Ich möchte bitte eine Wildblumenwiese

Orangina

Orangina

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Verbrannte, vertrocknete Wiesenfläche hab ich so satt, es bleibt mir wohl nix anderes übrig, als im Garten was zu verändern. Ständiges Bewässern meiner Wiese ist dabei für mich keine Option, viel zu groß - also muss da was hin, was der Trockenheit besser trotzt als Gras.
Die Natur hat mir bereits einen Wink gegeben, indem sich Ziersalbei aus den umliegenden Beeten, dazu noch Mohn von wo auch immer in die Wiese ausgebreitet haben. Jetzt denke ich schon eine Weile über eine große Wildblumenwiese nach.
Meine Frage ist nun, wie man eine natürliche Weiterverbreitung hinbekommt. Ich kann nicht die gesamte Wiesenfläche oberflächlich abtragen u.s.w. - es muss auch einfacher gehen bei über100 qm . Hat jemand Erfahrungen und Tipps, wie ich das Zufallsprojekt weiter fördern und ob ich jetzt im ausgehenden Sommer schon Wildblumenmischungen einfach ausstreuen könnte (stückchenweise)?
Meine Wiese ist noch nie gedüngt worden, also mager genug dürfte sie sein...
image001.jpg

Ich bedanke mich schon mal herzlich.
 
  • Frau Spatz

    Frau Spatz

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    @Orangina
    Eine Wildblumenwiese soll bis zu zwei mal im Jahr gemäht werden, damit sich auch schwächere Pflanzen durchsetzen können.

    In einem Gartenmagazin las ich, dass die Besitzer die Wiese nicht komplett mähen, sondern stückweise, so bleibt immer ein hübscher Anblick von noch blühenden Pflanzen. Das saht auf den Fotos sehr nett aus.
     
    Orangina

    Orangina

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    Ja, danke Spätzin. Hab ich auch gelesen und viele andere Seiten dazu im Netz. Bis ich aber "meine" Wildblumenwiese mähen kann, muss sie erst mal entstehen. Deswegen wollt ich wissen, ob ich jetzt schon Samenmischungen kaufen und wild drauflos verstreuen kann. Oder ich probier das an einem kleinen Stückchen aus?
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Huch, das ging aber schnell mit dem Fred. :ROFLMAO:
    Ja also ich bin da auch ziemlich erfolglos, Es wachsen eigentlich nur irgendwelche Gräser. Verschiedene wenigstens und die Heuschrecken freuen sich drüber. Dazwischen etwas, was ich nicht kenne. Ich mach mal Fotos zum zeigen. Irgendwelche harten Zweige die senkrecht nach oben wachsen. Alle möglichen Blumensamen und auch vorgezogene Wiesenblumen sind verschwunden. :cry:
     
  • Frau Spatz

    Frau Spatz

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    Ich würde es auch auf einem kleineren Stück ausprobieren.
    Dann siehste ja, ob es klappt, @Orangina
    :)

    Meine Wildblumensamen im Kübel sind flott gekeimt und blühen unterschiedlich.
    Ein Teil ist mittlerweile verblüht, andere schieben nach.
     
  • Pyromella

    Pyromella

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    Die Entstehung der Wildwiese im väterlichen Garten war ein sehr langer, langsamer Prozess.

    Wir sind mit einer vom Vorbesitzer reich gedüngten Wiese, in der nur Gras und Löwenzahn vorkam, gestartet und haben erst mal viele Jahre nur zweimal im Jahr gemäht, Mähgut weggeschafft, und damit den Boden ausgemagert.

    Wenn du sagst, dass deine Fläche nie gedüngt worden ist, dann bist du also schon mal auf einem guten Weg.
    Durch immer weniger Nährstoffe hat sich das Spektrum der Pflanzen von selbst verschoben, und es war interessant zu beobachten, was sich selbst ansiedelte - und auch irgendwann wieder verschwandt.

    So war eine Zeitlang im Frühjahr die Wiese rosa vom Wiesenschaumkraut, davon sind nur noch kleine Reste, die sich gehalten haben, dabei.
    Margeriten scheinen bleiben zu wollen, auch der kleine Ehrenpreis, Rotklee...

