heimische Pflanzen oder Exoten im Garten?

S

Skaya

Mitglied
Hallo,

mich würde es interessieren ob ihr im Garten Wert auf heimische Arten legt, oder nach dem Aussehen geht und auch exotische Pflanzen im Garten habt.

Hintergrund der Frage ist ein Gespräch mit meiner Nachbarin, sie meinte sie kauft nur nach dem Aussehen, alles andere wäre ihr egal. Beispielsweise steht bei ihr so ein japanischer, weidenartiger Baum. Sieht echt nett aus.

Bei mir ist es so, dass ich fast nur heimische Pflanzen habe. Wenn ich doch mal was anderes Pflanze, ist das für mich irgendwie ein Fremdkörper im Garten. Natürlich blühen solche gezüchteten Hybride dauernd, und sehen super aus.
Ich kann mich trotzdem nicht so dran freuen wie bsw. an meinem Storchenschnabel oder dem Lungenkraut. Auch wenn die Blüten bei anderen schöner sind, heimische Pflanzen sind mir irgendwie "symphatischer".

Wie ist das bei Euch?

LG
Sophie
 
  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Ich habe zwei "Exoten" (eine winterharte Palme und eine Bananenstaude) im Garten, ansonsten fast nur Pflanzen die auch Bienen und Hummeln Nahrung geben.

    Bei mir ist es so, dass ich fast nur heimische Pflanzen habe.
    Glaub ich nicht... :grins: sehr viele hier "heimische" Pflanzen sind auch nur eingeführt, fühlen sich hier aber mittlerweile heimisch.
    So z.B. der beliebte Schmetterlingsflieder, der aus China und Tibet stammt und hier äußerst beliebt ist.
     
    S

    Skaya

    Mitglied
    Bis auf das Gemüse und Kräuter ist es schon so, dass bei mir nahezu alles heimisch ist. Ich will mich daran auch nicht festnageln, wie du sagst ist vieles hier "heimisch geworden"

    Das ist so eine Auswahl was in meinem Vorgarten steht:
    Himbeeren, Heidelbeeren, Lungenkraut, eine Nachtkerze, Lavendel, Maiglöckchen, gaaanz viele Walderdbeeren, Farn, Christrosen, Akeleien, Küchenschelle, Glockenblume, Sonnenblumen, Tulpen, Schneeglöckchen, Felberich, duftende Veilchen, Frauenmantel, Ringelblumen, Kornblumen, Löwnmäulchen, Duftwicke, Nelkenwurz, Mädchenauge, Duftsteinerich, roter Mangold, Schlüsselblumen, Storchenschnabel

    LG
    Sophie
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Ich hoffe, Du hattest meinen Smilie richtig interpretiert...:rolleyes:


    Aus Deiner Aufstellung hab ich mal gegoogelt (hat mich selber sehr interessiert, geht also nicht gegen Dich!!):

    - Nachtkerze: Nordamerika
    - Lavendel: Ursprünglich die Atlantikinseln, die Mittelmeerländer, Indien, der Mittlere Osten, Nordafrika und Westasien.
    - Christrose: Alpen, Karpaten
    - Sonnenblume: Mittelamerika, Mexiko und Peru
    - Tulpen: Naher Osten
    - Felberich: Asien
    - Frauenmantel: Osteuropa / Kaukasus
    - Mädchenauge: Nordamerika

    Also hab ich auch ganz schön viele "nicht heimische" Arten bei mir im Garten stehen... :confused:
     
  • S

    Skaya

    Mitglied
    ich hab dich schon verstanden ;)
    Es ist wirklich erstaunlich wo die Pflanzen alle herkommen. Für mich ist z.B. Felberich eine Kindheitserrinnerung, neben dem Sandkasten war ein riesen Felberich-Beet. Für mich ist das "Heimat+Kindheit".
    Genauso wie der Storchenschnabel, den hab ich mal am Schulweg ausgebuddelt. Meine Mutter meinte damals noch: "der wächst nieeee hier an" Und jetzt 20 Jahre später stehen Unmengen davon in unserer beiden Gärten :D

    Vielleicht muss ich das etwas eingrenzen: Dauerblühende gefüllte Hybriden, die für Bienen und Co nicht interessant sind.

    Das ist eine der Pflanzen (nicht die Tulpen) , die ich bei mir als "Fremdkörper" sehe:
    IMG_0660_zpscac7d237.jpg
    Muss zugeben, ich kenn auch den Namen grad nicht. Meine Nachbarin meinte die würde ihr am besten gefallen. Ich hingegen freue mich eben über ganz andere Pflanzen, eben wie das Lungenkraut.
    Das Mädchenauge fällt auch unter diese Kategorie, das hat den Winter nicht überstanden, und wird auch nicht nachgesetzt.

    Mir sind viele Pflanzen einfach total unsympathisch: Fuchsien, tränendes Herz, Efeu, Tuja oder Narzissen finde ich bspw. ganz furchtbar.

    Und bei anderen Pflanzen freue ich mich tierisch über jeden einzelnen Trieb und Blüte.

    LG
    Sophie
     
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  • B

    barisana

    Guest
    wenn man danach gehen wollte, nur "einheimisches" zu pflanzen, gäbe es nicht viel auswahl. es ist wirklich erstaunlich, wo so manches gewächs ursprünglich herkommt.

    für mich ist die herkunft nicht so wichtig, eher ob sie andere pflanzen verdrängen bzw. sich zu sehr breit machen(jap. staudenknöterich). und natürlich ob sie gefährlich bez. allergien sind (ambrosia) oder besonders giftig (schierling, herkulesstaude).

    in meiner kindheit kenne ich auch einige pflanzen, die für mich heimat bedeuteten.
    so wie der bereits erwähnte fgoldfelberich oder die goldrute. letztere ist schon fast lästig geworden, weil sie sich überall breitmacht. wehe dem, der sie im garten hat.
    und auch das hornkraut gehört dazu. wer sich das in den garten holt und nicht aufpasst, hat bald alles voll davon.
     
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