Diverse Fragen von Gartenneuling. =)

stella0485

stella0485

Mitglied
Ein liebes Hallo miteinander,

wie schon im Titel beschrieben: Ich bin ein absoluter Neuling und habe einige Fragen.

Ich habe mich soeben im Bereich Mitgliedervorstellung vorgestellt. Wer mag, kann ihn ja lesen, um einen besseren Einblick zu bekommen.

1. Ich habe vor wenigen Tagen Samen gesät. Völlig willkürlich ohne einen Plan von irgendwas. Nun stellen sich mir so nach und nach ein paar Fragen, weil ich im Internet hier und da was lese und mich nun frage, ob das so überhaupt klappen kann.
Gesät habe ich Tomate, Pflücksalat und Radieschen.
Ich habe ein Zimmergewächshaus gekauft und diese kleinen (Torf?)-töpfchen. Erde rein bis kurz untern Rand und NICHT festgedrückt. Wie ich die Samen einbetten soll habe ich gegooglet. Demnach habe ich
- drei Tomatensamen in drei einzelne Töpfchen mittig gelegt und leicht mit Erde bedeckt
- in neun Töpfchen die Pflücksalatsamen gestreut, ein wenig dabei darauf geachtet, dass sie einigermaßen verteilt sind und nur leicht angedrückt, da ich gelesen habe, dass man sie nicht mit Erde bedecken soll und
- in die restlichen 12 Töpfchen einen Radieschensamen pro Topf, diese auch leicht mit Erde bedeckt.
Anschließend habe ich alles - ich nenn es mal - durchwässert. Ich habe die Schalen auf den Balkon gestellt und einmal mit der Gießkanne von rechts nach links und wieder zurück gewässert. Dann habe ich sie ins Zimmergewächshaus gestellt, den Deckel drauf und auf die Fensterbank. Das Fenster ist südlich gelegen, sprich einige Stunden am Tag schein die Sonne darauf. Den Deckel nehme ich 2-3x pro Tag ab um zu lüften. Oben auf dem Zimmergewächshaus ist ein "Schieberegler" für die Luftzufuhr, den hatte ich die ersten beiden Tage geschlossen, aber heute habe ich ihn auf gemacht, weil ich glaube, dass sonst die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.
Morgens bevor die Sonne um die Ecke kommt besprühe ich die Samen mit ein wenig Wasser, das selbe abends, wenn die Sonne weg ist.

2. Ich habe mir 3 Erdbeer-Jungpflanzen gekauft (Senga Sengana). Diese habe ich in einem Balkonkasten eingepflanzt, der 50 cm lang ist. Ich habe unheimlich viele verschiedene Angaben dazu gefunden, wie weit diese auseinander gepflanzt werden sollen, daher hoffe ich mal, dass drei in einem Balkonkasten erst mal klappt. Ich habe die Jungpflanzen in Anzuchterde gesetzt und vor dem Einpflanzen die Wurzeln für ein paar Minuten ins Wasser gestellt. Ich glaube, das hat ganz gut geklappt, so wie es mir scheint, fühlen sich die Pflanzen ganz wohl.
Die Pfanzen gieße ich ebenso wie die Samen. Nur nicht mit der Sprühflasche, sondern ich gieße sie. Morgens nur ein bisschen, abends was mehr.

Ich hoffe, ich habe nicht all zu dolle viel geschrieben und dass ihr nicht bis hier hin schon eingeschlafen seid.
:p

Nun hätte ich gerne eure Kritik.
Ich glaube die Pflücksalatsamen beginnen schon erste Triebe zu bilden. Aber trotz allem habe ich gemischte Gefühle, ob das alles so richtig war.

Vielen Dank und eine gute Nacht euch allen.
 
  • stella0485

    stella0485

    Mitglied
    Nun stell ich grad fest, dass ich nicht eine Frage gestellt habe. Aber ich denke ihr könnt euch vorstellen, dass ich mir sehr unsicher bin ob das alles so richtig war, was ich im Internet zum Thema Pflanzenaufzucht gelesen habe. Anstatt euch mit Fragen zu löchern hoffe ich, dass ihr mir sagt, wenn ich was falsch gemacht habe oder etwas besser machen kann. Ihr werdet es ja sicher sofort beim lesen merken.
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    Hallo stella,
    mir scheint alles richtig zu sein ......- außer bei den Erdbeerpflänzchen.

    "Anzuchterde" ist für bewurzelte Pflänzchen nicht geeignet, sie benötigen gute Pflanzerde. Falls der gesamte Kasten voller Anzuchterde ist, müsstest du ihn neu befüllen, sonst wachsen die Senga Sengana nicht.