    Es wurde immer mal wieder ein kleines Stückchen umgegraben und dort besondere Samen ausgesät, was alles schön wäre, zu haben. Das Meiste hat sich dann ein paar Jahre gehalten und ist dann doch wieder verschwunden, brauchte wohl immer wieder offenen Boden zum keimen. So konnten sich weder Wiesenbocksbart, noch Wiesenglockenblumen, Kornraden...halten, aber der wilde Dost und der Weinlauch scheint bleiben zu wollen.

    Ich würde dir also raten, auch um den Arbeitsaufwand in überschaubarem Rahmen zu halten, den größten Teil einfach wachsen zu lassen und nur zweimal jährlich zu mähen, wärend du kleinere Inseln von der Grasnarbe befreist und einsäst, womit auch immer es dich reizt. Wenn du optimale Standortbedingungen für diese Pflanze hast, wird sie sich ausbreiten, wenn nicht, ist sie nach einem oder zwei Jahren Geschichte.

    Viele Pflanzen, die sich als Getreideunkräuter entwickelt haben, brauchen zum Keimen den offenen Boden, wie bei einem frisch gepflügten Feld. Gegen eine fest gewachsene Grasnarbe haben sie wenig Chancen.

    Wichtig ist auch, dass auch eine Wildwiese etwas Pflege braucht. Auch bei zweimal mähen im Jahr kann man zwischendurch immer mal durchgehen und alles ziehen, was man nicht in der Wiese haben möchte. Ich weiß gar nicht, wieviel Eichen und Haseln ich bei der letzten Aktion gezogen habe, wärend sich mein Vater um die Wildrosenausläufer gekümmert hat. Auch Disteln haben bei uns Bereiche, wo sie nicht geduldet werden.

    Mein Vater mäht regelmäßig die Laufwege. Also einmal im Kreis rund ums Grundstück und dann ein paar Querwege. Schließlich will sich niemand durch die hohe Wiese kämpfen, wenn er zu den Beerensträuchern am unteren Ende des Gartens will. Wichtig ist auch, diese Wege breit genug zu halten, dass man mit einer Schubkarre durchkommt - und dass man sich beim normalen Durchgehen keine Zecken an den hohen Halmen abstreift.

    Das ist jetzt etwas lang geworden, ich hoffe, ich habe dich nicht erschlagen. Kurzgesagt nur: Dieses "ich streu Wiesenblumensamen auf die schon existierende Wiese und sie wird im nächsten Jahr bunt", das funktioniert nicht. Gegen die feste Grasnarbe kommt kaum etwas durch.

    Und die Anregung, man solle die Blumensamen mit ich weiß nicht wieviel Grassamen mischen, die man immer auf diesen gemischten Samentüten findet, ist auch unnötig. Wenn einem nicht wichtig ist, welche Grassorte sich zwischen den Blühpflanzen einfindet, dann kommt da genug Gras von selbst zwischen auf, man hat ja den Rest Wiese drum herum, der sich auch aussät.
     
  • Beates-Garten

    Beates-Garten

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    @Orangina ich hab Dir ausführlich in Deinem Garten geantwortet.
     
    heiteck

    heiteck

    Mitglied
    Wir haben aus unserem Vorgarten eine Wildblumenwiese gemacht, dadurch dass wir Wildstauden in den Rasen gepflanzt haben. Eine Gärtnerin hat uns eine Liste mit für den Rasen geeigneten Stauden gegeben darunter Schafgarbe, Färberkamille, Nesselglockenblume, Flockenblume, Fingerhut, Storchschnabel, Ackerwitwenblume, Frühlingsplatterbse, Wiesen-Margerite, Wiesen-Salbei, Wiesenknopf, Taubenskabiose, Gelbe Skabiose, Königskerze. Dazu noch Zwiebel-Blumen. Ansonsten selbst ausgebreitet haben sich noch Majoran und Wegerich.

    Kann sein, dass Dir das für große Fläche zu aufwendig ist. Hinten im Garten plane ich, für die Wiese tatsächlich die Rasensoden abzuschälen. Da gibt's so ein Gerät zu mieten.

    Hier im Forum habe ich gelesen, dass man aufkommenden Graswuchs wohl auch durch den kleinen Klappertopf (Rhinanthus minor) - einem Grasparasiten - bekämpfen kann. Jetzt ist Aussaatzeit und ich wollte das auch mal probieren.
     
