Fragen zur Dürrfleckenkrankheit

schreberin

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Liebe Experten,
ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal Probleme mit der Dürrfleckenkrankheit bei drei Tomaten im GWH. Habe versucht mich zu belesen, aber noch Fragen:
Muss ich die Erde im GWH austauschen um erneuten Befall im nächsten Jahr zu verhindern?

Eine Tomate ist jetzt erst erkrankt, soll ich die roden, obwohl die noch viele nicht ganz reife Früchte dran hat?

Der Sommer war bei uns ja eher ungewöhnlich heiss, es steht überall, dass der Befall vor allem bei Hitzestress vorkommt.

Für Rückmeldungen dankbar: schreberin
 
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
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    Hast du Fotos...?

    Will Deine Diagnose verifizieren... :D

    Grüßle, Michi
     
    schreberin

    schreberin

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    Habe leider keins gemacht, werde das aber spätestens am Wochenende nachholen können. Dann stell ichs ein und bin gespannt....
    Grüße schreberin
     
    schreberin

    schreberin

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    20150919_094919.jpg

    So sieht das Elend aus. Es gab auch zuerst die Blätter mit den typischen Flecken, die kommen jetzt auf dem Foto nicht so raus.
    Ideen?
    Gruß schreberin
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Haben die Blätter so ausgesehen:





    Alternaria, also die Dürrfleckenkrankheit, hat diese charakteristischen konzentrischen Ringe.

    Grüßle, Michi
     
  • schreberin

    schreberin

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    Ich würde sagen ja. Dann sind sie aber auch vollständig verbräunt. Die Früchte haben aber auch solche Flecken wie man sieht. Oder gibts noch andere Erklärungen?
    Grüße schreberin
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Gibt noch andere Krankheiten, die sowas auslösen in den Früchten. Aber die Blätter mit ihren konzentrischen Ringen sind dann doch charakteristisch für Alternaria.

    Grüßle, Michi
     
    ralph12345

    ralph12345

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    Zur Eingangsfrage:
    Zur Überwinterung der Sporen dieses Pilzes findet man widersprüchliches im Netz. Sicher ist: Der Pilz überwintert an alten Pflanzenresten. Die also gründlich entsorgen und nicht unbedingt in den Kompost. Daneben wird allgemein geraten, Pflanzstäbe etc. zu reinigen, die oberirdisch mit dem Pilz an der Pflanze Kontakt hatten.

    Nur gelegentlich ist auch von Übertragung über die Erde die Rede, was teils im Widerspruch steht zu den in den selben Artikeln vormals beschriebenen Überwinterungsmöglichkeiten.

    Ich denke, wenn Du im GWH die Möglichkeit hast, die Erde zu tauschen, dann mach das. Wenn nicht, wäre es einen Versuch wert, einfach nur die GWH Wände und die Spiralstäbe gründlich zu reinigen sowie die Pflanze samt Wurzel sorgfältig zu entfernen.

    http://www.hortipendium.de/Alternaria_solani
    http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/p_37959.pdf


    Im übrigen bin ich der Meinung, daß Pilzsporen ohnehin allgegenwärtig sind, ob nun Grauschimmel, Braunfäule oder Dürrflecken. Wichtig ist, daß die Pflanze gesund ist, wohlgenährt, die Luft nicht zu feucht ist und die Temperaturen nicht zu extrem. Dann übersteht sie auch Pilzsporen Attacken ohne Probleme. Hobby-Gewächshäuser sind da mitunter kontraproduktiv, weil sie Feuchtigkeit und Hitze unkontrolliert speichern. Viel Lüften!!
     
    schreberin

    schreberin

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    Danke für die Info. Ich ziehe die Tomaten sowieso immer an Schnüren, die ich jedes Jahr wechsel, auch das Haus wird gründlich desinfiziert.
    Mein GWH hat zwar sechs automatische Fenster (bei 10m²) und ab 15 Grad lass ich auch die Tür nachts auf, aber trotzdem ist es manchmal zu heiss, das werde ich wohl nicht ganz vermeiden können wie du schon sagst.
    Bodenaustausch würde ich mir ja gerne sparen, mal sehen, werde ich noch mal überdenken...

    Grüße schreberin
     
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