Hilfe, was haben meine Tomaten?

  • Ersteller des Themas ralph12345
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ralph12345

ralph12345

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Bei mir steckt dies Jahr der Wurm drin.

Ich hab erstmals statt Blumenerde vom Gartencenter eigenen Kompost gemischt mit Alterde aus dem Beet genommen bzw. teilweise auch Kompost pur.
Mit Dolomitkalk, Patentkali und Hornspäne nach Empfehlungen von Tihei, je 3g/L Erde. Das sind Grobe Kügelchen, also nichts was eine Pflanze sofort in den Überdüngungstod treiben würde.

Die restlichen Randbedingungen: Mitte März ausgesäät, unter Kunstlicht bis zum 2. Umtopfen, seitdem im Wohnzimmer bei 21°, tagsüber in der Sonne wärmer. Bei warmem Wetter langsam tagsüber ins Freie. Seit gestern ganz draussen. Das die letzten Jahre immer gut funktioniert.

Nebeneffekt: Tomatenkeimlinge überall, die heruntergefallenen Früchte und ihre Samen lassen 20 Tomaten im Kübel der Palme spriessen. Ameisen im Wohnzimmer.

Einem Grossteil der Pflanzen geht es prima. Aber einige haben sehr merkwürdige Symptome. Zuviele, um das Thema zu ignorieren. Die Stengel zeigen weisse Flecken, die alten unter Kunstlicht gewachsenen Blätter werden fleckig und fallen ab, die neuen bekommen am Stengel komische Stellen, die sich einschnüren woraufhin das Blatt verwelkt.

Schädlinge hab ich nicht entdecken können, weder Milben noch Trauermücken oder Blattläuse. Ich hab ein USB Mikroskop und weiss dank meiner Chilis 2014, wie Spinnmilben aussehen.


Anbei ein paar Bilder. Die langstielige Pflanze ist nicht etwa vergeilt, die Blätter unten sind alle abgefallen. (Reservepflanze, wird nicht mehr umgetopft, bevor einer sich über die Topfgrösse wundert).
4-Blatt.jpg 3-plant.jpg 2-Stiel.jpg 1-cherry.JPG
Und so sieht der gesunde Rest aus. Ein kleiner Teil der Kinderstube in 15er Töpfen, seit gestern wieder draussen.
5-Kinderstube.jpg
 
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  • W

    WaA76

    Mitglied
    Mehltau? Ich weiß nicht... um diese Jahreszeit bei frisch gezogengen Pflanzen?

    Kannst Du mal ein Foto der Blattunterseite der betroffenen Blätter machen? Irgendwie tippe ich auf Ödeme.
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Stimme WaA zu, zudem würde man Mehltau in der Regel sehen.
    Abgesehen davon muss ich leider passen - ich meine zwar, das Schadbild schon gesehen zu haben, aber was es genau ist... :confused:
    Mit Ödemen an Tomatenpflanzen kenne ich mich nicht aus, das muss ich gleich mal googeln...
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Das weiße Zeug an den Stengeln ist auf jeden Fall hart und nicht abwischbar, Ödeme könnte sein. Zum Mehltau passt das Erscheinungsbild eigentlich nicht.
    Ödeme kenne ich von Chilies bei viel zu hoher Luftfeuchtigkeit, Hitze, null Wind.
    Die Blatt Unterseiten zeigen auch z. T oedemartige Pickel.

    Aber nur von Ödemen welken und fallen eigentlich keine Blätter ab...
    Kein gegoogeltes Schadbild will so recht passen.
    :confused:
     
  • samsarah

    samsarah

    Foren-Urgestein
    Bei mir steckt dies Jahr der Wurm drin.

    Ich hab erstmals statt Blumenerde vom Gartencenter eigenen Kompost gemischt mit Alterde aus dem Beet genommen bzw. teilweise auch Kompost pur.
    Mit Dolomitkalk, Patentkali un Hornspäne nach Empfehlungen von Tihei, ich meine es waren je 5g/L Erde. Das sind Grobe Kügelchen, also nichts was eine Pflanze sofort in den Überdüngungstod treiben würde. [...]
    Trotzdem eine "Hammermischung" -jedenfalls für den Anfang... Ich würde hier die Ursache des Problems suchen.
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Der Meinung schliesse ich mich gerne an, immerhin ist das das einzige, was ich dies Jahr anders gemacht habe als die Jahre zuvor. Aber ich würde gerne damit weitermachen, denn der Verbrauch an Blumenerde ist mir zu gross. Aus ökologischen Gründen (Torfabbau), aus Kostengründen und aus dem Grund, daß ich keine Lust habe, über die Jahre meinen Garten langsam aber sicher immer höher zu befüllen. 2014 hab ich auf der Terrasse 10 Kübel a 25L +5x15L gehabt, da kommt was zusammen...

    Die Frage ist also, was macht man da an der Mischung besser. Dazu siehe auch hier:
    http://www.hausgarten.net/gartenforum/gartenpflege-allgemein/69352-gemuese-kuebelerde-selber-mischen.html
    (ich seh da gerade, es waren 3g pro Liter Erde an Dolomitkalk, Hornspäne, Patentkali. Das hab ich auch so dosiert. Zumeist 1/2 Kompost 1/2 Alterde.)

