Hilfe beim ersten Entwurf Rasenbewässerung

M

MW1986

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Hallo zusammen,

ich habe gerade begonnen, meine Rasenbewässerung zu planen. Angefangen habe ich mit dem relativ schmalen Bereich auf der Ost-Seite. Geplant habe ich mit den Hunter MP-1000.

In der Planung ergeben sich nun auf dem Streifen von rund 40qm bereits 16 Regner. Diese Menge macht mich ein bisschen stutzig, daher wollte ich, bevor ich eventuell falsch weitermache, einmal in die Runde fragen: Habe ich das Vorgehen eventuell doch falsch verstanden oder ist das so richtig und es werden tatsächlich so viele Regner benötigt?

Falls das so vom Grunde her korrekt ist, aber noch jemand Verbesserungsvorschläge hat, nehme ich diese dankend an :)

Zusatzfrage: Gibt es vielleicht andere Regner als die MP-1000, die für diesen Bereich besser geeignet sind?

Vielen Dank schonmal!

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1. BewässerungTest (mein Planungsversuch)
2. BewässerungBlanko (falls jemand andere Vorschläge hat und selber was zeichnen möchte)
 

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  • merls

    merls

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    Grundsätzlich hast du das soweit ich sehen kann schon richtig gemacht, jedoch wären mir das auch deutlich zu viele Regner für so ein kleines Stück.
    Was ist mit der rechten grünen Wand? Darf die Nass werden?
    Falls ja würde ich dir mal die Rainbird HE-VAN Düsen raten. Die Brauchen keine 100% Kopf an Kopf Anordnung.
    Bewässern auch im Nahbereich relativ gut und wäre meines Erachtens ein guter Kompromiss für so ein schmales Stück. Lassen sich von 30-360° einstellen.
    Diese würde man dann gegenüber liegend anordnen.

    Da kämst du mit etwa 9 Regnern schon hin wenn also diese grüne schmale Wand rechts nass werden dürfte
    Wenn sie nicht nass werden darf müsste man etwas enger planen und etwas weiter überlappen.
    Ich denke das wäre ein passabler Kompromiss denn 16 Regner für 40m² wäre mit einfach zuviel.

    man müsste aber nochmal genau Maße haben wie breit die Flächen sind um das mit den Leistungsdaten abzugleichen.


    unbenannt-1-jpg.628523


    Lieben Gruß
    Torsten
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Hey Torsten,

    vielen Dank für deine Antwort und den Hinweis auf die Rainbird-Düsen. Ich habe mich tatsächlich zunächst nur mit Hunter beschäftigt - das war zum Einstieg schon genug Lesematerial :D Und diese sehen ja immer eine Kopf-zu-Kopf-Beregnung vor.

    Hast du zu den Rainbird HE-VAN Düsen selber Erfahrungswerte und kannst bestätigen, dass die im Nahbereich ausreichend wässern? (In der Broschüre liest sich das ja gut, aber manchmal ist das ja auch mehr Theorie und Marketing als Praxis, daher die Nachfrage). Dann würde ich auf jeden Fall den Kompromiss für den rechten Bereich eingehen - wäre dann ja nur 5 statt 16 Regner...Ich schau mir die Düsen mal näher an!

    Zu deinen Anmerkungen:
    1. Die grüne Wand ist nur ein Hecke. Darf also nass werden. Ich muss jetzt nicht den Nachbarsgarten mit bewässern, aber es ist unkritisch, wenn da Wasser hingelangt.
    2. Was für Maße wären noch erforderlich? Der Plan ist maßstabsgerecht, es müsste also alle Breiten erkennbar sein. Ich habe aber nun nochmal ein paar Maße zur besseren Übersicht eingetragen. Ergeben sich daraus noch Dinge, die ich aus deiner Sicht berücksichtigen sollte? Ansonsten würde ich mir jetzt erstmal die Düsen genauer anschauen und dann damit planen.
    3. Der Nord-Streifen ab dem Haus spielt erstmal keine Rolle. Diesen möchte ich mit den Hunter Seitenstreifendüsen SS-918 bewässern. Habe ich auch schon probeweise im Kiesstreifen verlegt und das klappt soweit gut!

