Die bunte Mischkultur statt Reihenmischkultur

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thomash

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Die bunte Mischkultur ist eine neue Form des Gärtnerns, welche ich gerne zusammen mit euch erforschen möchte.
Die einen oder anderen kennen diese Form des Gärtnerns noch unter meiner lten Bezeichnung "Chaosgarten".

http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/60555-mischkultur-oder-chaoskultur.html

Es gab überraschend wenig Kritik und viel Zustimmung.

Nachdem ich Ende 2013 gesundheitlich einen schweren Rückschlag hatte, musste ich den großen Gemüsegarten aufgeben und kann daher mein Experiment selber nur noch sehr begrenzt fortführen.

Für alle diejenigen, die Interesse haben mal etwas Neues zu versuchen oder die Probleme mit der herkömmlichen Reihenmischkultur haben, denen biete ich an sie mit meiner Erfahrung zu unterstützen.

Bisherige Erfolge mit dieser Form des Gärtnerns:

  • Ertragssteigerung
  • weniger Arbeitsaufwand im Gemüsegarten
  • weniger gießen
  • kaum Probleme mit Braunfäule an Tomaten
  • weniger Probleme mit weißer Fliege
  • keine Probleme mit Kohlweisling
  • einen bunten und abwechlsungsreichen Gemüsegarten
Das ganze klingt so nach der berühmten eierlegenden Wollmilchsau.
Nun bleibt die Frage, ob sich diese Ergebnisse so bestätigen und verbessern lassen und 7 oder ob sich unerwartete Probleme einstellen die zu lösen sind (oder auch nicht)


Wer hat Interesse?
 
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Die Besonderheit der bunten Mischkultur

    Ziel ist es nicht das Rad neu zu erfinden. tatsächlich basiert diese Technik auf die frühen Klostergärten und auch Bauerngärten. Auch der Quadratgarten geht ein wenig in diese Richtung und doch ist die bunte Reihenmischkultur wie ich sie verstehe auch widerum einzigartig.

    Gute und schlechte Nachbarn
    In der bisherigen Reihenmischkultur dürften Bohne neben Bohne aber niemals Bohne neben Erbse stehen. Tomaten neben Tomaten aber neimals neben Kartoffeln.
    In der bunten Reihenmischkultur dürfen auch gleichartige Pflanzen nicht nebeneinader stehen.

    Fruchtwechsel
    In der Reihenmischkultur wird im 3 Jahresrhytmus gewechselt. Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer.
    In der bunten Mischkultur wird diese Regel keine Bedeutung beigemessen.
    Dadurch dass viele verschiedene Gemüsearten in einem Beet bunt gemischt werden und jedes Jahr teils zufällig teils auch beabsichtigt an einem anderen Ort innerhalb des Beetes stehen, erfolgt der Fruchtwechsel innerhalb des Beetes.

    Bodenschutz
    Die Erde unterhalb der Pflanzen wird im idealfall mit einem Bodendecker bepflanzt.
    Dies können Erdbeeren sein, ein Kürbis oder Einlegegurke, Kapuzinerkresse oder anderes. Wichtig ist, dass keine blanke Erde zu sehen ist und somit die Erde nicht so leicht austrocknen kann und damit das Bodenleben untrstützt wird.
    Wenn kein Bodendecker vorhanden dann sollte gemulcht werden.

    Schutz- und Nutzpflanzen
    Besondere Bedeutungen haben Schutz- und Nutzpflanzen, welche zum Schutz oder zu anderen Nutzen der Gemüsearten gepflanzt werden. z.B. soll Petersilie gegen echten Mehltau schützen. Die Giftbeere soll gegen weiße Fliege wirken. usw.
     
