Blumenwiese nur Mohn der alles überdeckt: Mohn abschneiden?

UweKS57

UweKS57

Mitglied
Hallo,
ich hatte letztes Jahr eine wunderschöne Blumenwiese.
Dieses Jahr habe ich diese auf der gleichen Fläche neu ausgesäht.
Ich hatte die Fläche neu vorbereitet und alle vertrockneten Pflanzen mit Wurzeln entfernt.
Leider steht dieses Jahr dort nun fast nur Mohn mit ca. 1 Meter Höhe.
Der hat sich wohl vom letzten Jahr selbst ausgesäht und vermehrt.
Die anderen Blumensamen sind nicht aufgegangen,
weil der Mohn vielleicht Nahrung und Licht frisst.
Fragen:
- Kann ich den Mohn einfach abschneiden, damit dann die anderen Samen aufgehen?
- oder ist das jetzt zu spät?
- Genügt es den Mohn abzuschneiden? Ich kann ihn nicht rausreißen,
weil dann ja auch die anderen Samen rausgerissen werden.

-Was muss ich tun, damit mir im nächsten Jahr nicht das Gleiche passiert?

Ich freue mich auf eure Hilfe.
Danke vorab.
Grüße Uwe
 
  • Pepino

    Pepino

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    Ich glaube nicht, dass da jetzt noch etwas aufgeht. Vl war der Samen nicht in Ordnung.
     
    verbus

    verbus

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    Ich würde den Mohn blühen lassen, er kommt ja jetzt. Insekten mögen ihn. Sobald er verblüht ist (was recht schnell geht), kannst du ihn ja dann abschneiden oder rausreißen. Wahrscheinlich ist das Saatgut wirklich nicht in Ordnung. Siehst du denn - außer Mohn - neue Triebe anderer Pflanzen?
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo,
    Danke für eure Antworten.
    Geholfen haben diese nicht.
    Der Samen war perfekt.
    das bestätigt eine andere Wiesenfläche.
    Falls ihr mal das gleiche Problem habt oder vermeiden wollt gilt:
    Alles, was vor der Neuaussaat schon wächst muss weg.
    Das ist bei mir der Mohn vom letzen Jahr.
    Er überwuchert sonst alles und es gibt nur Mohn für die Bienen.
    Alle anderen Blumensamen gehen dann nicht mehr auf,
    weil der Mohn die anderen nicht mehr keimen oder wachsen lässt.

    Die kurze Mohnblüte ist dann das Ende des Bienenfutters.

    Ich habe immer Mössinger Samen benutzt.
    Herr Felger hat mir das heute telefonisch gut erklärt.
    Wenn jemand dazu etwas genauere Infos möchte,
    bitte Fragen.
    ichposte auch gern einige Fotos dazu.

    Grüße Uwe
     
  • UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo,
    Entschuldigung. Ich bin ein Gartenneuling und habe keine Ahnung und letztes Jahr zum ersten mal eine Blumenwiese und Tomaten selbst angebaut.
    Zur Farge von Verbus:
    Ja, da unten sehe ich verkümmerte Triebe.
    Ich habe jetzt Mohn entfernt und hoffe, dass diese anderen noch austreiben.
    Herr Felger hat mir nur raten können im nächsten Frühjahr erstmal vor der Neusaat alles was schon wächst wegzumachen.
    Mohn scheint ja wie ein ich will alles Kraut zu sein.

    Falls Interesse, kann ich ja mal ein paar Fotos einstellen.
    Letztes Jahr perfekte Blumen-Bienenwiese
    Dieses Jahr NUR Mohn.

