Beetabdeckung Hackschnitzel

  • Ersteller des Themas Schwabe12345
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Schwabe12345

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Hallo zusammen,
Bisher haben wir unsere Beete während der Pflanzzeitnicht abgedeckt. Dadurch haben wir natürlich schneller trockene Böden und weniger Nährstoffe in den oberen Schichten (Erosion, etc.).
Da wir jedes Jahr mit sehr vielen Schnecken kämpfen, war mir das Risiko von Stroh- oder Grasschnittschichten als Brutstätte für Schnecken einfach zu groß.
Nun habe ich gelesen, dass manche Hackschnitzel zur Abdeckung nehmen. Bei Hackschnitzeln sei das Problem mit den Schnecken nicht so groß / nicht da, da diese nicht über die Hackschnitzel gleiten wollen.

Hat jemand von euch Erfahrung damit?

Danke und viele Grüße!
 
  • Chrisel

    Chrisel

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    Das einzige was ich bei mir mit Rindenmulch bedecke ist der Hosta Garten und da habe ich wirklich keine Schnecken.
     
    Golden Lotus

    Golden Lotus

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    Rindenmulch ist sauer, das geht nicht überall , wenn da dann Gemüse hin soll aufpassen, das kann dann eingehen
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Ihr habt meinen Beitrag falsch gelesen. Ich Rede nicht von Rindenmulch sondern von Hackschnitzeln :)
     
  • Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

    Mitglied
    Hackschnitzel habe ich auf einer Böschung zwischen Beerensträuchern ausgelegt.
    Verrottet nicht so schnell wie Rindenmulch, jedoch brauchen die Pflanzen etwas mehr Dünger in der Theorie da durch die Zersetzung Stickstoff verbraucht/gebunden wird.

    Bei einem Gemüsebeet stell ich es mir nicht so einfach vor. Aber probieren geht über studieren.
    Gegen Schnecken habe ich mal ein Video gesehen wo ungewaschene Schafwolle als Mulch helfen soll.
    Schützt gegen Verdunstung/Erosion und Unterdrückt Unkraut und Schnecken bleiben fern.
    Werde dieses Jahr es mal ausprobieren und berichten.

    lg
     
  • S

    SebDob

    Mitglied
    Ich hab gehäckseltes gesiebtes im Beet.

    Meine Erdbeeren sind letztes Jahr "verheilt". Sprich viel Blattgrün, keine Früchte. Zuviel Nährstoffe... Alles andere, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Möhre, Radieschen etc sind super gewachsen. Im Vorgarten liegt das grobe was nicht durchs Netz gegangen ist. Etwa Unkraut kommt durch, aber sicher weniger als ohne. Drunter ist es auch lange feucht. Die Hecke, etc kommt damit gut zurecht. Es findet aber Zersetzung statt, Regenwürmer etc sind reichlich vorhanden...
     
    J

    jomoal

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    Hallo Gartenfreund,
    zu Deinem Vorhaben "Schafwolle gegen Schnecken" kannst Dir mal beileigenden Beitrag anschauen Die Schnecken-Jägerin (5/6)
    und dann überlegen, was Du tust!

    jomoal
     
    Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

    Mitglied
    Ja das mit der Schneckenabwehr ist nicht so easy. Im Link von dir ist die(vermutlich gewaschene) Wolle als Umrandung. Ob eine ungewaschene über den ganzen Boden als Mulch besser ist?
    Oder Minze oder,...

    Da hilft nur testen.

     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Ich hab mir mit der Schneckenthematik folgendes Vorgehen angewöhnt: jeden (!) Abend am Mai bei Dämmerung durch die Wiese und durchs Beet mit der Schere und dem Eimer. Nach vier Wochen ist die Population sehr stark dezimiert.
    Ohne dieses Vorgehen würde bei uns glaub nichts überleben.

    Nun will ich aber nicht weitere Unterschlupfmöglichkeiten durch Beetabdeckungen erzeugen. Auf der anderen Seite ist es ja auch nicht sinnvoll, die Beete der offenen Sonne und dem Wind Preis du geben. Wie macht ihr das?

    Danke und schönen Tag euch!
     
  • Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

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    Schnecken haben einen guten Geruchssinn, letztes Jahr unter einem Dachvorsprung für Tomaten ein mittleres Hochbeet angelegt mit 45cm Höhe ohne Boden/Erdkontakt, nur Asphalt die nächsten 10m.

    Schnecken haben sich dorthin nie verirrt, jedoch als ich mal frischen Rasenschnitt als Mulch aufgetragen habe waren plötzlich X Schnecken dort und haben den Rasenschnitt gemampft.

    Ich denke das Minze oder ungewaschene Wolle was bringen könnte.
    Kann mich natürlich auch täuschen.
     