    Biotop

    Biotop

    Mitglied
    Hallo thomash!
    Die Idee finde ich gut. So etwas ähnliches betreibe ich auch, nur bin ich leider noch nicht so auf "einen grünen Zweig" gekommen. Dazu kommt, dass ich auch nach schwerer Krankheit nicht mehr das machen kann, was ich gerne möchte.
    Ich geb mir Mühe. Ob ich aber rgelmäßig berichten kann, weiß ich noch nicht, weil ich wie gesagt, Mühe habe, mit der Zeit hinzukommen. Im Sommer wird's wohl nicht werden. Aber vielleicht kann ich dann nächsten Winter einmal zusammenfassen.
    Viel Erfolg uns!
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Hallo thomash!
    Die Idee finde ich gut. So etwas ähnliches betreibe ich auch, nur bin ich leider noch nicht so auf "einen grünen Zweig" gekommen. Dazu kommt, dass ich auch nach schwerer Krankheit nicht mehr das machen kann, was ich gerne möchte.
    Ich geb mir Mühe. Ob ich aber rgelmäßig berichten kann, weiß ich noch nicht, weil ich wie gesagt, Mühe habe, mit der Zeit hinzukommen. Im Sommer wird's wohl nicht werden. Aber vielleicht kann ich dann nächsten Winter einmal zusammenfassen.
    Viel Erfolg uns!
    Die gesundheitlichen Probleme kenne ich leider nur all zu gut:(

    Falls du Planungshilfe brauchst helfe ich gerne mit.
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Hier ein Bild einer Tomate vom 28.10.2012

    Eine der Erkenntnisse war, dass Tomaten im Freiland wesentlich ertragreicher sind und natürlich, dass selbst in unserer braunfäule versuchten Gegend Freiland Tomaten doch noch möglich sind.

    k-Tomate spät.JPG

    Einige Tage später konnte ich noch 1 1/2 10 l. Eimer grüne Tomaten von dieser einen Pflanze ernten ehe der Frost kam.
     
    tihei

    tihei

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    Mäuse? Schnecken? Unkrautbekämpfung? Gezielte (=nachhaltige) Düngung? Unvereinbare Kulturansprüche (u.a. Feuchtigkeit und Bodentemperatur durch dichten Wuchs)?

    Die „herkömmliche“ Mischkultur in mehr oder weniger strengen Reihen einzelner Kulturen zusammen auf dem selben Beet hat viele Vorteile:
    Man kann zügig hacken, bevor das Unkraut zur Aussamung kommt. Man kann durch Bodenbearbeitung wie auflockern der Mäuse- und Schneckenplage entgegenwirken. Jede Pflanze hat den notwendigen Raum für gutes gedeihen zu dem Zeitpunkt, an dem sie gedeihen soll. Es ist möglich, gezielt düngen und wässern, und dadurch nachhaltig einen hohen Ertrag und eine hohe Qualität der Ernte erzielen. Der Erntevorgang geht flott von der Hand und Gründüngung/Zwischenfrüchte lassen sich ohne zusätzlichen Aufwand in den Hausgarten integrieren. Man kann die krankheitsvermeidende Fruchtfolge optimal umsetzen und solche Pflanzen, die sich in ihren Kulturansprüchen stark negativ beeinflussen, wirkungsvoll und einfach räumlich trennen (Beispiel: Möhren und Lagerzwiebeln haben völlig verschiedene Ansprüche).
     
    Zuletzt bearbeitet:
    T

    thomash

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    Man kann zügig hacken, bevor das Unkraut zur Aussamung kommt. Man kann durch Bodenbearbeitung wie auflockern der Mäuse- und Schneckenplage entgegenwirken.
    Ich bin kein Freund der intensiven Bodenbearbeitung, weil dadurch das Bodenleben mehr oder Minder gestört wird.
    Bodendecker oder Mulch verhindern die Austrocknung der Erde und fördern das Bodenleben.
    Schnecken und Mäusebekämpfung kann durch Beipflanzung zumindest teilweise verhindert werden.

    Jede Pflanze hat den notwendigen Raum für gutes gedeihen zu dem Zeitpunkt, an dem sie gedeihen soll. Es ist möglich, gezielt düngen und wässern, und dadurch nachhaltig einen hohen Ertrag und eine hohe Qualität der Ernte erzielen.
    Sicherlich ist der Ertrag ohne Nahrungskonkurrenten potentiell höher. Der Gesamtertrag je Fläche sit jedoch geringer.

