein. Und das absägen wird ja sowieso erst ab Oktober erfolgen.

    Ich mache nochmal ein aktuelles Bild vom Baum, damit ihr einen Eindruck bekommt, wie groß und mächtig er ist.

    @TK76
    Tanja, der Baum taugt leider gar nix für Bienen und Co.
    Das ist ein invasiver Neophyt und muss einfach komplett weg.
    Schau mal in den Link, den ich ganz am Anfang eingefügt habe.

    Liebe Grüße
    Elkevogel


    LG
    Elkevogel
     
    Rentner

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    #13
    ...ich bin gespannt, ob Pit sich zum absägen noch äußert - was mich sehr freuen würde...
    Hallo Elke,

    auf das Ringeln bin ich deswegen näher eingegangen, weil anfangs explizit danach gefragt wurde.

    Müsste ich entscheiden, würde ich folgendermaßen vorgehen:

    Kein Ringeln, Baum möglichst tief umsägen, einen langen 12-14 mm Schlangenbohrer kaufen, mehrere Löcher bohren, Löcher mit Glyphosat (Roundup) füllen, verschließen, abwarten und fertig.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    #14
    @Pit
    OK, die RoundUp-Methode werde ich gedanklich abspeichern, auch wenn der Gifteinsatz mir nicht wirklich gefallen würde.
    Problem: es wachsen aus der Wurzel mehrere Stämme, die aber quasi mauernah abgesägt werden könnten.
    Notiz an Kleinhirn (und aufs Handy): Bilder vom Baum machen, auch vom Bach aus (Wurzelbereich/Mauer)

    Ich warte noch ein bisschen ab, bis Nachbar Forstwirt freiwillig (oder auch unfreiwillig - grins) vorbeikommt und werde das mit ihm gemeinsam anschauen.
    Wenn er meint, wir kriegen das mit dem Ringeln hin, wäre mir das deutlich lieber als die Giftspritze.

    Und das mit der Absperrung würden wir hinkriegen. Die meisten Kids (aktuell 7 - 11) sind sehr verständig/vernünftig und achten gut auf die wenigen kleineren. Wobei die i.d.R. sowieso nicht ohne erwachsene Aufsicht unterwegs sind.

    Auf jeden Fall vielen Dank für diese Variante der Baumvernichtung.

    Liebe Grüße

    Elkevogel
     
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