    Grüße Uwe
     
  • Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Gegenfrage:
    warum hast Du die Blumenwiese vom Vorjahr "platt" gemacht?
    Wäre es evt. hilfreich gewesen, nicht alles zu jäten? Die vertrockneten Reste werden sich nach ein bisschen Regen zu Mulch verwandeln und ein paar Samen erscheinen dann im nächsten Jahr (die überleben oft mehrere Jahre bis ihnen der Boden/das Wetter wieder passt)
    Eine Wildblumenwiese soll sich doch selbst entwickeln (evt. auch mit ein bisschen Nachhilfe/Nachsaat)
    Warum hat der Mohn sich so stark gemacht??
    Vielleicht weil der Boden für andere Sämlinge nicht passend war?
    Mohn mag mäßig nährstoffreich - viele andere Wildblumen mögen es eher mager/nährstoffarm
    Im Übrigen keimt der Mohn schon sehr früh und ist eindeutig erkennbar. Da wäre jäten/ausdünnen eine Möglichkeit gewesen.
    Ich würde den Mohn nicht komplett rupfen sondern nur die meisten verblühten Stiele abschneiden.
    So kann der Rest zum Mulch werden und die Versamung wird eingeschränkt.
    Achtung - Mohnstengel geben einen rötlichen Pfanzensaft ab, der Haut und Kleidung einfärbt. Beides ist nur schwer wieder zu entfernen!
    Vielleicht setzen sich dann ja doch noch ein paar andere Blümchen durch und werden groß.
    Außerdem ist es jetzt noch so eben möglich eine neue Samenmischung zu verteilen, die noch zur Blüte kommen kann.
    Und für nächstes Jahr mal schauen, was es für Wildblumenmischungen gibt, die sich mit den Ansprüchen von Klatschmohn vertragen.
    Das Übel also zur Basis der weiteren Saat zu machen.
    Nach und nach wird der Boden verarmen und anderen Pflanzen eine Basis geben.

    Geduld ist Gärtners Freund:paar:
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo Elkevogel,
    ich bin von Bruf Architekt un baue viele Flächn zu.
    Das Thema Pflanzen ist neu für mich und ich bin es nicht gewohnt Ergebnisse der natur oder dem Zufall zu überlassen.
    Ich hatte letztes Jahr eine Blumenmischung Mössinger Sommer.
    Diese hatte alle meine Kunden überzeugt nun auch diese Blumenwiese anzulegen.
    Monatelang nur Bienengeschwirr, weil eine Sorte nach der anderen kam.

    Ich habe die Blumenwiese auf Empfehlung Mössinger Sommer "platt gemacht";
    damit ich in diesem Jahr wieder die gleichen Blumen bekomme.

    Die Mohnblüten sind zwar wunderschön.
    Aber der Mohn hat alle anderen Pflanzn nicht wachsen lassen.
    Ich habe nur ein kleines Grundstück.
    Ich möchte dort viele schöne Blumen sehen.
    Ich möchte nicht, dass sich da alles selbst entwickelt.

    Ich habe gesehen, dass viele Pflanzen auch kleine Monster sind und das Leben anderer Pflanzen töten.

    Bei mir möchte ich also also definitiv nur die gemischte Blumenwiese
    ohne Mohnmonster oder Efau.
    Ich möchte auch Freude an den vielen neuen Blüten haben.

    Ich bitte also um Tipps,
    wie ich es hinbekomme im nächsten Jahr nicht wieer vom Mohn gefressen zu werden.

    Ich denke ich werde einige Monstetrpflanzen mit diesem Glyphosat töten müssen.
    Auch dazu brauche ich einen Tipp, wi das ohne diese Gift ginge.

    Grüße Uwe
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    Ich denke ich werde einige Monstetrpflanzen mit diesem Glyphosat töten müssen.
    ... und damit auch die Bienen und sämtliche andere Insekten.
    Ist es dir das wirklich wert...?
    Bei allem Respekt, aber als Insektenfreund, der sich ein bisschen an bunten Blumen erfreuen und den Bienen Nahrung zur Verfügung stellen möchte, wie kann man da nur so verbohrt sein?
    Ich meine das nun nicht provokativ sondern eher ratlos, weil ich das Problem nicht nachvollziehen kann.
    Der Wunsch nach einer Vielfalt an Blumen ist da - ok. Das lässt sich ja auch realisieren, wenn man es richtig angeht.
    Aber die Natur ist auch nichts, was man zu 100% kontrollieren oder unterdrücken kann, und mit deinem Beruf hat diese Einstellung auch nichts zu tun, bitte, mein Vater war auch zig Jahre lang Architekt und hat in dieser Zeit für sehr große Firmen sehr viele Bauvorhaben realisiert - aber er hatte sehr großen Respekt vor der Natur und war immer der Ansicht, dass man sie nicht unterschätzen sollte.

    Pflanzen und Blumen sind keine Monster, der Mensch ist eins. Und das meine ich ganz nüchtern und desillusioniert.

    Andere Frage - wenn dir in erster Linie an absoluter Kontrolle gelegen ist, warum dann nicht Staudenbeete mit kontrolliert gepflanzten, einzeln ausgesuchten Blumensorten?
    Das kann herrlich bunt werden und ist wirklich "kontrollierbarer" als eine Wildblumenwiese.

