Grosser Schattenspendender Ast am Apfelbaum abgebrochen

A

AlexD66

Neuling
Hallo zusammen,
Leider ist ein grosser Ast unseres Apfelbaum heute abgebrochen.
Der Baum ist ca 20 Jahre alt.
Kann man den versuchen zu retten, ggf mit Unterbau oder was empfehlt ihr ?

VG
Alexander
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  • Marmande

    Marmande

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    Ich würde den Baum roden und einen Ersatz pflanzen. Im Übrigen sollte dann jemand den Baumschnitt übernehmen, der sich ansatzweise damit beschäftigt hat. Sorry für die harrsche Kritik, aber was ich sehe ist einfach ungut.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    A

    AlexD66

    Neuling
    Alles gut, der ist einfach "Natur" gewachsen.
     
    Marmande

    Marmande

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    Die Äste sind auf länger Strecke völlig kahl. Oben hängen dann Früchte und Laub. Dadurch ergibt sich eine ordentliche Hebelwirkung welche zu dem Malheur beigetragen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob diese dunkle Färbung im Holz eventuell auf einen Befall mit einem Pilz hinweißt. Dazu findet sich sicher bald Sachverstand ein.
     
  • A

    AlexD66

    Neuling
    Okay, ja Verfärbung ist mir auch aufgefallen. Reicht das Bild da aus oder braucht es ein "schärferes" ?
     
  • Mariaschwarz

    Mariaschwarz

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    @Rentner kennt sich mit Gehölzen sehr gut aus und kann Dir sicher weiterhelfen.
     
  • P

    Platero

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    Ohjehhhh.....
    Also erstmal hast Du grosses Glück, dass der abgebrochene Ast auf den Rasen gefallen ist. Dass der Baum insgesamt von der Statik eine Katastrophe ist, wurde schon angemerkt. Als allererstes würde ich die anderen Äste behelfsmässig abstützen, um zu verhindern, dass dir der ganze Klimbim aufs Haus stürtzt. Dann ist die Kacke am dampfen. So kannst Du die diesjährige Ernte noch retten, und minimierst das Risiko.

    Ob ein Schnitt und Neuaufbau überhaupt Sinn macht, müssen die Obstbauexperten hier beurteilen. Ich halte den Standort im ummauerten Innenhof eh nicht für so Apfel-tauglich.

    Ich persönlich würde fällen und der Feige im Hintergrund (Kübelfeige?) eine Chance geben, den neuen Schattenspender zu "geben".
     
    A

    AlexD66

    Neuling
    Ne ne so gross ist der Baum nicht ;).
    Eigentlich haben wir jedes Jahr eine Menge Äpfel zu ernten von daher war der Standort eigentlich okay und man kann auch schön drunter sitzen.
    Da ich ein Baumfreund bin wollte ich unbedingt einen in meinem kleinen Garten, von daher würde ich für die Feige einen anderen Platz suchen. Die entwächst diese Jahr dem Kübel.
    Danke fürs Feedback :)
     
    P

    Platero

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    Das mit dem Standort bezog sich auf die Tatsache, dass der Baum ziemlich untypisch gewachsen ist, nicht so sehr auf die Tatsache, ob er trägt oder nicht....kann aber auch Folge des vernachlässigten Schnittes sein.
    Als Baumfreund würde ich unbedingt einen Schnittkurs belegen, das ist gerade bei Apfel nicht nur Kosmetik sondern Basiskörperpflege.
    Und direkt neben dem Baum seh ich einen überdachten Platz. Ich war voreilig davon ausgegangen, dass dies schon Teil des Hauses ist, das sich dahinter befände. Sorry, mein Fehler.
     
  • A

    AlexD66

    Neuling
    Ja, das mit dem Kurs da ist was dran. Weiss nur nicht ob es für den Baum zu spät ist, aber zum "Lernen" definitiv nicht.
     
    P

    Platero

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    Da hast du Recht!
    Angesichts des morschen Holzes so nah an der Stammbasis war das genau meine Überlegung. Und einen anderen Apfel könntest du an genau die Gleiche Stelle nicht mehr setzen. Daher die Idee mit der Feige.
    Mal sehen, ob sich @Rentner, @Wasserlinse oder @Galileo noch zu Wort melden werden......
     
