Hat jemand Erfahrung mit einem Berner Sennenhund?

gemüsehase

gemüsehase

Mitglied
Hallo zusammen,

wir spielen mit dem Gedanken uns einen Berner Sennenhund anzuschaffen.
Das heißt, eigentlich wissen wir schon, dass wir einen wollen und haben auch schon mit einem Züchter telefoniert, der nächste Woche einen Wurf erwartet.

Mein Freund hat schon Erfahrung mit Hunden, er hatte immer einen. Ich bin dagegen der totale Hunde-Neuling.

Ich wollte euch einfach mal fragen was für Erfahrungen ihr mit dem Berner Sennen habt - speziell auch mit Hündin oder Rüde?
 
  • Stupsi

    Stupsi

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    Ich hatte 12 Jahre einen Schäferhund und Bekannte haben eine Bernersennen, absolut gutmütiges Tier.
    Ich sag immer es liegt am Besitzer ob er gut oder böse wird, man kann auch einen Dackel bissig werden lassen.
    Ihr bekommt ihn ja von klein auf da hast du alle Chancen einen treuen Begleiter fürs Leben zu bekommen.

    Wichtig egal bei welchem Hund ist er ist ein Rudeltier heißt EINER muss der Rudelführer sein aus der Familie am besten der der am meisten Zeit mit ihm verbringt.
    Das heißt konsequent sein bei der Erziehung, wenn du ihn z.B nicht im Bett haben willst von klein auf verbieten , nicht weil er ja noch so süß ist erst ja sagen und dann später sich aufregen, wie soll er wissen warum er es aufeinmal nicht mehr darf???
    Also liebevolle aber konsequente Erziehung von klein auf das ist wichtig und immer integrieren wenn du z.B Kinder hast damit er nicht eifersüchtig wird.

    Feste Futterzeiten am besten wenn ihr auch esst so verhindert ihr betteln am Tisch, wenn ihr was vom Tisch geben wollt, Knochenreste oder so immer anschließend.
    Wenn er sowas von kleinauf gewöhnt ist gibts nie ärger.

    Ich würd auch Dinge die er gut macht wie Befehle sitz, platz usw. die man ja übt nicht mit Leckerchen belohnen dann will er die immer haben, streicheln und liebe Worte reichen genauso.
    Der Hund merkt schnell ob du lieb mit ihm spricht=gut gemacht oder ernstere Töne=nein, nicht gut.
    Viele schreine ihre Hunde an das muss nicht sein.

    Feste Pinkelzeiten sind auch gut damit ere nicht in die Stube macht, wenn er krank ist-kann ja mal passieren-bitte nicht anschreien wenn er mal in die Wohnung macht, er macht es dann auch nicht mit absicht und alles was einen Hund ängstlich werden lässt bereitet nachher nur Probleme.
    Viel Spazieren gehen und mit ihm spielen und alles ist ok.
    Ein Garten ersetzt keine Auslauf das ist auch noch wichtig ,also mindestens eine Stunde am Tag solltet ihr zusätzlich Zeit haben mit ihm raus zu gehen.

    Ihr werdet viel Spaß damit haben glaub mir, ich freu mich für Euch!!!
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Hallo Stupsi,
    das freut mich ja, dich auch hier zu treffen :grins:

    Genau deswegen haben wir uns für einen Berner entschieden - weil er ein gutmütiger, anhänglicher Familienhund ist. Wir haben zwar keine kleinen Kinder mehr, aber so ein friedliches Gemüt passt zu uns.

    Du hast mir ja gleich die perfekte Erziehung beschrieben.
    Ich seh es ganz genauso ... oder vielmehr, krieg es so erzählt und lese mich schlau.
    Mein Freund hat schon gesagt, dass ICH der Rudelführer sein soll, auch wenn er mehr Erfahrung hat. Aber ich bin von uns am meisten daheim, ich werde mit ihm den großen Spaziergang machen und ich werde mit ihm auch in eine Welpenschule gehen.

    Was ich vorallem lernen muss, ist konsequent zu sein!! Da hat's bei meinen Kindern oft gehapert. Aber ich weiß, dass das bei der Hundeerziehung das A und O ist. Und natürlich von Anfang an, auch wenn er soooo süß und knuffig ist.

    Also ich hoffe (und denke) wir werden schon einen guten Berner Sennen (hin)kriegen ;)

    Ich kann dir gar nicht sagen, wie ich mich freu und wie gespannt ich bin .... das ist für mich sehr aufregend!!
     
    villadoluca

    villadoluca

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    schaut euch die welpen genau an weil da wird es schwierig
    sich zu entscheiden.die sind alle süß ich würde aber einen
    nehmen der ganz unbefangen auf mich zukommt.
     
  • Stupsi

    Stupsi

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    Das kann ich mir vorstellen, mir fehlt meine Dicke sooooo unendlich und auch die Spaziergänge.
    Aber da ich jetzt alleine lebe und arbeite kann ich keinen neuen holen, der wäre zu lange alleine am Tag.

    Du solltest noch überlegen ob Weibchen oder Männchen, Weibchen bluten ja 2x im Jahr und du musst die Rüden verscheuchen in der Zeit, dafür sind sie aber nicht so dominant wie Rüden find ich.
    Einfach alte Unterhosen von euch sammeln , Loch hinten rein für den Schwanz und dann drinnen anziehen das sieht lustig aus aber verhindert das du sauerei hast.
    Ist aber nur 2x im Jahr wie gesagt.
    Totaloperation ist sehr teuer und würd ich auch lassen da sie dann die ganze Bauchdecke aufbekommen.
    Meine war aus dem Tierheim und hatte das gerade hinter sich ich musste es also nicht bezahlen aber die lange Narbe hat mich echt erschreckt, würde das nicht machen.
    Rüden sind ja leichter zu sterelisieren.
     