    Besten Dank!
     

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  • merls

    merls

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    @MW1986
    die Maße reichen alles im Bereich von 3Metern kann man sehr gut mit den HE-VAN Düsen bewässern.
    Und ja ich finde die Wasserverteilung auch im Nahbereich sehr gleichmäßig.
    Sofort nach dem einschalten der Bewässerung sieht man im kompletten Bereich der Düse sofort Wasserperlen auf dem Rasen. Ich habe zwar noch keine Becher aufgestellt um den Bereich zu testen, aber nichts ist gelb dort weder nah an der Düse noch im Randbereich, das reichte mir :)

    @spacestar11
    soweit mir bekannt passen die HE-VAN Düsen auch auf die Hunter Regner ich müsste gerade Lügen wenn ich bheaupte ich wäre mir da sicher. Bei mir sitzen sie auf den Rainbird 1800er Aufsteigern.
     
  • M

    MW1986

    Mitglied
    Alles klar, dann werde ich so planen! Dank dir!

    @spacestar11
    Das war auch das erste, was ich nachgeschaut habe. Nach meiner Recherche sollten die Düsen mit Hunter-Gehäusen kompatibel sein.
     
  • S

    spacestar11

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    Zu beachten ist, dass die HE-VAN Düsen die doppelte Wassermenge m³/h gegenüber der MP Rotator benötigen.
     
    merls

    merls

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    Das stimmt, jedoch denke ich das dadurch das man auf Kopf zu Kopf beregnung verzichten kann und man entsprechend weniger Regner benötigt sich das fast wieder ausgleicht. Man muss natürlich nach dem einzeichnen mal rechnen wie man hin kommt.

    Wieviel m³ Wasser bei wieviel Druck hast du denn zur Verfügung. Brunnen - Leitungswasser?
     
  • M

    MW1986

    Mitglied
    Bei mir ist die Ausgangslange nicht gut.

    Aktuell besteht nur ein Außenwasserhahn. Bei offener Leitung habe ich gemäß Eimer-Test zwar 1.500 l/h (statischer Druck ~5 Bar) zur Verfügung. Bei 3,5 Bar Fließdruck sind´s dann allerdings nur noch 650 l/h. Die Engstelle wird wohl die Stichleitung zum Außenwasserhahn mit DN15 sein, also auch nicht einfach zu verbessern.

    Ich hatte zunächst ein Angebot für einen Brunnen angefragt, jedoch war nach dem Angebot von gut 5.000 EUR die Idee schnell wieder verworfen.

    Insofern ist mein Vorgehen nun so:
    1. Regner planen
    2. Testläufe mit dem vorhandenen Hauswasseranschluss, um die Lage in der Praxis zu bewerten
    3. Mit diesen Erkenntnissen die erforderlichen Kreise mit dem bestehenden Anschluss ermitteln (ist klar, werden einige sein)
    4. Weitere Brunnenbauer anfragen
    5. Kosten für das Setzen einer neuen Leitung ermitteln (Dimensionierung dann gemäß Regner-Planung und optimaler Kreisbildung)
    6. Lösungen 3-5 aufwands- und kostenmäßig gegenüberstellen
     
    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Gibt noch ne Lösung:

