gardener`s Bonsaiversuch Azalee

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G

gardener02

Guest
Ich glaube, jetzt gehört sie besser hier hin.

So gekauft

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Inzwischen ausgeputzt und etwas geschnitten

SAM_4301.JPG

Hoffe ok so, habe versucht mich an der Rentner`schen zu orientieren. Warte jetzt das Eintreffen der Erde ab, damit ich sie Eintopfen kann.
Wenn ich sie umtopfe: Alte Erde entfernen, Rückschnitt der Wurzeln so weit, dass diese gut Platz haben im kleineren Topf, auf gleiche Höhe wie sie bisher stand wieder Einsetzen, leicht Düngen, an die Sonne stellen oder am Anfang besser halbschattig?

Ach ja, habe noch eine ganz kleine, zweite Kanditatin, weil mir ihre Wuchsform gefallen hat. Chinesischer Zwergrhododendron, Wren Rhododendron. Hätte sie gern ein bisschen grösser gehabt, gab`s leider nicht. Fangen wir halt klein an.

SAM_4302.JPG
 
  • P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Klein ist doch gerade recht für Bonsai :) Ich würde beim Rhodo die Einseitigkeit weiter betonen, das ist das Besondere.

    Mit meinen Bonsaiversuchen bin ich vorsichtig und stelle frisch umgetopftes zuerst mal schattig, bis sich die Wurzeln an den neuen Boden gewöhnt haben.
     
    R

    Rentner

    Guest
    Inzwischen ausgeputzt und etwas geschnitten

    Du solltest noch konsequenter schneiden. Das Ziel soll ein Baum sein und kein Busch.
    In der Bonsaigestaltung gibt es gewisse Regeln.
    Hier würde ich mich in der Schnittführung an einem Dreieck orientieren.




    Alte Erde entfernen, Rückschnitt der Wurzeln so weit, dass diese gut Platz haben im kleineren Topf, auf gleiche Höhe wie sie bisher stand.
    Ca. 1/3 der Wurzelmasse, besser gesagt des Wurzelfilzes, entfernen.
    Dazu am besten mit einer Wurzelkralle oder einer alten Gabel wiederholt den Wurzelfilz außen im Kreis und am Wurzelboden anritzen und die Fäden abschneiden.

    Den neuen Topf keinesfalls zu groß wählen. Azaleen müssen auf Druck wachsen, das fördert die Blühwilligkeit ungemein.

    Die ersten 2-3 Wochen ist ein Standort im lichten Schatten ratsam. Später können und sollen Azaleen sonnig stehen. Voraussetzung dafür ist ein ständig feuchter (nicht nasser) Wurzelfilz und eine hohe Luftfeuchtigkeit (öfter mit Regenwasser besprühen).

    Ich würde beim Rhodo die Einseitigkeit weiter betonen, das ist das Besondere.

    Ich habe das noch nie gehört, was meinst du damit?
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Ich habe das noch nie gehört, was meinst du damit?
    Das hatte nicht direkt mit Bosnai zu tun, sondern es kam aus der Kunst. Symmetrie wird als aesthetisch betrachtet, aber perfekte Symmetrie ist auch langweilig. Interessant wird es, wenn die Symmetrie gebrochen wird. Die Japaner haben dafür ihre eigene Regeln, die ich aber nur Bruchstückhaft kenne.

    Der Rhododendron auf dem Bild hat schon eine Neigung nach links zu wachsen. Ich würde dem nachgehen, und die Form weiter verstärken. Das war meine intepretation der Idee, eine unsymmetrie zu nutzen, um die Pflanze reizvoller zu machen.

    Beim Bonsai gibt es die (verzeih mir, ich weiss den richtigen Begriff nicht) windflüchter-Form, in der simuliert wird, wie ein Baum von stetigem, starkem und einseitigen Wind in eine Richtung gedrängt wirde. So ähnlich meinte ich es, nur dass mir der Wind (und die Wuchsrichtung der Äste) nicht so wichtig war, sondern es mir lediglich um die Balanceverschiebung ging, die das Interesse des Betrachters wecken soll.
     
  • R

    Rentner

    Guest
    ...perfekte Symmetrie ist auch langweilig.

