Hilfe mit Berechnung Beregnungsanlage

P

pez33

Mitglied
Erstmal hallo an alle...

ich spiele schon seit längerem mit dem gedanken in meinem garten eine beregnungsanlage zu installieren. Jetzt habe ich endlich mal die zeit gefunden mich mit der planung näher auseinanderzusetzen. leider stecke ich ein bisschen bei der bestimmung meiner anschlussleistung, bzw. bin mir ein bisschen unsicher.

ich möchte ca 300m² bewässern (zur veranschaulichung habe ich einen plan angehängt). vorerst muss ich mit einem außenwasserhahn zur speisung der anlage vorlieb nehmen. habe mit einem manometer den statischen druck gemessen. er liegt bei 3,8 bar. der 10L eimer ist in 20s voll (1800l/h). da dachte ich noch, das ist ja schon mal nicht sooooo schlecht.

da ich eventuell hunter mp rotatoren einsetzen möchte, habe ich die verfügbare wassermenge bei 2,8 bar gemessen. hier komme ich jedoch nur auf läppische 600l/h (10l/min). das ist meinem verständnis nach schon etwas mager.

mich wundert nun diese hohe differenz. kann das so stimmen? oder ist evtl etwas an meinem messaufbau falsch? habe auch ein bild davon angehängt. ich habe den außenwasserhan voll aufgedreht und den einen hahn (der den eimer speist) so weit zugedreht, bis am manometer (am anderen hahn angeschlossen) 2,8 bar druck angezeigt wurden. anschließend habe ich die zeit gemessen, die benötigt wird, um den eimer zu füllen. kann das eine rolle spielen, dass der verteiler einen etwas dünnen durchmesser hat (siehe bild)?

bin mir nun nicht so ganz sicher, ob die bewässerung mit dieser anschlussleistung überhaupt sinn macht.

es ist mir klar, dass ich nicht meinen garten in einem strang bewässern kann. hätte mir vorgestellt einen strang für den vorderen teil (die ca.12mx12m) und einen für die seite. aber mit 10l/min wird das so wohl nichts werden.

kann mir hier jemand weiter helfen, ob ich wo einen denkfehler habe?

vielen dank für eure bemühungen
 

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  • M

    Moister

    Mitglied
    Ich hoffe ich verrechne mich nicht schnell:
    Rotatoren typisch bei optimaler Anordnung:
    12mm / h = 12l / h / m²
    Du hast 600l / h (das kommt bei einem Wasserhahn schon hin).
    600l / h durch 12l / h / m² = 50m²
    Du hast 365m²
    Also mußt du mit 6 bis 7 Regnerkreisen rechnen.

    benötigte Wassermenge Rasen pro Woche : 25l / m² bis zu 40l / m² bei großer Trockenheit
    d.h. 2 bis 4 Stunden eines Kreises pro Woche
    mal 6 Kreise: 12 bis 24 Stunden Bewässerungszeit pro Woche.
    Soll heißen: Wärend einer längeren Hitzeperiode ist dein Wasserhahn pro Woche einen ganzen Tag aufgedreht.
    (sind eben 365m² Rasenfläche; oder geht da die Gebäudefläche noch weg?)

    Oder ich habe einen Rechen- und Denkfehler drin!
     
    P

    pez33

    Mitglied
    hallo moister...

    tja... ich bin bei meinen ersten rechnungen auch in diese richtung gekommen... ich war mir nur nicht sicher, ob ich einen denkfehler bei der messung, einen messfehler oder ein verständnisproblem habe.

    das ganze grundstück ist 365m². d.h. es kommen noch ca. 65m² grundfläche vom haus weg. was ich allerdings zur vereinfachung noch verschwiegen habe, dass die längste seite sowie die zwei kurzen seiten mit hecken bepflanzt sind, und zwei hochbeete mit je 2x1m auch noch bewässert werden sollen...

    so wie ich das sehe, wird das eher ein schwieriges unterfangen.

    mal überlegen, ob ich nicht irgendwie ne dickere leitung aus dem keller holen kann (kostenfaktor)

    vielen dank für die hilfe
     
    M

    Moister

    Mitglied
    Schau mal ob du im Keller (Heizungskeller) einen Hahn an einer Zuleitung hast. Vielleicht kannst du da mal messen.
    Und bastel dir einen Messadapter mit einem T-Stück fürs Manometer und einem Hahn, nicht dass der Y-Wasserverteiler doch mehr Einfluss hat als man vermutet.
    Und später (wenn nicht schon vorhanden) an eine separate Gartenwasseruhr denken.
    Good Luck!
     