    -IBC Container besorgen und in der Nähe des Aussenwasserhahns an unauffälliger Stelle psoitionieren.
    -IBC Container Lichtdicht verkleiden (gibt schwarze Folie dafür oder halt nen Holzkasten drum herum bauen)
    -Wasserpegelschalter Wasserpegelschalter WPS 1000 V2 - jetzt mit 10 Meter Sensorkabel | H-Tronic Ladetechnik kaufen, Sensor auf knapp 100% Füllstand des IBC Containters einbauen und den pegelschalter als öffner einstellen. (Sensor ist nass, steckdose ist aus. nen 24V AC/AC Netzteil kaufen und ein Magnetventil an den Aussenwasserhahn anschliessen.
    -3/4" Schlauch an das Magnetventil anschliessen und zum IBC COntainer führen. hier dann so nen Decken kaufen: REKUBIK IBC Deckel mit 1x 1 Außengewinde Deckelgröße DN 150: Amazon.de: Garten
    und hier dran anschliessen mittels Schlauchtülle.
    (Sobald der Sensor nicht mehr im Wasser ist wird automatisch nachgefüllt bis der Sensor wieder nass ist)

    unten an den Container kommt dann eine normale 5Stufige Kreiselpumpe wie ich sie schon x-mal empfohlen habe in vielen Threads und ein Durchflusswächter.

    Damit hast du etwa 3,5m³ Durchfluss bei rund 3,5-4Bar zu Verfügung und kannst mit sehr wenig Strängen planen.
    Hast du irgendwann vielleicht doch einen Brunnen so kannst du wenn er genug liefert einfach den IBC Container überbrücken und direkt aus dem Brunnen mit ner Tiefbrunnenpumpe fördern die ähnliche Werte schafft, oder du förderst mit ner kleinen Pumpe einfach weiter in den IBC Container.

    Kosten:
    IBC Container bei Kleinanzeigen ~40-60€
    Pegelschalter mit Magnetventil und Netzteil knappe 100€
    Kreiselpumpe mit Druckwächter ~160€

    Besten Gruß
    Torsten
     
  • M

    MW1986

    Mitglied
    Ah, klasse! Ich hatte tatsächlich im Forum schon das ein oder andere über solche „Umwege“ (also Außenwasserhahn -> Behälter -> Pumpe -> Bewässerung) gelesen, war da gedanklich aber immer im Bereich Zisterne und unterirdisch.

    Das Ganze oberirdisch mittels Container zu lösen kam mir nicht in den Sinn und ist ja sogar kostenmäßig eine sehr interessante Alternative.

    Vielen Dank für den Vorschlag!
     
    merls

    merls

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    Hab das bei mir genau so gelöst, jedoch mit nem Brunnen zum Nachspeisen der halt leider nur 400l/h Wasser dauerhaft hergibt. Das hätte für ne Bewässerungsanlage hinten und vorne nicht gereicht.
    Daher der Umweg und es läuft seit 2 Jahren perfekt :)

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Mal noch eine (vielleicht blöde) Frage:
    Den oberen Nord-Bereich will ich ja mit den Hunter SS918 Seitenstreifen-Düsen bewässern.

    Bei den Rainbird HE VAN Düsen steht, dass die Niederschlagsmengen mit den Rainbird MPR Düsen abgestimmt sind. Das heißt für mich, dass ich sie - was die Niederschlagsmengen angeht - an einem Strang betreiben kann und eine gleichmäßige Bewässerung habe, richtig?

    Wenn dem so ist:
    Es gibt die Typenreihe 15-MPR-Rechteck mit folgenden Leistungsdaten:


    Wenn ich die Rainbird 9SST mit den Hunter SS918 vergleiche, stelle ich fest, dass die komplett identisch sind:
    1565711323822-png.628704


    Heißt für mich in der Konsequenz, dass ich - was die Niederschlagsmenge angeht - keine unterschiedlichen Stränge vorsehen muss, sondern die Hunter SS-918 mit den Rainbird HE VAN an einem Strang betreiben kann.

    Korrekt?
     
    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Wenn die Niederschalgsmenge identisch ist kannst du diese Regner an einem Strang betreiben da sie ja für die gleiche Niederschlagsmenge gleich lange laufen müssen.

    Würdest du jedoch Regner mit einer höheren Niederschlagsmenge im gleichen Strang betreiben, so würden diese ja im gleichen Zeitraum deutlich mehr Wasser auf die Fläche bringen als die anderen und das vermeindet man weil man ja immer so lange laufen lassen muss, bis die am schlechtesten Bewässerte Fläche genug Wasser bekommen hat. In der Zeit wäre die andere Fläche aber überbewässert und das wäre sinnlose Verschwendung.