    Genau aus diesem Grund ist ein guter Bonsai niemals symmetrisch.

    Beim Bonsai gibt es die windflüchter-Form, in der simuliert wird, wie ein Baum von stetigem, starkem und einseitigen Wind in eine Richtung gedrängt wirde.

    Fukinagashi ( windgepeitscht) nennt man diese Form.
    Ich würde für die Dreiergruppe eher eine Halbkaskade (Han-Kengai) wählen, die käme auch dem natürlichen Habitus einer Azalee eher entgegen als eine windgepeitschte Gestaltung.
     
  • G

    gardener02

    Guest

    Ist das jetzt Bonsaischule oder Lebensschule?:(:rolleyes:


    Hier würde ich mich in der Schnittführung an einem Dreieck orientieren.


    Das hilft mir jetzt sehr. Denn so lange ich nicht weiss wo`s hingeht ist ja das Draufzusteuern schwierig.

    Werde die von dir beschriebenen Punkte beim Eintopfen beachten. Eine Schwierigkeit ist der Topf. Ich weiss, er ist etwas zu gross, der andere dafür zu klein und Zwischengrösse gibt es nicht. Mist...

    Die von euch besprochenen Gestaltungsmöglichkeiten sind interessant und man kann dazu ja auch Bilder auf Google schauen. Im Moment bin ich allerdings etwas...überfordert.

    Mehr Konsequenz geht nicht von meiner Seite. Versuch einer Dreiecksannäherung.

    SAM_4304.JPG


    Jetzt lass ich sie mal besser Sein bis zum Umtopfprocedere...
     
  • R

    Rentner

    Guest
    Ist das jetzt Bonsaischule oder Lebensschule?

    Eigentlich beides, einen Bonsai pflegt man im Idealfall ein Leben lang.

    Die von euch besprochenen Gestaltungsmöglichkeiten sind interessant...Im Moment bin ich allerdings etwas...überfordert.

    Jetzt geht es in erster Linie um eine grobe Grundgestaltung und vor allen Dingen darum, die Pflanzen so zu hegen und zu pflegen, dass sie sich etablieren kann.
    Die Frage nach der endgültigen Gestaltung an sich, ist deswegen viel zu früh gestellt.
    Der Weg ist das Ziel, dazu ist eine gehörige Portion Geduld gefragt.

    P.S. Wenn der Topf zu groß ist, nimmst du einfach entsprechend weniger Wurzelmasse weg.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Der Weg ist das Ziel, dazu ist eine gehörige Portion Geduld gefragt.

    Ich bemühe mich...


    P.S. Wenn der Topf zu groß ist, nimmst du einfach entsprechend weniger Wurzelmasse weg.

    Ungehalten und ungeduldig werd`ich, wenn ich nicht kriege was ich will, wie eben den richtigen Topf. Dann mach`ich`s halt so wie du sagst, danke.

    Nach dem Umtopfen Rindenmulch auf die Erdoberfläche geht gut, oder?
     
    R

    Rentner

    Guest

    Ich habe in meinem langen Bonsaileben schon viele Euphoriker kennengelernt, die nach 1, spätestens nach 2 Jahren frustriert das Handtuch geworfen haben, weil in dieser Zeit aus dem Ausgangsmaterial immer noch kein stattlicher Bonsai geworden ist.

    Wenn es dir gefällt, kannst du feinen Rindenmulch auflegen.
    Ich streue oft fein gesiebtes Akadama oder etwas Aussaat- oder "fertig konfektionierte" Bonsaierde auf die Oberfläche.
    Das gelbe Kanuma mag nicht jeder, außerdem veralgt es mit der Zeit (ist aber nur ein rein optisches Problem).
     
    G

    gardener02

    Guest
    die nach 1, spätestens nach 2 Jahren frustriert das Handtuch geworfen haben, weil in dieser Zeit aus dem Ausgangsmaterial immer noch kein stattlicher Bonsai geworden ist.

