Hilfe bei Regnerpositionierung

P

pez33

Mitglied
Hallo,

ich bin gerade dabei für meinen Garten eine Bewässerungsanlage zu planen und habe mich nach intensiver Beschäftigung mit der Thematik (auch mit Hilfe dieses großartigen Forums) mal an die Regnerpositionierung gemacht.

Als absoluter Neuling auf diesem Gebiet bin ich ziemlich unsicher, was die korrekte Positionierung angeht. Ich habe mal den Plan angehängt. Würde das so funktionieren?

Der große untere Bereich misst ca. 12x10m. Der Bereich neben dem Haus ca. 5x16.


Da wir sehr kalkhaltiges Wasser haben, habe ich bedenken bzgl. der Haltbarkeit der MP rotatoren. Deshalb hätte ich vor, zumindest den unteren Teil (am besten überhaupt alles) mit Getrieberegnern auszustatten. Ist dies sinnvoll (sofern natürlich die Wasserleitung das hergibt) oder wäre es auf jeden Fall besser hier zu den Rotatoren zu greifen? Oder überhaupt eine andere Lösung (z.B. Sprühdüsen) ?

Vielen Dank einstweilen für eure Hilfe

Schöne grüße Peter
 

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  • F

    Faxe59

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    Hallo Peter
    Die wichtigste Kennzahl hast du uns verheimlicht oder weißt sie selbst noch nicht.
    Welche Wassermenge hast du bei Fliesdruck 3,5 bar zur Verfügung .
    In diesem Forum wird immer wieder erklärt wie man das misst.
    Erst mit diesen Daten kannst du wirklich planen.
    Das mit dem den hohen Kalkmengen im Wasser ist lt. Berichten in diesem Forum anscheinend wirklich ein Problem für Rotatoren.
    Ich habe Grundwasser mit ca. 7 Grad Kalk.
    Das können sie gut ab.
    Das hilft dir aber nicht.
    Um einschätzen zu können ob du auch Getrieberegner nehmen kannst, bräuchte ich Maße auf deinem Plan.
    Sie beginnen mit einer Wurfweite von ca. 4,5 m Radius und gehen mit Regnern für den Privatbereich bis ca. 14m.
    Immer Druckabhängig.
    Lies dich mal ins Hunter Planungsbuch ein.
    LG Herbert
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Hallo Herbert,

    erstmal danke für deine Antwort. Welche Maße benötigts du genau? Grundstück oder die Regnerradien? Leider ist das Planungstool bis morgen offline, sodass ich keinen Zugriff darauf habe. Ich habe jetzt mal den original Grundstücksplan hochgeladen, wo zumindest die Grundstücksaußenmaße drauf sind. Den rest liefere ich gerne noch nach.

    Die zur Verfügung stehende Wassermenge hab ich bewusst noch nicht genannt, da dieses Thema gerade in Arbeit ist. Da mein Außenwasserhahn leider sehr schwach auf der Brust ist, muss ich wohl eine neue Leitung vom Keller nach außen legen. Sollte das halbwegs im vertretbaren Rahmen (sowohl im Finanziellen sowie auch im Aufwand) bleiben, stünden mir dann 37,5 l/min zur Verfügung (habe ich letztes Jahr mal bei 2,8bar direkt nach Druckminderer und Filter im Keller gemessen). Plan B wäre die von merls des öfteren propagierte IBC-Tank Lösung, wo mir dann schon satte Leistung zur Verfügung stehen würde.

    Das Planungshandbuch habe ich mir schon ca. 100 mal durchgelesen und mir darüber den Kopf zerbrochen (und denke zumindest mal, dass ich das in meiner obigen Planung auch berücksichtig habe).


    Bei uns liegt die Wasserhärte ca. bei 23 weshalb ich eigentlich (auch aufgrund diverser Forenbeiträge) eher Bauchweh bei der Rotatorenlösung habe. Sind die "normalen" Sprühdüsen auch so anfällig?

    Vielen Dank für die Hilfe
    Lg Peter
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Hallo Peter,
    Sprühdüsen kannst du bei 6Meter und mehr vergessen das schaffen die nicht.
    Bleiben nur MP Rotatoren - R-Van Düsen oder halt Getrieberegner von Rainbird die 3500er Serie.
    Dir R-VAN und MP- Rotatoren haben aufeinander abgestimmte Niederschlagsmengen... Sprich egal welcher Winkel es wird auf der Fläche immer der gleiche Niederschlag erzeugt.