    Daher immer schauen das die Niederschlagsmenge der von einem Strang bewässerten Fläche gleich ist.
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Habe ich dem Grunde nach verstanden, dachte allerdings, dass ich - solange ich mich im gleichen Düsentyp(richtiges Wort?), z.B. HE-VAN-Düsen, bewege - alle kombinieren kann, weil die aufeinander abgestimmt wären. Ich stelle nun aber bei genauerem Blick auf die Leistungsdaten fest, dass dies nicht der Fall ist.



    Das heißt also, dass ich z.B. eine 8-HE-VAN Düse nicht an einem Strang mit einer 10-HE-VAN Düse betreiben sollte (oder in Kauf nehmen müsste, dass die 8-HE-VAN mehr ausbringt als benötigt, weil ich solange bewässern muss, bis die 10-HE-VAN die gewünschte Menge erreicht hat).

    Nachfrage zum Verständnis
    Beispiel: Ich habe einen Bereich, in dem ich 2x3m Radius und 1x2,4m Radius benötige.
    Variante 1: 2x10-HE-VAN (3m) + 1x8-HE-VAN (2,4m)
    --> schlechte Variante, da entweder 2 Stränge oder ungleichmäßige Niederschlagsmenge
    Variante 2: 2x10-HE-VAN (3m) + 1x10-HE-VAN (Wurfweitenreduzierung um 20% = 2,4m)
    --> richtige Variante, da gleichmäßige Niederschlagsmenge an einem Strang
     
    merls

    merls

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    Variante 2 wäre die, die du in Punkto gleichmäßige Bewässerung wählen solltest.
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Hier nun meiner 1. Entwurf der Gesamtplanung. Freue mich über Verbesserungsvorschläge und Feedbacks dazu - gar nicht so einfach das Ganze :)

    Im Groben bin ich glaube ich schon ganz zufrieden, im Feinen gab´s allerdings die ein oder andere Stelle, wo ich etwas "flicken" musste. Vielleicht hat ja jemand noch bessere Ansätze (ausdrücklich auch unter Berücksichtigung der Gesamtplanung - falls ganz andere Ansätze (Aufteilung, Regnerauswahl etc.) besser wären, bin ich absolut offen dafür)!

    Anmerkung:
    - Die nun schwarz markierten Bereiche sind oder werden entsprechend umgestaltet, dass dort keine Bewässerung notwendig ist.
    - Die farblichen Unterschiede deuten noch nicht auf Bewässerungsstränge hin, sondern sind nur zur Übersichtlichkeit hinsichtlich Beregnertypen.
     

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    M

    MW1986

    Mitglied
    Hier nun meiner 1. Entwurf der Gesamtplanung. Freue mich über Verbesserungsvorschläge und Feedbacks dazu - gar nicht so einfach das Ganze :)

    Im Groben bin ich glaube ich schon ganz zufrieden, im Feinen gab´s allerdings die ein oder andere Stelle, wo ich etwas "flicken" musste. Vielleicht hat ja jemand noch bessere Ansätze (ausdrücklich auch unter Berücksichtigung der Gesamtplanung - falls ganz andere Ansätze (Aufteilung, Regnerauswahl etc.) besser wären, bin ich absolut offen dafür)!

    Anmerkung:
    - Die nun schwarz markierten Bereiche sind oder werden entsprechend umgestaltet, dass dort keine Bewässerung notwendig ist.
    - Die farblichen Unterschiede deuten noch nicht auf Bewässerungsstränge hin, sondern sind nur zur Übersichtlichkeit hinsichtlich Beregnertypen.
    Keiner ne Meinung dazu? :(
     
    merls

    merls

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    Kann da keine groben Schnitzer erkennen. Soweit ich sehen kann hast du die Kopf an Kopf Beregnung top umgesetzt. Einzig bei den Streifendüsen kenne ich bisher niemand der die im Einsatz hat und sagen könnte ob Kopf an Kopf nötig ist oder nicht. Aber du solltest davon ausgehen das sie eher ein ovales Spritzbild haben und vorallem die Ecken in der maximalen reichweite eher unterversorgt sind. Dies würde ich definitiv erstmal oberirdisch aufbauen und mal mit Honiggläsern testen bevor ich es verbuddel.
     