    Diesbezüglich bin ich eigentlich nicht ungeduldig. Ich habe ja noch nicht mal ein Bild im Kopf, wie die Azalee in einigen Jahren überhaupt ausschauen könnte...
    Nein, das "Making of" ist das, was mich eigentlich interessiert. Und ungeduldig bin ich höchstens mit mir selbst, wenn ich z.B. nicht Sehen kann, wo man die Schere ansetzen könnte. (Aber dafür gibt es ja dann Renter, glücklicherweise.)

    Wenn es dir gefällt, kannst du feinen Rindenmulch auflegen.

    Ich warte noch immer auf meine Erdlieferung..."Söll emol cho!":schimpf:
     
  • G

    gardener02

    Guest

    Also Erde ist da ja nicht, hab`ich heute beim Öffnen des Pakets gedacht. Und in diesem Granulat können sich Wurzeln dann gut festhalten? Das hab`ich auch noch gedacht. So denken vermutlich...Anfänger. Ich meinte, dieses Kanuma sei Erde. Auf das Granulat werde ich keinen Rindenmulch streuen.

    Die Wurzeln der Azalee waren sehr verflochten und ich musste da ziemlich grob dahinter. Ein Wasserbad half zusätzlich, bei dem heissen Wetter, wer weiss, vielleicht hat`s den malträtierten Wurzeln ja auch gut getan.

    Jetzt kommt wohl eine etwas sensible Zeit, bis sich die Azalee im neuen Topf und in diesem Granulat wirklich eingefunden hat. Vorerst schattiger Standort ist jetzt klar. Wie oft Giessen? Morgens und Abends?
    Ich frage jetzt nicht, wie hoch denn die Ausfallrate bei frisch umgetopften Azaleen von Anfängerinnen sind...:rolleyes:

    Jetzt sieht sie noch gut aus und ich hoffe, das bleibt so.

    SAM_4377.JPG

    P.S.: Der Topf ist def. zu gross, das nervt mich ein bisschen...Ich denke, bis zum nächsten Frühling werd`ich sicher einen Passenderen gefunden haben, und sie dann halt noch einmal Umtopfen.
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    P.S.: Der Topf ist def. zu gross, das nervt mich ein bisschen...Ich denke, bis zum nächsten Frühling werd`ich sicher einen Passenderen gefunden haben, und sie dann halt noch einmal Umtopfen.
    Ich finde es auch erstaunlich schwierig, vernünftige Schalen zu bekommen. Zumindest wenn man nicht bestellen will, und nur ungern weite Strecken mit dem Auto fährt.
     
    R

    Rentner

    Guest

    Steht doch hier:

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/bonsai/32372-der-bonsai-umtopf-thread.html#post519871



    Immer dann, wenn die Pflanze Wasser braucht, das kann auch schon mal mittags der Fall sein.
    Kanuma wird beim Abtrocknen richtig hell. Mit dem Finger einfach etwas tiefer im Substrat "bohren" und kontrollieren, ob das Substrat dort noch mit Wasser gesättigt ist.
    Zum Gießen übrigens Regenwasser verwenden.


    Lies dir mal diese Seite durch:

    Hans Kastner - Satsuki Azaleen
     
    G

    gardener02

    Guest

    Habe im Moment wenig Zeit zum Lesen...


    Ja, werde ich. Vermutlich wäre seine ganze Homepage interessant, kann ich mir vorstellen.

    Ich danke für den bisher geleisteten Support :eek: und hoffe, meine Azalee erlebt den Herbst. An mir soll`s nicht liegen...
    "Giessen bis zum Abwinken" schreibt Kastner, wenn die Azalee über den Sommer vollsonnig steht. Hab`ich mir doch immerhin schon mal etwas Entscheidendes gemerkt...
     
    G

    gardener02

    Guest

    Vieles steht da leider nicht mehr, weil gelöscht...Und das Kombinieren von den Anworten der User auf deine möglichen Antworten auf deren Fragen ist leider etwas mühselig (so wie dieser Satz...):grins:
    Der Anfang des Threads ist vollständig und interessant.

    Steht irgendwo im Forum etwas speziell zum Thema Azalee als Bonsai?

    Mit meiner Azalee ist alles ok, Status lebend :rolleyes:, eigentlich unverändert seit der Pflanzaktion.




