Gemüsebeet Anfänger Fragen

S

spike78

Neuling
Hallo Gartenfreunde,

ich bin derzeit gerade dabei mir ein kleines Gemüsebeet anzulegen. Die Größe ist 4 x 2m. Die ersten 10-15 cm habe ich normalen Mutterboden. Danach wird es hart (lehmhaltig).

Meine Frage wäre nun, wie sollte ich den Boden aufbereiten.
Dünger? Erde?

Ich habe des öfteren gelesen, das Kompost von der örtlichen Kompostieranlage ganz gut geeignet wäre. Bei uns gibt es so was zwar, aber die sieht jetzt nicht gerade aus wie normale Erde. Da sind sehr viele kleine Holzstücke drin. Fühlt sich eher an wie Torf. Die schreddern einfach das ganze Grünzeug und das was da rauskommt, kann man sich mitnehmen. Ist sowas geeignet?

Danke für Eure Antworten

Spike
 
  • T

    Tubirubi

    Guest
    Ja, durch Kompost wird der Boden mit Humus versorgt und aufgelockert. Du kannst auch etwas Sand zum Lockern einarbeiten. Es kommt aber auch darauf an, was Du säen/pflanzen möchtest.
     
    Luna1

    Luna1

    Mitglied
    Der Boden wird bei guter Pflege von jahr zu Jahr besser. Also rechne heuer noch nicht mit einen riesen Erfolg. Ich habe schon mehrfach ekligsten nassen, harten Lehmboden zu fruchtbarem, lockerem gartenboden umgewandelt und zwar so:

    MeinPrinzip lautet "hau rein das oranische zeug!!"
    Kompost ist da natürlich die erste Wahl. Am besten 5-10cm gut abgelagerten Kompost einfach AUF deinen Boden und da rein pflanzen und dann so oft wiederholen, wie geht.

    Wir hatten im neune Garten keinen eigenen Kompost und der käufliche ist bei uns unerschwinglich. Also kein Kompost. Aber wir haben Pferde und Hühner und ich hab im ersten jahr grooooßzügig den frischen Mist (wir waren neu dort, also hatten wir keinen abgelagerten) in den Boden rein gearbeitet. Das musste sein, weil man keine 3cm mit der Schaufen graben konnte, so steinhart war der Boden. Also notgedrungen Motorhacke ausgepackt.

    Und dann bescheiden mit Kartoffeln, Topinambur und jeder menge Bohnen begonnen. Das alles lockert den Boden und hat den schlimmen Lehm so halbwegs verkraftet. Im herbst gab es dann eine Gründüngung.

    Und was ich auch mache: mulchen, mulchen, mulchen. Mit was auch immer verfügbar ist. Meist Rasenschnitt (dünn, sonnst gammelt es), Heu (achtung, Grassamen!), Laub, Stroh oder wer das mag auch mit Flächenkompost oder Holzhäcksel....

    Und schon bald ist der Boden wirklich schön. Jetzt im 2. Jahr musste ich die allermeisten Beete gar nicht mehr umgraben (stört nur die Bodenlebewesen) und hatte ganz gute Erde. Und diese wird imemr besser und besser.

    Also brav die Regenwürmer fütter, mit was auch immer du an oranischer Substanz zur verfügung hast.
    Die Stücke im Kompost machen übrigens gar nichts, das ist quasi Langzeitdünger, wenn er langsam noch mehr zersetzt wird. Oder du siebst sie raus ,wenn sie dich stören.
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Unsere Kompostieranlage ist umzingelt von Staudenknöterich und Springkraut. Außerdem verhäckseln sie auch jede Menge Plastiktüten und anderen Müll. Das Zeug kommt mir nicht in den Garten. Rasenschnitt funktioniert prima. Wenn ich aber in einem Jahr mal wieder Unkraut bekämpfen muß, wandern die ersten 2-3 Mähdurchgänge auf den o.g. Kompostplatz:eek:rr:. Dem Unkraut dort schadet das leider nicht.:rolleyes:
     
  • Scarlet

    Scarlet

    Foren-Urgestein
    Ich habe ja letztes Jahr meinen Pflanzsteig übernommen, ich hab das eh schon mal erklärt, was es ist :) Einfach ein Stück Land für Gemüseanbau. Das Land war einige Jahre nicht bewirtschaftet, so hat es auch ausgesehen. Ich habe erst einmal gerodet, also den Bewuchs rausgeholt da, dann einmal richtig umgegraben und soviel wie möglich Wurzelzeugs raus aus der Erde - von Quecke, Winden, Beifuß, Disteln usw.