  • villadoluca

    villadoluca

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    bei einer sie kann es zu scheinschwangerschaften kommen wenn sie läufig ist.
    hatte meine ganz dolle und ich habe sie mit pulsatilla und sabina behandelt.
    kriegste in der apotheke oder fragst einfach mal einen tierheilpraktiker.
     
  • gemüsehase

    gemüsehase

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    @ villadoluca
    Ja, ich hoffe, dass wir erkennen, welcher der Richtige für uns ist ... ich glaub, das sieht man dann schon irgendwie.

    Das glaub ich, dass dir deine fehlt, Stupsi. Das war auch der Grund, warum mein Freund länger keinen Hund mehr haben wollte. Der Verlust, wenn so ein treuer Begleiter stirbt, ist schon hart.

    Wir haben auch schon zwischen Rüde und Hündin hin und her überlegt. So wie ich das sehe, hat jeder seine Vor- und Nachteile.

    Der Rüde ist zwar meistens dominanter, aber die "Kämpfe" sind meist harmloser, als wenn zickige sture Hündinnen aufeinander losgehen. Hab ich mir zumindest von Hundebesitzern erzählen lassen.
    Und es ist leichter einen Rüden kastrieren zu lassen, als ein Weibchen - da hast du schon Recht.

    Eine homöopatische Hausapotheke hab ich sowieso daheim - da gibts doch bestimmt auch ein gutes Buch, wann man die "Mittelchen" den Hunden geben kann/soll.
     
    Stupsi

    Stupsi

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    Meine hat sich mal mit 3 Golden Retriver angelegt so schnell konnteste gar nicht gucken wie die mit denen fertig war, lach
    Im Grunde gibt immer einer auf recht schnell und legt sich auf den Rücken
    egal welches Geschlecht
    Wenn ein Rüde an sie ranwollte dan wurd der Hintern in den nächsten Busch geschoben oder sich hingesetzt und fertig:grins:
    Die hatte nur zwei hier in der Ecke die sie nicht ab konnte da musste ich aufpassen aber das merkt man ja wenn die Haare bis zum Schwanz stehen und die Ohren angelegt und geknurrt was das Zeug hält, da hatte ich dann einen Werwolf an der Leine :D
     
    villadoluca

    villadoluca

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    gemüsehase ich habe ein buch was schon sehr alt ist
    homöopatie für haustiere,das fand ichimmer gut.
    ich hatte nen hündin die aber recht pflegeleicht war.
    ne freundin hat nen rüden der echt ne schmusekatze ist
    aber ein ausgeprägtes dominaz verhalten hat.
    ich würde immer wieder ne hündin nehmen frag nicht warum.
     
    Zero

    Zero

    Foren-Urgestein
    Hallo,

    ich war zwar mal Hundeerfahren, aber die Hunde waren immer schon da und ich kam später dazu. Bzw. als Kind kann ich mich an das Auswahlverfahren nicht mehr wirklich erinnern.

    Bei Katzen sagt man doch, man solle nach dem Gefühl gehen ob eine Katze einen mag oder nicht. Nicht vom Äußeren her entscheiden.
    Ist das bei Hunden nicht auch so? Also egal, ob man bei einer Hündin oder einem Rüden das richtige Gefühl hat?

    Eines kann ich aber mit Hündinnen im Kampf auch bestätigen, die hören nicht unbedingt freiwillig auf, da muss man zur Not auch schon richtig dazwischen gehen. Und bei großen Hunden muss man dazu auch den Mut haben. Rüden, so finde ich, beißen sich auch nicht so schwerwiegend.

    LG Karin
     
  • Lieschen M

    Lieschen M

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    Stupsi hat es schon toll beschrieben. Liebevolle Konsequenz ist wichtig und seine Stellung im Rudel muß der Hund kennen. Die ist immer am unteren Ende. Weiß er das, fühlt er sich auch dort bernersennenwohl.

    Wir haben keine geregelten Futterzeiten. Auch in der Wildnis läuft dem Wolf nicht pünktlich um 10 nach 12 ein Hase vor die Schnauze. Außerdem hat es den Vorteil, dass der Hund nicht schon eine halbe Stunde vor der Zeit anfängt, darauf aufmerksam zu machen, dass ja jetzt eigentlich schon gefüttert werden könnte.
    Gefüttert wird zweimal am Tag.

    Das Gleiche gilt für die Hunderunden. Auch da versuche ich, ein wenig Zeitverschiebung reinzukriegen. Grund s.o. Funktioniert nicht immer, aber immer öfter. :grins:

    Ob ich nun, so wie Lavi schreibt, den Hund nehmen würde, der spontan auf mich zukommt, glaube ich nicht. Wir haben das Welpenrudel eine Weile beobachtet, uns mit der Züchterin unterhalten und dann einen genommen, der verträglich im Rudel war, der Schmuser. Das macht er heute in seinem Rudel immer noch gern.


    Für jede erfüllte Aufgabe (auch Sitz, Platz oder hier) bekam Hundi anfangs jedesmal sein Leckerlie, später nur ab und an (Bin ja kein Leckerliautomat) und als er es richtig konnte, nicht mehr. Man lobt einen Fünfklässler ja auch nicht mehr, wenn er ein A richtig schreibt. ;)

    Und nicht von verschiedenen Ratschlägen verrückt machen lassen. Jeder muß seinen Weg finden. Das ist besser als wenn man heute die Rüttermethode und morgen die Wasweißich-Methode und übermorgen mit wieder was Neuem anfängt.