    Wäre auch mal ein Reiseziel..., super!
     
    G

    gardener02

    Guest
    1 1/2 Wochen nach der Umpflanzerei, und jetzt drückt da doch was, fein!;)

    Sie scheint wohl eine von der schnellen Sorte zu sein.


    SAM_4576.JPG

    In ca. 1 1/2 Wochen kommt sie an die Sonne und dann beginne ich auch mit dem Düngen?
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Ich denke, wenn sich neue Knsopen zeigen, dann sind auch die Wurzeln so weit, dass sie Dünger wieder aufnehmen können. Noch etwas warten schadet wahrscheinlich nicht, aber ich glaube dass Du bereits wieder düngen könntest, wenn Du das Gefühl hast, die Pflanze braucht mehr Nahrung.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Wenn sie an die Sonne kommt, wird der Wasserverbrauch wohl stark steigen.
    Bisher sind wir mit Mineralwasser über die Runde gekommen, werde mir aber längerfristig wohl so einen Britta-Wasserfllter anschaffen.
    Regenwasser allein reicht bei mir nicht (sind ja auch noch Kamelien da).
     
    G

    gardener02

    Guest
    An gewissen Stellen treibt die Azalee schön direkt nach der Schnittstelle aus, an anderen weiter hinten, wie hier auf dem Bild.

    SAM_4733.JPG


    Kann ich, wenn der Austrieb etwas weiter ist, knapp davor Abschneiden? Ich meine schon, oder?

    Zuviel Wasser ist eigentlich nicht möglich, denke ich, das plätschert ja fröhlich wieder unten raus? Oder lässt du die, Rentner, auch mal Abtrocknen?

    Gibt es über den Sommer noch etwas Spezielles zu beachten oder zu machen?
     
    R

    Rentner

    Guest
    Kann ich, wenn der Austrieb etwas weiter ist, knapp davor Abschneiden? Ich meine schon, oder?

    Ja!


    Der Ballen darf gerade bei Azaleen niemals austrocknen! Bereits eine einmalige Ballentrockenheit kann den Exitus bedeuten.

    Gibt es über den Sommer noch etwas Spezielles zu beachten oder zu machen?

    Immer wieder mal mit der Pflanze reden!
     
    G

    gardener02

    Guest
    Der Ballen darf gerade bei Azaleen niemals austrocknen! Bereits eine einmalige Ballentrockenheit kann den Exitus bedeuten.

    Da ich sie hüte wie meinen Augapfel wird da nix Austrocknen!

    Ausserdem sind es Drei, ja, ich habe mich abgesichert!(Nein, ist nur Zufall, weil sie im ersten Geschäft keine Grössere hatten und ich aber Eine wollte...)

    Wir kommen garantiert gut über den Sommer! Beim Winter bin ich mir da nicht so sicher, aber davon darf man ja hier noch nicht sprechen...:rolleyes::grins:


    SAM_4734.JPG



    Aber schon nicht Vollquasseln oder?:grins:;)
     
    Mr.Ditschy

    Mr.Ditschy

    Foren-Urgestein
    Bei mir bringt reden nicht viel, laber die schon seit Jahren ab und an voll, aber manche verändern sich dennoch nicht. ;) :grins:
     
    Zuletzt bearbeitet:
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Ich glaube, der nonverbale Dialog funktioniert auch ganz gut und ja, Aufmerksamkeit kriegen sie wohl.;)
    Ein Gärtner, der jedes Jahr versucht den dicksten Kürbis der Region zu züchten, schwört darauf, den Kürbis einmal täglich zu umarmen. Allerdings hat er es im Jahr der Reportage nur auf den zweiten Platz gebracht. Zuwendung hilft aber sicher :)
     
    G

    gardener02

    Guest
    Ein Gärtner, der jedes Jahr versucht den dicksten Kürbis der Region zu züchten, schwört darauf, den Kürbis einmal täglich zu umarmen.

    Ich würde die zerdrücken, Van Ensing, die passt ja in meine zwei Hände!:grins:

    Richtig Düngen ist wohl auch nicht schlecht damit die Azalee gut gedeiht.