    Der Erntevorgang geht flott von der Hand und Gründüngung/Zwischenfrüchte lassen sich ohne zusätzlichen Aufwand in den Hausgarten integrieren.
    Das stimmt. einer der größten NAchteile ist tatsächlich der höhere Ernteaufwand.
    Dennoch kann man auch einen bunten Mischkultur durchaus sehr gezielt evt sogar noch gezielter düngen.

    Man kann die krankheitsvermeidende Fruchtfolge optimal umsetzen und solche Pflanzen, die sich in ihren Kulturansprüchen stark negativ beeinflussen, wirkungsvoll und einfach räumlich trennen (Beispiel: Möhren und Lagerzwiebeln haben völlig verschiedene Ansprüche).
    Der Fruchtwechsel erfolgt innerhalb des Beetes.

    Die Reihenmischkultur hat ansatzweise ähnliche Probleme wie diese auch in der Monokultur vorkommen. Durch dass enge Beisamen sein gleichartiger Pflanzen werden erst Probleme geschaffen die in der bunten Mischkultur erst gar nicht vorkommen.
    z.b. reagieren Kohlweisling und weiße Fliege auf den Geruch einer Pflanze. Stehen mehrere gleichartige Pflanzen i Reih und Glied ist der Geruch wesentlich intensiver und locken damit mehr Feinde an. Ferner ist auch die Übertragung von Krankheiten und Schädlingen deutlich erhöht.
    Im Gegensatz dazu werden bei der bunten Mischkultur Schädlinge durch den Geruch der Beipflanzungen von den eigentlichen Pflanzen abgelenkt.
    Aus diesem Grund ist auch der Befall von weißer fliege beim Kohl geringer und Raupen des Kohlweislings in meinen beiden Versuchsjahren nie aufgetreten.
     
  • Biotop

    Biotop

    Mitglied
    Hier ein Bild einer Tomate vom 28.10.2012
    Eine der Erkenntnisse war, dass Tomaten im Freiland wesentlich ertragreicher sind und natürlich, dass selbst in unserer braunfäule versuchten Gegend Freiland Tomaten doch noch möglich sind.
    Das ist schon eines der Probleme: Braunfäule. Wenn man die Pflanzen im nächsten Jahr wieder in den selben Boden pflanzt, erhöht sich dann nicht die Gefahr der Braunfäule? Die Sporen bleiben doch im Boden. Das ist ja auch einer der Gründe, warum sie nicht in der Nähe von Kartoffeln stehen sollen.
    Ich kann das nicht bestätigen, nur dass die Erträge bei den Tomaten von Jahr zu Jahr gewaltig schwanken, unabhängig davon, ob vorher da Tomaten standen oder Kartoffeln in der Nähe waren. Vielleicht ist das aber auch der Region geschuldet, in der ich wohne. Hier im Brandenburger Seengebiet wird es eher später Sommer und wird auch nicht so warm wie im Süden oder an Rhein und Mosel. Die Niederschläge sind hier zwar nicht so besonders hoch, aber die Luft ist doch öfter feucht. Wahrscheinlich einfach keine Tomatengegend.
    Konntest Du denn den guten Ertrag aus 2012 wiederholen?
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    2013 hatte ich ebenfalls tolle Ergebnisse, die aber im Herbst schon früh raus mussten wegen der Gartenbaustelle, daher kann ich nicht sagen wie gut es hätte noch werden können.

    Natürlich hast du recht, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn man im vorjahr Braunfäule hatte und dann am gleichen Standort wieder Tomaten anbaut.

    1. bei beginnender Braunfäule zupfe ich regelmäßig befallene Stellen ab und wenn es so schlimm wird dass ich diese nicht mehr in den Griff bekomme kommt die Tomate raus.

    2. die Standorte rotieren schon, wenn auch nur innerhalb des Beetes. Das reicht aber in der Regelfall kaum um sich gegen die Sporen im Boden zur wehr zu setzen.

    3. Der Boden um die Tomate muss entweder bepflanzt sein oder gemulcht. dadurch gelangen die Sporen nur sehr erschwert vom Boden zu den Tomaten zurück.