  • P

    pez33

    Mitglied
    Hm... Ich habe tatsächlich im keller gleich nach wasseruhr und filter einen hahn... Da werd ich mal messen... Das ist ne gute Idee.

    War ziemlich verwundert über diese Differenz... Aber wenn du sagst das klingt plausibel...

    Meine Vorgehensweise ist prinzipiell ok so?

    Schöne Grüße
     
  • P

    pez33

    Mitglied
    Hab gerade direkt nach wasseruhr und filter gemessen... Hier komme ich auf ca. 37, 5l/min.

    Klingt schon mal nicht so schlecht...

    Wird der verlust durch die dünnere verrohrung zum außenwasserhahn verursacht oder?

    Schöne Grüße
     
  • M

    Moister

    Mitglied
    Naja, dann bist du für den 10l Eimer bei 16,2s und oben am Hahn waren es 20s.
    Oder hast du mit 2,8bar gemessen? Dann wäre es ja eine riesige Verbesserung.

    Leitung nach aussen: Kommt drauf an wie dick die Leitung ist.. Wenn die nur 1/2" ist dann auf jeden Fall. Bei uns sind die 3/4".
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Jop... Die 16s sind schon bei 2,8bar. Ist ja eigentlich der ausschlaggebende wert oder?
    Was wiederum bestätigt, dass mein messaufbau nicht der limitierende Faktor ist.

    Ganz offen hab ich dann gar nicht mehr gemessen.

    Oft liest man, dass mit dem "eimertest" nur offen gemessen wird. Versteh eigentlich nicht ganz, warum das so gemacht wird. Ich muss ja den volumenstrom beim optimalen druck der regler wissen oder?

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, steigt der druck, wenn ich weniger als die gemessene Wassermenge entnehme oder? Was passiert dann an den regnern? Schadet das den regnern? Werden die ineffizient? Muss der druck geregelt werden?

    Sry für meine vielleicht etwas naiven fragen. Ist das erste Mal, dass ich mal über wasserverteilung genauer nachdenke. Und ich möchte das gerne vorher verstehen, bevor ich herumbastel und mich dann ärgere, weil nix geht.

    Bin mir nicht sicher, was das für Leitungen sind. Werd morgen mal nachmessen.

    Danke für deine hilfe
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Die Regner sind dafür gebaut, dass bei ihnen bis zu etwa 4 Bar ankommen ohne dass sie kaputtgehen. 2,8 Bar im Messaufbau sind übrigens nicht der korrekte Wert zur Messung. Die 2,8 Bar müssen bei dem Regnern noch ankommen. Davor sind Leitungsverluste, die sich bei kleinen Grundstücken mit 0,2-0:3 Bar in Grenzen halten, und Verluste an Ventilen. Filter ist ja schon erledigt. Beim Ventil kannst Du von 0,1 Bar ausgehen. Verlässliche Werte gibt es bei 3,1 Bar.

    Kann es sein dass dein Filter gereinigt werden müsste? Bei haushaltsüblichen Mengen fällt das nicht in's Gewicht. Weiterhin kann es nötig sein den Druckminderer etwas hochzudrehen.

    In den USA, wo Beregnung anders als hier von Planern und Handwerkern mit formalisierter beruflicher Ausbildung installiert wird, ist die Eimermethode längst gestrichen. Sie ignoriert die Sicherheitsaspekte beim Umgang mit Trinkwasserleitungen komplett. Dort wird der Druck an der Übergabestelle und die Leitungsstärken festgestellt, daraus lässt sich die maximale sichere Menge ermitteln die ohne Leitungsrisiken geht.
     
    G

    Grostansio

    Mitglied
    Welchen Durchmesser hat denn deine Leitung, die zum Wasserhahn führt?

    @Moister du sagst, dass bei einer 3/4" Leitung mehr Wasser bei gleichem Druck durch geht. Macht ja auch sinn.
    Jetzt kommt es halt drauf an, wie man das Bewässerungssystem an das Wassernetz anschließt, wenn ich das mit der Gardena Anschlussdose mache, habe ich ja trotzdem hier eine Verengung, da ist es doch egal wie dick die Leitung davor ist?
     
  • P

    pez33

    Mitglied
    Hallo,

    die rohre sind bei uns mit 16x2mm beschriftet, was wohl die 1/2 zoll sind.