    H

    hofergarten

    Mitglied
    So ein Projekt mussten schon viele begraben.
    Ohne Wasser wird auch eine Wildblumenwiese nichts,
    Ohne offenen Boden ist es ganz schwierig für viele Pflanzen anzuwachsen.
    Manche Pflanzen sind Nahrungsquelle für Schadinsekten, du machst auf ÖKO mit zB: Thripse Futter Pflanzen, dein Blaukorn Nachbar spritzt noch mehr Gift wegen seiner Rosen. Oder Mäuse, Lebensmittelmotten etc.
    Am Ende bleibt dann oft nur das Ferkelkraut wie bei mir :)
    So Stress los ist eine große Blumenwiese nicht, wie manche behaupten.
    Das Ferkelkraut wird mir aber wahrscheinlich ewig bleiben und lässt sich gut mähen
     

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  • wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    Wir haben schon seit Jahren das Rasendüngen eingestellt - und die ersten Wildblumen stellten sich ziemlich schnell von selber ein.
    Mit Aussaat haben wir keine guten Erfahrungen gemacht, sonder v.a. mit ausgestochenen Rasensoden aus verschiedenen Freundesgärten und auch mit Wildblumen vom Wegesrand.
    Mit Wildstauden direkt aus dem Blumenbeet funktioniert es nicht so toll, die aus den Kiesbeeten verbreiten sich dagegen auch in der Wiese.

    wilde Gärtnerin
     
    verbus

    verbus

    Mitglied
    Ich bin auch schon im zweiten Wildblumenwiesen-Jahr. Habe mir das auch anders vorgestellt. Im Frühjahr sieht die Wiese noch wunderschön aus, bei mir haben u.a. Kornblumen, Mohn und sehr viele Ringelblumen geblüht. Seit ein paar Monaten sieht es allerdings nur noch verwahrlost aus und ich weiß nicht, wie ich - ohne die verbleibenden, blühenden Pflanzen zu zerstören - das Beet mähen und dort etwas "Ordnung" reinbringen kann. Auch mit den Mäusen ist das so eine Sache - nicht zu unterschätzen, wieviel dort Unterschlupf finden.
    Im nächsten Jahr werde ich wohl alles neu aufbereiten und ein paar Kräuter- und Bienenpflanzen / Stauden wie Borretsch, Muskatellersalbei, Rosmarin und Lavendel einpflanzen. Wenn dann noch ein paar Wildblumen dazwischen blühen, habe ich nichts dagegen. Das ist mir blütenreich und insektenfreundlich genug und lässt sich besser pflegen.
     
    verbus

    verbus

    Mitglied
    Wie Pyro schon meinte - vielleicht ist ein "häppchnweises Ausstechen" besser. Du kannst z.B. einen Rasen auch so mit Wildblumen auflockern:

    gartenidee-blumen-attraktiv-pflanzen-weiße-blumen-ausschütten.jpg

    Das habe ich auch schon mal in meinem alten Garten gemacht und werde es wieder in dem o.g. Abschnitt / Beet versuchen.

    Bildquelle und weitere Gestaltungsideen findest Du hier:
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Fazit: auch das Anlegen einer Wildblumenwiese ist nicht so einfach und lässt sich nicht erzwingen.
     
    H

    hofergarten

    Mitglied
    Pflanzen und vergessen oder Plug and Play, ist leider bei einer Blumenwiese nicht Realität.
    Die Mähzeitpunkte werden auch streng ausgelegt, wer früher mäht verliert die Samen und muss nur neue "kaufen" um auszugleichen.In meiner Region (Europaschutzgebiet) werden Bauern dafür bezahlt solche Wiesen anzulegen, der hat aber Gerät dafür, lässt den Schnitt erst liegen dann fährt er mit dem Wender und durch die Kreiselbewegung verteilt sich der Samen, usw usw
    Wir Hausgärtner hier, sollen mehr die Bienen im Frühjahr und im Herbst ernähren.
    Orangina hat aber schon eine Blumenwiese und wird schon wissen was er sie tut.