    Wildblumen - ganz allgemein - wachsen da, wo sie sich wohlfühlen, weil die Bedingungen gerade passen.

    Das muss nicht in jedem Jahr an jedem Standort gleich sein.

    Wenn du wirklich auf Wildblumen setzen willst, wirst du zumindest bis zu einem gewissen Grad das annehmen müssen, was die Natur dir in der jeweiligen Saison bieten kann - oder du wirst auch mit allem Gylphosat der Welt nicht erfolgreich sein!

    Ich würde dir dringend zu kontrollierten Beeten raten - oder du wirst dich im nächsten Jahr über zu viele Kornblumen, zu viele Margeriten oder Astern ärgern.
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

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    Was genau heisst bei dir „platt machen“? Hast du eventuell alles abgeschnitten und umgegraben? Einige Pflanzen sind auch Stauden, die jedes Jahr wieder kommen.
     
  • UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo,
    @Wasserlinse
    ja, ich habe alles ausgerissen um das Beet nach Anleitung wieder fit für die gleiche Neuaussat im Frühling zu machen.
    Aber nur mit der wirklich neuen Zusatzfläche habe ich wieder diese schöne Blumenwiese bekommen.
    2019-blumenwiese-037-jpg.622647


    Die gleiche Blumenwiese auf der Fläche vom letzen Jahr sieht so aus:
    2019-blumenwiese-009-jpg.622648
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo @Lauren_,
    was sind denn Staudenbeete?
    Blühen die auch Mai bis September ?
    Mögen die Bienen diese Staudenpflanzen.
    Und nein ich mag das Glyphosatzeug auch nicht.
    Aber welche Alternativen gibt es?
    Ich habe manchmal Pflanzen über meinen Bienenbodendeckern, die alles überwuchern.
    Ja, rausreissen habe ich probiert, hilft aber nicht.
    Da habe ich dann ein paar Blätter mit Glyphosat eingepinselt und das Thema war erledigt.
    Ja, und sowas mache ich bevor oder nachdem die Bienen da sind.
    Trotzdem bin ich für jede Alternative dankbar.
    Gruß Uwe
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo Linserich,
    die Mohnparade sieht jetzt so aus:
    2019-blumenwiese-032-jpg.622652

    Aber es bleibt die Frage, wie ich die Erde wieder "fremdsamenfrei" bekomme, bevor ich neu aussähe.
    Grüße Uwe
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Stauden sind mehrjährige Pflanzen. Da kannst du aus dem riesigen Fundus der großen Staudengärtnreien schöpfen und dir eine bunte Mischung zusammenstellen, so dass immer irgendetwas gerade blüht. Das Gute ist, dass ein einmal angelegtes Staudenbeet dann nicht jedes Jahr neu angelegt werden muss.

    Es empfielt sich, ein paar große Eyecatcher zu setzen, (vielleicht eine ungefüllte Rose) kleineres Beiwerk (von Glockenblumen bis Lavendel) und dafür, dass man nicht andauernd Unkraut jäten muss, auch den ein oder anderen Bodendecker dazwischen zu setzen. (Es gibt z.B. niedrige Storchschnabelarten.)

    Blätter mal durch Gartenbücher oder surfe im Netz auf den Seiten der Staudengärtnereien, schau dir an, was dir gefällt, ob das mit deinem Standort passt, schreibe dir die Blühzeiträume auf - und so kann man ein Beet gestallten, was, wenn es eingewachsen ist, nicht mehr arg viel Arbeit macht und immer irgendwo blüht.

    Wenn du ein bischen weißt, was du möchtest, wird dir hier bestimmt gerne weitergeholfen.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Aber es bleibt die Frage, wie ich die Erde wieder "fremdsamenfrei" bekomme, bevor ich neu aussähe.
    Grüße Uwe
    Möchtest du denn jedes Jahr neu aussäen? Für ein Staudenbeet bietet die Rose, die du schon hast, doch auch schon ein Anfang.

    Um die Erde "fremdsamenfrei" oder besser fremdsamenarm zu bekommen, wirst du wohl jäten müssen - nach dem jäten warten, was dann wieder wächst und noch mal jäten.
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    was sind denn Staudenbeete?
    Blühen die auch Mai bis September ?
    Mögen die Bienen diese Staudenpflanzen.
    Ich schließe mich Pyromella an, ihre Ausführung hat eigentlich schon fast alles gesagt -
    Ich würde gerne noch näher darauf eingehen, dass es die Stauden ja in allen Farben (gelb, rot, blau, orange, rosa, pink, lila, weiß etc) und Größen gibt.
    Den Bienen würdest du - je nachdem, was du auswählst - viel Gutes damit tun.
    Und du hättest ein buntes Blütenmeer, das du nicht jedes Jahr neu anlegen musst.