    Dann habe ich gekaufte Komposterde eingearbeitet und dann halt übers Jahr immer wieder dem Unkraut zu Leibe gerückt, das war halt mühsam, weil das schneller wuchs, als ich Zeit hatte dafür *ggg* teilweise habe ich gemulcht mit frischen Brennesseln - vor der Blüte!

    Im Herbst habe ich begonnen mit der Grabegabel den Boden zu lockern und wieder alles an Wurzelzeug von Quecke, Winde und Distel rauszuholen und das jetzt im Frühling fertig gemacht, weil ich es im Herbst nicht komplett geschafft hatte. Das Grundstück hat 120 m².

    Ich habe heuer gedüngt mit Pferdedungpellets und auf einem Teil der Beete, wo ich noch nichts gepflanzt habe, habe ich heute noch Hornspäne eingebracht. Wo ich schon gepflanzt bzw. angebaut habe, habe ich mit Brennesseln wieder gemulcht. Den Tipp habe ich aus einem Video von Ing. Helga Wagner.

    http://www.famousfix.com/videos?v=nFhUfoSVR9w

    Aus diesem Video habe ich auch sonst viele Tipps mitgenommen für mich und schaue es mir immer wieder einmal an.
     
  • Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Lehmboden ist gar nicht so schlecht für den Anbau (Nährstoffhaltig)nur ist er bei Regen sehr matschig und bei Trockenheit brauchst du nen Spitzhacke.
    Ich würde da auf jeden Fall Sand einarbeiten, das lockert auf und wie schon geraten Kompost.

    Kleine Aststückchen findet man in jedem Kompost weil man gibt da ja auch Stiele rein das ist nicht schlimm, die zersetzten sich mit der Zeit weiter und belüften auch den Boden etwas.

    Wichtig ist das nicht solche Dinge wie Glasscherben, dicke Steine, Reste von Müllsäcken etc. drin sind, das ist leider oft so in dieses Anlagen, die Schreddern einfach alles durch.
    Du weißt da auch nicht welche Chemie da drin ist, welcher Gärtner vielleicht vorher gespritzt hat etc. deshalb würde ich lieber Erde kaufen.
    Du brauchst ja nicht viel nur etwas neue Erde mit Sand mischen und einarbeiten, dann noch Hornspäne, Knochenmehl etc. mit rein geben, das reicht erst mal.

    Wenn du dir da einen kleinen Kompost anlegen kannst mach das, dann hast du im Herbst schon deinen eigenen.
     
  • Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Schau dir den Kompost an, den du kaufen kannst. Wenn er keine sichtbaren Scherben, Tütenreste oder ähnlichen Murx aufweist und ordentlich riecht, dann nimm ihn! Besser gekaufter Kompost als gar keiner - bis ein eigener Kompost reif ist, vergeht ein Jahr. Eigener Kompost ist natürlich immer besser.

    Erde kaufen halte ich für überflüssig, aber Sand ist zum Auflockern bestimmt sinnvoll. Und wie Luna schon schreibt: Mulchen, mulchen, mulchen! Wenn du ein Stück abgeerntet hast, dann säe Gründünger, wenn du sonst nichts mit dem Beetteil vorhast. Mein Vater sät im Herbst gerne Feldsalat auf frei werdende Beete - der Feldsalat hält die Erde fest und man kann ihn in der frostfreien Zeit ernten. Brachliegen tut dem Boden nicht gut, da wird nur Humus ausgeschwemmt oder weggeweht.
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Hab auch so überlegt....im Grunde ist es ganz egal was man kauft, ob Erde oder Kompost....wir wissen ja eh nicht wo das herkommt.
    In guter Blumenerde kann genauso Kompost aus einer Anlage sein wo die Gärtner vorher Chemie gespritzt haben.

    Sicher ist man nur wenn man Kompost selber herstellt.
     
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