Bevor ein Schnupfen behandelt werden kann, muss der Auslöser, bzw. die Ursache des Schnupfens eindeutig geklärt sein. Ohne diese Information ist es schwer, das passende Mittel gegen den Schnupfen zu finden, denn ein allergischer Schnupfen erfordert natürlich eine andere Herangehensweise, als ein virusbedingtes Geschehen. Zunächst sollte das Schnupfenhuhn von den anderen Hühnern getrennt werden, um einer möglichen Krankheitsübertragung, sofern es dazu noch nicht zu spät ist, vorzubeugen. Die Inkubationszeit von Schnupfen, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen variieren! Außerdem sollte der gesamte Stall ausgemistet, desinfiziert und dick eingestreut werden. Eine Vitaminisierung des Trinkwassers zur Stabilisierung der anderen, nicht infizierten Hühner hat sich ebenfalls als Vorbeugemaßnahme bewährt. Bei schlechtem, matschigen Wetter sollte dem kranken Huhn auf jeden Fall der Ausgang verwehrt werden. Eine Wärmelampe kann ebenfalls zum Einsatz kommen, um den Patient schön warm zu halten. Zugluft ist verständlicherweise zu vermeiden! Ansonsten kann mit Hausmitteln und entsprechend hochwertiger Fütterung das Allgemeinbefinden gestärkt werden, sodass die Abwehrkräfte des Hühnerorganismus selber mit den Krankheitserregern fertig werden können. Der Einsatz von Antibiotika sollte sehr genau überdacht werden, denn gegen Viren ist ein Antibiotikum machtlos. Lediglich zur Bekämpfung von Bakterien, die sich auf der geschädigten Schleimhat ansiedeln könnten, eignet sich eine Antibiose.