    M

    MW1986

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    Alles klar, dank dir! Dann geh ich mal so in die Wasserbedarfsermittlung und Strängeplanung!

    Die Streifendüsen hab ich schon oberirdisch aufgebaut. Es kommt auf jeden Fall schonmal überall Wasser an, aber ich muss noch messen, wie gleichmäßig die Verteilung ist. Ggf. setze ich sie dann noch enger und einen dazu.

    Da es die Nordseite ist, hab ich dort allerdings insgesamt nicht den Anspruch einer 100% Lösung und komme mit dem oberirdischen Aufbau bisher gut über den Sommer (ist derzeit provisorisch im Traufstreifen verlegt).
     
    M

    MW1986

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    So, wieder einen Schritt weiter. Ich habe nun die Leitungsstränge geplant und würde gerne von euch nochmal checken lassen, ob
    a.) meine Überlegungen und Berechnungen
    b.) die Schlussfolgerungen dazu
    korrekt sind.

    Wie bin ich vorgegangen?

    1. Strangbildung aufgrund Beregnungsmenge/h nach Regnertyp
    Strang 1 (lila):
    - RB 10-HE-VAN-Düsen
    - laut Datenblatt 44mm/h im Vierecksverbund
    - Ausnahme: eine RB 12-HE-VAN-Düse mit 40mm/h; hierfür wollte ich keinen eigenen Strang bilden, sondern nehme die Ungleichmäßigkeit in der Ausbringsmenge hier in Kauf)

    Strang 2 (blau):
    - Hunter Streifendüsen (SS-918 und ES-515)
    - Warum auch immer gibt es keine mm/h-Angaben dazu, ich habe aber mal eine zu Testzwecken aufgestellte Eckstreifendüsen laufen lassen und per Regenmessbecher hat diese 44mm/h ausgebracht
    - Ausnahme: zwei entfernt gelegene RB 8-HE-VAN-Düsen, hierfür wollte ich keinen eigenen Strang bilden, sondern nehme die Ungleichmäßigkeit in der Ausbringsmenge hier in Kauf; ggf. kriegen beide noch einen Gegenspieler, sodass sich die Ausbringsmenge an der Stelle verdoppelt)

    Strang 3 (+4) (rot + Weiß):
    - Hunter MP1000 + MP2000
    - können laut Datenblatt an einen Strang, Ausbringungsmenge 11mm/h
    - Aufteilung dennoch auf 2 Stränge, wenn meine Überlegungen korrekt sind: siehe weitere Erläuterung unten

    2. Wasserbedarf pro Strang ermitteln
    Grundsätzliches Vorgehen (Beispielberechnung anhand Regner A2: RB 10-HE-VAN-Düse)
    - Werte laut Datenblatt: Reichweite 3 Meter bei 2,1bar, Wasserbedarf 0,41 m³/h)
    - Benötigte Einstellung laut Planung: Reichweite 2,4m (80%), Winkel: 180°
    - Ermittlung Wasserbedarf nach benötigtem Winkel: 0,21 m³/h
    (soweit ich es verstanden habe, sind die 0,41 m³/h laut Datenblatt bei 360° -> 0,205 m³/h bei 180°)
    - Ermittlung Wasserbedarf nach Leistungsreduzierung aufgrund benötigter Reichweite: 0,16m³/h
    (ich nehme an, dass sich der Wasserbedarf gleichermaßen reduziert, wenn ich aufgrund der benötigten Reichweite die Leistung reduziere 0,21 m³/h bei 180° und 100% (3m) = 0,16m³/h bei 80% (2,4m))