    Viel Erfolg mit dem neuen Familienmitglied. :)
     
    Dark Night

    Dark Night

    Mitglied
    Wir hatten immer Hündinnen, sie wurden nach der 1. Läufigkeis sterelisiert. Die OP-Narbe war so lang nicht, und die Op wurde immer gut "verkraftet".

    Aus meiner Sicht spricht für eine Hündin: sie will nie ausbüchsen, wenn irgendwo eine Hündin läufig ist. Und es wird sich einmal hingehockt und das kleine Geschäft erledigt, und nicht überall das Bein gehoben.

    Aus meiner Erfahrung sind die meisten Rüden immer sehr nett zu "Damen", sie hoffen wohl, mal zum Zuge zu kommen.

    Beißereien hatten wir nie.

    Viel Erfolg bei der Auswahl,
    Heike :)
     
    K

    Kapha

    Guest
    Wie villadoluca sagte , lass das Tier auf dich ukommen und nicht umgekehrt .

    Setzt dich runter und warte wer zuerst von alleine zu dir kommt .
    Sennen werden recht gross , das wisst ihr bestimmt .
    Ist es ein guter Züchter ?

    Futtermenge ist dementsprechend und der Auslauf oder längere Spaziergänge sollten gewährleistet sein .

    Berner Sennenhunde sind grossartige Aufpasser , können aber auch schnell sehr träge werden , werden sie nicht gefordert .
    Sind sehr Kinderlieben und treuherzig , sowie urgemütlich .
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    WOW - ich danke euch allen für die vielen Antworten!! :grins:

    Ob Hündin oder Rüde - da gibt es wohl keine eindeutige Meinung. Die einen mögen's so, die andern so. Und mit jedem Hund (egal ob Hündin oder Rüde) kann man ein friedliches oder dominantes Tier erwischen.

    Wir werden sehen, was sich ergibt. Die Züchter haben uns auch gesagt, dass sie die Leute genau beraten und logischerweise ihre Welpen kennen - und dann kann man gemeinsam entscheiden, welcher der richtige für uns ist.

    @Lieschen
    Was du geschrieben hast gefällt mir sehr gut:

    Wir haben keine geregelten Futterzeiten. Auch in der Wildnis läuft dem Wolf nicht pünktlich um 10 nach 12 ein Hase vor die Schnauze.
    Ich denke der Hund braucht einen geregelten Tagesablauf, aber es muss nicht alles auf die Minute genau sein. Ein Stündchen hin oder her ist bestimmt ok.

    Und dann schauen wir mal, wer wen auf Trab hält?!
    Der Hund uns ... oder wir ihn ;)
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Zu dem füttern möchte ich noch sagen das ich das SO auch nicht meinte, es ging mir nur darum wenn Hund und Rudelführer zur gleichen Zeit essen gibts kein gejaule am Tisch das er was abhaben will sollten da Probleme auftreten.

    In einem Wolfrudel z.b fressen die Rudelführer als erstes ,wenns danach geht darf er erst nach Euch was fressen.

    Also sooo genau nehm ich bzw. hab ich das auch nicht genommen :grins:
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Ich hab dich schon richtig verstanden, Stupsi.

    Ich fand nur den Spruch so nett, dass dem Wolf auch nicht immer zur gleichen Zeit ein Hase vor die Schnauze läuft


    Wie du jetzt schreibst, dürfte er eigentlich erst nach uns essen - das meinte mein Freund auch. Ich denk mal, da werden wir noch drüber reden und uns einigen, wie wir es machen. Ich persönlich fände gleichzeitig essen auch ok, aber ich kenn mich (wie gesagt) noch nicht so gut aus)
    Andererseits, wenn ich in einem Lokal bin, kriegt der Hund auch nicht zur gleichen Zeit was und soll trotzdem nicht betteln.

    Ich seh schon, das ist alles nicht so einfach. Wir müssen uns halt nur rechtzeitig für eine klare Regelung entscheiden und das dann durchziehen.
     
    Katzenfee

    Katzenfee

    Foren-Urgestein
    Hallo Trixi


    Ich hatte unserer Schäferhündin antrainiert, daß sie aus der Küche gehen mußte, wenn wir uns an den Tisch setzten.
    Sie ging dann immer rückwärts bis zur Türschwelle und setzte sich.
    Nachdem wir fertig waren und vom Tisch aufstanden, bekam sie ein kleines Stück Fleisch/Wurst als Belohnung. Dafür machte sie es nach kurzer Zeit freiwillig.


    LG Katzenfee
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Ich erzähl mal was...

    Mein Hund hat immer morgens nach dem Gassi gehen und Abends je ne halbe große Dose Hundefutter bekommen gemischt mit Trockenfutter.
    Er war sehr gut erzogen und legte sich wenn wir Mittag aßen friedlich neben oder unter den Tisch BIS Mama u.a. die ihn ja soooo süß fanden und ihn beeindrucken wollte ihm heimlich was unter der Tischdecke zuschoben.

    Ich wusste das kommen musste was kam, eines Tages bei meiner Mama stand der Hund mit beiden Vorderbeinen auf dem Tisch und wollte auch ein Schnitzel haben, meine Mama rief empört nimm den Hund vom Tisch und ich so nö habt ihr Euch selber zuzuschreiben´!!:grins:
    Von da an hörte das füttern bei Tisch schlagartig auf und Hund lag wieder friedlich darunter bis wir fertig waren und freute sich dann auf seinen Knochen oder anderes danach.