    4. die unteren Blätter der Tomate werden entfernt, sodass der Weg der Sporen beschwerlicher werden.

    Generell ist eine Infizierung durch Sporen unvermeidlich, dies bedeutet jedoch nicht dass die Tomate krank wird. Vor allem junge und kräftige Tomaten können sich gegen sporen erfolgreich zu Wehr setzen. Je dichter jedoch der Infektionsherd ist, desto größer ist die anzahl und desto häufiger sind die Atacken der Sporen.
     
    K

    Kapha

    Guest
    Ich bin kein Freund der intensiven Bodenbearbeitung, weil dadurch das Bodenleben mehr oder Minder gestört wird
    Dito :)

    tomash kennt ja meinen Garten soweit und weiss wie ich anbaue.
    Da stehen Blumen zwischen Gemüse und Tomaten zwischen Blumen.....
    Radieschen werden vom Kopfsalat geschützt und stark duftende Kräuter schützen soweit es geht den Kohl.
    Klar ist es keine Sicherheit , aber ich kann mich meiner Ernte im Herbst nicht beklagen ....ohne Spritzen von Giften etc...

    Was Braunfäule angeht so kann man viel machen , aber nur wenn man Arbeit nicht scheut.
    Fährt man natürlich über den Sommer in Ferien muss man sich nicht wundern wenn man zurück kommt.

    Letztes Jahr traf es uns nun auch mal .....Bei den ersten Blättern war ich alamiert und schnitt den Zweig weg....so kontrollierte ich fast jeden Tag und schnitt weg was irgendwie Anzeichen hatte....Betroffen waren vor allem die vorderen Pflanzen im Folienhaus.
    Fallen Früchte runter , keinesfalls liegen lassen sondern entsorgen.
    Hat es braune Flecken am Stamm , kratze ich etwas weg und sterilisiere mit Sterilium oder Alkohol ....Klingt lustig wirkt aber Wunder ohne der Pflanze zu schaden .
    Dazu sollte man auch die Stäbe vor der Pflanzung regelmässig jedes Jahr mit Alkohol abreiben.
    Dazu spritzte ich mit hexenbräu oder Milchwasser......Sie hielten sich , bis auf 3 Stauden welche vorher raus kamen , bis in den Oktober.

    Aber eben man muss was tun und nicht nur zuschauen ........;)
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ich baue auch vieles sehr chaotisch an auf meinen knapp 100 m² Ackerland.

    Im Frühjahr überlege ich, wo was im Vorjahr stand (wegen Fruchtfolge).
    Dann teile ich die Fläche auf, in der Regel in lange Reihen. Dann beginnt die weitere Planung.
    z.B. 1 Reihe Tomaten, 1 Zwiebeln, 1 Möhren, 1 mit Kräutern (Dill,Bohnenkraut, Petersilie usw...) , 1 Bohnen, 1 Kartoffeln usw.
    Dabei denke ich auch an gute und schlechte Nachbarn.
    Alles wächst wächst bei mir in Reihe, auch verschiedene Früchte in einer Reihe.
    Und wenn irgendwo eine freie Ecke ist, wird was hingepflanzt.
    Und wenn dazwischen eine Ringelblume aufgeht, dann darf sie stehen bleiben.
    Das ist meine Mischkultur.
    So sehr genau nehme ich das nicht. Und hatte immer beste Erträge.

    Aus meiner Gartenarbeit will ich keine Probleme machen. Hatte früher im Dienst genug Stress.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Aus meiner Sicht hat Kapha hier im Forum den schönsten aller Gemüsegärten und mit Sicherheit auch den vielfältigsten.

    @Kapha auch wenn du anhänger der klassischen Reihenmischkultur bist, wenn du dieses Jahr mal versuchen würdest 2 oder 3 Tomaten im Garten zu verteilen.
    z.B. in einem Erdberbeet oder sogar in einem Blumenbeet und dann vergleichen wie sich diese Solitärtomaten im Vergleich zu den anderen entwickelt haben.

