Flüssigdünger selbst herstellen für Haus und Garten?

S

Schwarzdrossel

Mitglied
#1
Hallo,

ich habe selbst bisher nur wenig probiert und würde daher gerne ein paar Erfahrungsberichte und Varianten sammeln.

Bspw. für Orchideen gibt es natürlich praktischerweise Flüssigdünger zu kaufen. Aber ich dachte, vielleicht lässt sich dafür auch selbst etwas herstellen. Um den Verpackungsmüll zu reduzieren und einfach aus Neugier.

Gleiches für Gemüsepflanzen wie Paprika, Tomaten, und wo auch sonst Flüssigdünger zum Einsatz kommt.

Mit Pflanzenjauchen habe ich es schon probiert, aber die sind allein schon geruchlich schlecht für den Einsatz im Haus geeignet.

Ich habe vom Bokashi gelesen. Wäre der daraus gewonnene Dünger für Zimmerpflanzen wie Orchideen verwendbar? Und ist diese Methode auf Dauer praktikabel?

Welche Möglichkeiten kennt ihr noch?


L.G.
 
  • P

    Pflanzentänzer

    Neuling
    #2
    Bisher habe ich für meine Balkonpflanzen nur sporadisch selbst Dünger hergestellt:

    - Kaffeesatz der Erde beimengen.

    - aktuell habe ich auch Bananen-, Bio-Gemüseschalen, eierschalen und kaffeesatz mit etwas Wasser im Mixer püriert. Mit Wasser aufgießen und einige Stunden ziehen lassen. Ggfalls dann sieben und verdünnt an die Pflanzen geben.

    Ob es wirklich optimal ist, kann ich leider nicht sagen. Man müsste einen Vergleich starten a La "gekaufter Dünger vs. Selbst gemachten Dünger vs gar kein Dünger" und anhand von Fotos und Ernte dokumentieren.

    Vielleicht ein Projekt für nächstes Jahr :)
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    #3
    Hallo Pflanzentänzer,

    ich kann dir das Ergebnis vom Test deines selbst hergestellten Flüssigdüngers gegen gar keinen Dünger schon vorhersagen: Du wirst keinen Unterschied sehen.

    Um Nährstoffe aus Pflanzenteilen herauszulösen, müssen sie entweder von Mikroorganismen zersetzt werden (also klassisch bei der Kompostierung oder, was auch mit weniger Platz möglich sein muss, der von Schwarzdrossel schon erwähnte Bokashi ) oder mindestens beim Verjauchen vergoren werden, damit sich eine nachweisbare Menge löst. Auch wenn du alles ganz fein pürierst, ein Kaltauszug, der da ein paar Stunden rumsteht, bringt dir nichts.

    Tu dir und deinen Pflanzen den Gefallen und lies dich mal ein wenig in Nährstoffkreisläufe ein. Ich habe in einem anderen Post von dir auch schon gelesen, dass du die alte Erde vom Vorjahr auf dem Balkon recyclest (wo prinzipiell nichts gegen einzuwenden ist), aber die alte Erde nicht weiter aufbereitest. Wenn du keine absoluten Schwachzehrer hinein setzt, dann kann das nicht gut gehen. Als Balkongärtner müssen wir leider immer wieder Nährstoffe von außen zuführen, für einen gescheiten Kreislauf mit Kompostierung usw wird uns wohl allen die Fläche fehlen.


    Schwarzdrossel und Pflanzentänzer, zum Bokashi fragt ihr am besten mal die userin elis, sie ist hier unsere Spezialistin für Bokashi um effektive Mikroorganismen, kurz EM.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Chris Arndt

    Chris Arndt

    Mitglied
    #4
    Ich verwende eine Handvoll Wurmhumus in eine Gießkanne Wasser (10 Liter). Das ist mein Flüssigdünger.

    LG Chris
     
  • Zero

    Zero

    Foren-Urgestein
    #5
    Hallo,

    aus Beinwellblättern kann man auch einen Dünger herstellen.

    Mein Versuch vom letzten Jahr war eine Beinwell-Essenz herzustellen. Benötigt wenig Platz und hat - soweit ich es mitbekommen habe - nicht unangenehm gerochen.
    Ausprobiert habe ich diesen Dünger allerdings noch nicht.

    LG Karin
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    #6
    Anstelle von flüssigem Mineraldünger könnte man auch Mineraldünger in Pulverform verwenden. Dann wird eine bestimmte Menge an Pulver im Gießwasser aufgelöst und damit gegossen/gedüngt. Würde zumindest den Verpackungsmüll erheblich verringern.

    Grüßle, Michi
     
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