Ist mein Oleander gestorben?

  • Ersteller des Themas ricorosen
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R

ricorosen

Neuling
Hallo liebes Forum,

Todsünde: Oleander wegen ausgedehnter Reise im Winterquartier vergessen, ziemlich vetrocknet im April ans Licht gezerrt, Wurzel noch weißlich, aber die ganze Pfanze wirkte tot. Jetzt ist fast Juni und nix ist passiert - in der Zwischenzeit habe ich gegossen, gedüngt, Liebesschwüre verteilt und einen Rückschnitt der schlimmsten Vertrocknungen vergenommen. Die ohnehin trockenen Blätter haben braune Ränder entwickelt und wirken noch abgestorbener. Die Miniaustriebe am Stamm (2mm) sind noch vom letzten Jahr, auch wenn sie frisch erscheinen - irgendwie sehen die noch am lebendigsten aus, oder? Ist der Oleander tot? Schädlinge usw konnte ich ausschließen - da ist nix außer dem fürchterlichen Trockenschaden. Kann ich den Liebsten vielleicht dopen, irgendwie mund-zu-mund-beatmen?
Danke für Hilfe!
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  • Gecko

    Gecko

    Löschmann
    Mitarbeiter
    Äh, der sieht doch eigentlich ganz gut aus!

    Grüße
    Stefan
     
    R

    ricorosen

    Neuling
    nee, muss an meiner Lumix liegen: macht immer alles zu schön. Da tut sich nix an der Pflanze, seit April nix. Wenn ich vom giftigen Oleandersaft lese, muss ich direkt schlucken - das Wesen hat nicht den gringsten Saft mehr. Ein Wunder, dass die Blätter nicht abfallen. Ich könnte einen der Äste in der Mitte oder auch in Bodennähe kappen: nichts als hölzerne Trockenheit. Da ist kein Leben mehr drin. - Soll ich ganz abschneiden?
     
    G

    gardener02

    Guest
    Wenn aussen grün und innen grün (Triebe) dann ist er noch lebendig.
    Vielleicht würde es sein Wachstum anregen, wenn er einen etwas grosszügigeren Topf bekäme? Oder Rückschnitt?

    LG gardener
     
  • G

    gardener02

    Guest
    Sah deinen Nachfolgebeitrag zu spät. Also wenn kein Saft mehr..., dann kommt auch nichts mehr.
    Hängst du sehr an diesem Oleander? Sonst vielleicht eher ein neues Exemplar anschaffen als am Alten herumbasteln?

    LG gardener
     
  • bonifatius

    bonifatius

    Foren-Urgestein
    Meinen Oleander hatte ich vor dem Wintereinbruch im März rausgestellt, wegen eines Bandscheibenvorfalls konnte ich ihn nicht mehr reinstellen. Er war erfroren, die Blätter brachen wie Glas. Ich habe ihn dann auf 30 cm zurück geschnitten, jetzt schlägt er stark aus, an jedem Trieb über 20 Austriebe.
    Schneide ihn zurück, Blüten wird er in diesem Jahr sowieso nicht mehr bekommen, im Herbst ist er grösser wie er jetzt ist. Oleander ist eigentlich nicht kaputt zu kriegen.

    Bonifatius
     
  • B

    barisana

    Guest
    hallo
    ich würde es versuchen. schneide ihn tief herunter. so weit, dass höchstens 10cm-äste unten stehen bleiben.
    umtopfen auf jeden fall! alte erde kpl. weg, wurzeln einkürzen und in frische kübelpflanzenerde setzen. und immer feucht halten. ist ja bei dem wetter z.zt. nicht schwer. er könnte wieder austreiben. das kann lange dauern, bis zu einem vierteljahr (oder noch länger). also viel geduld haben.
    falls er es nicht schafft, kannst du ja vorsichtshalber einen neuen olli kaufen. momentan gibt es überall schöne blühende exemplare. dann hast du halt zwei.
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Nein, dein Oleander ist noch nicht tot. Der lebt nur auf Sparflamme. Ich würd's genau so machen, wie barisana gesagt hat.
     
    R

    ricorosen

    Neuling
    danke Leute.
    Hab Euren Vorschlag umgesetzt: umgetopft, Wurzel zurückgeschnitten und jetzt schön die Fußbäder...
    Leider hänge ich wirklich sehr an der Pflanze, hab sie schon über 12 Jahre. Ist die Mutterpflanze und sowieso die einzige, die das trockene Winterquartier überlebt hat: meine anderen 7 Oleander - vor Jahren aus Stecklingen gewonnen - sind leider richtig-richtig tot.
     
    M

    maryrose

    Guest
    Der schafft es, er treibt doch unten schon wieder aus.
    maryrose
     
  • R

    Rentner

    Guest
    Hab Euren Vorschlag umgesetzt: umgetopft, Wurzel zurückgeschnitten ...
    Ich drücke dir die Daumen, dass deine Pflanze diesen Eingriff überlebt. Die Eingangsbilder zeigen eine vitale Pflanze, die sogar an der Stammbasis neu austreibt. Dass der Wachstumsschub dieses Jahr erheblich später einsetzt als gewohnt, haben wir bereits alle feststellen müssen. Ich habe u.a. einige Ahorne, die erst jetzt ihre Knospen öffnen.

    Abgekürzt:
    Ich hätte mich an deiner Stelle in Geduld geübt und abgewartet. Hoffentlich hast du zu dieser Jahreszeit nicht zu viel an Wurzelmasse weggenommen.
     