    Evt das gleiche auch mit dem Kohl versuchen. Ohne sonstigen Schutz einfach so zwiaschen anderes Gemüse pflanzen. Sozusagen "Bunte Milschkultur LIGHT".
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Wegen der Braunfäule bei Tomaten?
    Ich bin der Meinung, dass nur Spritzen mit Kupfer hilft. Aber vorbeugend, nicht erst wenn sie auftritt.

    Bis zum Ende der DDR gab es das Thema Braunfäule bei Tomaten nicht. Das hat unsere schlechte Luft geregelt. Jetzt haben wir bessere LUft, dafür Baunfäule. So ist das nunmal.
     
    K

    Kapha

    Guest
    Kupfer ist nicht gerade gut für den Boden und sein Leben darinnen.

    Das es nicht immer Kupfer sein muss sollte eigentlich auch meine Erfahrung zeigen.
    Aber wie gesagt , ohne Kupfer gleich Arbeit ;)

    @Kapha auch wenn du anhänger der klassischen Reihenmischkultur bist, wenn du dieses Jahr mal versuchen würdest 2 oder 3 Tomaten im Garten zu verteilen.
    z.B. in einem Erdberbeet oder sogar in einem Blumenbeet und dann vergleichen wie sich diese Solitärtomaten im Vergleich zu den anderen entwickelt haben.

    Evt das gleiche auch mit dem Kohl versuchen. Ohne sonstigen Schutz einfach so zwiaschen anderes Gemüse pflanzen. Sozusagen "Bunte Milschkultur LIGHT".
    Aber tomash , das sieht man vermutlich nicht auf meinen Bilder .
    Müsste mal schauen ob ich noch solche hab.
    Tomaten wachsen bei mir nicht nur im Folienhaus , sondern auch zwischen Dahlien , Phlox , Karotten , Kartoffeln ( wie letztes Jahr ) .....Rotkohl wuchs schon zwischen den Dahlien zusammen mit Fenchel und Kamille......der grösste Kohlkopf im Garten.
    Tomaten kamen am besten zwischen den Kartoffeln , Karotten und den Dahlien bisher.

    zwischen den Karotten wuchs letztes Jahr Rettich und Dill.....der schönste Dill überhaupt .........am Rand kam eine Wildtomate ...wir haben jetzt noch im Tiefkühler

    Zwischen den Erdbeeren kommen jedes Jahr Zwiebeln und Knoblauch ....letztes Jahr kam sogar ein Kürbis .

    Zwischen Randen und Rosenkohl wächst Salat......

    Kurz und bunt gesagt......dort wo noch Platz ist kommt etwas hin.:D
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Wegen der Braunfäule bei Tomaten?
    Ich bin der Meinung, dass nur Spritzen mit Kupfer hilft. Aber vorbeugend, nicht erst wenn sie auftritt.

    Bis zum Ende der DDR gab es das Thema Braunfäule bei Tomaten nicht. Das hat unsere schlechte Luft geregelt. Jetzt haben wir bessere LUft, dafür Baunfäule. So ist das nunmal.
    kupfer im Garten geht gar nicht. So wie Kapha es schon sagt, reagiert das Bodenleben extrem sensibel auf Kupfer, aber auch für Menschen ist zuviel Kupfer schädlich und die Menschen nehmen schon durch Kupferleitungen, durch Biogemüse und Obst genügend Kupfer auf.

    Kupfer soll beim Menschen Depressionen auslösen können und bekanntermaßen nehmen Depressionen immer mehr zu, das würde mir zu denken geben.

    Aber auch Leberbelastung und andere negativen Auswirkungen kann Kupfer auf den Menschen haben.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Kartoffeln in der bunten Mischkultur

    Bei einigen Pflanzen macht es wenig Sinn diese über das ganze Beet zu verteilen.