    P

    Platero

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    #Boah# schnell gelöscht, weil eine Antwort auf Dinge, die sich nicht an mich richteten......Im Eifer des Gefechtes....
     
    Mariaschwarz

    Mariaschwarz

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    Golden Lotus

    Golden Lotus

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    Achso ok das hab ich überlesen , sorry, war aber ja auch nicht bös gemeint😉
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

    Linserich
    Mitarbeiter
    Das schwarze Holz könnte auf den Brandkrustenpilz deuten.

    Der Baum ist stark vernachlässigt worden. Vermutlich war er eigentlich als Buschbaum gedacht gewesen und ist dann zu einem grossen Strauch herangewachsen, der leider verkahlt ist.

    Ein Rettungsschnitt ist nicht ganz einfach, aber meiner Ansicht nach machbar. Allerdings darf gefragt werden, ob es sich lohnt, wie @Marmande in der Tat bereits geschrieben hat.

    Wenn du ihn behalten willst, könnte ein drastischer Rückschnitt vielleicht etwas bringen, indem du die Stämme ganz links und die zwei rechts auf etwa einen Drittel kürzest, also richtiggehend köpfst, den einigermassen geraden Stamm etwa auf halber Höhe auch kappst. Dann werden die nächsten zwei Jahre halt Wasserschosser wachsen, aber du kannst dann den Baum neu ziehen und klein halten, so dass der Stamm nicht mehr so stark belastet wird.

    Ob das allerdings funktionieren wird, kann ich nicht garantieren.

    Alternativ könntest du auch mal nur den einen Stamm rechts, der näher beim geraden Stamm ist, an der Verzweigung absägen und die verbleibenden Stämme oben in der Krone auslichtest. Das würde ich sogar jetzt gleich machen, dann kannst du nämlich einen Sommerschnitt durchführen.

    Beide Varianten bedingen aber, dass du die nächsten Jahre keine oder nur wenig Ernte haben wirst, dafür ist dein Baum statisch entlastet.

    Alternativ rodest du ihn (den abgebrochenen Ast kannst du eh nicht mehr retten) und pflanzest was neues hin.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Sag mal @Wasserlinse , nur so aus Interesse gefragt.... wie kommt es, dass der Baum überhaupt so seltsam gewachsen ist? Deutet das auf Lichtmangel im Jugendstadium hin? Ist der einfach unverzweigt nach oben geschossen und beginnt erst in luftiger Höhe sich wie ein normaler Apfel zu benehmen, oder kann das Sortenbedingt sein?
    Für mich ist Obstbaumschnitt bisher auch eher ein Buch mit 500 Siegeln, ich krotze an unseren eher nach Gutdünken herum, lichte Wasserschosse aus und begrenze nach oben, das ist aber bei einem Baum der von der Grundstruktur mal gut angelegt war auch nicht so schwer.....
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Eine Rettung wird sicher schwierig, wird lange dauern und der Baum bestimmt immer noch vermurkst sein. Die vielen Äste hätten z.B nicht alle an der gleichen Stelle abzweigen dürfen.