    Meine Schwiegermutter hat z.B. riesigen gelben Sonnenhut, der im Sommer ein einziges Bienenmeer ist - über Lavendel, Salbei, Pfefferminze und tausend andere bunt blühende Stauden freuen sich die Bienen auch. :)

    Die Auswahl ist so groß, dass man hier nur näheres empfehlen kann, wenn du deine Vorlieben genauer beschreibst - in einer guten Gärtnerei berät man sicher auch gerne.

    Ich denke auf jeden Fall, dass du angesichts deiner Anforderungen mit den Stauden auf Dauer glücklicher werden würdest - Wildblumen sind wirklich nichts, das zu 100% berechenbar ist.
    Blühende Stauden sind da durchaus viel berechenbarer.

    Die Bilder von deiner Blumenwiese finde ich auf jeden Fall sehr schön!
    Ich selbst würde die Mohnparade sofort nehmen ;) (aber roter Mohn ist auch eine meiner Lieblings-Wiesenblumen...)

    Edit - ein Vorteil, der auch nicht außer acht zu lassen ist ist, dass es viele Blumensorten, die sich fürs Staudenbeet eignen, auch als "robuste Sorten" gibt, was den Einsatz von chemischen Mitteln, sofern das natürliche Gleichgewicht halbwegs stimmt, ohnehin überflüssig macht. (y)
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo an alle lieben Helfer,
    das mit dem Staudenbeet klingt ja sehr gut.
    Ich hatte die erste Blumenwiese mal schnell angelegt,
    weil es eigentlich mit der Rose das Blumenbeet meiner Mutter war,
    und meine Mutter Ihre Lieblingstätigkeit Blumenbeet altersbedingt nicht mehr geschafft hat.
    Damit Sie dort trotzdem Blumen hat, kam mir die Idee mit dem Mössinger Sommer.
    Was auch gut funktioniert hat.
    Ich habe nie vorher Gartenarbeit gemocht.
    Nun aber fehlt uns jedes Jahr das wunderschöne Blumenbeet von Mutti
    und mit dem Alter, ich bin Jahrgang 57, entdeckt man plötzlich das auch Bienen, frische eigene Tomaten oder schöne Blumen und insgesamt der eigene Garten sehr viel Freude geben kann.
    Das ist noch immer neu für uns (Uwe und sein Mädchen).
    Wir hatten auch mal nur so aus Jux einen kleinen Gartenteich gebaut.
    Das war und ist auch eine wunderbare Erfahrung plötzlich zu sehen, wie viele Tiere, Vögel, Libellen, Bienen, Wespen Ringelnattern zum Baden, Trinken oder Fressen kommen.
    Nun haben wir einen dritten Teich gebaut und der braucht vermutlich statt Blumenwiese die Stauden im Hintergrund.
    Ich suche jetzt mal bei den Staudenlinks und frage euch dann wieder um Hilfe.
    Danke.
    Grüße Uwe
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Auch wenn deine Mutter nicht mehr selbst im Garten werkeln kann, vielleicht hat sie ja noch Ideen für dein Staudenbeet? Die ein- oder andere Lieblingspflanze vielleicht?

    Schön, dass ihr ans Gärtnern gekommen seid. Wenn es bei euch bis zur Ringelnatter geht, was sich einfindet, dann musst du in einer Gegend leben, in der viel noch in Ordnung ist.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ich kenne Wiesen von meinen Vorfahren, die blühen heute noch wunderschön.
    Sie werden einmal Ende Juni (für Heu) und Ende August/Anfang September (für Grummet) gemäht.
    Ansonsten sehen sie nur schön aus.

    Was ist bei einem Bauer eine Wiese?
    Er legt sie einmal an und dann steht sie für die nächsten Jahre (oder immer). Und sie blüht auch jedes Jahr aufs Neue. Aber eben nicht mit hochgezüchteten Pflanzen, die künstlich aussehen, sondern natürlich.