    Es ist reine Erziehungssache heißt konsequent sein.
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Danke für eure Erzählungen, Katzenfee und Stupsi,
    ich werde lernen konsequent und ein guter Rudelführer zu sein ;)
    Das Betteln am Tisch mag ich auch nicht - also muss ich ihn ordentlich erziehen und am besten gar nicht erst irgendwas einreißen lassen.
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Na wart mal ab wenn er dich mit seinem großen Hundeblick ansieht :grins:
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Hör bloß auf *lach* vorallem, wenn er noch ein kleines Wollknäuel ist.
    Ich weiß schon, dass das bestimmt manchmal schwer wird ... aber da muss ich wohl durch .... und der Kleine auch ;)
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Ich freu mich echt für Euch so ein Familienmitglied ist echt toll, ich hab es nie bereut!!!
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Danke dir Stupsi .... ich freu mich auch total .... hoffe es klappt alles ... mit dem Wurf in ein paar Tagen ... und dass da der Richtige für uns dabei ist!

    Und ich werd euch bestimmt Bilder von dem Kleinen zeigen :grins:
     
    F

    feiveline

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    Hallo zusammen,

    wir spielen mit dem Gedanken uns einen Berner Sennenhund anzuschaffen.
    Da habt Ihr Euch eine schöne (aber seeehr große :)) familienfreundliche Rasse ausgesucht.

    (Auch) aufgrund der Schwere lasst Euch aber bitte die HD-Freiheit der Eltern attestieren, nicht dass dort eine böse Überraschung auf Euch wartet (ein sehr guter Züchter lässt die Welpen vor Abgabe auf HD röntgen).

    Wichtig egal bei welchem Hund ist er ist ein Rudeltier heißt EINER muss der Rudelführer sein aus der Familie am besten der der am meisten Zeit mit ihm verbringt.
    Das ist so nicht richtig, alle Familienmitglieder (einschließlich der Kinder!) stehen in der Rangfolge gleichberechtigt (!) über dem Hund.
    Sonst kann es passieren, dass der Hund irgendwann versucht sich in der Rangfolge "hochzuarbeiten" mit unter Umständen fatalen Folgen für die Kinder.

    Mein Freund hat schon gesagt, dass ICH der Rudelführer sein soll, auch wenn er mehr Erfahrung hat.
    s. oben

    Rüden sind ja leichter zu sterelisieren.
    Rüden werden kastriert, ebenso wie Hündinnen...

    seine Stellung im Rudel muß der Hund kennen. Die ist immer am unteren Ende.
    Genau so!

    Wir hatten immer Hündinnen, sie wurden nach der 1. Läufigkeis sterelisiert.
    s. oben, auch die Hündinnen werden kastriert, sonst würden sie weiterhin läufig werden, könnten nur nicht aufnehmen.

    Unterschied:
    Kastration: Entfernung der Hoden bzw. Eierstöcke und dadurch Einstellung der Hormonproduktion.
    Sterilisation: Durchtrennung der Samen- bzw. Eileiter mit der Folge, dass die Hormone weiter "normal" funktionieren.

    In einem Wolfrudel z.b fressen die Rudelführer als erstes ,wenns danach geht darf er erst nach Euch was fressen.

    Also sooo genau nehm ich bzw. hab ich das auch nicht genommen :grins:
    Schade eigentlich, denn dieses "Dominanzverhalten" des Rudelführers ist wichtig für die Erziehung und das Wissen des Hundes wo sein Platz ist (und bleibt).


    @gemüsehase, ich wünsch Euch ganz viel Spaß und Freude mit dem Kleinen (schnell groß werdenden)!!!!
    Hab vor Jahren mal einen Berner Sennen ausgebildet.... es sind sehr folgsame und intelligente Hunde die aber sehr genau wissen, dass sie mit ihren treuen Augen viel erreichen können... fallt nicht drauf rein!!! :grins:
     
    Lieschen M

    Lieschen M

    Foren-Urgestein
    ...

    Wie du jetzt schreibst, dürfte er eigentlich erst nach uns essen - das meinte mein Freund auch. Ich denk mal, da werden wir noch drüber reden und uns einigen, wie wir es machen. Ich persönlich fände gleichzeitig essen auch ok, aber ich kenn mich (wie gesagt) noch nicht so gut aus)
    Andererseits, wenn ich in einem Lokal bin, kriegt der Hund auch nicht zur gleichen Zeit was und soll trotzdem nicht betteln.

    Ich seh schon, das ist alles nicht so einfach. Wir müssen uns halt nur rechtzeitig für eine klare Regelung entscheiden und das dann durchziehen.
    Stupsi schrieb es schon: Die Ranghöchsten essen zuerst. Das zeigt dem Hund auf ganz einfache und simple Weise, dass er im Rang nach den Menschen ist. Das kann man ihm mit einigen "Tricks" und dem eigenen Verhalten gut klar machen.

    Ich hatte noch nie Hündinnen, aber immer große Hunde und Rüden. Einen großen Hund kann man nicht mal kurz an der Leine ziehen, den Hund auf den Arm nehmen (ist sowieso das Schrägste, was man machen kann.) oder den Hund mit Leine hochheben, wenn man an anderen Hunden vorbei geht und hund mal kurz rausfinden möchte, ob er oder der entgegenkommende Hund der Stärkere ist.