    Ich mag mein Ferkelkraut mittlerweile, auf dem Bau Grund daneben ist es mir auch egal.
    Es sollte mehr so Pflanzen geben, egal wie oft ich die Mähe die treibt neu aus und blüht.
    Dieses Jahr werde ich lokale Wildpflanzen einsäen, im Herbst werde ich mit Schlüsselblume und Kuhschellen und Botanische Krokus anfangen und im Frühling noch ein paar Wildblumen einsäen.
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    mit ausgestochenen Rasensoden aus verschiedenen Freundesgärten und auch mit Wildblumen vom Wegesrand
    Das ist eine gute Idee. Direkt vor unserem Grundstück am Wegrand wachsen viele Kornblumen und auch andere. Das probiere ich aus.

    bei mir haben u.a. Kornblumen, Mohn und sehr viele Ringelblumen geblüht
    Na immerhin etwas. Bei mir absolut nix.
     
    Lauren_

    Lauren_

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    Ich finde Wildblumenwiesen auch toll (y) aber wenn ich die Berichte hier lese, dann wäre mir das offengestanden derzeit auch viel zu viel Arbeit. Eine gemähte Wiese (in der nahezu alles wachsen darf aber halt abgemäht wird, da blüht ja in der Regel trotzdem sehr viel in Bodennähe, wenn man nicht jede Woche mit dem Mäher losrennt) ist wohl die pflegeärmste Variante...
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

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    Ich hab einige Wiesenbereiche, die ich ca. 1 bis 2 x im Monat mähe und da gibt es Gänseblümchen, Löwenzahn, Rotklee, Ferkelkraut. Wenn ich in diesen Mähbereichen dann eine weitere Pflanze entdecke, die mir gefällt, wie derzeit die Wegwarte auf dem Trockenplatz, dann wir halt um diese Pflanze herumgemäht, um hier die Samenreife zu ermöglichen.
     
    poldstetten

    poldstetten

    Mitglied
    Vielen Dank für die Inspiration,
    ich habe nach wildstaudenblumen geglt, gleich eine Saatgutmischung bestellt, Saatzeitpunkt Aug-okt.
    Ort Strassenböschung an unserer Auffahrt, die wegen Glasfaserkabel frisch aufgegraben wurde und nun wieder zu ist. 120 m entf.
     
    Orangina

    Orangina

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    Vielen Dank an alle, die hier einen Rat dagelassen haben. Ich mähe seit Frühjahr auch um die Blühflächen im Rasen drum rum. Von meiner Rabatte, von wo aus sich der Salbei unregelmäßig in die Wiese augebreitet hat, sind das im Moment vielleicht so drei bis sechs Quadratmeter. Gestern hab ich noch paar Wiesenflockenblumen woanders ausgebuddelt und dazu gesetzt, ebenso eine wilde Möhre und Katzenminze. Schaun mer mal, ob die sich entwickeln und versamen.
    Heut ist wieder Rasenmähen (des noch größten Wiesenteiles) angesagt. Mit dem Gras ist nicht viel los, aber die blühenden Unkräuter stören mich. Wegerichblüten sind zwar hübsch anzusehen und auch was für Bienen, aber die Blattrosette in der Wiese find ich jetzt nicht so toll.
    Zur Illustration: image001.jpg Viel los ist noch lange nicht mit meiner Wildblumenwiese.:wunderlich:

    image002.jpg Umgepflanzte Wiesenflockenblume

    Restwiesenteil mit Unkraut image003.jpg
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

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    Ich würde jetzt auch nur dort mähen, wo mich was stört, hach was liebt mein Mann den Mähslalom, den er regelmäßig verordnet bekommt
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Sieht doch schon mal ganz gut aus Orangina. Ich bin am WE leider nicht mehr in der Lage gewesen, einen Spaten zu bedienen. Eine sehr schmerzhafte Entzündung am rechten Mittelfinger. Klar, da kann man natürlich auch drüber Witze machen. Aber ich bin ein freundlicher Autofahrer... meistens. Ich muss mir da wohl beim Heuballen rollen am Feiertag irgendwas unter den Fingernagel reingepiekst haben. Gartenarbeit ging jedenfalls nur noch einhändig und mit Coolpack in der rechten Hand. o_O
     
