Gärtnern ohne Garten?

T

thomash

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Hallo
Die Idee ist Gemüse zu ernten ohne eigenen Garten.

Beispiele:

  • Honig aus Tannenspitzen
  • Löwenzahnwurzelgemüse
  • Löwenzahnsalat
  • Vogelmiere als Salat
Man geht einfach zum Nachbarn und fragt ob man aus seiner wiese den Löwenzahn ausstechen darf.


Habt Ihr noch Ideen?
 
  • Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    An Hecken zwischen den Feldern oder am Bahndamm Holunder (Blüten und Beeren), Brombeeren, Hagebutten ernten.

    War es das, was dir vorschwebt?

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Gehört ganz klar dazu, sofern es niemandem gehört oder nicht beerntet wird. Das ist halt generell das Problem dabei.
    Ich kenne auch an einen gefällten Pflaumenbaum der aus allen Wurzeln 4-5m. hohe jungtriebe hat die keiner je erntet. Mittlerweile haben wir die Erlaubnis vom Bauern dort nach belieben zu ernten.

    Man kann auch bei der Traubenlese helfen und in Naturalien und sogar in Geld entlohnt werden.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Fragen ist immer wichtig. Man sollte auch nicht davon ausgehen, daß Bäume am Straßenrand keinen Besitzer hätten. Aber wenn man nachfragt reagieren die meisten Menschen, so sie in dem Jahr eine große Ernte haben, großzügig.
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Dazu gehört sicher auch das Thema Gurillia Gardening.

    Meines Wissens wurde die Idee in England geboren, wobei die Vorläufer davon in New York waren.

    In New York sind die Straßen bis heute noch extrem schlecht, früher soll es aber noch schlimmer gewesen sein. Angeblich hatte einer durch ein Schlagloch einen erheblichen Schaden am Fahrzeug und damit er das Schlagloch künftig besser sieht hat er Blumensamen hineingestreut und gegossen.
    Die Idee hatte sich rumgesprochen und immer mehr Schlaglöcher wurden bepflanzt.

    In England wurde dann als Protest in einer Nachtaktion ein öffentlicher Platz bepflanzt und die Idee war in kürzester Zeit in aller Welt bekannt.
    Fortan wurden immer öfter vor allem in Großstädten unschöne Regionen wild bepflanzt.

    Leider - wie so oft - hatte diese Form des zivilen Ungehorsams auch einige negative Erscheinungsformen. So wurde in einer Alle alle Baumscheiben wild bepflanzt. Teilweise wurden dabei auch störende wurzeln abgesägt und so sind 50% der Bäume in dieser Allee abgestorben.

    Auch auf dem Land gab und gibt es solche Erscheinungen. So weiß ich von einem Pfirsichbaum, der vermutlich aus einem Kern gezogen wurde und nur steinharte Pfirsiche hervorgebracht hatte. Dieser Baum wurde wohl aus dem Privatgarten entfernt und in einer Lichtung im Wald ausgewildert. Übrigens ergeben diese Pfirsiche eine hervorragende Marmelade;)

    In Deutschland ist es aber nunmal so, dass jeder Quadratzentimeter letztlich jemandem gehört und dieser darf selbst entscheiden ob dort etwas wachsen darf oder nicht, daher sollte man dies auch nur mit Absprache machen.
    Dies ist gerade deswegen wichtig, dass es sonst vorkommen kann, dass - wenn die Pflanzen abgeerntet sind oder aber evt krank werden jemand da sein muss der diese wieder entfernt und genau da ist oft das Problem.
     
  • S

    Schlüsselblumenwiese

    Guest
    Letztes Jahr hatte ich mal ein Gelee nachgekocht aus Gänseblümchen, Apfelsaft und Gelierzucker- schmeckte wie Honig, war lecker. Oder Löwenzahnhonig.
    - Giersch gedünstet
    - wer den Geschmack mag, Wildrosengelee
    - Schafgarbe, z.B. klein gehackt im Salat
    - Knoblauchsrauke wächst hier in der Nähe von Bachläufen. Ist länger "erhältlich" als Bärlauch und schmeckt auch schön würzig (Pestos, Kräuterbutter)
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Brennesselspinat müßte ich mal ausprobieren hier gibt es abertausende davon.
     
    schreberin

    schreberin

    Foren-Urgestein
    Brennesselchips! In heißem Öl ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen mit Salz und Cayennepfeffer würzen, der Knaller!
    Grüße schreberin
     
    B

    berggeschrey

    Mitglied
    Hallo
    Die Idee ist Gemüse zu ernten ohne ei...
    Man geht einfach zum Nachbarn und fragt ob man aus seiner wiese den Löwenzahn ausstechen darf.


    Habt Ihr noch Ideen?

    obwohl ich einen zu großen garten habe und das gefühl kenne " die grüne hölle frißt mich auf " betreibe ich im winter einen " heizungskellergarten " .

    Im dunklen warmen keller treibt neben chicoree ,bleichsellerie u.a. angebaute auch was sonst entsorgt wird .