    Wenn vom Handel jetzt eine Samenmischung angeboten wird mit dem Hinweis, jedes Jahr zu erneuern, dann kann ich nur sagen: die wollen mit ihrem Saatgut nur Geld verdienen, alles Profitgier. Und am Ende sind diese Blumenwiesen keine wirklich natürlichen Wiesen, sonders künstlich angelegte Flächen.
    Und ich stelle mir die Frage: welcher Hausbesitzer will denn jedes Jahr die Wiese umgraben und im Frühjahr neu anlegen? Kann das erstrebenswert sein? Hat denn jeder soviel Zeit?
    Habe für solche künstlichen Wiese wenig Verständnis.
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo Frau B,
    dass ist doch schön, dass Sie die großen natürlichen Wiesen kennen.
    Ich bin doch nur ein Hausbesitzer mit einem kleinem Grundstück.
    Diese Blumensamenmischung hat uns und meiner Mutter Freude bereitet.
    2 x im Jahr mit mal 8 Stunden daran Gartenarbeit zu machen ist kein Problem;
    und dafür 1 x im Jahr gerade mal 10 € für die Blumenmischung zu bezahlen ist auch kein Problem.
    Ich will auch keine riesige Wiese, wie Ihre Vorfahren und Heu brauche ich auch nicht.

    Aber ich werde mich ja nun ohnehin mit Stauden versuchen.

    Frage an alle:
    Könnt ihr mir Tipps / Links zum einlesen in Sachen Stauden geben?
    Die Gärtnereien in Kassel sind da in Sachen Beratung nicht besonders.

    Gruß Uwe
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    @ Pyromella
    "...Wenn es bei euch bis zur Ringelnatter geht, was sich einfindet, dann musst du in einer Gegend leben, in der viel noch in Ordnung ist."
    Wir wohnen eigentlich in der Stadt und dicht besiedelt und direkt an einer Bundesstraße.
    Die Natter hat sich vielleicht wegen den Teichen eingefunden und wohnt wohl unter einer Treppenstufe.
    Ich glaube es ist eine Ringelnatter, oder?
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    natter02-jpg.622855
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    natter03-jpg.622856
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    Die schwimmt immer mal gern durchs Wasser.
    Ist das eine Ringelnatter?
    Grüße Uwe
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    Was für eine hübsche Schlange! Ich bin leider keine Schlangen-Expertin, aber ich würde auch auf Ringelnatter tippen.

    Zu den Stauden vielleicht etwas allgemeines, da ich vermuten würde, dass du mit Sicherheit bereits einige Stauden kennst ;)
    Als "Stauden" werden generell einfach Blühpflanzen bezeichnet, deren Blüten und Stengel im Herbst absterben und die im Folgejahr neu aus der Wurzel austreiben. Es gibt natürlich auch einjährige Stauden, die nach der Blüte im Winter wirklich absterben, und die nicht wieder neu austreiben.
    "Dankbar" sind, wenn man sich etwas weniger Arbeit machen möchte, aber natürlich die mehrjährigen Stauden, die immer wieder kommen.
    Dazu zählen z.B. Blumen, die du ganz sicher kennst - wie Phlox (in allen Farben), Sonnenhut, Glockenblumen, Lavendel, Minzen, Pfingstrosen, tränendes Herz, Rittersporn, Geißbart, Storchenschnabel, Ehrenpreis, usw, nur um ein paar wenige, bekannte aufzuzählen.
    Es gibt wahnsinnig viele Blumen, die in die Kategorie "Staude" fallen - eben vor Allem sehr viele mehrjährige.
    Online gibt es auch viele tolle Sortenbeschreibungen - ich finde hier --> diese Seite immer wieder sehr informativ - die haben sich wirklich richtig viel Mühe mit den Beschreibungen und Steckbriefen der einzelnen Sorten gemacht.

    Ich selbst habe in meinem bisherigen Staudenbeet immer eine Mischung aus mehrjährigen und einjährigen Stauden - es macht ja auch Freude, jedes Jahr ein paar neue Dinge zu setzen, je nachdem, wonach einem gerade ist - und es gibt ja auch so viele wunderschöne 1-jährige Sommerblumen, die man in ein gut angelegtes Beet ohne große Mühe dazwischensetzen kann, um für noch mehr Farbakzente zu sorgen. :)