    Pepino

    Pepino

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    Wildblumenwiese funktioniert nicht so, wie es uns auf den Samentütchen suggeriert wird. Ich habe schon vor einiger Zeit mit einem Gärtner darüber gesprochen. Wie Pyro schon angesprochen hat, brauchen viele Samen einen offenen Boden zu Keimen. Dann kommt dazu, dass viele Pflanzen verschiedene Bedingungen brauchen. Die einen trockener, die anderen feuchter, heller schattiger, sonniger, magerer usw. Es ist wie in deinem Garten, das Unkraut.: In verschiedenen Winkeln setzen sich verschiedene Unkräuter durch. So ist es auf der Wiese. Diejenigen, die mit der gegebenen Situation am besten klarkommen, werden sich durchsetzen. Auch n der freien Natur hast du nicht eine dermaßen große Vielfalt an Wildblumen wie auf deiner Samentüte. Wenn du die die Wiesen anschaust, sind es immer bestimmte Pflanzen die vorherrschen.
    Um so eine Wiese wie auf der Samentüte zu erreichen, müsstest du jedes Jahr umpflügen und neu aussäen. Ansonsten freue dich, wenn du auch nur eine kleine Vielfalt hast.
     
    Orangina

    Orangina

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    Beate,
    der Begriff gefällt mir.
    Allerdings passt mein Mäher nicht zwischen die Pflanzen, kann also nur Slalom am bisherigen Rand fahren
    Winterfalke, danke für die positive Sicht. Tust mir leid, wenn Du einhändig gehandicapt Gartenarbeit leisten sollst. Ich wünsch Dir einen schnellen Heilungsprozess. Es ist immer wieder schön, wenn irgendwelche Schmerzen nachlassen...
    Meine umgepflanzten Wildblumen scheinen den Umzug verkraftet zu haben. Ich freu mich.
    image003.jpg image005.jpg

    Was es da noch gibt, find ich interessant. Muss natürlich alles noch viel üppiger werden.
    image002.jpg image004.jpg

    Pepino, danke für Deinen Post. Ich bleib auf alle Fälle dran und probiere eine Methode ohne die eigentlich empfohlene Art und Weise. Die Stellen im Kaum-Rasen werden bissel aufgeharkt und dann... image001.jpg ...Aussaat im September. Versuch macht kluch...;)
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Da hat man der Natur über Generationen (Jahrhunderte/Jahrtausende) Zeit gegeben sich "einzuleben"
    Du meinst, ein gewachsenes ökologisches Gleichgewicht? Ja, das kann man leider nicht einfach so nachbilden. Zumal man ja erst einmal die erforderliche Tierwelt auch ansiedeln bzw. anlocken müsste. Zumindest die, die für die Samenverteilung und Bestäubung verantwortlich sind.
     
    Pepino

    Pepino

    Foren-Urgestein
    Da hast du Recht. Aber macht doch mal Bilder von den echten Wildblumenwiesen in eurer Gegend. Und dann vergleichen wir. Solche, wie auf den Tüten werdet ihr nicht finden.
    Und ich meine nicht diejenigen Wiesen, die extra von Gemeinden oder von Bauern für Geld angelegt werden. Die werden nämlich auch jeds Jahr neu angelegt.
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

    Foren-Urgestein
    Die Entstehung neuer natürlicher Wildwiesen kann man hier derzeit am Oder-Havel-Kanal beobachten. Der wird seit ca. 15 Jahren ausgebaut und verbreitert. Ich bin da regelmäßig unterwegs und staune wieviele Blühpflanzen da zwischenzeitlich wieder unterwegs sind. Im Mai/Juni die Mageriten, im Juli eine Nelkenart (ähnlich der Grasnelke) und eine Art Platterbse, derzeit der Natternkopf und Scharfgarbe. Aber es stimmt schon, es sind keine bunten Wiesen wie auf den bunten Bildchen der Samen-Vermarkter.
     
    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    Wir haben auch ein wunderbare Wildblumenwiese, die vor ungefähr 20 Jahren über dem riesigen Wasserspeicher unserer Stadt angelegt wurde. Blüht von Frühjahr bis zum Herbst durch - aber auch auf nicht zu viel Buntheit und Durcheinander angelegt.
    Hat allerdings schon etliche Jahre gedauert, bis sie sich zu dieser Schönheit entfaltet hat.

    wilde Gärtnerin
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Solche, wie auf den Tüten werdet ihr nicht finden.
    Die Bilder sind ganz sicher mit Hilfe von Grafikprogrammen zusammengeschnitten und sollen nur zum Kauf animieren. Heißen dann auch noch Schmetterlingswiese, Nützlingsweide oder Blumenwiese. Nur hat man immer so ein bisschen Hoffnung, das mal wenigstens ein Teil davon aufgeht.

