Das ist wie oben beschrieben, die Enzyme werden durchs Erhitzen / Einfrieren zerstört.
Vitamine bleiben weitgehend erhalten, wenn man es schonend behandelt. Z.b. vor dem Einfrieren blanchieren. Blanchieren heißt nicht weich kochen, sondern in siedendem Salzwasser kurz ziehen lassen und dann sofort in Eiswasser abschrecken, gut abtropfen und dann einfrieren.
Beim Einfrieren kommt es auf die Tiefkühlgeschwindigkeit an. Je schneller und je gleichmäßiger gefroren wird, desto kleiner bleiben die Eiskristalle im Gefriergut.
Eiskristalle entstehen durch Wasser im Gefriergut, je größer die Eiskristalle sind, desto mehr dehnen sie sich aus. Dies hat zur Folge, dass je größer die Eiskristalle, desto mehr werden die Zellwände von Gefriergut verletzt / gesprengt. Große Eiskristalle im Gefriergut sind wie große Wassertropfen die dann beim Auftauen größere Mengen an wasserlöslichen Vitaminen ausschwemmen als kleinere Eiskristalle.
Kleine Eiskristalle im Gefriergut können sehr wenig wasserlösliche Vitamine ausschwemmen, denn diese sind bei richtigem Schockfrosten so klein, dass diese "sehr kleinen" Wassertropfen im Gefriergut zwischen den Zellwänden eingeschlossen bleiben.
Bei richtig vorbereitetem Gemüse das richtig gefrostet wurde bildet sich sehr wenig bis gar kein Auftauwasser und die Oberfläche ist nur leicht feucht.
Bei richtig vorbereitetem Gemüse, das falsch gefrostet wurde bildet sich viel Auftauwasser und die Oberfläche ist nass.
Das Auftauen sollte immer schonend über Nacht im Kühlschrank erfolgen, so können kleine Eiskristalle langsam auftauen und die gedehneten Zellwände (Wasser dehnt sich beim einfrieren immer aus) können sich langsam entspannen und das Tauwasser im Gefriergut weitestgehend in sich behalten.
LG