    - löwenzahnwurzeln
    -zwiebellauch aus alten zwiebeln
    - gerodete rhababerpflanzen

    es gibt sicher noch mehr und man muß es nicht gleich übertreiben . nur als anregung
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    obwohl ich einen zu großen garten habe und das gefühl kenne " die grüne hölle frißt mich auf " betreibe ich im winter einen " heizungskellergarten " .

    Im dunklen warmen keller treibt neben chicoree ,bleichsellerie u.a. angebaute auch was sonst entsorgt wird .

    - löwenzahnwurzeln
    -zwiebellauch aus alten zwiebeln
    - gerodete rhababerpflanzen

    es gibt sicher noch mehr und man muß es nicht gleich übertreiben . nur als anregung
    Ich hab dir ein "Gefällt Mir" vorab geschenkt aber nur in der Voraussetzung, dass du mehr erzählst, das klingt spannend;)

    Mit Chicoree hab ich schonmal versucht ist mir aber gefault. Aber was stellst du mit den Löwenzahnwurzeln und vor allem mit den gerodeten Rhabarberpflanzen an ???
     
    Zimtstange

    Zimtstange

    Foren-Urgestein
    In England wurde dann als Protest in einer Nachtaktion ein öffentlicher Platz bepflanzt und die Idee war in kürzester Zeit in aller Welt bekannt.
    Fortan wurden immer öfter vor allem in Großstädten unschöne Regionen wild bepflanzt.
    Die Idee kam mir auch schon... so eine schöne Nachtaktion... tjaaa, ich bräuchte vor meinem Balkon noch einen schnell wachsenden Baum, damit das gegenüberliegende Haus nicht einfach in meinem Balkon schauen kann. Platz gäbe es auf dem Rasen mehr als genug, aber das wäre wohl zu riskant.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Eichhörnchen neigen dazu, Walnusskerne zu vergraben und nicht wieder zu finden.
    Birken versamen sich auch seeehr gern :d
    Beide wachsen schnell, wobei die Birke schmaler bleibt.

    Aber das hat irgendwie nichts mit Gärtnern ohne Garten zu tun.

    Scharbockskraut gibt es bald wieder; das wächst fast überall wo es leicht feucht ist - lästig im Hausgarten aber echt lecker im Salat.


    Ich sammel auch mal ein paar Hollerblüten an wenig befahrenen Straßen - gefragt habe ich noch nie, da ich nur eine kleine Menge nehme.
    Aber es bleibt schon die Überlegung: wenn 100 andere es auch so machen ist der Baum abgeerntet und weder der Besitzer noch Vögel könnten Beeren ernten:(

    Nachdenkliche Grüße vom
    Elkevogel
     
    Vita

    Vita

    Foren-Urgestein
    Guerilla?
    Na, ich denk doch, das ist alles Retro. Aus alt mach neu, warte eine Generation und du verkaufst auch gehäkelte Kaffeewärmer als hippe Rasta-Mützen.
    Nachkriegsgmüse;)

    Hopfensprossen fehlen noch im Reigen aus Hollersekt, Piss en lit und Nettelsuppe.

    Klettenwurzeln sollen gut schmecken, waren mir aber in meiner gartenlosen Zeit zuviel Gegrabe.
    Gänsekohldistelgemüse aus Feuchtwiesen hatte ich auch noch nicht.

    In der 7-Kräutersuppe hat mich der Gundermann gestört (recht herb auf muffige Art).

    Giersch schmeckt etwa angelika-seifig, geht aber in kleinen Dosen gut im Salat. Geschmackssache.

    Löwenzahnblüten in Hochprozentigem geben einen etwas eigentümlichen Honig-Bitter.

    Viel Spaß beim Sammeln (immer nur 10 % vom Bestand, und stehe der Bärlauch auch noch so dicht).

    Viele grüße

    Vita
     
    Gecko

    Gecko

    Löschmann
    Mitarbeiter
    Und was hat das ganze Geschiss jetzt mit gärtnern zu schaffen?:confused:
    Na was soll´s, ist eh schon wurscht...
     
    Vita

    Vita

    Foren-Urgestein
    Nix.
    Und der liebe Herrgott ernährt sie doch - oder Geiz ist geil - oder der Waldorfkindergarten will unterhalten sein, besonders im Hinblick auf die zahlenden Eltern :D.
    Hier ist jedenfalls allerorten entweder Landschafts- oder Naturschutzgebiet und alles über einen Handstrauß wird mit Bußgeld bestraft.

    Oder aber gut situierte Lehrersgattinen managen Hochschulkurse und stürzen sich verbotenerweise mit Körben in den allerallerletzten wilden Lauch und trampeln über die allerallerletzten wilden Niederrheinniederwaldorchideen (Ständelwurz - nichts Großartiges, aber immerhin noch vorhanden).

    Wenn man sich erwischen lässt ...

