Flieder hat Pilze - was tun ?

F

fliederjung

Neuling
#1
Moin,

ich hab da mal eine Frage. Unser alter Flieder hat unten am Fuß Gesellschaft von kleinen Pilzen bekommen. Die hat er noch nicht lange. Weil gleich daneben demnächst ein neues Gartenhaus hin soll, ich Platz brauche und der Flieder sich mit zunehmender Höhe immer mehr zu den Seiten verneigt, frage ich mich nun: was machen die Pilze da ? Ist der Flieder altersschwach und gibt gerade auf ? Sind die Pilze freundlicher oder feindlicher Gesinnung ?

Unser Garten ist nicht besonders groß – nicht lang, nicht breit, aber ziemlich hoch ! - und eigentlich sind wegen der Gartenneugestaltung nun drei von sieben Fliederstämmen im Weg. Rings um den Flieder schießen seine „Kinder“ in großer Zahl aus dem Boden. Absägen des Altenteils fällt mir echt schwer. Der Flieder wird von vielen Kleinvögeln geschätzt und bietet gleichzeitig Sichtschutz zur nächsten Reihenhausreihe. Eigentlich möchte ich den alten Blühbaum behalten und in Ruhe lassen. Gnadenbrot auf Lebenszeit sozusagen.

Andererseits wäre es irgendwie blöd, den neuen Schuppen jetzt aus Rücksicht auf den Flieder unnötigerweise einen Meter landeinwärts zu verschieben und ein Jahr später kippt der Flieder sowieso aus den Latschen.

Kennt sich jemand mit Flieder und Pilzen aus ? Was tun ?

Wenn der jetzt eingeht ... das Holz soll recht hart sein: wie lange dauert es, bis so ein Fliederwurzelwerk verrottet ist ? ... oder besser einfach drin lassen, weil der Flieder dort später wieder ausschießt ?

Unser Exemplar war schon beim Hauskauf vor 20 Jahren recht hoch, jetzt hat er ungefähr eine Höhe von 5,5 bis 6 Metern. Die Stämme platzen an vielen Stellen auf und vernarben. Aus einem Stamm hatte sich mal aus so einer Schadstelle ein neuer, kräftiger Spross gebildet, der alte Stamm sich danach dort verabschiedet. Blühen tut er wie doof. Er besteht aber inzwischen mehr aus Stämmen als aus Zweig- und Laubwerk.

Vielen Dank vorab an alle Leser, Kenner und Ratgeber !
 

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    #2
    Die Pilze haben sich in dem verrottenden Mulch gebildet; nach holzzerstörenden Pilzen sehen sie nicht aus.
    Flieder ist hart im Nehmen. Wenn einzelne Stämme stören, können die abgesägt werden.
     
    F

    fliederjung

    Neuling
    #3
    Moin,
    danke für Rat und Trost ;-) !!!

    Ich werde den Flieder in den Wipfeln nun vorsichtig auslichten, damit die seitliche Neigung der Stämme nicht noch weiter zunimmt. Das neue Gartenhaus bekommt seinen Landeplatz weiter landeinwärts. Der Flieder hat schließlich den größeren Nutzen und die älteren Rechte. Und so'n oller Schuppen kann auch nicht so schön blühen und duften.

    Gerade war überall zu lesen, dass die Zahl der Insekten und Vögel drastisch abgenommen hat und weiter abnimmt. Da möchte ich die gefühlt recht ortsfesten und treuen Spatzen, Meisen und Amseln usw. in unserem Garten nicht noch mehr ärgern, auch weil die immer so fleißig die fiesen Piksies, Schleichies und Wurmies aus dem Apfelbaum knabbern

    Apropos Pilze: bezeichnenderweise wachsen die in diesem Jahr an den unmöglichsten Stellen, nicht nur im Garten. Überall, wo Feuchtigkeit (Regen) und Nährstoffe (Hundehaufen) etwas reicher vorhanden sind, schießt es aus. Hab bei Wanderungen im Wald aber auch schon viele Pilze gesehen, die selber welche hatten ... voll verschimmelt !

    Wünsche allseits ein schönes Rest-Wochenende sowie einen ruhigen Wochenbeginn !
     
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    #4
    Zeige doch ein Foto vom Flieder im Ganzen.
    Wenn der zu breit wird, dann kannst Du einzelne Äste, die stören, ziemlich weit zurückschneiden. Direkt unter der Sägestelle kommen dann Neutriebe, die dann aufrecht wachsen.
     
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    fliederjung

    Neuling
    #6
    ... sorry für die auf die Seite gelegte Ansicht. Die nächsten Bilder kommen dann gleich im Querformat ;-)
     
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    #7
    Ich würde auf jeden Fall die Äste, die von unten an so in die Breite gehen absägen.
    Einen oder zwei sogar am Ansatz, und vielleicht einen weiteren in 1 m Höhe.
    Die weiteren Äste kannst Du im Lauf der Zeit auf 2 m einkürzen. Jedes Jahr einen, dann hast du weiterhin Blüten und der Strauch wird verjüngt.
    Beim zurückschneiden muß bedacht werden, daß die Neutriebe mindestens 1,5 m hoch werden und dann erst blühen.
    Mein Flieder blüht immer mehrmals!

    Das Foto mit dem Zierapfel will einfach nicht raus.
    Auf dem anderen ist mein Flieder, in den die Strauchrose Elmshorn gewachsen ist und jedes Jahr von Juni bis Oktober blüht.
     

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    billymoppel

    billymoppel

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    #8
    ich denke, dass ist ein guter rat, es ist eh an der zeit, den flieder mal zu verjüngen.
     
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