    Du (also die Rudelführerin) ißt zuerst. Laß deinen Hund öfter hinter dir laufen, denn Rudelführer heißt "Rudel führen" ;).

    Nicht im Bett war schon geschrieben.

    Rudelführer bestimmt, wann und wielange gespielt wird. Kommt Hundi zu dir und möchte spielen, ignoriere es und spiele 3 Minuten später mit ihm. Du hast das Spielzeug! Wenn du (!) das Spiel abbrichst, leg das Spielzeug lieber wieder weg.

    Im Rudel bekommen die Welpen von den Eltern das Fressen auf den Boden geschmissen. Also, alles was dort liegt, gehört hundi und darf gefressen/angeknabbert werden.

    Eine Hündin erzieht ihre Jungen mit 80 % ignorieren. Erst wenn es ihr zu bunt wird, erzieht sie.

    Was hier steht, gilt nicht nur für Englische Doggen:

    Grundregeln der Erziehung:
    Folgende Grundsätze sollten Sie ein Hundeleben lang beherzigen:

    Mein Hund ist ein Rudeltier. Ich bin sein Boss.
    Ich mache keine Fehler, denn das würde mein Hund nicht verstehen.
    Was ich sage, ist Gesetz. Mein Hund kann nicht diskutieren.
    Als Rudelführer stehen mir besondere Rechte zu. Ich esse, bevor mein Hund frisst, ich gehe als Erster durch die Tür, ich kann auf dem Lagerplatz meines Hundes sitzen, wann immer es mir gefällt – er jedoch nicht auf meinem.
    Dies mag autoritär erscheinen, entspricht aber dem natürlichen Verhalten im Rudel. Mit einem antiautoritären, partnerschaftlichen Erziehungsstil käme Ihr Hund nicht zurecht.

    Strafen werden sich weitgehend vermeiden lassen, wenn es Ihnen gelingt, Ihrem Welpen auf natürliche Weise Ihre Dominanz zu zeigen. Ganz ohne ein "Nein" werden Sie jedoch nicht auskommen.
    http://www.matchless-kennel-oeb.de/05bebf9c0f114ed16/05bebf9c5710c5f09/index.html
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    OK feiveline wenn du es SO GENAU haben willst meine hatte eine Totaloperation deshalb die lange Narbe, männlich Kastration war mein Fehler ja, weibl. immer noch sterilisation!

    Rudelfolge:
    Es gibt immer 1 Rudelführer und dann eine Rangfolge, der Hund wird IMMER wieder versuchen diese zu ändern das kann man nicht verhindern.
    Kleine Kinder stehen bei Hunden unter Welpenschutz erst wenn sie Augenhöhe mit dem Hund erreicht haben geht der Kampf um die Rangfolge los.

    Mit zuviel Strenge kann man einen Hund auch schädigen und bei dir hört sich das an als wäre ein Hund nur Arbeit und Stress???
    Kann ich nicht verstehen, sorry!
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Ich hatte die Unterschiede doch beschrieben... außerdem kenne ich keinen Tierbesitzer (egal ob Hund oder Katze) der sein weibliches Tier sterilisieren lässt.

    Warum auch, sie werden trotz allen läufig bzw. rollig. sie rennen weg um einen Partner zu finden, sie hinterlassen ihre Blutstropfen in der Wohnung (ok. Katzen eigentlich nicht) usw.

    Mit zuviel Strenge kann man einen Hund auch schädigen
    Wo schrieb ich von Strenge? Nur von Konsequenz

    bei dir hört sich das an als wäre ein Hund nur Arbeit und Stress???
    Hundeerziehung ist tägliche Arbeit und hört nicht nach einem Jahr o.ä. auf. Von Stress habe ich auch nichts geschrieben...

    Laß deinen Hund öfter hinter dir laufen, denn Rudelführer heißt "Rudel führen" .
    Stimmt, und geh Du immer zuerst zur Tür wenns klingelt, geh zuerst raus beim Gassigehen usw.
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Für mich war es nicht tägliche Arbeit sondern tägliche Freude :)
    Ich freu mich auf die Bilder!!!!
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Auch "Arbeit" kann große Freude machen.... ;)
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Hilfe .... kriegt euch doch bitte nicht in die Haare! :)

    Ich finde es toll, dass ihr mir so genau berichtet und auch die Erziehung ganz deutlich erklärt.
    Ich denke in gewisser Weise ist es schon Arbeit, weil ICH erstmal lernen muss, wie ich mit dem Hund umgehe ... und gleichzeitig wird es eine Freude und eine Bereicherung für uns alle sein.

    Was den Rudelführer angeht .... wir haben keine kleinen Kinder, mein Sohn ist 16 und größer als ich. Das heißt, wir werden dem Kleinen schon zu verstehen geben, dass wir über ihm stehen.
    Wobei ich über das 80 % ignorieren schon sehr erstaunt bin. Das ist bestimmt oft ganz schön schwer ... gerade, wenn einen so ein Knuddel treuherzig anschaut.

    Das mit dem Spielen finde ich auch interessant - dass da ICH bestimme, wann wir spielen und nicht er.

    Und das Gesundheitliche .... sprich die HD Freiheit der Eltern. Darüber haben wir mit dem Züchter schon gesprochen. Da ist alles in Papieren festgehalten. Den Züchter haben wir auch über den SSV (Schweizer Sennenhund Verband Deutschland) gefunden und macht einen sehr guten Eindruck (erstmal telefonisch).
     