    Vita - erwischt niemand!
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Zugegeben der Titel ist etwas schlecht gewählt besser wäre "Legale Art zu Ernten ohne Garten"

    Wenn jemand in den Wald geht und unerlaubt für den eigenbedarf etwas Bärlauch sammelt oder Pilze, Walderdbeeren oder Himbeeren, dann würde ich dies nicht gleich verteufeln wollen. Das macht man schon seit hunderten von Jahren und gerade beim Bärlauch wachsen die Bestände schneller nach als man sie ernten kann.

    Wenn aber - wie ich hier im forum gelesen habe - jemand mit der Sense durch die Bärlauchbestände geht um diesen beim Bäcker zu verkaufen, dann sollte dieses zurecht bestraft werden, denn dies ist ein purer Egosimus der mit Nichts zu rechtfertigen ist.

    Auch das ernten von nur einem Maiskolben vom Feld wird heute zurecht als Diebstahl bestraft (auch wenn die vielen Maisbeete heute nur noch zu energie verbrannt werden). Der frühere Mundraubparagraph ist aus dem Gesetz gestrichen worden weil - so die Gesetzgebung - in Deutschland keine Not mehr herrscht, auch wenn Tatsachen anderes berichten.

    Ganz übel ist es, wenn man beim Nachbeer im Beet klaut, was dieser sich mühsamst herangezogen hat.
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Zugegeben der Titel ist etwas schlecht gewählt besser wäre "Legale Art zu Ernten ohne Garten"
    Genau. Gibt's das überhaupt?

    Wenn aber - wie ich hier im forum gelesen habe - jemand mit der Sense durch die Bärlauchbestände geht um diesen beim Bäcker zu verkaufen, dann sollte dieses zurecht bestraft werden, denn dies ist ein purer Egosimus der mit Nichts zu rechtfertigen ist.
    Aber legal. Hatten wir hier vorletztes Jahr. Birnen- und Pflaumenbäume an den Dorfstraßen, gehören der Gemeinde. Wer will, der pflückt. Aber eines Tages kamen Lastwagen. Täglich. Die pflückten nicht, die rafften ganze Äste mit. Verkauften ihre Beute auf den Märkten. Gegen diese unerwartete Art des Beutemachens gab es kein Gesetz, denn damit war nicht zu rechnen gewesen. Also konnte man dagegen auch nicht vorgehen. Bisher galt ja: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aber dass, wer zuerst kommt, mit nem Lastwagen kommt, war neu.

    Und wenn jemand mit dem Schleppnetz durch den Ozean tuckert und alle Fische, die er fängt, der Menschheit verkauft, dann ist das .. was? Genau. Denn auch das Meer und die Fische gehören allen. Es will aber nicht jeder selbst angeln gehen. Da gibt's dann welche, die nichts anderes zu tun haben, die gehen dann für dich angeln und lassen sich von dir via Fischpreis ihre Arbeitszeit bezahlen.

    Ist das was anderes als wenn jemand mit der Sense durch den Bärlauchbestand geht, der nicht sein persönliches Eigentum ist?
     
    S

    SunStar

    Mitglied
    Mal ein Beitrag zu dem Thema aus der Überschrift, um das hier eigentlich noch nicht ging: Gärtnern ohne (eigenen) Garten.

    Bei uns gibt es einen kleinen historischen Park, der außer von der Stadt noch von einem Förderverein gepflegt wird, außerdem hat der Nabu hier Kopfweiden-Nanlagen, die von ehrenamtlichen Kräften gepflegt werden. Ähnliches gibt es sicher in (fast) jeder (größeren) Stadt.

    LG SunStar

    PS: Oder man läuft einfach durchs Wohngebiet, sucht ungepflegte Gärten, klingelt und biete seine Hilfe an. :)
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Gegen Cash natürlich. :grins:Ja, das gibt's, sind dann die Nachbarkinder, die sich anbieten, das Unkraut aus den Plattenfugen zu fummeln, um ihrem Taschengeldvorrat mal einen Kick ins Hoffnungsvolle zu verleihen. Ich könnte sie dafür küssen!, aber lieber bezahl ich sie und hoffe, dass die mich auf ihr nächstes Klingeln nicht allzu lange warten lassen.

    Aber natürlich geht's denen nicht ums Gärtnern. Was auch okay ist. Die heutigen Kids sparen ja auf die seltsamsten Dinge. Doch wenn wer Unbekanntes-Erwachsenes hier klingelte und Hilfsangebote von sich gäbe, tät ich mich ratlos am Kopf kratzen: was will der??? Doch nicht etwa Gartenlust austoben!?, der will seinem Rentnereinkommen mehr Würde verleihen!
     
    S

    SunStar

    Mitglied
    Doch wenn wer Unbekanntes-Erwachsenes hier klingelte und Hilfsangebote von sich gäbe, tät ich mich ratlos am Kopf kratzen: was will der??? Doch nicht etwa Gartenlust austoben!?, der will seinem Rentnereinkommen mehr Würde verleihen!
    Ähm, mein Hinweis im PS war nun ja auch nicht ernsthaft gemeint. Wenn bei uns jemand so klingeln würde, hielte ich das für einen Fall für die alte Eduard-Zimmermann-Sendung mit den Neppern, Schleppern und Bauernfängern. ;)
     
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