    Nur als kleine Anregung - anderen fallen sicher noch andere Dinge ein.
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo,
    dazu: "Schön, dass ihr ans Gärtnern gekommen seid. Wenn es bei euch bis zur Ringelnatter geht, was sich einfindet, dann musst du in einer Gegend leben, in der viel noch in Ordnung ist."
    Seitdem wir jetzt abends den neuen Teich sehen und dort stundenlang sitzen,
    wird alles noch schöner.
    Aber das hatte ich schon länger im Sommer.
    Bei allen Telekos werde ich immmer gefragt, ob ich im Vogelhaus sitze.
    Ich verstehe also hier bei mir zuhause nicht, weshalb soviel über Probleme mit Natur gesprochen wird.
    Heute waren neben Bachstelzen auch ein Stieglitzpärchen hier.
    Gestern ein Grünspecht. Spatzen und Amseln sowieso mit ihrem Lärm.
    Gestern abend haben wir gesehen, wie die Libellen Futterjagt im Teich gemacht haben.
    Heute habe ich 2 leere Libellenhülsen gefunden. Die sind also auch da.
    Wie geht bdas, dass die Natur aus solchen hässlichen Tieren durch Methamorphose diese wunderschönen Libellen hervorbringt?
    Upps, ich hatte die Fledermäuse vergessen.
    Die sind ja auch sowieso jeden abend da.
    Ich brauche aber Hilfe zu den Pflanzen. die hier sind und zu der Staudenbeetidee.

    Grüße Uwe
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    So, und morgen pinsele ich trotzdem einige böse Pflanzen mit diesem Chemiezeug ein.
    Ich bin der Meining, dass ich den Bienen damit sogar helfe, weil diese Pflanzen die Bienenpflanzen
    wie Monster überdecken und töten.
    Grüße von Uwe
     
    Jazz Brazil

    Jazz Brazil

    Foren-Urgestein
    Ach Du ahnst es nicht....Du schmierst bienengiftiges Zeugs, um Bienen zu retten....darauf muß man erstmal kommen....

     
    verbus

    verbus

    Mitglied
    @UweKS57 Ach Uwe, nein, Du hilfst weder den Tieren noch Dir damit. Es schlägt sich auch auf Dich zurück, ich würde keine Chemie im eigenen Garten haben wollen, wo ich mit meiner Familie sitze. Unterschätze nicht, wie sich das auf alle Organismen auswirkt, und wenn Du irgendwann mal Tomaten oder Essbares einpflanzt, ist das lange noch "im System" drin. Als Architekt baust Du sicherlich nicht asbestbelastetes Material ein. War früher vollkommen gang und gäbe, heute muss man mit den Altlasten leben.
    Und wenn Du die Pflanzen einpinselst, musst Du die eingegangenen Reste ja auch ausreissen und die Erde umgraben. Das macht fast noch mehr Arbeit als einmal umzugraben und Stauden einzupflanzen. Und ob die nächste Ladung Samen / Stauden o.Ä. in der chemiebelasteten Erde gut gedeiht? Was meinst Du?
    Es tut mir beim Lesen weh - "Tierschutz durch Pestizide" ...
    Da hast Du schon einen so schönen Platz für Tiere geschaffen und vergiftest sie dann. Traurig und bösartig.
    Inspirationen für Staudengärten gibt es so viele. Schau mal auch nach "Cottage Gärten" o.Ä.
    Inspiration Englischer Garten
    oder Staudenbeete
    Staudenbeete

    Edit:
    Du kannst sogar "Startersets" mit verschiedenen, passenden Pflanzen kaufen. Als Beispiel:
    Staudenbeet "Genügsame Schönheiten" zum Nachpflanzen, 10 Pflanzen
    Dort gibt es einige Kombinationen / Staudenkollektionen.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Orangina

    Orangina

    Foren-Urgestein
    So, und morgen pinsele ich trotzdem einige böse Pflanzen mit diesem Chemiezeug ein.
    Bitte mach das nicht!!! o_O Du scheinst ja allmählich Gefallen am Gärtnern zu finden und Dich zu freuen, was für ein Gekreuch und Gefleuch man im Garten entdecken und beobachten kann. Dazu gehört aber immer auch eine gehörige Portion Arbeit. Leider ist es eben nie mit Samentütchen kaufen und ausstreuen getan, eine gewisse Kontrollfunktion muss man schon ausüben.
    Ich hatte auch Null Ahnung, als ich vor 9 Jahren den Garten übernahm. Hab erst mal Gartenbücher gewälzt und im Internet gesurft und gesucht und auch schon mal das eine oder andere im Garten verändert.
    Und man freut sich, wenn etwas gelingt - aber es gibt auch immer mal was, worüber man sich ärgert, z.B. das leidige Thema Unkraut. Aber dann muss man halt die Zähne zusammenbeißen und die körperliche Anstrengung des Ausgrabens akzeptieren (damit bin ich gad wieder enorm beschäftigt...:verrueckt:).
    Da, wo Du jetzt Deine "Mohnwiese" hast, könnte ich mir ein zu unterschiedlichen Zeiten blühendes Staudenbeet gut vorstellen. Wenn Du Architekt bist, gibt's da nicht auch berufliche Kontakte zu Landschaftsachitekten oder GaLaBau-Betrieben, wo man mal Infos einholen könnte?
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    Ich würde gerne den zentralen Aspekt des Problems nochmal zur Sprache bringen:

    Du bezeichnest eine für Bienen sehr nützliche Pflanze - den Mohn - als "Monster", nur weil er dir selbst in dieser Menge nicht gefällt?

