Biogarten-Beetpflege, und nun?

T

turbinchen

Mitglied
Hallo ihr lieben!

Ich habe mal wieder eine Frage.

Wir haben seit letztem Jahr einen Schrebergarten übernommen. Wir wollen möglichst naturnah und umweltschonend wirtschaften. Und da hätten wir jetzt eine Frage.

Wir haben verschiedene Gründüngungspflanzen auf den Beeten als Nachsaat ausgebracht. In einem Beet Phacelia, in einem anderen eine Kleemischung und auf einm Bett Rasenschnitt. Bei dem einen steht verblühter Borretsch noch drauf.

So langsam geht ja die Aussat wiederlos und wir bräuchten als erstes das Beet mit der Klee-/Erbsenmischung. Diese haben wir wie es auf der Packung draufsteht, einfach abfrieren lassen und stehen lassen. Ich habe gedacht, als Schutz für Insekten und Boden. Allerdings ist das jetzt über den Winter ja noch nicht verrottet. Auf der Packung steht drauf, man kann das entweder untergraben oder entsorgen.

Was soll man denn jetzt machen? Soll man überhaupt schon etwas mit dem Beet anfangen, oder würde man den vielleicht dadrin überwinternden Insekten schaden? Wir würden gern mit einer Möhren-Zwiebelmischkultur anfangen, und später soll da noch Salat dazu.

Und wie krieg ich das da runter? Einfach rausreissen? Die gleichen Fragen hätte ich zu den anderen Sachen? Den Rasenschnitt wann und wie entfernen? Auch einfach wegschmeissen? Oder lieber untergraben? Aber das schadet ja wieder dem Bodenorganismus. Das Beet hat allerdings noch etwas Zeit.

Schoneinmal Vielen Dank für eure Mühen,
einen Schönen Abend noch Turbinchen:eek:
 
  • PalmenFan .

    PalmenFan .

    Mitglied
    Hallo turbinchen,

    Jetzt schon draußen etwas pflanzen wäre falsch. Die starke Kälte ist zwar schon weg, aber ein leichter Schwung wird uns in der nächsten Woche nochmal erwarten.
    Ich selber habe im Haus schon einige Gemüsesorten ausgesät. Viele sind seit knapp einer Woche aus der Erde, aber täglich werdens noch ein paar mehr :)
    Solltest du dieses Jahr unteranderem auch Paprika eingeplant haben, dann wäre es gut, diese jetzt schon auszusäen. Paprika brauch lange, bis zur Blüte. Und wiederrum lange bis zur Frucht.

    Ich würde einfach mal sagen, lass es noch ein bisschen drin. Sobald aber allmählich zweistellige Plusgrade herrschen, würd ichs rausreißen und anfangen, das Gemüsebeet mit den ersten Pflanzen zu bestücken. :cool:

    Erfahrung mit Gründüngungspflanzen hab ich nicht, deswegen hoffe ich, dass jemand erfahreneres hier noch was zu schreiben wird. ;)
     
    M

    Marsusmar

    Guest
    Gründüngung kommt doch erst zustande, wenn du es unter gräbst. Solange die Pflanze wächst düngt sie nicht sondern wächst eben, weswegen man Gründüngung im Herbst untergräbt. Rausreissen wäre demzufolge möglich aber völlig sinnlos. Jetzt untergraben ist auch nicht gut weil die Pflanzen ja beim verrotten erst Düngen insofern bleibt hier leider nur der Kompost.

    Gruß Suse
     
    T

    turbinchen

    Mitglied
    Vielen Dank für die Antworten.

    Da habe ich wohl etwas falsch verstanden :d ich dachte man lässt die ienfach abfrieren und dann verrotten die selbst. Naja, jeder fängt mal klein an. Aber dann werde ich die demnächst entfernen und einsäen. Und wie sieht das mit den Insekten aus, die da vielleicht drin sitzen? Ab wann kann man die denn ''aufwecken''? Also ich meine, wenn ich das Zeug jetzt entferne und auf den Kompost schmeisse, haben die ja wahrscheinlich nicht soviel Chance. Jedenfalls waren in meinem Olivenbaum reichlich Marienkäfer in der Schutzhülle, die noch nicht bewegungsfähig waren. Die sind erst aufgewacht, als ich die Folie in der Wohnung zusammengelegt habe, dann habe ich die schnell in die Hülle gebracht, die noch den Stamm schützt. :eek:
     
  • Ing_Cent

    Ing_Cent

    Mitglied
    Hallo Turbinchen,

    ich nutze auch die Vorteile der Gründüngung und mache es mir einfach.

    Wenn das Beet wieder neu bepflanzt oder eingesät werden soll, reiße ich die noch vorhandenen Pflanzen raus. Oft reicht schon mit einer Harke drüber zu gehen. Die Reste einfach auf den Kompost geben oder mulchen.

    Dann gehe ich mit einem Grubber/Kultivator über das Beet und lockere die Oberfläche.
    Der Boden ist in allgemeinen dann schon sehr feinkrümelig und ist wieder bereit.
    Sollte der Boden doch noch zu fest sein (hängt auch von der allgemeinen Bodenzusammensetzung ab) mit einer Grabegabel lockern. Aber NICHT umgraben sondern nur die Gabel in den Boden stecken und durch hinundherbewegen lockern.