    B

    berggeschrey

    Mitglied
    Ihr habt meinen Beitrag falsch gelesen. Ich Rede nicht von Rindenmulch sondern von Hackschnitzeln :)
    glück auf ! Noch bevor Permakultur ,Nachhaltigkeit usw. zu Trends wurden habe ich alles organ. Material kompostiert und wieder im Garten " verteilt " .Holz ist nicht gleich Holz und du solltest schauen was sich in den Hackschnitzeln verbirgt .Gute Erfahrung habe ich mit selbst gehächselten Obstbaumschnitt .Was schitt ist, ist Kastanie ,Nußbaum ,Konifere , Eiche und noch einige
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Ich gehe bei berggeschrey mit, Obstbaumhäcksel wären besser als andere Hackschnitzel, nur woher nehmen? Ich bekomme nur Laubholzschnitzel, da kann vieles drin sein.

    Da ich gerade Stroh habe, verwende ich heuer vorerst Stroh. Aber sobald möglich will ich Miscanthus ausprobieren. Ich hoffe, dass es durch seine kantige Struktur den Schnecken zu unangenehm ist.

    Ein Stickstoffproblem lässt sich durch gelegentliches Aufbringen von Mist vermeiden.
     
    G

    GerdOtto

    Mitglied
    Hackschnitzel ist nicht gleich Hackschnitzel. Ich verwende in dem Bereich, in dem ich nicht so guten Boden habe und in dem ich relativ schnell Humusbildung fördern will, Kakaoschalen.
    Kakaoschalen
    Sie sind sehr gut gegen Schnecken geeignet, verhindern Unkraut und werden zu einem super Humus. Auch Würmer mögen die Schalen.

    So ein Sack ist etwas teurer als Pinienmulch, aber ich denke vom Ertrag her, also was die Abdeckung der Fläche betrifft, größer. So das sich das eigentlich ausgleicht.

    Ich verwende es schon seit Jahren, unter Rosen, mit Gemüse, Erdbeeren etc. Es sieht auch gut aus und riecht gut. Unter Gehölzen um Bäume etc. verwende ich seit kurzem meine eigenen Hackschnitzel aus dem Häcksler.

    Von dem ganzen Rindenmulch bin ich völlig abgekommen. Er macht die Böden sauer, braucht ewig bis er verrottet ist.
     
    schreberin

    schreberin

    Foren-Urgestein
    Aber sobald möglich will ich Miscanthus ausprobieren.
    Mit Miscanthus (und anderen gehäckselten Gräsern)mulche ich seit Jahren meine Tomaten. Ich habe mal gehört, dass Miscanthus selbst Stickstoff enthält, und daher keinen verbraucht bei der Verrottung.

    Das funktioniert gut, allerdings hacke ich dazwischen auch nicht.

    Zwischen Gemüsereihen finde ich allen gröberen Mulch lästig, da verwende ich lieber Rasenschnitt.

    20210501_145319.jpg
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Ich hab einmal die Strohlösung probiert. Allerdings war ich mehr damit beschäftigt, das durch den Wind weggeblasene Stroh zusammenzukehren...
    Deshalb suche ich nach einer Alternative. :)
     
    Golden Lotus

    Golden Lotus

    Foren-Urgestein
    Man kann aber auch wachsende Bodenbedeckung nehmen, z.b. Neuseelandspinat wächst wie ein Teppich und bedeckt den Boden schön und man kann ihn auch noch ernten und er ist kein räuber der den anderen Pflanzen alle Nähstoffe raubt
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Hey, Danke für die Info, Rentner!
    Ich habe mich nie damit befasst und bin dem auch aufgesessen, habe deshalb nur einen Hügel mit Rindenmulch; ich kann den also noch viel mehr nutzen!

    Siehst Du Sinn darin, dennoch etwas Kalk unterzumischen?

    Bei den Pflanzen im Rindenmulch setze ich auf Hornspäne als Zugabe, damit die Bodenhelferchen und die Pflanze versorgt sind.
     
    Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

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    Bei Brandkalk ja weil Humuszehrend, bei Kohlensauren Kalk stimmt das Sprichwort nicht.lg
     
    G

    GerdOtto

    Mitglied
    Rindenmulch hätte allen Grund sauer zu sein – aber nur, weil sich hartnäckig das Gerücht hält, er senke den pH-Wert des Bodens."
    Das Material an sich hat einen sauren pH-Wert, der aber durch die Zersetzung neutralisiert wird. Insofern stimmt meine Aussage nicht, das es den Boden sauer macht. Meistens kommt der Rindenmulch von Nadelbäumen, deshalb verwende ich ihn, wenn überhaupt, nur noch mit Pflanzen, die so ein saures Klima mögen. Kamelien, Hortensien, Azaleen, Rhododendren.
    Mit Rosen würde ich Rindenmulch nicht verwenden.
     
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