    Wie machst du es Rentner? Gibst du jedem Giesswasser etwas Dünger bei (schwächer dosiert) oder nur einmal wöchentlich?
    Ich bin da noch etwas unsystematisch und für einen Tip dankbar.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Danke für deine Antwort, Rentner!

    Zwar weiss ich jetzt immer noch nicht recht wie ich`s machen soll:grins:, habe jetzt aber doch zumindest einen Wegweiser.;)
     
    R

    Rentner

    Guest
    Ein weiterer wichtiger Tipp!
    Die Azalee liebt eine möglichst hohe Luftfeuchte. Gerade bei einem sehr sonnigen Standort ist sie für eine regelmäßige Kopfbrause sehr dankbar.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Ein weiterer wichtiger Tipp!
    Die Azalee liebt eine möglichst hohe Luftfeuchte.

    Der Sommer liess bzgl. Feuchtigkeit bei uns bisher wenig zu wünschen übrig, sogar das Giessen hielt sich in Massen, denn allzu oft kam`s nicht zu knapp von oben.

    Bei dieser hier habe ich mich heute gefragt, ab welchem Alter man wohl beginnt Äste zu drahten? Der Ast links sollte irgendwann mal nach unten wachsen, was er wohl kaum von sich aus machen wird...
    Kann ich damit noch zuwarten oder besser gefragt, wann ist der richtige Zeitpunkt?

    SAM_5073.JPG
     
    Mr.Ditschy

    Mr.Ditschy

    Foren-Urgestein
    Ich würde den so früh wie möglich in die richtige Richtung biegen und fixieren, aber sicher weiß es evtl. jemand besser...
     
    B

    Beniko

    Guest
    *Lach* Uschi, das kann ich verstehen. Schon alleine der optische Eindruck lässt an Zwangsjacke denken! Aber überwinde dich.

    (bei manchen Bäumchen kann man keinen Draht nehmen (oder nur schlecht) zBp. Geldbaum)

    Zwergenhafte Grüße :)
    Beni
     
    R

    Rentner

    Guest

    Bei dieser hier habe ich mich heute gefragt, ab welchem Alter man wohl beginnt Äste zu drahten?

    Hättest du die Seite oben gelesen, hätte sich deine Frage erübrigt…


    Draht ist mir, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, irgendwie unsympathisch...

    Wie willst du denn sonst drahten ohne Draht, vielleicht mit 3 bis 4 Siemens-Lufthaken?

    BTT: Gedrahtet oder abgespannt wird im krautigen Stadium der Triebe, ansonsten besteht die große Gefahr, dass das alte Holz bricht.

    Ansonsten gilt gerade bei Azaleen die Regel "Cut and Grow".
     
    G

    gardener02

    Guest
    Hättest du die Seite oben gelesen, hätte sich deine Frage erübrigt…

    Das mit dem Drahten habe ich ignoriert, ausgeblendet...Ich wollte eigentlich nicht mit Draht in die Minis.


    Wie willst du denn sonst drahten ohne Draht, vielleicht mit 3 bis 4 Siemens-Lufthaken?

    :grins:Schon mal von der Technik des Herunterbindens gehört?:rolleyes:
    Ich habe Schnur genommen, Band wäre mir eigentlich noch lieber gewesen.
    Geht wohl in diese Richtung?

    abgespannt wird im krautigen Stadium der Triebe

    Das mit dem Drahten muss ich mir erst noch einmal richtig Durchlesen, und mir den richtigen Draht besorgen.
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Ich habe mich belehren lassen, dass nicht alle Bonsai-Meister drahten. Vor allem in China wird anscheinend eher "wachsen lassen und schneiden" praktiziert, während Japaner und Koreaner normalerweise drahten. In Europa gibt es "Naturalisten" unter den Bonsai-Bastlern, die das Drahten eher ablehnen, und andere, die Drahten bis in das letzte Detail.

    Ohne Draht dauert es länger, und der Baum bekommt ein etwas anderes Erscheingsbild, das von den jap. Bonsai etwas abweicht. Ob Draht oder nicht muss jeder mit sich selbst ausmachen. ich denke manches geht ohne Draht nur schwer oder gar nicht. Aber es muss ja auch nicht alles gemacht werden wenn die Natur es nicht von sich aus bietet.