    Die Entstehung neuer natürlicher Wildwiesen kann man hier derzeit am Oder-Havel-Kanal beobachten.
    Wir haben auch ein wunderbare Wildblumenwiese, die vor ungefähr 20 Jahren über dem riesigen Wasserspeicher unserer Stadt angelegt wurde.
    So etwas finde ich echt Klasse. Wenn man die Natur wieder zurückkehren und weitestgehend in Ruhe lässt.
    :)
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

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    Manche Blumenwiesen sehen offenbar tatsächlich aus wie auf den Samentüten:


    @poldstetten hat ein Stück seines Gemüsegartens umgewidmet und darin eine dieser modernen Blumenmischungen ausgestreut, die wie ich finde bilderbuchmäßig blüht. Auf jeden Fall so, dass die Bienen was davon haben.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Mein Schwiegersohn will auch immer eine Blumenwiese.
    Der erste Versuch 2017: nur blaue Kornblumen. Sah sehr, sehr schön aus. Aber eben nur für 4 Wochen.
    Der zweite Versuch 2019: wieder nur Kornblumen, aber alle Farben. Sieht sehr schön aus. Aber eben nur für ein paar Wochen.
     
    H

    hofergarten

    Mitglied
    Manche Blumenwiesen sehen offenbar tatsächlich aus wie auf den Samentüten:


    @poldstetten hat ein Stück seines Gemüsegartens umgewidmet und darin eine dieser mordernen Blumenmischungen ausgestreut, die wie ich finde bilderbuchmäßig blüht. Auf jeden Fall so, dass die Bienen was davon haben.
    Nun habe ich mir sein BLUMENBEET angesehen, hat er super gemacht.
    Es ist aber keine Wildblumenwiese!
    Es sind Färber Mädchenaugen, die nennt man auch Tik Seed, weil sie immer aufgehen.
    Kornblume, (Einzige Wildblume)
    Kleine Sonnenblumen
    Spinnenblumen. ....
    alles was viel Nährstoffe und Wasser bracht.
    Bestellt bei einem Gartenbauverein um stolze 29€ und sicher in guten lockeren Boden gesät.
    Sein Blumenbeet ist echt Wunderschön, seine Baumlilien noch schöner.
    Ich hätte gerne ein Bild von dem Beet frisch angesät gesehen, einfach auf den Boden geschüttet hat der die Samen nicht. :)
    Bei uns werden die Bauern für solche Wiesen bezahlt, die Pflügen und zerkleinern die Erde bevor sie einsäen.
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Ich war ja am Wochenende im österreichischen Burgenland unterwegs. Von den viel zu vielen Windrädern rundherum mal abgesehen, gibt es dort noch - zumindest am Flugplatz - noch weitgehend unbewirtschaftete Wiesen und Randbereiche. Ich habe mal die blühenden Pflanzen aufgenommen. Habe aber (bis auf Schafgarbe) gar keine Ahnung, was das alles ist.
    IMG_8410.JPGIMG_8408.JPGIMG_8407.JPGIMG_8406.JPGIMG_8405.JPGIMG_8403.JPGIMG_8402.JPGIMG_8400.JPGIMG_8399.JPGIMG_8398.JPGIMG_8397.JPGIMG_8396.JPGIMG_8395.JPGIMG_8394.JPGIMG_8393.JPGIMG_8392.JPG
    Und hier sogar etwas mit einem emsigen Sammler.
    IMG_8387.JPGIMG_8386.JPG
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Auf meiner "Wildblumenwiese" wuchern diese Pflanzen...
    IMG_8418.JPGIMG_8417.JPGIMG_8416.JPG
    Weiß jemand was das ist? Es wächst kerzengerade nach oben, bekommt keine Blüten und hat dünne, aber sehr holzige Stiele und widerstandsfähige Wurzeln. Beim Mähen bekomme ich das kaum mit der Sense durch und was von den Stengeln über den Boden zurückbleibt, kann sich durch den Gartenschuh in die Fußsohle bohren. Ist mir schon passiert.
     
