Hunter ProSprays fahren nicht hoch

G

goto

Mitglied
#1
Hallo zusammen,

mein einer ProSpray-Strang mit ca. 8 Regner fährt in diesem Jahr nicht von alleine mit Wasserdruck aus: Ich muss einzelne Regner hochziehen, damit es losgeht.
Die Filter habe ich jetzt alle ausgetauscht, aber das reichte nicht. Ein Leck vermute ich nicht.
Ich sehe aber, dass bei der Gummidichtung im eingefahrenen Zustand viel Wasser rauskommt. Auch heißt es bei Hunter für diesen Fall, dass man die "Regnerwischerdichtung" austauschen soll. Heißt vermutlich: Alle oberen Teile der Regner (inkl. weißer Dichtung) austauschen, da man die Dichtung meines Wissens nicht alleine tauschen kann. Kann das jemand bestätigen? (Im Fachhandel wusste man nicht weiter leider.)
 
  • Parzival

    Parzival

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    #2
    Lieber goto, hattest Du Dir nicht diese Gehäuse mit den putzigen Druckbegrenzern ausgesucht?

    Genau Dein Fehlerbild beschrieb vor einiger Zeit eine Gartenfreundin, der ich riet, mal so einen Druckbegrenzer herauszunehmen und mal zu schauen, wie der Bursche ohne Druckbegrenzer läuft und ob dieser Begrenzer verdreckt ist. Das wäre mein erster Tipp, wenn Du eine schwächelnde Pumpe und ein Leck ausschließt (geht ja nicht, ist ja wohl immer noch die EBARA).
    Die Dame meldete sich nicht mehr. Vielleicht hatte sie keinen Erfolg, oder doch und na ja, wie das so ist mit den Tipps aus dem Internet.

    Viel Glück
     
    G

    goto

    Mitglied
    #3
    Hallo Parzival,

    Respekt vor Deinem Erinnerungsvermögen, trotz langer Abstinenz meinerseits gleich wiedererkannt. :)
    Ich habe bemerkt, dass wir uns schon mal zu dem Thema unterhalten haben, s. Hunter ProSpray Wischerdichtung

    Damals war Deine Antwort wie folgt:
    Da gibt es nicht viele Möglichkeiten. Ein defektes Entwässerungsventil oder ein Frostschaden. Den Frostschaden siehst Du (theoretisch) durch ein aufgeweichtes Umfeld des Regnergehäuses. Wenn es kein Entwässerungsventil gibt, erkennst Du den Frostschaden, wenn das fragliche Gehäuse gar kein Wasser mehr enthält.
    Ich habe keine Druckbegrenzer und auch kein explizites Entwässerungsventil. Ich werde nochmal alle Gehäuse sichten, aber konkret verstehe ich Dich so:
    Ich lasse kurz bewässern und schalte dann meine Ebara aus. Dann schraube ich die Gehäuse der ProSprays auf und schaue, ob sich darin noch Wasser befindet. Falls nicht, lässt das auf entweder auf ein konkretes defektes Gehäuse schließen, oder falls alle leer sind: Auf ein Leck oder anderes Problem in dem Strang. Richtig?

    Danke & viele Grüße
    goto
     
    Parzival

    Parzival

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    #4
    Lieber goto,

    natürlich kann es auch der EBARA Pumpe schlecht gehen. Ich schrieb das gerade Sprengmeister Bros.
    Schön ist so ein Manometer hinter der Pumpe schon.

    Bei der Leck-Suche, wenn es nicht gleich ein Gehäuse entschärft hat – das sollte man aber nach 15 Minuten Betrieb um den Regner herum feststellen – muss man im Blick behalten, dass bei 2,5 BAR Systemdruck sich eine Menge Wasser durch die kleinste Ritze zwängt während bei 0 BAR nur wenig Wasser abläuft. Ein sicheres Indiz für kein Leck sind volle Gehäuse nach dem Abschalten also nicht.

    Was ist denn das für ein Brunnen? Geschlagen oder solides Brunnenbauerhandwerk? So eine Schlagspitze neigt über die Winterpause zum „verockern“. Will heißen: im Herbst brachte sie noch die gewünschten m³ und im Frühjahr kommt nicht mal mehr die hälfte Wasser an. Eine tragische Geschichte, weil sich so ein geschlagener Brunnen schlecht wiederbeleben lässt.

    Es gibt nicht unendlich viele Möglichkeiten, warum so ein simpler Regnerstrang nicht die gewünschte Leistung liefert.

    Ich würde hinter der Pumpe anfangen. Wie viel Wasser liefert sie bei 3 Bar



    Erst dann würde nach weiteren Schwierigkeiten suchen.

    Viel Glück
     
  • G

    goto

    Mitglied
    #5
    Hallo Parzival,

    besten Dank, ich werde mir ein Manometer besorgen, hab auch Deinen anderen Post dazu gelesen.
    Wird etwas dauern, aber ich melde mich dann zurück.

