Fragen zur Bodenanalyse

G

GärtnerImitator

Mitglied
Hallo zusammen,

habe mir eine Bodenanalyse für meinen Rasen erstellen lassen mit Düngeempfehlung. Bin etwas verwundert über die erste Frühjahrsdüngung mit 100g (!) Hornmehl pro m² in einer Düngung. Das ist doch viel zu viel oder nicht? Selbst bei den üblichen NPK-Langzeitdüngern kommen ja lediglich knapp 5g/m² reiner Stickstoff in den Boden pro Düngung. Hier ist es fast das dreifache.
 
  • mikaa

    mikaa

    Foren-Urgestein
    Schon bei dem Institut nachgefragt welches die Analyse gemacht hat ?
     
    G

    GärtnerImitator

    Mitglied
    Naja sagen wir mal so. Die Rechnung geht insgesamt mit 25g/m² übers Jahr auf. Von daher denke ich, dass das schon so gemeint ist. Allerdings geben ja auch die Hersteller der Langzeitdünger einen Dünge-Rhytmus von 3 Monaten an, was auch wenig mit der Realität zu tun hat.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Der Trick am Hornmehl ist, dass zunächst mal gar kein pflanzenverfügbarer Stickstoff enthalten ist. Das Hornmehl muss erst von Kleinstlebewesen verstoffwechselt werden, in deren Ausscheidungen findet man dann das pflanzenverwertbare Nitrat.

    Insofern ist das schon eine Langzeitdüngung. Ob das Hornmehl aber wirklich erst im Laufe der ganzen Saison abgearbeitet wird, oder früher? Ich habe da Zweifel. Es gibt da ja zwei Arten der Horndüngung: Hornmehl und Hornspäne. Hornmehl wird schneller pflanzenverfügbar als Hornspäne. Wenn man nur Mehl nimmt, fände ich 2 Gaben pro Jahr sinnvoller.

    Allerdings bin ich bekennender Mineraldüngerverwender und habe nur geringe Erfahrungen. Bei uns liegt noch ein Rest Hornspäne rum den ich bei Nachsaat gerne mal mit in die Erde mische, allerdings ist zweifelhaft ob dabei viel rumkommt. Das passiert eher nach dem Motto "schadet nicht und muss eh weg".
     
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