    Anzuchterde ist für die Anzucht von Samen bestimmt, da sie extrem nährstoffarm ist und dafür sorgt, dass die Samen auf der Suche nach Nährstoffen ein gutes Wurzelwerk ausbilden.

    Sowie nach den Keimblättern (= 1. Paar Blätter) die ersten Laubblätter zu sehen sind (2. Paar Blätter) , sollte man daher die Kleinen umpflanzen in gute Pflanzerde, damit sie Nährstoffe zum Weiterwachsen finden.

    Herzlich willkommen im Forum.:):cool:

    Es grüßt
    Moorschnucke:eek:
     
    Ringelblümchen

    Ringelblümchen

    Foren-Urgestein
    Anschließend habe ich alles - ich nenn es mal - durchwässert. Ich habe die Schalen auf den Balkon gestellt und einmal mit der Gießkanne von rechts nach links und wieder zurück gewässert.
    Morgens bevor die Sonne um die Ecke kommt besprühe ich die Samen mit ein wenig Wasser, das selbe abends, wenn die Sonne weg ist.
    Guten Morgen Stella,

    sei vorsichtig mit dem giessen. "Mit der Gießkanne von rechts nach links und wieder zurück" - hört sich nach ziemlich viel Wasser an.

    Deine Saat muss durchgehend feucht sein, damit sie nicht vertrocknet. Bei zuviel Wasser kann sie dir aber auch verfaulen.

    Ich wünsch dir noch ganz viel Spaß und viel Erfolg. :eek:
     
  • stella0485

    stella0485

    Mitglied
    Hallo Moorschnucke, hallo Ringelblümchen,

    lieben Dank für eure Beiträge. Ihr habt mir Mut gemacht. :cool:

    Nun gut, dann werde ich die Erdbeerchen heute mal in "richtige" Erde pflanzen.
    Freut mich ein wenig, dann hab ich wieder was zu tun...
    :D
    Kann ich die Erde denn wieder in die Tüte tun? Die Erdbeerchen sind heute den dritten Tag darin. Hm, nur ist die Erde natürlich deutlich feuchter als die aus der Tüte. Kann ich die irgendwie trocknen lassen?

    Und wie sieht es aus mit düngen? Ab wann sollte ich Dünger bei tun?
    Ich habe als "normale" Erde frux Bioline Garten- und Gemüseerde gekauft.


    Heute Morgen habe ich das erste Pflücksalatblättchen entdeckt. ;)

    Aber ja, ich glaube auch, dass das was viel Wasser war, denn der Deckel vom Zimmergewächshaus war die ersten beiden Tage doch ganz schön doll beschlagen. Daher hab ich auch viel gelüftet und wirklich nur ganz wenig gesprüht, damit die oben drauf liegenden Samen nicht austrocknen.
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Großes Lob .... daß du erstmal recheriert hast und nicht gleich Fragen gestellt hast.

    Wie schon erwähnt ist die Erde für die Erdbeeren falsch. Aus meiner Sicht kommen nur ganz wenige Pflanzen für Anzuchterde in Frage. Salat, Tomaten und co werden bei mir in Komposterde gesäät und sämtliche Setzlinge natürlich auch. Daher hab ich überhaupt keine Anzuchterde Zuhause;)

    Dennoch ist die Anzuchterde bei den Samen kein Fehler. Du solltest nur früher mit dem Düngen beginnen.

    Zum Salat: Üblicherweise brauchen die Samen von Salat eine Temperatur von weniger als 20 Grad. Tomatensamen brauchen hingegen bis zum Keimen mehr als 20 Grad.

    Daher stehen meine Tomatensamen auf der Heizung (22-27 Grad) Ab 30 besteht aber die Gefahr dass sie nicht überleben.
    Die Tomatensamenstehen bei mir bei 15 Grad im kühlsen Raum am Licht.

    Düngen
    Salate in Anzuchterde nur mit max. 50% der empfohlenen Düngermenge süngen. In hochwertiger Erde überhaupt nicht düngen.
    Bei den Tomaten warten bis diese die ersten eigenen Blätter gebildet haben (also mehr als die beiden Keimblätter). Dann beginne mit 50% der Düngerdosis.
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Alles was gekeimt ist, bitte aus dem Zimmergewächshaus raus. Der beschlagene Deckel nimmt viel zu viel Licht und hält die Wärme. Das ist perfekt für Samen, die keimen wollen, aber Gift für junge Keimlinge, die einfach nur viel Licht wollen.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    ... richtig....

    bis zur Keimung brauchen die Samen aber zunächst mal 3 Tage keine Lüftung.

    Die Abdeckung verhindert unter anderem dass die Erde zu schnell abtrocknet.
    Länger als 3 Tage sollte immer wieder gelüftet werden, da ansonsten die Erde schimmelt.
    Schimmelt die Erde mal ist dies nicht weiter schlimm und kann zumeist ignoriert werden (untergebuddelt).