    Bei Getrieberegnern musst du darauf achten das du beim verdoppeln des Winkels auch eine Düse mit doppelter Niederschlagsmenge nehmen musst, damit der gleiche Niederschlag pro Fläche erzeugt wird.

    Deine Regnerplanung ist Bilderbuchmäßig :)

    Jedoch sind das für eine Trinkwasserleitung aus Erfahrung einfach viel zu viele Regner (20 wenn ich richtig gezählt habe.) Ein Getrieberegner der 3500er Serie 1,0er Düse der die 6m Weite schafft, benötigt bei 3Bar etwa 250l/h

    Wenn du, wie fast jeder, nur eine 1/2" Leitung als Aussenanschluss hast kommen da bei 3,5bar (0,5Bar Reserve)
    wahrscheinlich nur noch 300-500l/h raus. bedeutet 1-2 Regner pro Strang (damit auch pro Magnetventil)

    Das wären dann 10 Stränge, 10 Ventile und natürlich auch 10 Rohre die da von der Ventilbox abgehen.
    Völlig utopisch.

    Wenn überhaupt, dann kannst du das nur mit einer großen Leitung direkt vom Hauptanschluss abzweigend realisieren.Unter 1500l/h bei 3,5bar werden das einfach zu viele Leitungen.

    Kommst du nicht auf diese Werte wären da noch folgende Möglichkeiten:

    Falls du eine Zisterne hast, Nachspeisung mit Trinkwasser auf Minimum einen Bewässerungsvorrat und mit einer Pumpe alles von dort aus versorgen.

    Oder aber die IBC Variante. Auch dort wieder Nachspeisung mit Trinkwasser mit der vorhanden 1/2" Leitung und Pumpe an den IBC anschliessen. Bewässerung dann entsprechend aus dem IBC Vorrat. Bei deinen Flächen dann 1000L auf die schmale Fläche und wenn der IBC wieder voll ist dann die Viereckige Fläche beregnen.

    Geschätzt würde ich sagen das du mit ner MH 1300 inox oder einer mh 1500 inox mit jeweils einer Leitung pro Fläche auskommst.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
  • P

    pez33

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    hallo merls,

    vielen vielen dank für die ausführliche antwort!
    in der tat hab ich nur nen 1/2" außenwasserhahn. bin mir auch komplett bewusst, dass ich das Projekt mit dieser leitung ohne puffer vergessen kann.

    deshalb bin ich gerade am planen, wie ich ne 1" Leitung aus dem Keller in den garten bekomme (hole gerade diverse angebote für kernbohrung und installation ein). Die würde ich direkt nach Druckminderung und filter abzweigen.

    das Thema zuleitung hat mir schon ziemlich lange Kopfzerbrechen bereitet.

    prinzipiell finde ich ja deine IBC Lösung echt genial. Allerdings macht sich so ein trum (ja es lässt sich "hübsch" verkleiden ;) ) nicht soooooooo toll in nem reihenhausgarten (stichwort WAF ;) ). eingraben ist halt auch so ne Sache...

    tja... deshalb auch eher die dickere Leitung...

    hab auch schon mit dem gedanken gespielt, alles mit rotatoren zu machen.... allerdings wenn die anfällig für kalk usw sind...

    wie ist denn das? ist kalk beim kaltwasser eigentlich ein problem?

    lg peter
     
  • P

    pez33

    Mitglied
    Hab jetzt nochmal bei mir im Keller nach Druckminderer und Filter gemessen.
    Bei 3 bar hab ich die 10l in 33s (18l/min oder 1090l/h). Bei 2,8 habe ich die 10l in 20s (30l/min oder 1800l/h).
    Allerdings ist der Kugelhahn in meiner Hausinstallation, an dem ich messe, an einem T-Stück montiert, das von 1" auf 1/2" reduziert (also der Kugelhahn ist auf dem 1/2" Stück).

    Bei 3,5 bar brauch ich gar nicht erst die Zeit zu stoppen, da dann einfach viel zu wenig Wasser kommt (ist ja auch klar, wenn der Druckminderer auf 3,8 bar eingestellt ist). Leider kann ich nicht vor dem Druckminderer in den Garten abzweigen.

    Ich kann jetzt natürlich nicht direkt auf dem 1" Rohr messen... Kann man davon ausgehen, dass man an 1" dann in etwa die doppelte Wassermenge zur Verfügung hat?