    Dadurch bleiben die wichtigen Bodenlebewesen in der oberen Humusschicht und bereiten die Nährstoffe für die Pflanzen optimal auf.
    Wenn man, wie oft gesehen, den Gründung untergräbt, kommt die Humusschicht nach unten und verliert ihre Wirkung.

    Das ist eine sehr rückenschonende Methode, die außerdem die Bodenlebewesen schützt.

    Viel Erfolg beim Gärtnern

    Ingrid
     
  • T

    turbinchen

    Mitglied
    Vielen Dank auch für deine Anleitung Ingrid!

    Dann werde ich es so machen. Alles runter kratzen und bißchen harken. Wir haben hier Sandboden, das ist recht schnell locker.

    Darf ich noch fragen wie du das Zeug mulchst? Wie gesagt, ich habe ja noch Rasenschnitt und Phacelia bald über und keine Ahnung was damit anstellen.

    Lg
     
  • K

    Kapha

    Guest
    Schliesse mich Ingrid an .
    Nicht unter graben , sondern abhacken oder kratzen und dann mit einer Gabel evt. leicht lockern.
    Gründüngung ist nicht nur als Düngung gedacht , sondern auch als Bodenlockerung.
    Viele Gründüngungen geben durch ihre Wurzeln Stoffe ab welche dem Boden gut tun und ihn verbessern.

    Mit anderen Pflanzen kann man sehr vieles erreichen in einem Bio Garten.
    Wir säen z.B. zwischen die Kartoffeln Senf und Korn ; - oder Leinblumen.
    Fördert das gedeihen der Kartoffelpflanze und hält Schädlinge wie Kartoffelkäfer fern.
     
    T

    turbinchen

    Mitglied
    Hallo nochmal!

    Danke schön für deine Antwort.

    So in etwa hatte ich das auch verstanden. Was für Korn saest du denn? Ich habe nämlich grad weder Lein- noch Senfsamen. Oder nimmst du einfach den Gelbsenf, den man auch als Gründünger kaufen kann?

    Heute habe ich Lupinien als Gründüngung gesehen, geht das auch? Oder wirken nur die drei gegen Kartoffelkäfer?

    Fragen über Fragen :d

    Liebe Grüße Turbinchen:eek:
     
    K

    Kapha

    Guest
    Ja genau Gelbsenf :)
    Ich weiss es jetzt nur von den dreien. Aber es ist nicht nur das , wichtig ist das man so eben Nützlinge anzieht .
    Unsere Kartoffelstauden werden nicht gespritzt . Sind aber immer voll mit Spinnen , Florfliegen , Grillen und anderen Nützlingen welche Larven sofort vertilgen. Kartoffelkäfer können wir den ganzen Sommer von einer Hand abzählen .
     
    T

    turbinchen

    Mitglied
    Das hört sich gut an. :)

    Dann werde ich auch das mal direkt probieren. Wir hatten zwar letztes Jahr Glück, ich habe keinen einzigen Kartoffelkäfer gesehen, aber da haben wir den Garten neu gehabt und die hatten vielleicht woanders mehr zum fressen gefunden. Aber bevor die Käfer es sich dieses Jahr anders überlegen, werden die direkt sabotiert.

    Noch einmal danke für den Tip. Ich möchte nämlich auch auf keinen Fall spritzen...

    Noch einen schönen Abend zusammen :eek:
     
  • M

    Marsusmar

    Guest
    Na die Kartoffelkäfer haben wir dann doch abgesammelt. Und das umgraben und eingraben von Gründüngerpflanzen hat nicht wirklich weniger Ertrag gebracht. Das wurde jeden Herbst zwei spaten tief gemacht. Dazu kam dann ja noch der Inhalt der Sickergrube. Aber das hängt wirklich vom Boden ab. Schweren Schwarzboden umzugraben ist was anderes, als brandenburger Sandboden und hier wo wir Lehm haben und beide Schicht arbeiten hab ich eh keine Gemüse Beete.

    Liebe WE Grüße Suse
     
    K

    Kapha

    Guest
    Natürlich muss man kartoffelkäfer absammeln , nur die Blumen vertreiben sie nicht .
    Aber es KANN sie fern halten .

    Was ganz wichtig ist , ist das Gift weg lassen.
    Viele meinen sie MÜSSEN gegen die Käfer spritzen. Das sie damit auch die Nützlinge töten realisieren sie glaub überhaupt nicht. :rolleyes:

    Wir haben in unserem Gartenareal so Künstler . Kaum ist die kartoffelpflanze draussen wird gespritzt und das wird so lange wiederholt bis die kartoffel reif oder zum grossen teil von den larven der Käfer abgefressen sind.

    Seit 3 Jahren kommt jedes jahr einer der Gärtner und fragt ob wir auch Probleme mit Käfer hätten.
    Wenn wir verneinen fragen sie was wir spritzen , wenn wir auch das verneinen werden wir nur müde belächelt..........Dummheit pur , sorry :rolleyes:
     
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