Holzpfähle schützen - mit Kunststoffrohr?

S

Swenny

Guest
#1
Ich habe runde KDI-Pfähle für einen Wildzaun stehen. Nach 8 Jahren sind davon einige direkt an der Erdoberfläche abgefault. Andere dagegen stehen noch super. Ich hab damals den unteren Teil mit einer Bitumen-Lösung getaucht, weil wir das "früher" so gemacht haben. Allerdings bringt das anscheinend nichts.

Nun erzählte mir jemand, dass sie beim Weidezaunbau einfach über den Pfahl eine Kunststoffhülse aus HT- oder Dachrinnenrohr schieben, an der Stelle, wo der Übergang Luft-Erdreich ist, und die Pfähle würden "ewig" halten.

Ist das sinnvoll? Klingt eigentlich logisch, der Übergang Luft-Erdreich ist die Stelle, wo der Pfahl wegfault.
 
  • CoMi

    CoMi

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    #2
    Hallo Swenny,

    irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich so funktionieren kann.
    Die Kunststoffhülsen werden ja einen größeren Durchmesser haben, als die Pfähle, wodurch der Bereich, wo eben die Kunststoffhülse ist, sicherlich immer länger feucht bleiben wird!? Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?
     
    S

    Swenny

    Guest
    #3
    Naja, die Hülse müsste man schon so auswählen, dass sie stramm anliegt. Wenn man ein HT-Rohr längs aufschneidet, biegt es sich immer nach innen. Anscheinend entstehen beim Ziehen entsprechende Spannungen. Das würde ich ausnutzen.

    Hier stand mal ein alter Strommast, der hatte schon einige Spechtlöcher. Bei der Kontrolle durch das EVU wurde der gammelnde Fuss festgestellt und die Übergangslösung war: Teichfolie stramm im Erdbereich um den Fuß wickeln. Das hat dann noch ein paar Jahre gereicht, bis das EVU alles unteririsch verlegt hat.

    Allerdings willst Du das, was da an Imprägnierung in so einem Mast steckt eh nicht im Boden haben.
     
    P

    peter_pan

    Neuling
    #4
    Ich habe runde KDI-Pfähle für einen Wildzaun stehen. Nach 8 Jahren sind davon einige direkt an der Erdoberfläche abgefault. Andere dagegen stehen noch super. Ich hab damals den unteren Teil mit einer Bitumen-Lösung getaucht, weil wir das "früher" so gemacht haben. Allerdings bringt das anscheinend nichts....
    Swenny, ich hätte jetzt eher gedacht, dass der Pfahl in der Erde wegfaulen würde...Habe ein kleines Stück in unserem Beet mit Maschendrahtzaun abgetrennt. Die Holzpfähle habe ich unterhalb in Gartenfolie gepackt. Bislang hält das noch gut. Gruß, Peter
     
  • CoMi

    CoMi

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    #5
    Naja, die Hülse müsste man schon so auswählen, dass sie stramm anliegt. Wenn man ein HT-Rohr längs aufschneidet, biegt es sich immer nach innen. Anscheinend entstehen beim Ziehen entsprechende Spannungen. Das würde ich ausnutzen.
    Und einen Teil der Hülse verbuddelst du dann auch unter der Erde, oder wie?

    Hmm.. ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das tatsächlich funktioniert.

    Wie peter_pan bin ich auch der Meinung, dass der Pfahl in der Erde wegmorscht. Und am Übergang Erde/Luft 'bricht' der Pfahl dann.
     
  • Rumbleteazer

    Rumbleteazer

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    #6
    Für Erdpfähle umwickeln wir diese bis 10cm über der Oberfläche mit Glasfasermatten, die in Kunstharz getränkt wurden. Das Ende eben dieser, werden nicht mal deine Kinder erleben.

    Es sei denn, die gammeln vom Stirnholz aus nach unten ;)
     
  • S

    Swenny

    Guest
    #7
    Wer ist "wir"? Zaunbauer? EVU? Telekom?

    Und wie weit runter gehen die Matten? Bis ans Pfostenende? Meine Info ist, dass es reicht etwas über die Erde und etwas ins Erdreich zu isolieren, weil das wohl die entscheidende Stelle ist.

    Ich werde morgen mal einen Rest ausbuddeln. Ich komm da nur schlecht ran, außen ist durchgehend Wildzaun und innen eine dichte Hecke.

    Teichfolie hätte ich auch noch in Resten, die ich drumwickeln könnte.
     
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