    Viele Grüße und ein schönes langes Wochenende
     
  • G

    goto

    Mitglied
    #6
    Hallo Parzival,

    Manometer ist endlich verbaut. (Hinter der Pumpe)
    Sofern bei jedem Strang die Regner dann aus der Erde gekommen sind und alles läuft, ist der Druck auf jedem Strang bei ca. 2,5 bar.
    Bei dem Problem-Strang ist es aber nach wie vor so, dass die Regner nur mit manueller Nachhilfe kommen, oder wenn ich den Radius einzelner Sprüh-Düsen auf ca. 0 Stelle.

    Ich würde hinter der Pumpe anfangen. Wie viel Wasser liefert sie bei 3 Bar
    Ohne aktiven Regner-Strang ist der Druck bei 4-4,5 bar und der 10-Liter-Eimer ist in ca. 10 Sekunden voll.
    Mit aktivem Regner-Strang (3 PGP-Ultras bewässern) ist der Druck bei 2,5 bar und der Eimer ist in ca. 15 Sekunden voll.

    Wie hilft mir das konkret bei meinem Problem?
    Vermutlich werde ich mal alle ProSpray-Regner des Problem-Strangs einzeln aufgraben und schauen, ob an der Verschraubung unten Wasser austritt. Alternativ dann die kompletten Gehäuse sukzessive tausche in der Hoffnung, dass ein defekter Abdichtring damit repariert wird.
     
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    #7
    dass die Regner nur mit manueller Nachhilfe kommen, oder wenn ich den Radius einzelner Sprüh-Düsen auf ca. 0 stelle.
    Lieber goto

    Die Kernfrage bleibt: Hat das den jemals richtig funktioniert?
    2,5 BAR Fließdruck an der Pumpe sind jetzt nicht so berauschend viel.

    Wenn Du einen „zu drehst“ klappt es? Sicher sind die 8 auch noch braune oder schwarze Düsen (hoher Wasserverbrauch).
    Brauchen alle Aufsteiger eine „Starthilfe“ oder nur bestimmte Regner? Dann könnte man die doch mal anschauen.
    Das klingt doch insgesamt nach zu wenig Wasser im Strang, oder nach einem Verlust auf der Strecke.

    Wo liegt denn der Fließdruck, wenn Du einen zu drehst? Nach meiner Erfahrung im mittelgroßen Hausgarten funktioniert ein Regnerstrang gut, wenn der Fließdruck an der Pumpe 3,5 BAR beträgt. Sprühdüsen kommen mit einem Hauch weniger zurecht. Wichtig wäre die Frage, ob das jemals funktioniert hat.

    Viel Glück
     
    G

    goto

    Mitglied
    #8
    Hallo Parzival,

    wie immer danke für Deine Zeit.
    Ja, das lief 2-3 Jahre tadellos, und ich habe das ursprünglich über die Wassermenge adäquat dimensioniert.
    Ein anderer Strang mit ProSpray versprüht rechnerisch ca. 2.000 Liter pro Stunde, der läuft wie eine 1.
    Der problematische Strang hat 9 ProSpray, die in Summe ca. 1.800 Liter abgeben. (Sind überwiegend die roten und grünen Hunter-Düsen.) Die Zuleitung ist 20m länger (gesamt ca. 45m), ggf. ist das problematisch?

    Mit der Starthilfe ist es so: Alle Regner sind unten. Ich fange an, einzelne hochzuziehen, die sinken nach Loslassen aber wieder ab. Nach ca. 3-4 Hochzieh-Aktionen kommen dann alle hoch und laufen tadellos. Einzelne "schuldige" Regner kann ich da nicht ausmachen. Mir scheint nach wie vor, es fehlt der Startdruck, da die Regner in der Startphase schon Wasser oben auslassen. (Regner ca. 0,5cm nach oben ausgefahren und es kommt oben Wasser raus.)

    Muss nochmal schauen, ob sich der Druck nennenswert ändert, wenn ich die rechnerische Wassermenge reduziere durch Verkleinern der Winkel.
     
    Parzival

    Parzival

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    #9
    Lieber goto,
    wenn das zwei/drei Jahre funktioniert hat, waren ja die 45 Meter mal kein Problem.
    Irgendetwas in diesem Strang hat sich verändert.

    Ist Dir das nach der Wiederinbetriebnahme im Frühjahr aufgefallen?
    Die Frage zielt auf einen Frostschaden, oder hat sich das so eingestellt.

    Ein Frostschaden müßtest Du an den Gehäusen suchen.
    Ein Gehäuse legt man mit einer Pflanzschaufel etwas frei und dreht es heraus. Das sollte relativ einfach sein

    Hast Du die Gehäuse via PE T-Stücken oder mit Anbohrschellen angeschlossen?
    Wenn sich das nach der Inbetriebnahme eingestellt hat, wird die Zuleitung ein Problem haben.
    Eine PE Verschraubung, die nur lässig angezogen wurde? Da ist möglicher Weise die Leitung herausgerutscht? Das ist dann sicher aufwändiger.

    Viel Glück
     
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