    Lieschen M

    Lieschen M

    Foren-Urgestein
    Oh, ja, Feiveline, es gibt so viel Tricks, wie man einem Hund klar machen kann, dass nicht er das Sagen hat. Dazu gehört auch das Begrüßungsritual.

    Nur bring mal deiner Schwiemu bei, dass zuerst die Menschen und dann der Hund begrüßt wird. :D:D:D Aber besser wäre es. :grins:
     
    K

    Kapha

    Guest
    Ich kann Feiveline da wirklich nur beipflichten .

    Einen Hud lieben und verschmusen ,w arum nicht ......ABER es sollte ein Hund bleiben dürfen.
    Mit den angeborenen Instinkten , welche bei falscher Führung fatal ausgehen können.

    Ja ich habe seit Jahren Katzen , wuchs aber mit Schäferhunden auf und hatte lange selber Hunde.

    Kleine Kinder stehen bei Hunden unter Welpenschutz erst wenn sie Augenhöhe mit dem Hund erreicht haben geht der Kampf um die Rangfolge los.
    Oha das sollte man mit Vorsicht geniessen .
    Denn auch in der Welt des Hundes gibt es Halunken , welche auf Welpenschutz was husten. Denn alles was klein ist , kann man auch jagen oder vertreiben.

    Gut gehen wir mal vom Welpenschutz aus.
    Was macht ein Hund wenn er einem Welpen zeigen will :" Bis hierher und nicht weiter "?
    Entweder schubst er ihn grob oder kneift ihn unschön.

    Fängt ein kleines Kind an zu laufen , wird es schon gefährlicher.
    Denn ein Kind ist kein Hund und somit kein Welpe ........das kann man jagen ;)

    Auch bei mir ging mein Hund hinter mir aus der Tür , kam erst auf die Couch wenn ich es wollte etc....
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Danke @Kapha ;)

    Ein Zusatz noch:
    Was macht ein Hund wenn er einem Welpen zeigen will :" Bis hierher und nicht weiter "?
    Entweder schubst er ihn grob oder kneift ihn unschön.
    Genauso sieht es aus.

    Und jetzt überträgt man dieses eigentlich völlig normale (!) Verhalten eines Hundes auf ein Kind das zu Besuch ist (da @gemüsehase einen großen Sohn hat) oder auf zukünftige :)grins:) Enkelkinder.... da seh ich die Schlagzeile der "Blöd" vom nächsten Tag schon bildlich vor mir.... :(
    Denn ein Kind hat eine viel zu dünne Haut und kein Fell um das genervte schnappen eines Hundes unbeschadet zu überstehen.

    Also muss man durch ständige Erziehung und Konsequenz den Hund dazu bringen, dass er auch gegenüber kleineren Lebewesen der "untere" ist. Wie es ein befreundeter Hundetrainer immer so treffend sagte "Der Hund muss immer wissen, dass er das Allerletzte ist. Ihm das liebevoll, konsequent und ohne Gewalt beizubringen und vorzuleben und ihn dabei glücklich zu sehen ist die hohe Schule der Hundeerziehung"

    Ein Beispiel aus dem eigenen Erleben:
    Wir hatten vor ein paar Jahren eine kleine Podencohündin eines Freundes für 6 Monate in Pflege, da dieser schwer erkrankt war. Podencos werden für die Kaninchen- und Mäusejagd gezüchtet.

    Diese war gemäß obigem Grundsatz von ihrem Herrchen mehr als super erzogen, immer fröhlich und super zu führen.
    Nun hatten (haben) wir zwei Kaninchen die in der Wohnung auch frei laufen...
    Was tun? Wir haben ihr die beiden Kaninchen regelrecht "vorgestellt" (hat Gott sei Dank kein Fremder gesehen) und ihr klargemacht, dass diese beiden Langohren Rudelmitglieder sind und somit in der Rangfolge über ihr stehen...

    Nach einem ungläubigen Blick und einer weiteren "Ermahnung" unsererseits hat sie sprichwörtlich mit den Schultern gezuckt und diese Vorgabe akzeptiert. Von dem Moment an konnten wir die Hazels frei laufen lassen (natürlich trotz allem nur unter Aufsicht!), sie hat sie höchstens abgeschleckt aber immer als "ranghöher" akzeptiert...
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Ich finde das faszinierend was ihr über die Rangordnung erzählt. Für mich klingt das alles nach einer Gradwanderung und ich frage mich, wie ich das hinkriegen soll:

    "Der Hund muss immer wissen, dass er das Allerletzte ist. Ihm das liebevoll, konsequent und ohne Gewalt beizubringen und vorzuleben und ihn dabei glücklich zu sehen ist die hohe Schule der Hundeerziehung"
    Dagegen klingt das so einfach:

    Wir haben ihr die beiden Kaninchen regelrecht "vorgestellt" (hat Gott sei Dank kein Fremder gesehen) und ihr klargemacht, dass diese beiden Langohren Rudelmitglieder sind und somit in der Rangfolge über ihr stehen...
    Aber ganz ehrlich, ich wüsste jetzt nicht wie ich das in der Praxis umsetzen soll??!!
    Oder kommt das Verstehen und Umsetzten meinerseits dann, wenn ich etwas Erfahrung mit meinem Hund habe?
    Und was Enkelkinder angeht ... da soll sich mein Sohn bitte schön Zeit lassen. ;)Und auch meine 20 jährige Tochter plant erst so mit 30. Aber man kann ja nie wissen und der Hund sollte auf jeden Fall auch schon Kinder kennenlernen und als "höhergestellt" ansehen.
     