    Und willst ihn dann vergiften - und damit auch die Bienen (weil Mohn ein guter Pollenspender ist, der von den Bienen gerne besucht wird) - um "den Bienen zu helfen"?

    Es kann dir hier leider keiner verbieten, das Gift auszubringen.
    Aber bienenfreundlich ist das, was du machst, absolut nicht. :fragend:
    Wenn du den Bienen wirklich helfen wolltest, würdest du dich an dem schönen Mohn freuen - und die Bienen die Pollen sammeln lassen - anstatt den Bienen dein Ideal von einer perfekten Wildblume aufzwingen zu wollen und sie zu vergiften.
     
    verbus

    verbus

    Mitglied
    Wollte ich gerade nachreichen / schreiben @Lauren_ Eben, Mohn ist eine bienen- und hummelfreundliche Pflanze. Bei uns baden sich v.a. Hummeln im Pollen. In meinem Beet hat sich der Mohn auch stark verbreitet und ich habe ihn einfach an den Stellen, wo er z.B. meine Prachtscharten überlagert hat, nach der kurzen Blüte ausgerissen. So schnell und einfach geht das. An anderen Stellen, v.a. auf der Wiese, ist Mohn sehr willkommen. Mohn lässt sich recht schnell und leicht entfernen, die Gift-Anpinselei ist doch total absurd?! Ich finde es irgendwie auch schmerzhaft zu lesen, wieviel wunderbare Tiere dort rumfleuchen und kreuchen, um dann genau zu wissen, welche gezielt mit Chemie geschädigt werden.
    Das ist schon fast Realsatire. Ich kann kaum glauben, dass diese Aussagen von einem intelligenten Menschen kommen. Vielleicht ist das nur Trollerei, um uns aus der Reserve zu locken? Anders kann ich mir diese "Logik" nicht erklären.
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo an Alle,
    ich will niemanden ärgern oder aus Reserven locken.
    Ich bin nur auf der Suche nach Lösungen
    als Gartenneuling und nicht als Architekt.
    Ich wollte auch nicht mehr den Mohnsamen mit Glyphosat tot machen.
    Ich hatte gefragt, wie ich Pflanzen töten kann, die andere Pflanzen erwürgen.
    Ich werde das Zeug auch bestimmt icht mehr nutzen
    bevor alle diese Bienen gestorben oder weg sind.
    Also erst ab Bienen weg.

    Ich nutze das aber schon seit vielen Jahren.
    Trotzdem habe ich offenbar ein gutes Umfeld direkt an einer Bundesstraße.
    Ich liste die Tiere jetzt nicht nocheinmal,
    aber ich hatte die Fledermäuse und die Libellen vergessen.
    Das war irre, ich hatte nie die leeren Puppengehäuse der Libellen gesehen.
    Gestern habe ich 3 Stück gefunden.

    Wenn ich im Herbst,
    wenn die Bienen weg sind,
    mal vorsichtig mit dem Pinsel einige Blätter der "bösen Planzen" töte,
    frage ich mich was daran schlimm ist.
    Ich reguliere doch nur einige Pflanzen; und die Natur müssen wir doch
    kontrollieren und ihren gefrässigen Wuchs eindämmen.
    Ich sprühe das doch nicht wild herum.
    Kann man nicht mit Hirn und Verstand auch mal ein Gift einsetzen?
    Ihr benutzt doch auch Tesafilm oder fahrt Auto oder fliegt in den Urlaub.
    Und schaut mal in eure Wohnungsreinigung.
    Ich wette darauf, dass Ihr dort Unmengen Giftzeug einsetzt.

    Was ist denn so schlimm, wenn ich vorsichtig mit dem Pinsel
    mal einige von den Würgepflanzen töte?