    Hinzu kommt, dass wir auch noch eine entkalkungsanlage haben. Die wurde nachträglich eingebaut. Deshalb hängt auch das gartenwasser da drauf (noch ein grund mehr, eine neue, größere gartenwasserleitung zu legen). Die wird wahrscheinlich auch ihren teil zum druckverlust beitragen...

    @top_gun_de Filter wurde erst vor kurzem rückgespült.

    Schöne Grüße
     
    M

    Moister

    Mitglied
    Jetzt kommt es halt drauf an, wie man das Bewässerungssystem an das Wassernetz anschließt, wenn ich das mit der Gardena Anschlussdose mache, habe ich ja trotzdem hier eine Verengung, da ist es doch egal wie dick die Leitung davor ist?
    Die Dosen gibts halt von Gardena weil deren Produktsortiment den Gartenbesitzer anspricht, der den Aussenwasserhahn hat und jetzt eine Bewässerung basteln will. Die Einspeisedose ist eigentlich die Möglichkeit das ohne Installateur zu bewerkstelligen.
    Wenn du deine Wasserzuleitung im Keller anzapgst, legst du natürlich gleich ein dickeres Rohr zum Garten und dort geht es weiter mit "dickem Rohr".

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, steigt der druck, wenn ich weniger als die gemessene Wassermenge entnehme oder? Was passiert dann an den regnern? Schadet das den regnern? Werden die ineffizient? Muss der druck geregelt werden?
    Naja, richtig ist: Mit höherer Entnahmemenge sinkt der Druck weiter ab.
    Was den zu hohen Druck angeht:
    Die Düsengehäuse sind bis bis 6bar "zugelassen". D.h. wenn man 6bar ruckartig einschaltet steigen die schlagartig hoch,nehmen aber keinen mechanischen Schaden (da noch innerhalb der Spezifikation betrieben).
    Bei den Düsen ist es meistens so dass ein höhrer als der in den Tabellen angegebener keine nennenswert höhere Reichweite ergibt. Die Düsen fangen dann an zu "misten", zu deutsch sie vernebeln zunehmend feiner.
    Bei meinen Hunter Rotatoren sehe ich das ähnlich. Wenn die deutlich über 3bar am Düsengehäuse bekommen wird die Reichweite vielleicht noch um 15cm höher. Vielleicht nimmt die Drehgeschwindigkeit noch etwas zu... minimal.
    Druckbegrenzer brauchst du bei gescheiter Planung nicht. Wenn, dann verbaue Ventile mit Durchflußregler.
     
    T

    top_gun_de

    Guest
    Wenn man das Gefühl hat dass die Regner zuviel Druck bekommen gibt es eine einfache Abhilfe:

    An Ventilen mit Durchflussbegrenzung dreht man die Schraube für Durchflussbegrenzung etwas zu. Das ist in der Wirkung eine Drucksenkung. Ventile mit Durchflussbegrenzungschraube kosten nur 2-3€ mehr und sind die empfehlenswerte Alternative aus mehreren Gründen.

    Für normale Getrieberegner bitte aufpassen: Etwas Sprühnebel ist da gewollt und gehört zum sogenannten "Rain Curtain", also der Vielzahl von unterschiedlich schnellen Wassertropfen die für eine Wasserverteilung über die Wurfweite führen.

    Bei Rotatoren soll man runterregeln wenn der Regner zu langsam dreht.

    Zwischendurch kam noch die frage, ob eine Engstelle nicht das ganze System limitiert, auch wenn es dahinter wieder weiter wird. Nein. Eine enge Stelle sorgt für einen Druckabfall. Der Gesamtdruckabfall ist aber die Summe der Abfälle auf den Einzelstrecken. Eine 1/2" Kupplung in einem 3/4" Schlauch sorgt für Verlust, aber wenn man dahinter 3/4" verlegt kommt insgesamt noch sehr giel mehr Wasser durch als wenn man weiter 1/2" verlegt. An fer Engstelle läuft das Wasser schneller und dahinter wieder langsamer. Klingt komisch, ist aber so. Bei Hydraulik versagt manchmal die bildliche Vorstellung zu den Abläufen.
     
    P

    pez33

    Mitglied
    Vielen dank euch allen für eure ausführlichen antworten. Jetzt ist mir einiges klarer.

    Werde nochmal in mich gehen und überlegen ob und in welcher form ich die bewässerung angehen werde.

    Mal sehen, was eine dickere leitung nach außen kosten würde (Löcher nach außen bohren, leitung legen,...)

    Schöne Grüße
     
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