Blaudünger - Anwendung und für welche Pflanzen geeignet

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R.K

Mitglied
Hallo Zusammen,

hab heute vom Freund erfahren das er nächstes Jahr "Blau Dünger" verwenden will. Was ist das für ein Dünger??? Bringt der was??? Ist der gut???

Danke Euch
 
  • Baby Hübner

    Baby Hübner

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    AW: Blau Dünger

    Spricht er vielleicht von "Blaukorn"?


    Das wäre dann ein Stickstoff(N),Phosphor(P), Kalium(K) Dünger. Es gibt ihn je nach Hersteller mit verschiedenen Zusammensetzungen.

    Als Kind habe ich ihn hassen gelernt. Wie er sich schlägt, kann ich nicht beurteilen, hatte ihn noch nicht im Einsatz.
     
    Joaquina

    Joaquina

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    AW: Blau Dünger

    Im Garten meiden wir Blaukorn.
    Das sind die Gartenfreunde oft auch zwiegespalten.
    In meinen großen Kübeln nehme ich ihn ab und zu in Wasser aufgelöst.
     
  • Joaquina

    Joaquina

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    AW: Blau Dünger

    Weil es ein mineralische Kunstdünger ist und wir ausreichend Kompost für die Düngung haben.
    Außerdem haben wir ein wenig um unseren kleinen Enkel Angst, der gerne auch einmal etwas in den Mund nimmt.
     
  • R

    R.K

    Mitglied
    AW: Blau Dünger

    Ja genau, meine den Blaukorn.
    Mein Freund meinte das der Rasen dadurch kräftiger in der Farbe wird und auch vom aufbau her. Stimmt das???
     
  • Marmande

    Marmande

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    AW: Blau Dünger

    Für Rasen gibt es spezialisierten Rasendünger. Blaukorn bekommen bei mir z.B. die Stauden. Rittersporn liebt ihn.:rolleyes:
     
    Shantay

    Shantay

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    AW: Blau Dünger


    Ach, das ist interessant. Habe dieses Jahr das erste Mal Rittersporn gepflanzt. Normalerweise bekommen alle meine Stauden - außer die mediterranen - von meinem Rosenlangzeitdünger. Aber ob das für Prachtstauden wie Lupinen oder Rittersporn ausreicht, weiß ich nicht. Wie oft gibst Du Blaukorn?

    LG Shantay
     
    Parzival

    Parzival

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    AW: Blau Dünger

    Wo ist nur Grasstreifen?

    Lieber Grasstreifen, der Lebensmittelchemiker in spé ist gefragt.
    Die nette Gartencommunity will sich jetzt mit Blaukorn „vergiften“.

    Diesmal steht BASF im Focus, die dieses Produkt 1927 an den Start gebracht hat. Blaukorn steht bei kritischen Gärtnern unter Generalverdacht, giftig zu sein. Der Phosphoranteil scheint möglicher Weise kritisch zu sein.

    Gibt es da wirklich prüfenswerte Aspekte?

    Mir wäre das gar nicht aufgefallen, da Blaukorn bei genauerer Betrachtung wirklich nicht die Probleme löst, die sich in einem kleinen Garten des 21. JH stellen. Mir scheint das eher ein Produkt zu sein, das Traditionalisten des vorigen Jahrhunderts lieben und deshalb gern für teilweise recht abenteuerliche Preise einkaufen.

    Aber wer weiß… Rittersporn scheint es gut zu tun
     
    Marmande

    Marmande

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    AW: Blau Dünger

    Ach, das ist interessant. Habe dieses Jahr das erste Mal Rittersporn gepflanzt. Normalerweise bekommen alle meine Stauden - außer die mediterranen - von meinem Rosenlangzeitdünger. Aber ob das für Prachtstauden wie Lupinen oder Rittersporn ausreicht, weiß ich nicht. Wie oft gibst Du Blaukorn?

    LG Shantay
    Wenn im Frühjahr der Austrieb sichtbar wird und direkt nach dem Rückschnitt . Dieses Jahr gab es eine ordentliche Nachblüte. :)
     
  • F

    feiveline

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    AW: Blau Dünger

    Ja genau, meine den Blaukorn.
    Mein Freund meinte das der Rasen dadurch kräftiger in der Farbe wird und auch vom aufbau her. Stimmt das???
    Jein... Blaukorn gibt dem Rasen einen kurzfristigen Kick, man kann es zum Beispiel anwenden wenn man eine völlig "verhungerte" Fläche und kurzfristig keine Zeit für "bessere" Maßnahmen hat.
    Mein (fast 90jähriger) Nachbar bringt zum Beispiel jedes Frühjahr "Moos-Ex" aus (der Rasen ist dann fast durchgehend schwarz) und haut dann Samen und Blaukorn drauf (ohne wässern o.ä.)..:rolleyes:

    Ergebnis, die Rasenpflänzchen die überlebt haben werden kurzfristig sattgrün und nach rd. 2 Monaten ist die Fläche wieder gelb/grünlich/braun.... vom Moos. :rolleyes:
    Normal düngen tut er nie, obwohl er uns immer wieder fragt warum unsere Fläche so grün ist und wir ihm das "Geheimnis" auch jedes Jahr wieder erzählen... er ist eben fast 90. :rolleyes:


    Ansonsten steht Blaukorn im Verdacht dauerhaft Uran an den Boden abzugeben, was dann über die Jahrzehnte bis ins Grundwasser gelangen kann...
     