    Wasserbedarf pro Strang
    - dies habe ich für jeden Regner gemacht und je Strang zusammengerechnet - folgende Werte:
    - Strang 1 (lila): 1,31 m³/h
    - Strang 2 (weiß): 1,57 m³/h
    - Strang 3 + 4 (rot + weiß): 2,52 m³/h

    3. Abgleich verfügbare Wassermenge
    - ich plane mit der IBC-Container-Lösung aus #10 von @merls
    - die 3,5 m³/h überschreite ich mit keinem Strang, also am Punkt der Wasserentnahme wäre das mit 3 Strängen zu machen
    - limitierender Faktor ist allerdings noch die Nachbefüllung durch den Außenwasserhahn, wenn ich mehr entnehme, als nachgefüllt werden kann (der Druck ist da zwar egal, daher ja der zwischengeschaltete Container, aber dennoch liefert die Leitung dann ja trotzdem nur den Maximalwert bei voll aufgedrehtem Hahn)
    - folgende Berechnung habe ich daher angestellt (Berechnung anhand Strang 3 (aus dem im Ergebnis 3 + 4 werden würde):

    Ausgangslage
    - 1.000 Liter stehen sofort zur Verfügung (Container)
    - ca. 1.300 Liter liefert die Leitung bei voll aufgedrehtem Hahn -> 21,7 l/min
    - Wasserbedarf des Strangs: 2,52 m³/h -> 42 l/min

    Berechnung / Überlegung (alle Zeiten konservativ auf volle Werte abgerundet)
    - bei 42 l/min dauert es 23 Minuten, bis die 1.000 Liter im Tank leer sind
    - in dieser Zeit konnte die Leitung bei 21,7 l/min 498 Liter nachliefern
    - bei 42 l/min dauert es 11 Minuten, bis die 498 nachgelieferten Liter leer sind
    - in dieser Zeit konnte die Leitung bei 21,7 l/min 238 Liter nachliefern
    - bei 42 l/min dauert es 5 Minuten, bis die 238 nachgelieferten Liter leer sind
    - in dieser Zeit konnte die Leitung bei 21,7 l/min 108 Liter nachliefern
    - bei 42 l/min dauert es 2 Minuten, bis die 108 nachgelieferten Liter leer sind
    - in dieser Zeit konnte die Leitung bei 21,7 l/min 43 Liter nachliefern
    - bei 42 l/min dauert es 1 Minute, bis die 43 nachgelieferten Liter leer sind
    - ab diesem Punkt wird nicht mehr genug geliefert, um die Entnahme zu decken
    ==> Schlussfolgerung: Ich könnte den Strang 23+11+5+2+1 = 42 Minuten laufen lassen und müssten dann eine Pause einlegen bis der Container wieder vollgelaufen ist.
    ==> Da die Hunter MP 11mm/h beregnen, müssen sie bei einer gewünschten Wassermenge von 15mm/qm ca. 82 Minuten laufen.
    ==> Möglichkeit 1: Ich unterbreche nach besagten 42 Minuten und lasse ihn dann nochmal 40 Minuten laufen.
    ==> Möglichkeit 2: Ich teile die MP in 2 Stränge auf.

    Da ich bei Möglichkeit 1 sehr nah dran wäre, sogar ein zweites mal pausieren zu müssen, tendiere ich zu Möglichkeit 2. Würde zwar mehr Material und Verlegeaufwand bedeuten, dafür habe ich Puffer, falls sich mal was verändert, ein Regner dazu kommt o.ä..

    Sind alle meine Überlegungen so korrekt, sodass meine Planung aufgeht oder gibt es Einwände?

    Besten Dank.

    P.S.: Der Vollständigkeit halber hier noch die Auflistung der Regner und Werte als PDF, Excel-Datei wird nicht unterstützt?
     