    Bestimmte Samen wie z.B.
    - Erdbeeren
    - Petersilie
    - und andere

    können auch Wochen bis zur Keimung brauchen.
     
    stella0485

    stella0485

    Mitglied
    Lieben Dank euch allen!

    Die Erdbeerchen sind nun in der frux Bioline Garten- und Gemüseerde. Dieses Mal habe ich die Erde auch leicht angedrückt und erst mal nur ein bisschen gegossen, werde gleich nochmal ein wenig nach gießen - je nach dem wie sich die Erde anfühlt.

    Um mal ein Gefühl für "trocken", "feucht" und "nass" zu bekommen. Wenn ich die neue Tüte mit Erde frisch öffne und man dann fühlt, wie würdet ihr die Erde beschreiben? Ich halte den Zustand für zwischen "trocken" und "feucht". Schätz ich das richtig ein? Die Begriffe empfinde ich als äußerst dehnbar, jeder hat da sicher sein eigenes empfinden.

    thomash, wie erwähnt, das Zuchthaus steht auf der Fensterbank mit Südausrichtung, die Heizung habe ich ein ganz kleines bisschen an. Die Salatsamen sind als erstes geschlüpft. Nun konnte ich auch schon bei den Radieschen drei grüne Neuzugänge entdecken. Nur bei den Tomaten, da tut sich nix. Mein Vorgehen wäre nun, das erst mal noch bis morgen oder vielleicht auch übermorgen so zu lassen, bis die anderen Salat- und Radieschensamen nachziehen und diese dann rauszunehmen. Dann würde ich die offen an ein anderes Fenster stellen und bei den Tomaten die Heizung hochdrehen. Guter Plan?

    Ihr sagt ja ich sollte die Pflanzen, die schon gekeimt sind, rausnehmen. Kann das noch warten bis die anderen nachziehen (ich gehe mal davon aus, dass das über Nacht oder bis spätestens übermorgen der Fall sein wird!?)? Oder besser heute schon raus? Da sind bisher nur zwei, die auch schon zwei Blätter gebildet haben. bei den anderen meisten kann ich sehen, dass die Keimung begonnen hat, aber der Samen steckt noch drauf.

    Und noch mal kurz zum düngen:
    Ist meine beschriebene Erde denn eine hochwertige Erde? Wenn sie dies ist, muss ich dann garnicht düngen? Auch nicht in - ich sag einfach mal - zwei oder drei Monaten?
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Was ist feucht ....

    Eine der schwierigsten und auch eine der einfachsten Fragen.

    Ich unterscheide in

    • ausgetrocknet (Erde die wochenlang in der Sonne stand)
    • trocken (Blumenerde)
    • feucht (frischgegossene Erde in einem Blumentopf mit Löchern und Untersetzer)
    • nass (Erde die man auswringen kann)
    Sobald du Löcher im Pflanztopf hast, sammelt sich das Wasser das zuviel des Guten ist im Untersetzer und die Erde ist immer nur feucht. Bei vielen Pflanzen darf aber kein Wasser im Untersetzer bleiben weil sonst die potentieele Gefahr der Staunässe weiterhin besteht.

    Es gibt Pflanzkübel mit einem Einsatz drin (Staunässeschutz). Wenn solch ein Pflanzkübel zudem Löcher hat und einen Untersetzer, dann verhindert der Staunässeschutz, dass das Wasser im Untersetzer die Pflanzen gefährdet.


    Meine Kopfsalate sind in solchen Kübeln mit Staunässeschutz und egal wieivel es regnet oder wieviel ich gieße, es wird nie zu nass in der Erde.


    Hier ein Bild meines "Kopfsalatbeetes":
    Parkplatzbeet.JPG

    Zum Düngen


    Salate sind Schwachzehrer,

    ein nachdüngen von hochwertiger Erde ist demnach nicht erforderlich. Zuviel Düngen erhöht den Nitratgehalt das im Körper zu leberbelastendem Nitrit umgewandelt wird.



    Radischen sind Mittelzehrer
    Auch hier ist ein NAchdüngen allenfalls geringfügig erforderlich.


    Tomaten sind Starkzehrer
    Hier sollte man mehrfach düngen. Je nach gewähltem Dünger 2-3 mal im Jahr oder sogar wöchentlich.
    Ich dünge 2 mal im Jahr mit Pferdemist und einmal mit Hornspänen.
    Gurken sind "fressäcke", hier dünge ich auch dreimal im JAhr mit Pferdemist.
    Bei Starkzehrern ist ein überdüngen kaum möglich.
     
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