    Parzival

    Parzival

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    AW: Blau Dünger

    Schnell noch einen sachlichen Nachtrag in Sachen Blaukorn.

    Ich denke, dass die Herstellung eines Mineralischen Volldüngers in den 30 Jahren einen tüchtigen Schub im Ertragsanbau brachte. In den 50er/60er Jahren wird er dann als universelle Düngerlösung im heimischen Garten angekommen sein. So wird sich auch das Verhalten von Feivelines Nachbarn erklären lassen. Blaukorn hilft immer! Der Herr wird sich noch an seine Jugend erinnern, als Rasendüngen mit dem Ausschöpfen der Jauchegrube geregelt wurde. Da stellte ein granulierter Dünger sicher echten Gewinn dar

    Stehen die Alternativen zwischen „Nicht düngen“ und Blaukorn – ist wohl immer Blaukorn der Vorzug zu geben.

    Kurzfristiger Kick – kurzfristig sicher, denn dieser Dünger löst sich sehr schnell auf. Das ist der erste Grund, warum er nicht der Hit bei der Rasendüngung ist. Da wünscht sich ja jeder eher die Abgabe von „Nährstoffen“ über einen längeren Zeitraum. Ich denke, da haben die neuzeitlichen Langzeitdünger klar die Nase vorn.

    Tja und Kick?
    NPK = 13/13/13 – das Verhältnis variiert nach Anbieter. Aber 13 % Stickstoff sind sicher nicht der Kick. Für den schnellen Kick würde ich vielleicht einen Flüssigdünger verwenden.

    Besser als Blaukorn? Compo bspw. bietet für die unterjährige Unterhaltsdüngung Floranid Permanent an: NPK 16+7+15. Das wird einem Rasen vielleicht noch Stück weit besser gefallen. Mit dem zusätzlichen Vorteil, dass die Wirkdauer sich über eine länger Zeit hinzieht.
    Marmande hat also Recht, wenn er einräumt, dass ein spezieller Rasendünger besser geeignet ist.

    Ob Blaukorn heute noch im Garten gebraucht wird? Es ist ein schnell löslicher Universaldünger mit hohem Bekanntheitsgrad…tradiertes Wissen um seinen Erfolg. Ich würde eher auf Langzeitdünger setzen und die Düngerhersteller haben inzwischen diverse Spezial Dünger im Sortiment.

    Was nun die Blaukorn Gegner umtreibt? Dass massenhaft verwendete mineralische Dünger dauerhaft nicht zur Bodenverbesserung beitragen, ist ein alter Hut. Ob man den hohen Phosphatanteil wirklich in jedem Falle braucht?

    Klar: Wenn ich 13/13/13 lese, frage ich mich schon, was denn die verbleibenden 61% in meinem Sack Dünger ausmachen. Die werden wohl je nach Hersteller ganz unterschiedlich ausfallen. Also meine Bedenken ggü. Blaukorn sind eher der Universalcharakter und die kurze Wirkzeit.
     
    G

    grasstreifen

    Mitglied
    AW: Blau Dünger

    Ich war das Wochenende über weg :D

    Blaukorn ist ein guter Universaldünger, jedoch von recht kurzer Wirkzeit (man sagt so ca. 4 Wochen) und halt universal, d.h. nicht wirklich auf z.B. die Anforderungen von Rasen abgestimmt. Da ist ein spezieller Rasendünger (der auch oft als Langzeitdünger angeboten wird) besser geeignet. Für irgendeine Pflanze "die mal was braucht" kann man ruhig nen Schuss Blaukorn dranstreuen, es ist je nach Garten sonst bestimmt unmöglich für jede einzelne Art einen speziellen Dünger vorzuhalten (wenn es denn überhaupt spezialisierte Dünger gibt). Langzeitdünger sind auch hier zu bevorzugen, da z.B. dann der Stickstoff komplexer gebunden ist und langsamer freigegeben wird.
    Problem bei phosphathaltigen mineralischen Düngern ist, dass die Phosphaterze geringe Spuren an Schwermetallen wie Cadmium und Uran enthalten, welche dann von Nutzpflanzen in geringem Maße aufgenommen werden. Für die verschiedenen Schadstoffe sind Grenzwerte in der Düngemittelverordnung zu finden.
     
    A

    Alpenhex

    Mitglied
    Blaukorn hab ich immer nur in wirklichen Notfällen verwendet, wenn schnelle Wirkung gefordert war. SEit einigen Jahren hab ich ihn total gestrichen. Im Herbst würde ich ihn schon gar nicht mehr einsetzen, da die Pflanzen den schnell wirkenden Dünger nicht mehr "verarbeiten" können und er so ungenutzt in die tieferen Bodenschichten und letztendlich ins Grundwasser geht.
    Im Herbst gibts hier nur noch Langzeitdünger, wie z.B. Hornspäne.

    Alpenhex
     
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