    B

    barisana

    Guest
    nee, muss an meiner Lumix liegen: macht immer alles zu schön. Da tut sich nix an der Pflanze, seit April nix. Wenn ich vom giftigen Oleandersaft lese, muss ich direkt schlucken - das Wesen hat nicht den gringsten Saft mehr. Ein Wunder, dass die Blätter nicht abfallen. Ich könnte einen der Äste in der Mitte oder auch in Bodennähe kappen: nichts als hölzerne Trockenheit. Da ist kein Leben mehr drin. - Soll ich ganz abschneiden?
    hallo pit
    von dieser aussage bin ich ausgegangen und habe den rückschnitt empfohlen.

    die fotos zeigen allerdings einen olli, der noch relativ gut aussieht.
    ich verstehe das nicht. so krass kann doch keine kamera fotos aufhübschen?
     
    Kraeuterfreund

    Kraeuterfreund

    Mitglied
    Was immer gemacht wurde - er wird es überleben. Oleander überlebt glaub ich alles :)

    Ich hatte vier davon im März schon rausgestellt, als es so schön war, und dann völlig vergessen, als es wieder Schnee und Frost gab. Alle "tot"... bodennah abgeschnitten, treiben zwei der vier inzwischen wieder munter aus.

    Ein anderer stand mal geschlagene zwei Jahre ohne ein einziges noch vorhandenes Blatt in der hintersten Gartenecke, und dann trieb er neu aus.

    Die Teile scheinen wirklich nicht kaputt zu kriegen sein. Und das ist gut so :)
     
    B

    barisana

    Guest
    nee, nach meiner erfahrung nicht.
    steht er bei starkem frost den winter über ungeschützt draussen, dann ist er hinüber.
    zweimal erlebt, einmal bei mir (nicht rechtzeitig reingestellt) und einmal beim nachbarn. die dachten auch wie du und haben ihn bewusst draussen gelassen.
    wer seinen olli liebt, der tut ihm das nicht an.
     
    M

    maryrose

    Guest
    Gegenbeweis: er überlebte auch draußen, von meinen Schwiegereltern vergessen, einen strengen Winter in Bayern. Sie wollten ihn schon entsorgen, ich geb aber nicht so schnell auf, hab ihn total herunter geschnitten und inzwischen - es sind 6 Jahre vergangen, ist er über 2,50 m hoch und blüht und blüht. (Heuer natürlich noch nicht, dem war es einfach zu kalt:()

    LG maryrose
     
    B

    barisana

    Guest
    tja, so unterschiedlich sind die erfahrungen.
    ist auch oft nur glücksache. der vom nachbarn war definitiv hin,
    zumindest meiner damaligen einschätzung.
    heute wäre ich vorsichtiger.
     
    M

    maryrose

    Guest
    Wollte eigentlich nur mitteilen: Beim Oleander nie aufgeben!!!:cool::cool::cool:
     
    Kraeuterfreund

    Kraeuterfreund

    Mitglied
    Wollte eigentlich nur mitteilen: Beim Oleander nie aufgeben!!!:cool::cool::cool:
    Sagte ich doch auch :)

    Wie beschrieben, ich hatte einen, der zwei komplette Jahre gebraucht hat, bis aus einem absolut tot scheinenden bodennah abgeschnittenem Stumpf wieder was grünes austrieb. In den zwei Jahren hab ich mich natürlich auch NULL um den gekümmert, der stand hinten in der Gartenecke (sogar im Vollschatten) und wartete eigentlich drauf, kleingeschnitten zu werden. Nur weil ich zu faul war, stand er dort solange - und auf einmal war er "wieder da".

    Natürlich kann man jetzt auch sagen "Was soll das, ehe ich zwei oder drei Jahre einen häßlichen Stumpf im Kübel irgendwo hinstell, kauf ich lieber für 3,99 einen neuen". Aber wer den Platz und die Musse hat: nicht aufgeben ...
     
    M

    maryrose

    Guest
    Ein weiterer Grund: mit vielen Pflanzen besteht doch eine Verbundenheit - und die will man retten:d
    maryrose
     
    Luxarion

    Luxarion

    Mitglied
    Ein weiterer Grund: mit vielen Pflanzen besteht doch eine Verbundenheit - und die will man retten:d
    maryrose
    Stimmt! Ich habe auf dem Balkon eine 13 Jahre alte, selbst gezogene Kastanie. Als die in diesem "Frühjahr" erst einfach keine neuen Blätter bekommen wollte, war ich regelrecht panisch, daß sie womöglich eingeht... Und nun ist sie sogar besonders üppig geworden. :D
    Zum Oleander: Nach einem harten Winter ist mir auch mal ein (alter) Oleander eingegangen. Bei den Fotos hier im Thread wäre ich aber auch davon ausgegangen, daß dieses Exemplar überlebt. Auch wenn sie arg angegriffen aussehen, steckt doch meist noch ausreichend Leben in ihnen...

    Gruß, Jörg
     
    R

    ricorosen

    Neuling
    kleines Update, verbunden mit nochmaligem Dank: endlich Neuaustrieb!
    Das ist erst vor einigen Tagen passiert, er hatte die ganze Zeit keinen Mucks gemacht...

    P1040635_Olli.jpg
    P1040636_Olli.jpg

    eine Schönheit wird er wohl erst mal nicht, weil viele der neuen Blätter verkrüppelt/deformiert sind: eher rundlich, mit seltsamen Einkerbungen, zum Teil verfärbt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das die Nachwehen des Spinnmilbenbefalls vom letzten Jahr sind. Weiß da einer von Euch näheres? Besteht Handlungsbedarf?

    P1040638_Verkrüppelt.jpg
    P1040640_Verkrüppelt.jpg
    P1040641_Verkrüppelt.jpg

    Viele Grüße! rico
     
    B

    barisana

    Guest
    na, das sieht ja recht gut aus.
    ich hätte ihn halt weiter unten abgeschnitten. so hat er hauptsächlich oben blätter.
    naja vllt. wird er noch buschiger.
     
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