    Bei Kartoffeln z.b. gibt es folgende Nachteile

    • aufwendiger Pflanzvorgang, da man Kartoffelhäufler nicht nutzen kann
    • das Kraut muss man bekanntlich 14 Tage vor der Ernte abmachen, damit die Schale der Kartoffel aushärten kann. Dann besteht die Gefahr im bunten Mischbeet die Kartoffeln nicht wiederzufinden.
    • Kartoffeln sind früher Erntereif als anderes und beim ausgraben behindert man die anderen Pflanzen.
    Meine Lösung aus dem Jahr 2013: Kartoffeln im Achterbeet


    http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/60372-kartoffeln-im-achterbeet-2.html


    Die Überlegung dabei war, dass dieBraunfäule bei Kartoffeln im Innern eines Beetes beginnt und nach außen getragen wird. Daher werden die Kartoffeln in einem Viereck gepflanzt ähnich beim Kegeln wobei im Innern etwas anderes wächst, dass niedriger bleibt und somit mehr Luft an die Kartoffeln gelangen kann. Zwei Vierecke nebeneinander bilden eine Acht, daher der Name Achterbeet.



    Bei dem Experiment, dass auch getestet haben, hat sich ergeben, dass die Braunfäule wesentlich später bis gar nicht kommt.
    Somit Toplösung für Kartoffeln


    Mit dem Kohl im Innern, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Tatsächlich bleiben - nicht nur bei mir - der Kohlweisling weg und die weiße Fliege war weniger stark ausgeprägt. Dennoch war die Begeisterung beim Kohl nicht ganz so gut.


    Ursachenklärung:
    Zumindest bei mir war nachweislich (nach Bodenuntersuchung) zu wenig gedüngt. Ferner werden Kartoffeln im Lhmboden auch nciht gegossen und so wurde auch der Kohl viel zu selten gegossen.


    Für meinen Rosenkohl in 2013 war der Standort im Achterbeet hingegen ideal. Ich hatte insgesamt 8 Rosenkohlpflanzen. Die üppigsten und größten Pflanzen standen im Achterbeet. s. Bild unten.



    Insofern kann es sein, dass der Standort des Kohl im Achterbeet bei richtiger Pflege dennoch optimal sein könnte.

    Weitere Experimente wären hier sinnvoll.






    Kartoffeln Achterbeet.JPG Rosenkohl.JPG Rosenkohl1.JPG


    Die Bilder der beiden Rosenkohlpflanzen im Achterbeet stammen vom 21 Sep. 2013 bis zum winter wurden die Röschen noch richtig groß.
    Man sieht an den Pflanzen deutlich wie wenig die Blätter zerfressen wurden.
     
    Conya

    Conya

    Foren-Urgestein
    das Kraut muss man bekanntlich 14 Tage vor der Ernte abmachen, damit die Schale der Kartoffel aushärten kann.
    Bei Frühkartoffeln ist es völlig schnuppe, da kann das Kraut noch das blühende Leben sein denn sie werden nicht eingelagert sondern sofort verwertet.
    Bei allen späteren Sorten die eingelagert werden stirbt das Laub vor der Ernte ab da man sie so lange wie möglich im Boden belässt.

    Gruß Conya
     
    K

    Kapha

    Guest
    @tomash
    In Bezug auf Kartoffeln und dessen Kraut , sowie Schale ..... Das hab ich noch nie gehört .

    Wenn wir unsere Kartoffeln ernten sind sie fest , egal ob das Kraut alleine abstirbt oder nachgeholfen wurde .
    Solange es geht lassen wir das Kraut dran .
    Kommt die BF dazwischen , schneiden wir vorher ab .
    Das ist dann aber nur ein Ausnahmefall .

    Man sollte einer gesunden Pflanze nicht rein funken , denn nur so kann sie die Nährstoffe und die Kraft in die Knollen abgeben .

    Da du viel von Erfahrungen sprichst , kann ich dir auch eine mitteilen .
    Vorletztes Jahr schnitten wir vorher ab , da Anzeichen der BF vorhanden waren .
    Resultat : Die Pflanze war noch nicht bereit und trieb wieder aus ..... Solches kostet Kraft und die Knollen wachsen nicht mehr sonderlich weiter .
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Natürlich schneide ich auch kein gesunderes Kraut ab, es sei denn, dass ich aus anderen Gründen früher ernten muss - wie z.B. in 2013 als meine Gartengroßbaustelle begann.