    Sagt mir doch bitte einfach eine Alternative.
    Ich sprühe auch gern eine Bioseifenlaauge drüber.
    Hatte ich aber auch schon probiert mit diesem Kernseifentipp.
    Daran ist dann alles ringsherum krepiert.

    Grasdach ist perfekt, aber da haben uns Linden fast mein Dach zerstört.
    Die habe ich mit Glyphosat beseitigt
    und trotzdem eine Bienenwiese auf dem Grasdach.
    Keine Ahnung was, aber es blüht gelb und lockt hunderte von Bienen und Hummeln.
    Ich bin kein Bauer, der das tonnenweise aufs Feld sprüht.

    Grüße Uwe
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Hallo Uwe,

    was ist denn dagegen einzuwenden, dass du Pflanzen, die dich stören, einfach ausreißt?

    Glyphosat hat - wie andere Gifte übrigens auch - nun mal leider nicht die Tendenz dazu, nur dort zu bleiben, wo man es aufgetragen hat. Es wird ausgespült vom Regen, gelangt so in den Boden und wird dort deutlich langsamer abgebaut, als die schöne bunte Werbung suggeriert.

    Liebe Grüße, Pyromella, die am Wochenende auch mal wieder einen Tag mit jäten verbracht hat.
     
    Orangina

    Orangina

    Foren-Urgestein
    Ich bin nur auf der Suche nach Lösungen
    als Gartenneuling und nicht als Architekt.
    Hallo Uwe,
    gerade als Gartenneuling kann man doch mal von seiner vorgefassten Meinung abweichen und die Ratschläge der "alten Gartenhasen" zumindest überdenken.
    Ich hab mal einen Artikel gefunden.

    Sagt mir doch bitte einfach eine Alternative.
    Auch wenn eine tödliche Sofortwirkung auf Insekten umstritten ist, würde mich allein der Verdacht auf eine nachhaltige Schädigung der Bienen doch davon abbringen, Glyphosat überhaupt einzusetzen. Die Alternative heißt für mich: Pflanzen, die ich nicht haben will, händisch entfernen!
    Ansonsten kann man ja einen Kiesgarten anlegen und mit blühenden Pflanzenkübeln aufhübschen, damit ihn wenigstens ein paar Tierchen besuchen...
     
    Jazz Brazil

    Jazz Brazil

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    Mir will einfach nicht in den Schädel passen, warum man eine Blumenmischung aussät, die scheinbar so mörderische Inhalte hat, daß sie mit diesem Elendszeug beschmiert werden müssen.
    Warum dann nicht gleich schöne, passende Bienenstauden, mehrjährige einpflanzen, die einem gefallen, die für den Anfänger einfacher zu handhaben sind, da sie lokal abgegrenzter sind.
    Googel mal nach Mixed border, english border. Das sind Staudenbeete, die schön am Rand gehalten werden, niedriger wachsen, und nicht so wild durcheinander wuseln. Wenn Dir dann da etwas nicht paßt, nimmste die gesamte Staude raus.

    Etwas aussähen, das zur Hälfte aus dem dominaten Mohn besteht, um den dann zu killen mittels nachhaltig dämliches Zeug, das will mir nicht in den Sinn. Bei einer Wildblumenmischung etwas herausnehmen ist unendliche Fusselarbeit, und so kann nicht der Sinn dieser Anpflanzung sein.

    Und was die Bienenpopulation betrifft, die dennoch kommt...ja, die produzieren natürlich weiter. Wieviel zusätzliche Kräfte dafür aufgebraucht werden müssen, um dem Gift entgegenzuhalten, haste in Deiner Rechnung nur nicht bedacht.
     
    UweKS57

    UweKS57

    Mitglied
    Hallo an Alle,
    Entschuldigung, dass ich mich so spät melde.
    Ich bin kein Gärtner und auch kein Hobbygärtner.
    Zum Thema Glyphosat habe ich entschieden dieses jetzt erstmal nicht mehr zu benutzen.
    Im frühen Herbst wenn die Bienen weg sind, denke ich erneut darüber nach.
    Ich werde dazu ein Thema aufmachen.
    Bis dahin arbeite ich mich ein, wie ich diese Blumenwiesen im nächsten Jahr
    mit Vielfalt ohne nur Mohn hinbekomme.
    Das Thema Stauden gehe ich auch mal an.

    Nebenbei; das ist nur mein neues Hobby.
    Ich will also dafür keinen Gartenfachbetrieb zur Beratung bestellen.

    Danke für eure Meinungen, Kritik und Ratschläge.
    Liebe Grüße Uwe
     
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