    Oft wird Aluminiumdraht verwendet, manchmal verkupferter Aluminiumdraht. Auch Kupferdraht wird verwendet. Im Prinzip recht weiche Metalle, so dass der Durchmesser des Drahts im Vergleich zur Festigkeit recht groß ist (Stahldraht wäre viel dünner, bei gleicher Festigkeit) - der Dicke draht schneidet weniger ein, das ist von Vorteil. Aluminiumdraht ist ausserdem recht leicht, d.h. er verformt sich nicht nicht so schnell unter dem eigenen Gewicht.

    Faustregel: Drahtdicke ist 1/3 der Astdicke. Wickelt sich der Ast um den Draht statt der Draht um den Ast, dann war der Draht zu dick. Angeboten werden die Drähte in 0.5mm Schritten, übliche Dicken sind1 bis 6mm. Ich habe in Bonsai-Videos auf Youtube auch schon von größeren Drahtstärken gehört, vor allem wenn schon recht alte Nadelbaum-Yamadori geformt werden sollten.

    Für ganz dünne Äste nehme ich feinen Kupfer oder Messingdraht aus dem Bastelzubehör.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Ich habe mich belehren lassen, dass nicht alle Bonsai-Meister drahten. Vor allem in China wird anscheinend eher "wachsen lassen und schneiden" praktiziert

    Dann ist das wohl eher meine Richtung!;)

    In Europa gibt es "Naturalisten" unter den Bonsai-Bastlern, die das Drahten eher ablehnen, und andere, die Drahten bis in das letzte Detail.

    Aha..., vermutlich ist`s mir einfach sympathischer aus dem was ist das Beste zu machen, ohne allzusehr künstlich eingreifen zu müssen (Schnitt ausgenommen, ohne das geht es ja nicht).

    Die Infos von dir sind interessant, habe mir nämlich auch schon überlegt, wieviele unterschiedliche Stilrichtungen des Bonsai es wohl gibt (klassisch, modern etc., chinesisch, japanisch und koreanisch also auch.)

    Dann nehme ich wohl die Schweizer Variante!:rolleyes::grins:
    Ich denke, hoffe, es wird sich mit der Zeit einfach Geben und Finden, je länger ich mich mit der Azalee auseinandersetze.
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Ich bin da auch erst am lernen, und vielleicht ist auch nicht alles richtig, was ich bislang aufgeschnappt habe. Aber so lange man nicht auf Austellungen und Preisjagd geht, zählt nur, dass es einem selbst gefällt, und man sich dabei gut fühlt.

    Ein Rat den ich bekommen habe war, "Bonsai muss man machen", gemeint war, dass einen letztendlich nur das Üben und Experimentieren voranbringt (im Gegensatz zu meinem "Theoriestudium"), aber das braucht Zeit mit den kleine Bäumchen. Was ich in den wenigen Monaten, die ich mich für Bonsai interessiere, festgestellt habe, es ist wie mit den großen Bäumen: Man muss sehr genau beobachten wie die Pflanze auf eine Aktion reagiert. Und das geht nur, wenn man nicht zu viel auf einmal macht. Ausserdem ist wieder mal jede Pflanze eigen, und man muss im Kopf behalten was die eine machen wird, und was die andere machen wird. Schwierig auch, dass die Reaktionen oft Wochen brauchen, aber Bäume leben nun mal langsamer als wir.
     
    G

    gardener02

    Guest
    "Bonsai muss man machen", gemeint war, dass einen letztendlich nur das Üben und Experimentieren voranbringt

    Das ist sicher so, Van Ensing. Und ich persönlich lerne auch sehr viel besser über das direkte Tun.


    es ist wie mit den großen Bäumen: Man muss sehr genau beobachten wie die Pflanze auf eine Aktion reagiert

    Ich glaube, das ist einer der Gründe, weshalb ich eine Azalee genommen habe. Und nachdem ich jetzt gesehen habe, wie unkompliziert sie auf Schnitt reagiert haben bin ich mit der Entscheidung zufrieden.
    "Cut and Grow" ist ein guter Wegweiser von Rentner, genau in meine Richtung.
     