    jolantha

    jolantha

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    Hab mich jetzt hier mal durchgelesen, und bin 2 x auf das Wort " Welpenschutz "
    gestoßen.
    Es gibt keinen Welpenschutz in diesem Sinne, lest bitte mal bei Wikepedia darüber
    nach .
    Ich finde es absolut leichtsinnig kleine Kinder mit einem Hund alleine zu lassen.
    ( ich meine jetzt nicht Dackel oder Yorkis ).
    Jeder Hund, der größer ist , als Augenhöhe eines Kindes, kann dieses als Beute betrachten, vor allen Dingen dann, wenn dieses Kind noch nicht einmal zu seinem
    " Rudel " gehört.
    Selbst, wenn das Kind zum eigenen "Rudel "gehört und dann dieser Hund meint, er stünde im Rudel über diesem Kind, kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen.
    Selbst bei meinen eigenen Hunden habe ich, als die Kinder klein waren, immer darauf geachtet, daß sie nicht alleine mit unseren Hunden waren .

    Feiveline hat den Kinderumgang schon wirklichkeitsnah erklärt .
     
    Stupsi

    Stupsi

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    Gemüsehase wenn du ihm sein Futter wegnimmst und er knurrt dich an oder er liegt in deinem Bett und du musst auf dem Sofa schlafen dann weißt du das er in der Rangfolge über DIR steht :D
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Oje Stupsi - mal den Teufel nicht an die Wand .... soweit sollte es nicht kommen :p
     
    Stupsi

    Stupsi

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    Du bekommst das schon hin und wenn alle Stricke reißen ....es gibt prima Hundeschulen wo man mit dem Hund üben kann.
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Das hab ich ja sowieso vor ... also in eine Welpenschule gehen .... da muss ich lernen, was ich ihm lerne ;)
     
    K

    Kapha

    Guest
    @Jolantha
    Genauer lesen ;) ....nicht nur Feiveline hat es getroffen , sondern genau darum ging es , das man Kinder nicht als Welpen anschauen sollte .

    Genauso wenig wie Hunde als Kinder ;)
     
    jolantha

    jolantha

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    Kapha, Du hast mich irgendwo vielleicht falsch verstanden !
    Bei Hunden untereinander gibt es keinen Welpenschutz ! Das habe ich gemeint .
    Das ist ein Irrglaube der schon ewig verbreitet wird.
     
    K

    Kapha

    Guest
    Oh okay, dann entschuldige ich mich bei dir ......sogar ganz fest :pa:

    Genau das mit dem Welpenschutz ist so ein Irrglaube , hab mich da glaub auch falsch ausgedrückt. Kommt davon wenn man nur am Telefon schreibt.:grins:

    Das Welpen "nichts passiert " im Welpenalter , ist meistens weil sie noch unter dem Schutz der Mutter stehen . Obwohl auch diese nicht selten , nicht lebensfähige Welpen selber tötet oder verhungern lässt.
    Der Schutz der Mutter gewährt den Kleinen dass das Rudel sie noch ruhig duldet.
    Aber ab ca. 8 -9 Wochen wird ihnen dann vom Rudel nach und nach Respekt und richtiges Verhalten beigebracht.
    Oft erst sanft und dann auch mal etwas fordender , was nicht selten mit lautem Quietschen abgeht , aber doch meistens ohne ernsthafte Verletzungen.

    Denn in der Natur des Rudels gelten Welpen als Fortbestand des Hunderudels.
    Werden Welpen vom Rudel getötet , so besteht eine Existensgefahr beim Rudel.
     
    mikaa

    mikaa

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    1985 kam ein 10 Wochen alter Schäferhund-Berhardiner-Mix Rüde( vergleichbares Kaliber wie Berner Sennen) zu uns in die Familie. Seinerzeit noch zu zweit.
    Die Auswahl fiel damals gar nicht schwer, dieser noch-Zwerg hat mich bei der Erstbesichtigung gleich mal in die Hacke gezwickt.
    Als mein Vater den Hund das erste mal sah, meinte er nur kurz und knapp:" da musst du gut aufpassen in der Erziehung. Klare Ansagen, klare Regeln und das nicht nur im ersten halben Jahr. Er sollte, wie bei vielen anderen Sachen auch , Recht behalten.
    Es war ein super liebes Tier, sehr gelehrig, aber auch sehr anstrengend.
    Wenn es Essen gab hat der Hund in der Küche nichts zu suchen, auch nicht unterm Tisch. Fressen gibt es für den Hund , wenn ich damit fertig bin. Ohne Ausnahme.
    Ich oder meine Frau geben das Futter niemand anderes, und von anderen wird auch nichts angenommen. Es wird nichts gefressen was irgendwo rumliegt, weder im Haus noch draussen. All das dauert, aber das ist Basis und das muss sitzen.
    Spazierengehen..... ich bestimme wo es lang geht, nicht der Hund. ( Ich muss immer lachen wenn ich sehe wie manche Menschen an einer straffen Leine sozusagen vom Hund geführt werden) Sofa/ Couch und Bett sowie das gesammte Schlafzimmer sind tabu. All das gehört zum täglichen Training und das fast ein Hundeleben lang.
    Nach zwei Jahren sind wir ohne Leine mit ihm gegangen, ohne Probleme und wir wohnen nicht auf dem Land. Kommandos wurden sofort erkannt und auch umgesetzt. Der Hund fühlte sich sichtlich wohl in der Hierarchie war entspannt und ausgeglichen.
    1991 wurde unser Sohn geboren, es gab überhaupt keine Probleme mit Hund und Kind. Wahrscheinlich auch ein Produkt der Erziehung in jungen Jahren.
    Ich habe meinem Hund vertraut, jedoch war er nicht eine Minute allein mit dem Kind....Aus den beiden wurden dickste Freunde bis 1997 ..
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Danke für deine ausführliche Erzählung, Michael!