    Vielen Dank für die Hilfe
    Schöne Grüße Peter
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • merls

    merls

    Mitglied
    Bei gleichem Druck hast du bei ner 1" Leitung im Vergleich zu einer 1/2" Leitung etwa die 4 fache Wassermenge.
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Hallo merls,

    Danke für deine Antwort!

    Könntest du mir evtl erklären, wieso das so ist? Lt kontinuitätsgleichung müsste der Volumenstrom doch gleich sein oder?

    Danke für die Hilfe

    Lg Peter
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Volumenstrom im Verhältnis zum Querschnitt.

    Daher auch wenn möglich dicke Verrohrung wählen.

    Ich habe 12-14 deutsche härte. Rotatoren haben etwas über ein Jahr gedreht. Wurden immer langsamer.

    Bei Getrieberegnern läuft bis jetzt alles.
    Düsengröße und Überschneidung mit berechnen. Kann über 180 Grad auch sparsamer ausfallen...
     
  • S

    SebDob

    Mitglied
    1/2" innen 12,7mm = Flächeninhalt: 126.677

    DN32 innen 25,6mm = Flächeninhalt: 514.719

    Faktor 4,1 größer.

    Beispiel Druckverlust auf 50m bei 1m³:
    1/2 = 2,75Bar
    DN32 = 0,09Bar

    Beispiel 2m³
    1/2 = 10,22 Bar
    DN32 = 0,3 Bar

    Heist also bei 2,8Bar kommt nach 50m nur noch Tröpfchenweise was raus.

    Wenn du also vor dem Druckminderer mit 5Bar rauskommst, mit DN32 weitergehst, die Verteiler auch alle 1" haben, noch ein Filter verbaut wird, 50m Rohrleitung, dann hast du gesunde 4Bar zur Verfügung. Dann kannst du alles verbauen.

    Falls du wirklich dH 23 hast, kannst du das mit den Rotatoren vergessen. Rainbird hat leider noch niemand ausreichend lange getestet. Mit 1" und 4Bar fliesdruck würde ich dann aber kein solch teures Experiment starten...
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Hallo SebDob,

    danke erstmal für deine großartige Hilfe!

    Leider bin ich mir noch nicht sicher, ob sich aufgrund der Installation bei mir im Keller platztechnisch ein Abzweig vor dem Druckminderer ausgeht. Das muss ich noch mit einem Installateur beraten. Ein Abzweig mit 1" nach dem Druckminderer sollte durchaus machbar sein.

    Ich hab das nochmal ein bisschen durchgerechnet. Der Druckregler ist auf 3,8 bar eingestellt.
    Ich habe an 1/2" 18l/min bei 3bar gemessen, d.h. wenn ich mit einem 1" Rohr weiterfahre sollte ich die vierfache Menge haben, also 72l/min.

    Wenn ich den vorderen Teil des Gartens betrachte (am Plan unten) so erhalte ich, wenn ich mit I-20 Kurzradiusdüsen beregne, einen Gesamtdurchfluss von 34l/min (Wie im angehängten Bild zu sehen ist, habe ich dabei schon etwas Polster mit eingerechnet). D.h. ich würde in etwa die Hälfte von dem benötigen, was ich zur Verfügung habe.

    Wenn ich ca. 0,8bar Druckverlust abziehe (0,35bar für die Leitungslänge von ca. 60m, 0,2bar für ein Ventil, plus noch etwas für andere Verluste), Würden immer noch ca. 2,2bar über bleiben.

    Ich bin mir sehr wohl im Klaren, dass das mit den 3,8bar Ausgangsdruck nach dem Druckregler nicht besonders berauschend ist und versuche herauszufinden ob das ganze überhaupt Sinn macht nach dem Druckregler. nAber rein rechnerisch müsste sich das ausgehen oder? Habe ich irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler drin?
     

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    S

    SebDob

    Mitglied
    Mach dir doch den Spass und schließ das mit 2,x bar an. Der Rinnsal wird dich verwundern.

    7m für die 0,75 er Düse? Rechne eher mit 6m maximal...

    Den Installateur musst du nur sagen was du willst. Er soll machen. Wie sieht's da jetzt aus?
     
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    P

    pez33

    Mitglied
    Naja... Ich brauch ja auch nicht 7 sondern nichtmal ganz 6m bzw 5m... Gerechnet hab ich halt mal mit den Werten für 7m.