    Der Kartoffelbauer hingegen schneidet das grüne und gesundere Kraut durchaus zwei Wochen vor der Ernte, weil er mit seinem Maschinen abgestorbenes Kraut nicht mehr abschneiden kann.

    Das abgestorbene Kraut liegen lassen käme wohl auf das gleiche hinaus, da fehlen mir aber Erfahrungswerte, weil bei uns - ehe ich das Achterbeet getestet hatte - zuvor die Kartoffeln Jahr für Jahr Braunfäule bekamen und da mussten wir natürlich immer abschneiden.
    Bei uns ist nunmal eines der übelsten Braunfäuleverbreitungsgebiet überhaupt. Umso verwunderter war ich, als ich in 2013 dank des Achterbeetes keine Braunfäule hatte.
     
    Conya

    Conya

    Foren-Urgestein
    Sorry, aber wovon reden wir hier, Kartoffelanbau im Garten oder im landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb?

    Im Garten muss man bei den späten Sorten auch nix abschneiden, das Kraut stirbt ab bevor geerntet wird und kann einfach aus dem Weg geharkt werden, wobei da sicher der Erntezeitpunkt eine Rolle spielt.
    Späte Sorten zum einlagern werden bei uns nicht vor Oktober geerntet, es sei denn es gibt schon im September stärkeren Frost, aber dann geht auch das Kraut früher kaputt.
    So wird es zumindest bei mir gehandhabt und ich kenne viele die es genau so machen.

    Gruß Conya
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Dies kann natürlich jeder machen wie er will.

    Entscheidend ist hier zwischen den Kartoffeln Kohl anzubauen.

    Ich habe gestern mit einer Nachbarin gesprochen die auf einem Bauernhof groß geworden ist. Damals hatten sie scheinbar auch schon zwischen den Kartoffeln ein oder zwei Reihen Kohl angebaut.
    War ganz überrascht, denn im Internet konnte ich sonst dazu keine Quelle finden. Es zeigt aber auch, dass es schon früher clevere Ideen gab und das man nur selten etwas wirklich Neues erfindet.

    Das solche Ideen in Vergessenheit geraten sind liegt nunmal an den modernen Landmaschinen die mit solch alternativen Anbaumethoden ihre Schwierigkeit haben aber bei uns im Garten spielen diese zum Glück keine Rolle.
     
    Biotop

    Biotop

    Mitglied
    Als Mischkultur ist es zwar nicht so ganz bunt, aber ich habe gute Erfahrungen mit Kürbispflanzen ud Kartoffeln gemacht und werde das auch so beibehalten. Ich säe Kürbisse(Uchiki Kuri, Patisson, Zucchini, auch Gurken) und pflanze die Kartoffeln, dazwischen. Die Kürbisse brauchen viel Platz und haben riesige Blätter, aber die Kartoffeln wachsen da durch und werden etwas höher als sonst, aber durch den Schatten bildet sich kein Unkraut und ich brauche auch nicht anzuhäufeln. So sind die Kartoffeln quasi Solitärpflanzen, machen aber keine Arbeit. Das große Übel bei Kartoffeln ist hier Schnecken- und Mäusefraß, aber da die Schnecken einen Bogen um die Kürbispflanzen machen, wahrscheinlich weil die ihnen zu kratzig sind, spielen die faktisch keine Rolle mehr und auch Mäuse lassen sich im kratzigen Beet nicht sehen. Bei Kartoffelkäfern muss man ablesen, aber auch da sind deutlich weniger als im reinen Kartoffelbeet. Braunfäule: keine, vielleicht, weil nicht Kartoffel neben Kartoffel steht.
    Kartoffeln und Kürbisse sind beide Starkzehrer, da muss der Boden reichhaltig sein, aber weil meine Kinder Pferde haben, ist das kein Problem.
    Ich will dieses Jahr mal Topinambur mit Kürbissen mischen, die dürften sich ja noch weniger behindern, wegen der unterschiedlichen Größe.
     
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