Hallo zusammen,
na da will ich doch auch mal ein Update geben. Nach den Überlegungen hier, war ich mir schon nicht mehr soooo sicher, dass ich da wirklich Rosenkäferlarven im Kompost habe - auch wenn ich meine Meinung so bestimmt vertreten habe.
Nun, ich habe einen geschlossenen Kompost und deshalb kam ich vor wenigen Wochen recht leicht zum Ergebnis - es brummte heftig in meinem Komposter und als ich den Deckel öffnete drängten bestimmt fünf oder sechs Rosenkäfer gleichzeitig in die Freiheit. Damit weiterer Nachwuchs gleich raus kann, habe ich dann ein Stöckchen in den Deckel geklemmt.
Ach ja, bei mir flogen die Rosenkäfer am liebsten den Flieder an. Da brummte es manchmal recht heftig und bei einer Rosenkäfer-Volkszählung kamen wir einmal auf mindestens 16 Stück, die gleichzeigtig den großen Flieder bevölkerten.
Manchmal saß auch einer auf der Lantana:

Hier kann man auch recht schön die weiße Zeichnung auf dem Rücken sehen und auch, dass der Rosenkäfer seine dünnen Hautflügel nur unter dem Rückenpanzer rausschiebt und nicht diese Deckflügel anhebt, wie zum Beispiel der Marienkäfer.
So und nun nochmal zum Kompost umsetzen:
Ich lasse mir beim Kompost-Reifen seeehhhr viel Zeit und benutze deshalb zwei Komposter (je 600l). Der eine ruht, der andere wird befüllt.
Im Frühjahr siebe ich den älteren durch, was durchfällt kommt als Kompost in den Garten, die gröberen Reste kommen als unterstes wieder in den Komposter rein. Dann ist der Komposter mit dem neueren Material dran. Den schichte ich einfach in den zweiten Komposter um. Da kommt dann auch nochmal schön Luft dran.
So hat bei mir der Kompost eineinhalb bis zwei Jahre Zeit zu reifen.
Ach ja, interessant finde ich auch immer das Leben im Kompost. In meinem 'alten' Komposter finde ich eigentlich immer nur die Käferlarven und keine Würmer. Im 'neuen' Komposter wuseln manchmal so richtige Wurmnester aus rötlichen Ringelwürmern (ähnlich wie Regenwürmer aber etwas kleiner und vorallem eben von rötlicher Farbe), dort finde ich aber wiederum keine Käferlarven. Ich habe mir das immer so erklärt, dass die kleinen Helferlein reicht stark auf eine bestimmte Art von Nahrungsquelle spezialisiert sind. Deshalb habe ich da auch keine Angst, dass diese Tiere sich mal an meinen lebenden Pflanzen gütlich tun.
Lieben Gruß
Orlaya
PS: Die beiden Bilder sind Mitte/Ende Mai bzw. Anfang Juni entstanden - zur Zeit sehe ich keine Rosenkäfer im Garten (bei uns im Süden hatten wir aber jetzt auch zwei Wochen lang echt besch.. Wetter).