    Installateur hab ich gestern nm leider nicht mehr erwischt. Muss ich dann am mo nochmal versuchen...
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Noch eine Frage ist aufgetaucht...

    Sollte ich es schaffen vor dem Druckminderer abzuzweigen... Sollte dann in den Strang der gartenbewässerung auch ein Filter rein? Und wie sieht es mit einem Druckminderer aus? Sollte vorsichtshalber noch einer rein? Ich weiß ja eigentlich nicht, was ich am Hausanschluss für einen Druck habe. Oder nimmt man dann druckregulierte Regner?
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Wenn du nen Druckminder/Filter Kombi verbaut hast solltest du einen Filter auch in die Gartenwasser installation setzen. Da Reicht aber ein ganz einfacher mit Rückspühlfunktion der kann sogar in den Ventilkasten.
    Druck minderst du später auch im Ventilkasten an den Druckreglierbaren hunter ventilen. Bis dahin maximaler Druck.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Hey danke für die schnelle Antwort! Schön langsam beginnt sich der Nebel etwas zu lichten ;)

    Ja genau... Jetzt ist so eine Druckminderer/Filterkombi drin.

    Über die Ventile hab ich mir bis jetzt noch keine Gedanken gemacht. Gibt es hier ein besonders empfehlenswertes? Oder eines wovon man tunlichst die Finger lassen sollte?
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Ich habe elektrische Kugelhähne 1".

    Was vollkommen anderes als die Standart Steuerungen...
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Laufen seit 3 Jahren problemfrei und man kann sie ohne Werkzeug öffnen.
    Die Druckminderung habe ich jedoch bisher nur fürs Gemüsebeet genutzt.
    Da jedoch spart sie mir nen Extra Druckminderer.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Klingt ja nicht so schlecht!

    Habt ihr auch nen durchflussmesser drin zur Überwachung?
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Ja hab mir einen hinter der Pumpe eingebaut um im Fehlerfall schneller sehen zu können ob bis zum Anfang der Verteilung alles in Ordnung ist. Der Fließdruck liegt im Betrieb bei knapp 3,5Bar.

    PS: Hab mich verlesen. Hab Druckmesser gelesen statt Durchflussmesser. nein einen echten Durchflussmesser der anzeigt wieviel Liter/h Durchgehen hab ich nicht. Das seh ich anhand der Zeit wann der IBC leer ist.
    Aktuell zieht meine Anlage die 100 Liter in etwa 17min leer. Das entspricht etwa 3500l/h

    Lieben Gruß
    Torsten
     
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    P

    pez33

    Mitglied
    Darf ich fragen, was für ein Modell du da verbaut hast?
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Pardon hab meine Aussage oben korrigiert.
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Ah alles klar ;) diese Dinger sind ja gar nicht so günstig... Dachte mir nur, es wäre nicht schlecht zu wissen, wenn evtl ein ventil amok läuft oder so...
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Guter Einwand ;) ;) allerdings nicht, wenn ich 3 wo auf Urlaub bin oder so...
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Ich schau einfach auf meine Kameras. Egal ob Urlaub oder Arbeit. :p
     
    P

    pez33

    Mitglied
    tja... die habe ich (noch) nciht ;) ;) ;)

    hausautomation wird erst stück für stück ausgebaut
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Und schon wieder eine Frage :)

    Habt ihr Tropfzpnen z. b. für Heckenbewässerung? Wie habt ihr das gelöst? versuch gerade zu verstehen, wie sowas bei hunter dimensioniert wird...
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Tropfrohre musst du an ein eigenes Ventil hängen die müssen schon mal ne Stunde oder länger laufen um eine Adäquate Wasserversorgung sicherzustellen.
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Und bei pumpe brauchst du ggf druckminderer. Das optimale scheinen "druckkompensierte tropfer" zu sein. Meine funktionieren von 0,5 bis 4 bar. Diese liefern dann fix den angegebenen wert.
    Bei Pumpenbetrieb benötigst du zudem auch einen gewissen Durchsatz. Das solltest du vorher genau planen. Nicht zu wenig.
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Welche Systeme verwendet ihr da?

    Bzw. Was ist da so empfehlenswert?
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Ich habe 17mm braunen Schlauch für tropfer. Die tropfer frei da hin, wo ich will. Aus China die Abgänge, t Stücke und den 6mm Schlauch.

    Die tropfer aus D aus einem Shop.
     
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