Gründüngung im Gemüsegarten

ralph12345

ralph12345

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Mal eine Frage zur Gründüngung... Hab ich noch nie gemacht, würde mich aber interessieren. Wenn ich das beim lesen richtig verstanden habe, kann man das als Zwischenfrucht aussäen, d.h. im Gemüsebeet nach der Ernte, bis dann der Frost das nicht winterharte Zeug vernichtet.

Angenommen Lupine... Wie spät kann man die aussäen, damit die bis zum Frost-Tod überhaupt noch sinnvoll wächst? Manche Gemüsesorten wie Kürbis erntet man ja nun selber erst direkt vor dem Frost - oder wie z.B. Kohl oder Lauch sogar danach... Bzw. man reisst dann die Reste raus z.B. von den Tomaten.

???
 
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    AW: Gründüngung

    August September ist die Zeit für Gründüngung.

    Einige Wochen brauchen die Gründünnerpflanzen schon um sich ausreichend zu entwickeln.

    Evt kann man aber auch jetzt noch Ackersalat aussäen, der dann im frühen Frühling wächst. Aber das ist bereits Thema verfehlt weil Ackersalat kein Gründünger ist.
    Evt gibt es aber auch einen Gründünger der ähnlich dem Ackersalat auch jetzt noch ausgesäät werden kann und erst im Frühjahr wächst - evt weiß hierzu jemand etwas.
     
    Lieschen M

    Lieschen M

    Foren-Urgestein
    AW: Gründüngung

    Jetzt wäre es wirklich zu spät. Meine letzte Gründüngung habe ich im Oktober ausgebracht. Auch die Pflanzen sind nicht mehr soooo riesig geworden. Aber Unkraut verhindern sie hoffentlich noch. Das ist für mich das 2. Argument, Gründüngung auszubringen.

    Mit Lupinen habe ich keine Erfahrung. Seradella (Leguminose), Bienenfreund und Senfsaat sind meine Favoriten. Bei Senfsaat muß man aufpassen, ist mit Kohl verwandt, dafür keimt er schnell und wird von Vögeln gemieden.

    Phacelia (Bienenfreund) ist bis -8 Grad winterhart.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    AW: Gründüngung

    Lupinen sind ideal zur tiefgründigen Bodenlockerung. :)

    Grüßle, Michi
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Wie dicht wachsen denn die Lupinen? HAb ich bislang auch noch nicht getestet.

    Neben Bodenlockerung und Sticktoffbildung gibt es noch ein dritten Vorteil den man mit Gründüngung erreichen kann. Weiß jemand was?

    Problem ist, dass man sich in der Regel für eine der drei Arten entscheiden muss.
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Die Leguminosen wie Lupinen binden über Bakterien Stickstoff aus der Luft, das spart Dünger. Ansich aber nicht soo wichtig, wenn man eh Kompost oder Dünger auf das Beet draufkippt. Im Garten fällt ja meist genug Kompost an. Im Ackerbau eher weniger...

    Tief wurzelndes wie Lupinen lockern den Boden auf und der dritte Vorteil ist halt daß das Unkraut unterdrückt wird, wobei mich das am wenigsten interessiert.

    Meine Frage hier war aus dem Grund gestellt, daß ich im Beet dies Jahr sehr viel Fläche mit Kürbis zugewuchert hatte und erst kurz vor dem Frost abgeerntet habe Oktober oder November, weiss ich nicht mehr so genau. Und ich hab Schwierigkeiten, mir vorzustellen, daß da ab November noch irgendwas sinnvoll wächst zum Grün-düngen. Bei Salat, der schon im Juli abgeerntet ist ok...
     
    Mutterpflanze

    Mutterpflanze

    Mitglied
    Die Leguminosen wie Lupinen binden über Bakterien Stickstoff aus der Luft, das spart Dünger. Ansich aber nicht soo wichtig, wenn man eh Kompost oder Dünger auf das Beet draufkippt. Im Garten fällt ja meist genug Kompost an. Im Ackerbau eher weniger...

    Tief wurzelndes wie Lupinen lockern den Boden auf und der dritte Vorteil ist halt daß das Unkraut unterdrückt wird, wobei mich das am wenigsten interessiert.

    Meine Frage hier war aus dem Grund gestellt, daß ich im Beet dies Jahr sehr viel Fläche mit Kürbis zugewuchert hatte und erst kurz vor dem Frost abgeerntet habe Oktober oder November, weiss ich nicht mehr so genau. Und ich hab Schwierigkeiten, mir vorzustellen, daß da ab November noch irgendwas sinnvoll wächst zum Grün-düngen. Bei Salat, der schon im Juli abgeerntet ist ok...
    Wenn die Blättern nicht zu dicht stehen, kannst du doch schon im September/Oktober aussäen obwohl der Kürbis noch im Beet sitzt. Bis die Gründüngung groß ist, ist der Kürbis weg. Oder es passt halt im Herbst nicht mehr wegen der Temperaturen, dann kannst du einfach nach der Ernte mulchen und im zeitigen Frühjahr Gründüngung ausbringen. Kommt halt drauf an, was du an Gründüngung geplant hattest und was noch so alles im Frühjahr dort wachsen soll. Tipps zum Aussaatzeitpunkt gibt es z.B. in solchen Tabellen: http://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gut_zu_wissen/tipps_zum_gaertnern/gruenduengung_aussaattipps_und_einsatzbereiche

    lg M.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Kürbis ist ein schlechtes Beispiel. Der Kürbis deckt die gesamte Gartenfläche mit den Blättern ab.
     
  • Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Nach Kürbis würd ich eher Feldsalat oder so was pflanzen wenn du das Beet nicht frei lassen willst.
    Ich find bei kleinen Flächen spricht gar nichts gegen frei lassen, Felder werden da eher mit Gründüngung eingesät damit der Boden nicht abgetragen wird durch Wind, Trockenheit etc...

    Oder Kompost (gerade nach Starkzehrern wie Kürbis) einarbeiten, grob umgraben und der Frost macht den Boden dann so richtig schön krümmelig.
    Dann brauchst du im Frühjahr nur noch harken und kannst neu pflanzen.
    Die nützlichen Tiere ziehen sich im Winter ja eh in tiefere Bodenschichten zurück.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

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    Anbau von Pflanzen zur Gründüngung ist eigentlich für die Zeit ab Ende August
    gedacht. Oktober ist zu spät, da das schon die Zeit des Umgrabens ist.

    Ich mach mir nicht so sehr viel Mühe und säe das, was ich an alten Sämereien noch übrig habe. Z.B. Radies und Rettiche. Da kann man Ende September noch einiges für den eigenen Verbrauch ernten. Oder auch ein Stück Salat - breitwürfig aussähen.
    Bringt noch was Grünes für die Küche. Auch Feldsalat geht wunderbar.

    Alles was nicht verzehrt wird, wird als Gründüngung im Herbst untergegraben.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Noch einen vierten Grund: Erhöhung des Humusgehalts. Das wäre der Hauptgrund gewesen, wenn ich Gründdüngung auf mein Äckerchen gesät hätte.

    Grüßle, Michi
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Danke Sunfreak das hatte ich gemeint.

    Ich verwende Gründünger ausschließlich im Kartoffelbeet. Dort ist es besonders dann wichtig, wenn man im Folgejahr (aus Platzmangel) an gleicher Stelle wieder Kartoffeln anbauen muss.

    Nach Salat baue ich Endivien an.

    Alles andere bleibt im Herbst im Beet.
     
    B

    berggeschrey

    Mitglied
    AW: Gründüngung

    August September ist die Zeit für Gründüngung.

    Einige Wochen brauchen die Gründünnerpflanzen schon um sich ausreichend zu entwickeln.

    Evt kann man aber auch jetzt noch Ackersalat aussäen, der dann im frühen Frühling wächst. Aber das ist bereits Thema verfehlt weil Ackersalat kein Gründünger ist.


    glück auf !
    gründüngung sollte keine samen ansetzen und den boden gegen auswaschung schützen .wenn bodenstrucktur oder stickstoffgehalt verbessert wird ist ja alles gut.
    ich säe viel erbsen . wenn man ernten kann ist es gut , wenn nicht hat man den boden etwas gutes getan . ich zieh da keine grenzen , wenn der wetterfrosch einen milden dezember angesagt hätte , wäre ackersalat und co. auch was für mich gewesen .
    so freu ich mich über ausgesamten rucola .
     
    swisslady

    swisslady

    Mitglied
    Hallo,

    ich hab Ende August Phacelia in eine freien Beete gesäät. Das wuchs noch schön gross und hat den Vorteil dass es noch spät blüht und die Bienen dann nochmals was finden. Jetzt ist er mit dem Frost schon ziemlich verrottet, hab es heute gesehen da wir Mist bekommen haben und ich ihn verteilen musste.
    Meine Gartennachbarn nehmen Feldsalat als Gründüngung. Die säen im Herbst die ganzen Beete damit an. Ein Teil wird gegessen und der grosse Rest im Frühjahr untergegraben.
     
    tihei

    tihei

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    Wintergerste ist eine gute Idee, wenn man im Frühjahr nachhaltig seinen Rücken trainieren möchte :d
     
    Luna1

    Luna1

    Mitglied
    Habe ich vor kurzem gelesen, aber noch nicht probiert:

    Hafer im Spätherbst säen. Der Frost haut die Pflanzen dann um und im Frühjahr wird direkt in die Hafter-Überreste gepflanzt/gesät.

    Schon jemand versucht?
     
    Conya

    Conya

    Foren-Urgestein
    Moin zusammen,

    ich verwende vor allem da wo Kartoffeln standen einen Getreidemix, also Roggen, Gerste usw.
    Der Boden ist bedeckt, es wuchert kein Unkraut, ich spare mir Katzengras weil die sich am Getreide bedienen und Kaninchen und Meerschweine haben neben anderem Grünzeug auch einen Nutzen davon.

    Gruß Conya
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Hafer im Herbst als Gründüngung sähen und dann im Fruhjahr direkt bepflanzen.
    Habe ich noch nie gehört. Aber könnte ich mir vorstellen.
    Hafer ist ja Sommergetreide, also im Frühjahr säen. Hafer ist also nicht winterfest und erfriert.
    Ob sich das lohnt - einfach nächsten Spätsommer mal probieren.
     
    B

    berggeschrey

    Mitglied
    Phacelia tanacetifolia als bienenfreund bekannt .
    zitat der verpackung : ..weil die amerikaniche präriebewohnerin zukeiner hier bekannten pflanzenfamilie gehört mindert sie in der fruchtfolge schäden ...
    ...die 60 -70 cm frostempfindlichen pflanzen ....

    ich harke den rest im frühjahr zusammen , fertig zur bepflanzung . die insekten welche die stelle vom herbst noch kennen sind dann auch wieder da -


    ein gutes gartenjahr 2014
     
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