    Ich kann von euch allen nur lernen und weiß inzwischen sehr gut, dass Konsequenz das A und O ist und alle Regeln immer und ohne Ausnahme einzuhalten sind.

    Aber eine Frage hab ich noch Michael .... du schreibst, dass nur deine Frau und du das Futter geben durften. Was ist, wenn mal beide verhindert sind? Kommt ja doch mal vor ... kriegt der Hund dann nichts zu fressen? .... darf ihm auch kein "Hundesitter" was zu Fressen geben ..... in unserem Fall z.B. mein Sohn, meine Tochter oder meine Eltern??!!
     
    mikaa

    mikaa

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    Berechtigte Frage. Ok diese Situation ist bei uns nicht eingetreten, aber sicherlich möglich. Nee doch und zwar als meine Frau 1991 zur Entbindung im KH lag. Da habe ich den Hund für zwei oder drei Tage bei meinen Eltern gehabt. Den ersten Tag hat er kein Fressen angerührt obwohl er meinen Vater eigentlich gut kannte. Am Abend des zweiten Tages aber sehr wohl , ich denke wenn der Hunger groß genug ist wird die Erziehung gern vergessen, obwohl mein Vater sagte damals er musste ihn schon ein wenig überreden ....;) ich denke mal die Überredungskunst war in Form einen Leberwurstbrotes ...
    Was das Thema Hundesitter angeht....ich habe keine Ahnung
     
    K

    Kabraedu

    Mitglied
    Meine Hunde waren immer mit dabei aber wie weit bist du dann bereit, wenn mit dem Tier was sein sollte, auch mal auf einen Urlaub zu verzichten?? Oder man plant seinen Urlaub gleich so, dass der Hund mit fahren kann? Ist aber nur eine kleine Umstellung und ich wünsche dir auch viele schöne gemeinsame Jahre. So lange der Sohn mit im Haushalt lebt wird es sicher auch mit der Futterausgabe klappen.
     
    gemüsehase

    gemüsehase

    Mitglied
    Ich glaub, da werde ich es mit dem Füttern nicht so genau nehmen ... also ich meine damit wer ihm das Futter gibt.
    Im normalen Alltag werden es sowieso mein Freund oder ich sein. Aber ich denke, das kann auch mal mein Sohn machen.
    Meine Tochter und meine Eltern wohnen nur eine Ortschaft weiter und werden auch öfter hier sein oder auch mit ihm Gassi gehen. Da hat man doch auch Leckerlis für bestimmte Situationen dabei, oder?!
    Die würde dann ja logischerweise auch der geben, der mit dem Hund geht.
    Oder zählen solche Leckerlis als Lob nicht zum Futter?

    In Urlaub würden wir ihn schon mitnehmen. Wir machen Camping und da ist das kein Problem. Wir müssen halt einen entsprechenden Campingplatz aussuchen.

    Nur im Sommer haben wir eigentlich mit unseren Jungs schon einen Urlaub in Italien am Meer geplant. Da gibt es zwar einen Hundeplatz, aber ich glaube nicht, dass das für einen Berner im August bei 35 Grad so toll ist. Das will ich ihm nicht antun.
    Ich hab zwar eine Freundin (ihr Hund ist erst letztes Jahr gestorben) sie hat gleich gesagt, dass sie ihn nehmen will, wenn wir im Urlaub sind. Natürlich müsste er sie und ihr Zuhause vorher kennenlernen.
    Aber das ist jetzt alles Spekulation.
    Erst müssen wir einen Hund haben - dann müssen wir schauen, wie er sich entwickelt und ob er woanders bleiben würde - und dann schauen wir mal, ob ICH ihn überhaupt noch hergeben will (und wenn's nur 2 Wochen sind) :rolleyes:

    Oder wir fahren statt nach Italien an die Nord- oder Ostsee, da ist es nicht so heiß. Sind für uns allerdings doppelt soviele Kilometer :(

    Das werden wir dann sehen ...
     
    K

    Kapha

    Guest
    Ich glaub, da werde ich es mit dem Füttern nicht so genau nehmen ... also ich meine damit wer ihm das Futter gibt.
    Im normalen Alltag werden es sowieso mein Freund oder ich sein. Aber ich denke, das kann auch mal mein Sohn machen.
    Das ist auch besser so , glaub mir.
    Im Tierheim in welchem ich schon Ehrenamtlich half , gab es oft Tiere welche durch Schicksalsschläge ihrer Herrchen und Frauchen ins Heim mussten und dann , nicht nur 2 Tage sondern länger , nichts annnahmen.

    Ich meine hier nicht Trauer , sondern weil sie von Fremden nichts nahmen.;)
     
    mikaa

    mikaa

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    Klar du hast Recht ...Rudel.

    Aber die Couch oder das Sofa sind nicht der richtige Platz für einen ca. 70kg schweren Hund, und mein Bett teile ich mit dem schon mal gar nicht.:p

    Und das Schlafzimmer gehört nicht zu seinem Bereich, ausserdem hat der geschnarcht wie ein Holzfäller ;)





    Juchuuuuuu 1000 :grins:
     
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