Jolanthas Gartenrevier

Knofilinchen

Knofilinchen

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Winterfalke: Ich habe nich mal einen Führerschein. Wozu auch?

Mariaschwarz: Das ist leider ein Problem, ja. Interessanter Weise: Wir wohnen mittlerweile in einem Wohnviertel von Ein- bis Dreifamilienhäuschen, umsäumt von den großstädtischen Hochhäusern. Bist du draußen, herrscht die bekannte Rücksichtslosigkeit, fährst du rein, sind auf einmal alle rücksichtsvoll, können warten, werden langsam, halten auch mal an, wenn es eng wird. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Es ist echt erstaunlich, was so ein "es könnte dein Nachbar sein" versus der Anonymität der Großstadt für eine Verhaltensänderung bewirkt. Traurig, leider.
 
  • Pyromella

    Pyromella

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    @Knofilinchen, ein bischen kann ich Winterfalke verstehen. Ohne Auto gut zu leben, das funktioniert nur in einem Umfeld mit einer gewissen Infrastruktur. Ich kann, genau wie du auch, wunderbar ohne Auto leben. Die meisten Dinge sind in passabler Fahrradentfernung zu bekommen, es gibt einen guten ÖPNV wenn das Wetter nicht mitspielt, und für weitere Strecken gibt es die Bahn.
    Wer im ländlicheren Raum oder in Kleinstädten lebt, hat da andere Bedingungen. Für das Fahrrad sind die meisten Ziele zu weit weg und der ÖPNV ist rudimentär. Dafür sind die Chancen viel größer, dass man einen großen Garten haben kann.
     
    Winterfalke

    Winterfalke

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    Wer im ländlicheren Raum oder in Kleinstädten lebt, hat da andere Bedingungen. Für das Fahrrad sind die meisten Ziele zu weit weg und der ÖPNV ist rudimentär. Dafür sind die Chancen viel größer, dass man einen großen Garten haben kann.
    Gut auf den Punkt gebracht @Pyromella . Wir wohnen in einer kleinen Kuhbläke, wo es mehr Pferde als Menschen gibt. Eben sehr ländlich, naturnah, viel Platz und mit 150 - 250€/m² Grundstück (inkl. Haus) doch erschwinglich . Infrastruktur geht aber - bis auf die Dorfkneipe - gegen Null. Kein Bahnhof und der Bus kommt 3 oder 4 mal am Tag vorbei. Vorzugsweise für die Schulkinder. Und ich muss 50km zur Arbeit fahren. Ohne Auto keine Chance und würde mit Öffi´s 14€ am Tag kosten mit 4x umsteigen.
    In Wien ein völlig anderes Bild. Da ist ein Auto eher ein unnötiger Kostenfaktor bzw. Luxus, auch weil das Nahverkehrsnetz sehr gut ausgebaut ist. Allein das Unterstellen eines PKW kostet oft 100€ - 200€ im Monat und um einen Parkplatz zu finden, braucht man sehr viel Glück. Dafür kostet ein m² Wohnfläche - ohne Grundstück - zwischen 2.500 - 5.000€.
    Da muss man sich schon sehr nachhaltig entscheiden.
    :rolleyes:
     
    Knofilinchen

    Knofilinchen

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    Das "wozu auch" bezog sich rein auf mich. Ich wohne in Berlin und hier braucht man definitiv kein Auto. Und wenn doch, weil man z. B. mal große und schwere Dinge transportieren muss, dann tut's ein Mietauto. Dass auf dem Land eine ganz andere Infrastruktur herrscht als in einer Großstadt, ist klar. Und in einer Kleinstadt kommt es eben immer auf die konkreten Bedingungen an und wo man jeweils so hin muss.

    Was viele Leute natürlich nicht davon abhält, auch in völlig unnötiger Umgebung dem Fetisch "Auto" nachzugehen und tausende von Euros in etwas völlig Unsinniges zu investieren, das ihnen in der Regel maximal täglichen Stress bringt, aber das ist ein anderes Thema.
     
  • jolantha

    jolantha

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    Mein Auto benutze ich nur, wenn ich wirklich irgendwo hin muß, und dann erledige ich alles, was
    angefallen ist. so fahr ich meistens nur 2 x in der Woche durch die Gegend.
    Dadurch schaffe ich höchstens 3000 km im Jahr.
     
  • Stupsi

    Stupsi

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    Ich wünschte hier wäre das Carsharing mehr verbreitet und so günstig, mir würde es auch reichen wenn ich hier und da mal ein Auto mieten könnte aber wer weit draußen wohnt braucht es ja auch täglich da würde ich dann auch nicht drauf verzichten wollen, vor allem wenn man noch Kinder hat, viele Einkäufe etc... ist das schon viel leichter und spart viel Zeit.
    Erreiche hier auch vieles mit dem Bus aber wirklich der Zeitfaktor und je nach dem wo und vor allem um wie viel Uhr man noch irgendwo hin will da wird's manchmal schwierig.
     
  • jolantha

    jolantha

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    Erreiche hier auch vieles mit dem Bus aber wirklich der Zeitfaktor und je nach dem wo und vor allem um wie viel Uhr man noch irgendwo hin will da wird's manchmal schwierig.
    Um eine Bushaltestelle zu finden, müßte ich erst mal einen Kilometer mindestens laufen, und der letzte
    Bus, der mich wieder heimwärts bringt, fährt um 18.30 Uhr. Kinobesuch etc, fällt dadurch schon mal aus.
     
    Chrisel

    Chrisel

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    Mensch, ist die Situation schlecht bei euch. Bei mir fährt der Bus jede Stunde, ab 5,30 bis Nachts.
    Wochenende gibt es bei uns einen Rufbus.
     
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    Caramell

    Caramell

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    Jolantha, hier in der Stadt geht es noch mit den Bussen, aber auf den Dörfern sieht es auch so aus, das oft nur der Schülerbus fährt, ohne Auto geht da nichts.
     
  • Caramell

    Caramell

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    jolantha, den Schülerbus hast Du gefahren, das ist toll, aber sicher auch eine Menge Verantwortung, aber pünktlicher Feierabend ist auch was wert.
    Ja hier werden die Stecken die Schüler durch die Gegend gefahren werden auch immer länger, leider. Alles muss optimiert werden.
     
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