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    R

    rumper

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    Ein 2. Tank und die Probleme wären gelöst.
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Ja, schon richtig. Allerdings wäre das eben auch wieder ein weiterer „Klotz“ auf dem Grundstück und davor scheue ich mich noch ein bisschen - zumal ich ja auch nur von 4 auf 3 Stränge reduzieren könnte (die 3 benötigte ich in jedem Fall aufgrund der Regnertypen). Ist noch nicht ganz vom Tisch - muss noch ein paar Dinge messen, aber eher nicht. Dann würde ich wohl eher auf 4 Stränge gehen oder eben 3 mit Bewässerungspause beim MP-Strang.

    Ansich sind meine Überlegungen zur Ermittlung und Berechnungen aber korrekt, ja? Das wäre erstmal wichtig, bevor ich eine Lösung überlege, die ich vielleicht gar nicht brauche, weil das Problem gar nicht besteht ;-)
     
    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Deine Überlegungen sind soweit korrekt, wobei ich dir raten würde nicht auf den Liter genau zu rechnen.
    Die Abnahmeöffnung unten im IBC sollte nie trocken werden damit die Pumpe keine Luft zieht.
    Also lieber etwas konservativer rechnen.

    In 2 Stränge aufteilen geht natürlich auch. Dann beim ausprobieren mal schauen wie lange du sie wirklich laufen lassen kannst. auf 1mm kommts am ende nicht an. Dann läuft der Strang halt nur 41min statt 42 oder 43. Das ist kein Beinbruch :)

    Kleiner Tip am Rande, man kann 2 IBC Container auch übereinander stapeln. Mit Profilholz verkleidet
    und ein paar Blumenkänsten drangehängt sieht das sehr schön aus.

    Du brauchst dafür: ibc Tankverbindung DN50 übereinander - für 2 Tanks

    Lieben Gruß
    Torsten (wieder aus dem fast 4 Wochen urlaub zurück)
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Alles klar, besten Dank. Dann kenne ich nun die Optionen und schaue mal, was es am Ende wird. :)
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    @merls Noch eine Frage, bevor ich hier unbeholfen dumme Dinge mache :D: Wie hast du die Durchführung und Befestigung des Sensors gemacht?
     
    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Hallo MW1986,
    entschuldige die späte Antwort, bin immo so gut wie gar nicht am PC. Auf private Nachrichten reagiere ich jedoch gerne.

    Ich habe einen Edelstahl Gewindestab M10 genommen. Der passt mit 1m Länge genau in den IBC.
    Neben die Öffnung oben ein 10er Loch gebohrt und ein 8er oder so daneben wo die kabel durch gingen.
    Mit Edelstahl Muttern und Unterlegscheiben habe ich den Stab dann von innen und aussen gekontert.

    Die Pegelsensoren einfach mit Kabelbindern an den entsprechenden Positionen am Stab befestigt.
    PS: Denen isses egal ob sie nach oben oder untern zeigen :)


    Hier mal ein Bild davon:
    img_7628-jpg.644742
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    @merls Super, besten Dank! Gerade alles gekauft dafür 😊
     
    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Viel Spass .-)
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    @merls Mittlerweile alles verbaut. Hab’s aber im Deckel gemacht, wollte den Container unbeschädigt lassen. Elektronik übergangsweise in einer wasserdichten Box bis ich das Pumpenhäuschen gebaut hab. Derzeit bin ich noch am bauen der Verkleidung für den Container (Rückwand vom ersten „L“ sieht du im Hintergrund vom Container)

    Läuft alles top! Lieben Dank nochmal für die Container Lösung und die Unterstützung :)
     

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    merls

    merls

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    Servus mein Lieber das sieht doch gut aus :)
    ich hatte es auch erst im Deckel, aber mir ging das ständige Kabel mit drehen auf die nerven wenn ich mal reinschauen wollte zwecks Algenbildung, Wasserstand und Sensoren kontrollieren.
    Daher hab ichs dann irgendwann nebendran gesetzt damit der Deckel jederzeit ab kann ohne die Sensorkabel mitzudrehen. :)