    Pyromella

    Pyromella

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    @Winterfalke , können bei dir Erlen aufwachsen?

    Deine Pflanze für emsige Sammler ist wilder Dost. Der ist wirklich toll.
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Gute Frage...:unsure: Schon möglich. Kurios ist, das diese Stengel auch nur dort wachsen und sonst nirgends im Garten oder der Nachbarschaft. In unmittelbarer Nähe wachsen m.W. eigentlich keine Erlen. Dann müssten die Samen von Vögeln dort abgeladen worden sein. Rundherum wachsen sonst nur Heckengehölze (die diesen Pflanzen gar nicht ähneln), Holunder, ein kleiner Apfelbaum, ein Marillenbaum und ein Kirschbaum.
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

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    Vielleicht sind es ja keine Sämlinge, sondern dort stand mal eine Erle, die aus eventuell noch vorhandenen Wurzeln immer wieder austreibt, das hatten wir mal bei einem Pflaumenbaum
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Wäre eine Möglichkeit.
    Aber die Blätter einer Erle
    Erlenblatt.png
    haben keine verzweigten Adern.
    Das muss was Anderes sein.
    IMG_8418.JPG
    Aber was...:unsure:
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    @Winterfalke Ich erkenne auf Anhieb Aster, Malve und Taubenkropf, die anderen kenne ich zwar alle vom Sehen, bin mir aber mit den Namen gerade nicht ganz sicher, müsste da auch nochmal nachschlagen.

    Der wilde Dost sieht auch toll aus!
    (Und doch ein bisschen anders als das wild gewachsene Oregano bei uns im Garten - ich schreibe es nur, weil es in meinem Thread mal Thema war.)
     
    H

    hofergarten

    Mitglied
    Strahlblume, wer die Importiert hat sollte normal die Beseitigung bezahlen.
    Die Pflanzenhändler verkaufen alles aus Profitgier, zerstören die Umwelt und wollen mit dem Schaden den sie Anrichten nichts zu tun haben.
    Ich würde die schon längst verpflichten die Nachteile am Etikett anzugeben! Wuchert, Invasiv, Unbrauchbar für heimische Tiere,.....
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Die Pflanzenhändler verkaufen alles aus Profitgier, zerstören die Umwelt und wollen mit dem Schaden den sie Anrichten nichts zu tun haben.
    Ich halte Neophyten, die sich aussamen auch für sehr bedenklich bis gefährlich. Man denke nur an den Riesenbärenklau. Aber mittlerweile weiß man ja kaum noch, was eigentlich einheimische Arten sind und was ist importiert oder eingeschleppt.
     
    Lauren_

    Lauren_

    Foren-Urgestein
    In einem der letzten Lubera-Newsletter habe ich gelesen, dass man dort (Schweiz)wohl von offizieller Seite aus gerne (neben vielen anderen) den Sommerflieder in Privatgärten verbieten würde. :oops:

    Hier näheres zum Schweizer Umgang mit Neophyten
    Eindringlinge bedrohen unsere Flora: Bund will Neophythen bekämpfen – und dringt in Privatgärten vor | St.Galler Tagblatt

    Ich verstehe, dass Neophythen die Flora und Fauna beeinträchtigen, und manche sind dabei sicherlich kritischer als andere. Mir persönlich geht das ehrlich gesagt trotzdem ein wenig zu weit und ich bin trotz allem froh, dass es hier anders gehandhabt wird.
     
    Winterfalke

    Winterfalke

    Mitglied
    Ich verstehe, dass Neophythen die Flora und Fauna beeinträchtigen, und manche sind dabei sicherlich kritischer als andere. Mir persönlich geht das ehrlich gesagt trotzdem ein wenig zu weit und ich bin trotz allem froh, dass es hier anders gehandhabt wird.
    Sehe ich auch so. Ich verstehe, dass man bei invasiven Arten durchaus auch zu radikalen Maßnahmen greifen muss, um die heimische Biodiversität zu schützen. Aber dabei die Kirche im Dorf lassen. Es gibt zum Einen Arten, die durchaus die heimische Flora bereichern können und andererseits sind die Natur-Großbaustellen wohl eher in der monokulturellen Landwirtschaft zu finden und nicht im Schrebergarten.
     
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