    Auf einen starken Rückschnitt wird übermäßiges Wachstum folgen. Wenn Du Zeit hast ,probiere es aus. Ich habe mir ein Buch gekauft und probiert, habe den Nachbarn beobachtet, der Bäume regelmäßig kaputt schneidet und durch neue Opfer ersetzt und mit den Jahren ein Gefühl für das entwickelt. Dieses Jahr habe ich den Ontario in meinem Garten nicht wie üblich im zeitigen Frühjahr bearbeitet sondern erst jetzt im Sommer. Ich hoffe, ich bekomme so eine geringeren Neusaustrieb und vor allem weniger Wasserschosse.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Wir haben auch einen Ontario. Der befindet sich gerade im Neuaufbau, weil der gesamte Baum anfing zu „kippen“. Ob die Tatsache, dass ich da meine Hängematte dran aufgespannt hatte eine Rolle spielt, sei dahin gestellt 😎.
    Er hatte zufällig einen Stammaustrieb, der gerade nach oben wollte, so haben wir den ganzen Baum gekappt und fangen neu an...
    Nach meiner Beobachtung ist Ontario eher „zahm“, was Wasserschosse betrifft. Da haben wir ein ganz anderes Kaliber an „Wuchsfreude“ im Garten stehen. Den Kerl hasse ich wirklich!
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Die vielen Äste hätten z.B nicht alle an der gleichen Stelle abzweigen dürfen.
    (y) sind eigentlich Stämmlinge, da sie nahezu gleich dick sind und aufrecht wachsen.
    Dadurch sind Druckzwiesel entstanden - Druckflächen sind auf dem Foto erkennbar
    Starker Obstbesatz, langer Hebel (wie Du schon schreibst) und etwas Wind bewirkten den Rest...
    Dieses Jahr habe ich den Ontario in meinem Garten nicht wie üblich im zeitigen Frühjahr bearbeitet sondern erst jetzt im Sommer. Ich hoffe, ich bekomme so eine geringeren Neusaustrieb und vor allem weniger Wasserschosse.
    Damit liegst Du absolut richtig. (y)
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Den roten Boskoop daneben gibt es nicht mehr denn er hätte zu viel Schatten auf den Armeleutepool geworfen. Das Ding war eine echte Herrausforderung. Mit dem Rest komme ich klar.
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Den roten Boskoop daneben gibt es nicht mehr denn er hätte zu viel Schatten auf den Armeleutepool geworfen. Das Ding war eine echte Herrausforderung.
    Sehr stark wachsende Sorten wie Boskoop und Klarapfel zur Pflege (wenn der Erziehungsschnitt abgeschlossen ist) immer im August schneiden, sowie alle Zwetschken, Pflaumen, Renekloden und Mirabellen
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

    Linserich
    Mitarbeiter
    Sag mal @Wasserlinse , nur so aus Interesse gefragt.... wie kommt es, dass der Baum überhaupt so seltsam gewachsen ist? Deutet das auf Lichtmangel im Jugendstadium hin? Ist der einfach unverzweigt nach oben geschossen und beginnt erst in luftiger Höhe sich wie ein normaler Apfel zu benehmen, oder kann das Sortenbedingt sein?
    Für mich ist Obstbaumschnitt bisher auch eher ein Buch mit 500 Siegeln, ich krotze an unseren eher nach Gutdünken herum, lichte Wasserschosse aus und begrenze nach oben, das ist aber bei einem Baum der von der Grundstruktur mal gut angelegt war auch nicht so schwer.....
    Hm, ganz zuverlässig kann ich es nicht sagen, aber ich vermute, dass der Baum ursprünglich als Buschbaum gepflanzt wurde und dann nicht mehr geschnitten wurde. So wuchsen seine Stämmlinge immer weiter. Dass er unten verkahlt ist, führe ich auf wahrscheinlichen Lichtmangel weiter unten zurück.

    Es kommt eigentlich sehr drauf an, als was der Baum geplant ist / war (Buschbaum/Niederstamm/Hochstamm) und wie er geschnitten bzw. gepflegt wird und ob die Unterlage stark- oder schwachwüchsig ist.
     
    Rentner

    Rentner

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    Der Baum ist ca 20 Jahre alt.
    Kann man den versuchen zu retten,...
    Den abgebrochenen Ast sauber enfernen.
    Die restlichen Äpfel ernten, wenn die Zeit daür gekommen ist.
    Anschließend mit Baum- und Astsäge bewaffnet, möglichst weit in eine gefällige und ausgewogene Form zurückschneiden (so, dass am alten Holz noch etwas Grünmasse vorhanden ist) und abwarten.
     
    J

    jomoal

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    Hallo Alex,
    wenn der abgebrochene Ast noch eine Verbindung zum Stamm hat, kannst diesen etwas hochstützen und die Äpfel vom abgebrochenen Ast heuer auch noch ernten. Dann sollte der Ast aber weg. Und aufpassen, dass kein Wasser in die Wunde gerät, sonst besteht die Gefahr, dass er dort fault!

    jomoal
     
    A

    AlexD66

    Neuling
    Vielen Dank schonmal für die konstruktive Kritik und auch die vielen Tipps und Hinweise.
    Ich denke wir werden ihm noch eine Chance geben und wie hier beschrieben zurückschneiden und schauen was passiert/ob es klappt :)
     
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