    Mein Bruder hat sich gerade zum schnellen "verkleiden" den hier gekauft. Macht nen sehr wertigen stabilen Eindruck und sieht gar nicht mal so Sch*** aus .-)
    ibc-design-uv-schutzhaube-ivy -Einfach mal nach Googeln
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Danke für den Tipp...aber ich glaube bis zur Fertigstellung der Holzverkleidung komme ich ohne aus...sind dann ja doch 60 Taler. Und ich bin ja auf der Zielgraden. 2 Wände stehen. Die anderen beiden sind schon zurecht gesägt, also „nur“ noch zusammenschrauben, schleifen, malern und an die schon stehenden Wänden anschrauben. Deckel geht dann ja verhältnismäßig schnell. Hoffe in 2 Wochen bin ich durch :)

    Musste da leider ein bisschen pausieren, da wir hier im Norden einige windige und regnerische Tage hatten...

    Tust du eigentlich was gegen eine mögliche Sensor Fehlfunktion? Also, dass das Magnetventil geöffnet wird / bleibt, obwohl der Sensor nass ist?
     
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    merls

    merls

    Foren-Urgestein
    Ich habe einen Regendieb an dem Regenrinnen Fallrohr der Garage neben dem der IBC Containter steht.
    Der Anschluss an den IBC ist durch eine Bohrung am oberen Rand und ner Tankdurchführung geregelt.
    Diese Variante fungiert im Falle einer Fehlfunktion gleichzeitig als Überlauf.
    Da ich mit Brunnenwasser den IBC Fülle könnte höchstens der Brunnen irgendwann leergesaugt werden oder die Pumpe überhitzen. Eine zusätzliche Sicherung habe ich nicht dagegen.
    Du könntest aber wenn du auf 150% Sicherheit gehen möchtest noch einen Sensor zwischenschalten als 100% Notstop Sensor und damit den anderen Wächter in Reihe schalten. Dadurch das dieser Sensor nie nass werden sollte ist der hauptsensor für die nachfüllung immer unter strom. Durch die Dauerhaft nicht Nutzung könnte dieser jedoch auch irgendwann mal "festgebacken" sein. Sog. Relaiskleben.

    Es gäbe noch die möglichkeit ein Zeitrelay einzubauen. Das habe ich für den Trockenlauf als Schutz eingebaut.
    wird der Trockenlauf Schutz (5% Füllstand) aktiviert, so läuft ein zeitrelay mit das erst nach 30min wieder die Pumpe zuschaltet, sofern sie denn über den Pumpenwächter gesteuert laufen sollte, damit sie nicht dauernd anspringt sobald die kleine Brunnenpumpe ein paar liter über Sensorlevel nachfegefüllt hat.

    So ein Zeitrelais kann man auch zwischen Steckdose und Magnetventil einbauen und der Nachspeisung damit eine maximale Auffüllzeit vorgeben. Wird die überschritten schaltet das Zeitrelais den Strom vom Magnetventil ab, bis das Zeitrelais wieder einmal stromlos war und erneut Strom bekommt. (Stecker ziehn und wieder reinstecken)

    Ansonsten gäbe es natürlich noch deutlich teurere Steuergeräte die solche Schutzfunktionen schon integriert haben.
     
    M

    MW1986

    Mitglied
    Super, dank dir...dann habe ich gleich 2 Alternativen, falls mir das zu unsicher ist / wird. Mal gucken, ob ich was machen werde, im Moment ist das erstmal alles „neu“...hatte als Büro Mensch nie mit Bewässerung und / oder Elektrik zutun *lach*. Hab schon komisch geguckt, als ich unmontierte Kabel von Pumpe / Druckwächter in der Hand hatte und damit was machen sollte :D

    Aber hab mich an alles rangewagt und klappt alles 1A mit Pumpe, Ventilen und Steuerung sowie Wassernachspeisung per Sensor :)

    Jetzt erstmal ein bisschen beobachten und Erfahrung sammeln, vielleicht reicht dann auch mein Vertrauen in das Konstrukt!
     
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