Hilfe bei Identifizierung von Schäden an Tomatenpflanzen

microtoby

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Neuling
Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und auf der Suche nach etwas Hilfe, damit meine Tomatenpflänzchen gut in den Sommer kommen (wenn wir denn mal warmes und sonniges Wetter bekommen).

Zum Hintergrund:
Wir haben am Samstag unsere Tomatenpflanzen umgetopft und von der Fensterbank (Südseite, ca. 20 °C mit Pflanzen-LED-Beleuchtung) nach draußen in das Gewächshaus gestellt. Dort stehen sie ohne Untertopf auf eine Holzpalette mit ca 10 cm Bodenabstand.
Beim Umtopfen waren die Pflanzen in meinen Augen recht gesund. Gut durchwurzelter Topf, keine kaputten/fauligen Wurzeln, stabile Pflänzchen (etwas spargelig, da wir früh mit der Anzucht begonnen hatten, sie trotz Beleuchtung etwas zu warm stehen hatten (platzbedingt) und vom kalten April überrascht wurden).

Das Gewächshaus haben wir nachts elektrisch mit Heizlüfter auf ca. 8 - 9°C geheizt (sprich die kälteste Ecke am Boden im Gewächshaus hatte nachgemessen 7,5 °C und es herrschte durch den Lüfter nachts immer mal wieder Luftbewegung) und auf niedrigster Stufe mit ca. 900 W betrieben. Der Heizlüfter oszilliert mit ca. 1m Abstand 180° und somit auch an den Tomaten (sowie Chilipflanzen und anderer Pflanzen im Gewächshaus) vorbei. Dabei trifft immer wieder ein Luftstrom von max. 23°C auf die vordere Reihe der Pflanzen (Chilis und Tomaten) und die dahinterstehenden Tomaten. Das kann eigentlich zu keinem Hitzeschaden führen, zumal der Heizlüfter immer nur für ca. 3-5 Minuten einschaltet und anschließend, je nach Außentemperatur, für wenige Minuten bis ca. 30 Minuten aus bleibt.

Die Pflanzen waren also nur ca. 48h im Gewächshaus und zeigen schon die auf den Bildern zu sehenden Schäden. Bedingt durch die sehr kurze Zeitspanne, würde ich einen Schädlings- oder Pilzbefall ausschließen.
Samstag/Sonntag waren eher durchwachsene Tage mit Sonne und Wolken. Der heutige Montag ist jedoch durchgehend bewölkt (mit Regen) und rel. kühl mit nur ca. 12 °C Außentemperatur.

Bedingt durch die Witterung herrscht aktuell im Gewächshaus auch tagsüber eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 70% rel. Luftfeuchte (nachts hat es ja bedingt durch den Temperaturabfall und dem geschlossenen Haus immer eine höhere Luftfeuchte von ca. 80 - 85%) und die Tomaten stehen noch in relativ feuchter Erde, da die Erde seit dem Umtopfen, wieder bedingt durch die Witterung, nicht gut trocknen konnte.

Kann man aus den Fotos ablesen um was für Schäden es sich handelt?
Sind es Strahlenschäden durch direkte Sonneneinstrahlung im Gewächshaus?
Sind es ggf. Kälteschäden (obwohl die Temperatur nachts nie unter 7,5°C in Bodennähe gefallen ist)?
Hat es mit der Feuchtigkeit zu tun?
Diese Schäden befinden sich fast an allen Pflanzen und sind tendenziell an den älteren Blättern zu finden. Die neuen und ganz jungen Triebspitzen und generell die oberen Blätter / Blattstiele haben keine dieser Schäden. Es sind immer nur einzelne Blätter oder Blattbereiche betroffen, nie ein ganzes Blatt (oder Blattachse/-stiel) oder gar die ganze Pflanze.

Da ich mir nicht sicher war, habe ich die Tomaten heute wieder ins Haus geholt. Hier stehen sie aktuell wieder bei ca. 20°C und unter Kunstlicht (zu groß und zu viele für das Südfenster).

PS: Die Chilipflanzen,welche zeitgleich umgetopft und ins Gewächshaus gezogen sind haben bislang keinerlei offensichtliche Schäden.

Ich wäre sehr froh und dankbar, wenn jemand von den erfahrenen Foristen hier einen oder zwei Tips bzw. Ideen hätte, woran das liegen könnte und worum es sich überhaupt handelt. Auch ob es überhaupt sinnvoll ist sie wieder reinzuholen oder sie doch besser im GWH bleiben sollten. Die nächsten Tage sollen ja nach und nach sonniger und wärmer werden.