    R

    Rentner

    Guest
    :grins:Schon mal von der Technik des Herunterbindens gehört?:rolleyes:

    Ich habe es das erste Mal vor einem viertel Jahrhundert praktiziert.
    Man kann übrigens auch mit passenden Gewichten oder Spreizwerkzeugen arbeiten (eine mickrige Azalee im Anfangsstadium würde natürlich bei einem 1000 gr. Gewicht samt Topf umkippen...)

    P.S. Das was ich hier schreibe, habe ich, nebenbei bemerkt, nicht irgendwo gelesen, um es hier wieder zu geben.
    Das was ich hier schreibe, sind jahrelange Erfahrungen.
    Bücher lesen kann jeder für sich alleine, darüber hinaus sollte man nicht alles glauben, was sonst so geschrieben wird.
     
    R

    Rentner

    Guest
    Nachsatz:

    Wer sich wirklich ernsthaft mit Bonsai beschäftigen und lesen möchte, sollte sich die Werke von Meister John Naka zulegen.
    Nicht ganz billig, aber allemal besser als einige der anderen Bücher, die man sonst üblicherweise empfohlen bekommt.

     
    R

    Rentner

    Guest
    Es gibt ja auch noch Bonsaitechnik 1 vom selben Autor, wie ich gesehen habe. Weshalb empfiehlst du 2?

    Ich hatte ja geschrieben:

    Wer sich wirklich ernsthaft mit Bonsai beschäftigen und lesen möchte, sollte sich die Werke von Meister John Naka zulegen.
    Bonsai Technik 1 sieht äußerlich genauso aus wie Bonsai Technik 2. Der einzige Unterschied ist die 1 bzw. die 2...
    Da dachte ich mir, zeigste mal die 2 (hätte natürlich auch die 1 zeigen können), dann ist klar, was du meinst.
    Hätte ich stattdessen die 1 gezeigt, hätte ich vielleicht gedacht, hättest besser die 2 zeigen sollen.
    Hätte natürlich auch 1 und 2 zeigen können, dann hätte ich aber ein neues Bild machen müssen.
    Also habe ich mir gedacht, zeigste mal die 2, die haste rein zufällig im Speicher und jeder weiß, was du meinst..., oder vielleicht auch nicht.
     
    G

    gardener02

    Guest
    Da dachte ich mir, zeigste mal die 2 (hätte natürlich auch die 1 zeigen können), dann ist klar, was du meinst.
    Hätte ich stattdessen die 1 gezeigt, hätte ich vielleicht gedacht, hättest besser die 2 zeigen sollen.
    Hätte natürlich auch 1 und 2 zeigen können, dann hätte ich aber ein neues Bild machen müssen.
    Also habe ich mir gedacht, zeigste mal die 2, die haste rein zufällig im Speicher und jeder weiß, was du meinst..., oder vielleicht auch nicht.


    Aber ganz logisch war`s jetzt schon nicht...:rolleyes::grins::p

    Und weil du nichts schreibst betr. Buch über Bonsai und Azaleen schliesse ich folgerichtig, da gibt`s nichts?
    Du kannst einfach Schreiben "ja" oder "nein", so weit reicht meine Auffassungsgabe...:rolleyes::grins:
     
    R

    Rentner

    Guest
    Und weil du nichts schreibst betr. Buch über Bonsai und Azaleen schliesse ich folgerichtig, da gibt`s nichts?

    Kaufe dir ein gutes Buch über Rhodos und kaufe dir ein gutes Buch über Bonsai.
    Der Mann aus dem link, den ich dir gegeben habe, hat ein sehr gutes geschrieben.
    Kostet keine 10 € und ist erstens auf dem neuesten Stand der Bonsai-Dinge und zweitens sehr praxisbezogen.

    Wenn du gezielte fachbezogene Infos über Bonsai-Azaleen möchtest, solltest du dir entsprechende Fachzeitschriften zulegen.

    Hier ein Beispiel (Bonsaiclub Deutschland)



    Aus dem Inhalt:

    Azaleenausstellung mit Gestaltungs-Demos von Meister Yasuki Esaka



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