    - Das meine Tomaten dies Jahr ziemlich in die Höhe schiessen und etwas verspargelt aussehen könnte wohl auch vom hohen Stickstoffanteil im Kompost kommen, was?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    N

    nochsower

    Mitglied
    hallo,

    mit dem Stickstoff könntest du Recht haben... Meine Kübelerde (torffreie "BIO-"Universalerde) recycle ich aus denselben Gründen und habe die Erfahrung gemacht, daß trotz Strohzugabe zwecks N-Pufferung im nächsten Jahr doch noch vergleichsweise viel Stickstoff(aber nicht zuviel) enthalten ist und schiebe es auf die organischen N-Anteile, (Hornspäne, Vinasse, Küchengemüseabfälle, Leguminosenschrot) die durch Mikroorganismen aufgeschlossen in die nächste Saison noch hineinwirken (Tihei hatte hier mal sowas gepostet). Mehr als Gemüsepflanzen(-reste), Gemüseschnitt, alte Kübelerde mit Wurzelballen, Stroh zur Lockerung und N-Pufferung, Kalk und etwas Leguminosenschrot kommt nicht in meine Schnellkomposter hinein
    Diese kompostierte Erde nehme ich aber nur zur Auspflanzung in große Töpfe, zu Anzucht in 0,2 bzw. 0,5 l gibt es nur frische Erde, die ist zwar nur schwach gedüngt, der Gehalt reicht aber bis zur Auspflanzung.
    Ist in deinem Kompost viel Rasenschnitt enthalten?
    Liebe Grüße
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Ich hab recht viel Rasenschnitt im alten Kompost, von daher müsste der sehr Stickstoffreich sein. Mittlerweile mulche im beim mähen, weil ich nicht mehr weiss wohin mit dem ganzen Rasenschnitt.
    Ich hab meine Kompost/Erde Mischung das erste Mal verwendet, als ich in 7x7cm Töpfchen vereinzelt habe. Vermutlich zuviel für die kleinen, aber auch bei den grossen noch zu viel...? Ich werd beim nächsten Mal mehr Alterde nehmen. Man meints ja nur gut, aber das ist nicht zielführend offenbar.
     
    tihei

    tihei

    Foren-Urgestein
    Könnte schon sein; ich habe das "Problem" nicht. Das lässt sich möglicherweise nachprüfen, indem man eine „gesunde“ Pflanze exemplarisch mal großzügig mit Flüssigdünger versorgt.


    Die Frage ist hier auch, wie man den Nährstoffgehalt seiner Beeterde einschätzt (Rest vom letzten Jahr); ohne Bodenprobe bleibt nur die Möglichkeit zu schätzen, daher auch stets der Ansatz über die bedarfsgerechten Düngung, sodass man am Ende der Saison davon ausgehen kann, dass die Nährstoffe weitestgehend verbraucht wurden (sieht man dann auch an den Blättern).
    Ob man Schnellkompostbereiter (=NPK Dünger) auf seinen Kompost gekippt hat, etc spielt vielleicht auch eine Rolle.
    'samsarah' hat zweifellos Recht damit, dass man mit meiner 3gr-Faustregel am oberen Limit dabei ist.


    Interessant ist auch, wie sich die Tröpfchenbewässerung auf die Nährstoffverteilung auswirkt. Gedankenspiel: Es führt der Übergang von feucht zu trocken am Rand der Tropfzwiebel dazu, das dort die mitgeführten, gelösten Nährsalze auskristallisieren (weil das Wasser verschwindet). Die Konzentration der Salze in „Alterde“ ist also lokal stark unterschiedlich, sofern man nicht umgräbt o.ä. In der "Zwiebelschale" muss die Konzentration hoch sein, im Kern niedrig.



    - Das meine Tomaten dies Jahr ziemlich in die Höhe schiessen und etwas verspargelt aussehen könnte wohl auch vom hohen Stickstoffanteil im Kompost kommen, was?
    Ich tippe auf zu hohe Temperatur für das vorhandene Licht (und wahrscheinlich nachts warm), weil die Stiele dünn sind.
     
  • W

    WaA76

    Mitglied
    Ich hatte das Problem heuer auch - verstärkt nach Düngergaben.

    Man darf nicht vergessen, dass sich Ödeme an Tomaten anders "verhalten" als an Chilis. Ich kenne leider beides zur Genüge...
    Bei Chilis werden die Blätter nach dem Eintrocknen der Ödmene teils gelblich und fallen ab, dies dauert aber in der Regel Wochen.

    Bei Tomaten habe ich beobachtet, dass die Blätter mit Ödemen in relativ kurzer Zeit eintrocknen und welken. Das Gewebe dürfte dabei wesentlich stärker zerstört werden. Und die Ödeme kommen - genau wie bei Chilis - auch am Stängel vor.

    Ich würde auf zu stark gedüngte Erde (eventuell zuviel N) in Kombination mit anderen suboptimalen Faktoren tippen. Zu feucht gehalten/zu stark gegossen, stehende Luft/zu wenig Belüftung.

    Könnte da was zutreffen?
    Ich tüftle selber noch, wie ich das vermeiden kann, da ich heuer das Problem zum ersten Mal richtig an Tomaten habe. Sonst kenne ich es seit Jahren von Chilis. Wie ich es los werde, weiß ich auch noch nicht genau. Was ich aber festgestellt habe, ist, dass manche Sorten viel stärker reagieren als andere.
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Ödeme sind da reichlich, ja. Kenne ich auch von Chilis, die mit den Ödemen aber keine Probleme hatten.

    Die Luft im Zimmer steht naturgemäss, wenn tagsüber keiner da ist, lassen wir im Erdgeschoss nicht die Terassentür offen. Ganz abgesehen davon, daß im März bei Kälte draussen drinne geheizt wird.

    So wahnsinnig feucht halte ich die Tomaten nicht, ich giesse in den 9x9 Töpfchen meist alle 2-3 Tage, je nach Wetter (Temperatur durch Sonneneintrahlung drinne), wenn die ersten Tomaten anfangen, die Blätter hängen zu lassen. Wie gesagt, dies Jahr ist nichts anders als sonst bis auf die Erde.
     
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