Vorab schon mal vielen lieben Dank für eure Hilfe und das tolle Forum.
Viele Grüße





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Zuletzt bearbeitet:
  • K

    Kiwi

    Mitglied
    Willkommen im Forum, Microtoby,
    vorweg, ich kenne mich weder mit dem Anbau im Gewächshaus aus noch mit Pflanzenlampen. Solche Flecken wie auf Bild 1 haben meine Tomaten auch schon gehabt, aber geschadet hat es nicht. Vielleicht Sonnenbrand oder in diesem Fall "Lampen"brand? Die nächsten Blätter werden sicher normal aussehen. Ich würde mir keine Sorgen machen.
    LG Kiwi
     
    microtoby

    microtoby

    Neuling
    Hallo @Kiwi,

    vielen lieben Dank für die schnelle Rückmeldung.

    "Lampenbrand" (sowohl Strahlung als auch Hitze) schließe ich aus. Die Tomaten standen seit der Keimung unter den Lampen und als kleine Pflänzchen deutlich näher und deutlich länger. Generell erzeugen die LED keine nennenswerte Hitze, schon gar nicht mit Abstand. Und es betrifft auch eher ältere Blätter weiter unten am Stamm und nicht die Triebspitze bzw. die oberen Blätter.

    Da dies die ersten Tomaten sind, die wir selbst aus Samen anziehen, habe ich keinerlei Erfahrungswerte.

    Müsste ich raten, würde ich auf "Sonnenbrand", ein Kälteeffekt (sie standen im Haus nie kälter als 18°C nachts) oder die höhere Temperaturschwankung Tag-Nacht (im Haus 18°C - 23°C; im GWH 8°C - ca. 30°C bei leichter Sonne) durch den Umzug aus dem Haus ins Gewächshaus tippen.

    Wie gesagt, ich bin hier leider unerfahren und kann nicht abschätzen ob das ein unbedenklicher Nebeneffekt des "Abhärtens" ist oder eine Sache die schlimmer wird und die ganzen Pflanzen gefährdet, wenn ich die Ursache nicht abstelle.

    Ich tendiere dazu, sie morgen wieder ins GWH zu stellen, auch weil es etwas wärmer und sonniger werden soll.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Müsste ich raten, würde ich auf "Sonnenbrand", ein Kälteeffekt (sie standen im Haus nie kälter als 18°C nachts) oder die höhere Temperaturschwankung Tag-Nacht (im Haus 18°C - 23°C; im GWH 8°C - ca. 30°C bei leichter Sonne) durch den Umzug aus dem Haus ins Gewächshaus tippen.
    Ja, in die Richtung würde ich auch gehen.

    Ich gehe von einem Mix, sprich Zusammenwirken der genannten Faktoren aus.

    Die dunklen Blattadern vom letzten Foto resultiert z.B. durch Anthocyane. Die produziert die Pflanze als Schutzreaktion. Sie kann sich damit sowohl vor ungewohnter Sonnenstrahlung aber auch vor Kälte schützen. Auch bei Nährstoffmangel kann es zu einer solchen Schutzreaktion kommen. Möglich, so wie das hier aussieht, wäre ggf. auch noch Phosphormangel. Man sagt ja auch, dass eine Tomate ab unter 15 °C in ihrer Phosphoraufnahme gehemmt wird. Um so niedriger die Temperatur, um so eher.

    Denke wird schon nicht so kritisch sein. Am Ende müssen die Pflanzen ja keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Ein Abhärten ist ja 'ne zwingende Notwendigkeit. Irgendwelche Schäden dabei können schon mal auftreten, wenn man das nicht geschmeidig genug macht und sie einfach ins kalte Wasser schmeißt.

    Würde sie einfach weiter beobachten. Sollte es schlimmer werden oder sollten die Pflanzen am Tag die Blätter arg hängen lassen, müsstest du sie langsamer an die neuen Bedingungen gewöhnen.

    PS: Süßer Hamster!

    Grüßle, Michi
     
  • microtoby

    microtoby

    Neuling
    Vielen Dank für die schnelle Einschätzung @Sunfreak.

    Blätter hatten sie weder im Haus noch im GWH hängen lassen - auch nicht nach dem Umtopfen am WE.
    Einige Tage vor dem Umtopfen hatte ich sie das erste Mal vorsichtig gedüngt. Und jetzt kamen sie in normale Erde (keine Anzuchterde mehr).

    Dann gönne ich ihnen noch mal eine Nacht im Haus und stelle sie morgen wieder ins GWH und beobachte weiter.

    Mit einzelnen betroffenen Blättern kann ich (und vermutlich auch die Tomate) ganz gut leben. Hatte nur die Befürchtung, dass es schlimmer werden könnte und wollte rechtzeitig reagieren.

    Danke nochmal für die Info.
     
  • Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Das ist durch die kalten Nachtemperaturen im GWH entstanden. Ist überhaupt nicht schlimm und verwächst sich wieder.
    Stell die Pflanzen wieder ins GWH. Und lüfte tagsüber mal besser durch!
     
  • microtoby

    microtoby

    Neuling
    Danke für die Rückmeldung @Tubi .

    Hatte auch schon überlegt ob 8/9°C nachts zu kühl sind. Aber sie sollen sich ja auch an die kühleren Nächte und Temperaturschwankungen gewöhnen.
     
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