Junge Mütter

K

Kapha

Guest
Mich würde mal wirklich was interessieren.....

Was geht heute in jungen Müttern vor , haben sie so wenig Selbstvertrauen das sie stets sich angegriffen fühlen wenn man ihre Kinder mal kritisiert oder zurechtweist ?

Ich finde es toll wenn man zu seinem Kind steht , aber tut man ihm einen Gefallen wenn man immer nur zu ihm steht und auch das negative als gut bezeichnet ?

Fährt ein Kind ( ca. 3 Jahre alt ) mir mit diesen Sch....Lauffahrrädchen voll in die Beine , ich schimpfe und sage das ich das nicht gut finde und bekomme noch die Zunge raus gestreckt ....Mutter kommt dazu und massregelt mich , das ich wohl keine Kinder möge....na toll

Kinder ( zwischen 6-8 Jahre ) im Gartenverein rennen durch alle Gärten , zertrampeln einiges....Ich schimpfe und frage wo die Eltern seien...Antwort: Weg und wir machen Party "....Ich bin stinkig und sauer und jage sie zum sonstwohin .....gestern kam eines der Elternteile und meinte mich wirklich fast zu bedrohen ich solle das nicht nochmal machen.....Als ich ihn aufklärte das auch wir alle für unseren Garten Geld zahlen kam die Antwort : Sie waren wohl nie Kind und mögen wohl keine Kinder......:rolleyes:

Das sind nur 2 Beispiele .........

ich selber habe selber jemanden in der Familie mit einer 3 jährigen und auch sie ist sofort beleidigt wenn man dem Kind nur etwas sagt , z.B das es am Tisch nicht andauernd mit dem Löffel lautstark auf den Teller schlägt und dabei hoch schreit das allen das Trommelfell platzt.....Denn sofort ist man Kinderfeindlich oder mag genau dieses Kind nicht.

Langsam werden solche Sprüche langweilig und zeugen in meinen Augen von klarer Unsicherheit.

Was soll aus diesen Kindern werden ?
Sie lernen nie mit Kritik anderer umzugehen oder für das gerade zu stehen was sie tun.
 
  • mikaa

    mikaa

    Foren-Urgestein
    Die Dosis macht das Gift ......

    Das Söhnchen meiner Nichte meinte auch es sei cool mit einem Suppenlöffel Kerben in das Highbord zu kloppen. Wir sassen alle zusammen am Tisch jeder sah es und es war auch nicht zu überhören. Sogar meiner Nichte war es einen Blick wert....aber ausser der Ansage : Leo, bitte nicht so laut" kam da nichts .

    Ich habe dem munteren Kerlchen dann kommentarlos den Löffel weggenommen was er mit noch lauterem Gekreische und gleichzeitigem hinwerfen mit Beinestrampeln quittierte. Das hielt die Glasscheibe einer Tür des Highbordes nicht aus.
    Als ich die Scherben zusammengekehrt habe hielt ich meiner Nichte und ihrem Stenz die Jacken hin. Schade das ihr endlich schon gehen wollt.

    Die Rechnung schicke ich dann per Post ...
     
    salvadora

    salvadora

    Mitglied
    Wenn ein Kind in eine Familie kommt, dann gibt es in (den meisten) Familien bereits feste Regeln. Z.B., dass man niemanden weh tut, dass nicht alles was ich sehe mir gehört oder, dass es gewisse Tischmanieren gibt. Wenn diese Regeln den neuen Erdenbürgern nach und nach vermittelt werden, kann eigentlich nichts schief gehen.

    Ich war übrigens mit 19 Jahren bereits Mutter.
     
    M

    marsusmar

    Guest
    Das hat, denke ich, weniger mit wenig Selbst vertrauen zu tun, sondern mit zu viel. Wir machen was wir wollen. D... ist jetzt etwa sechs. Seine Ma die ich oft am Bus sehe, hat als Sohn aber lieber ihren Hund, der ist nämlich tausendmal wichtiger, als der Junge.

    Meine Cousine hat ihre 3 schon vor 25 Jahren so erzogen. Macht was ihr wollt bis irgendwas um 14 sind sie ja nicht strafmündig. Sowas gilt dann als Hyperaktiv. Der Jüngste war mit seiner Grandma mal bei uns. 3 Jährig. Meine Ma die bei uns wohnte und ihre Schwester (70/76 Jahre alt damals) waren völlig überfordert, also haben wir den Jungen zu uns hochgeholt. An den Tisch zum Abendessen gesetzt. Bei ihm zu Hause gabs die Stulle auf die Hand. Für die klebrigen Hände gabs ne Serviette. Das hat ihm Spaß gemacht, er hat die restlichen 10 Tage immer mit uns essen wollen.

    Ich war auch erst 19, aber schon seit 14 Monaten verheiratet, als unser Junior zur Welt kam und ob GG Kinder wollte, haben wir in der ersten Nacht morgens um 3 geklärt. Die Grundsatzfrage kam direkt danach, die Antwort bekam er um kurz vor 10 vormittags, also auch ein Schnellschuss. Allerdings wird uns derzeit bei den silbernen Tellern zur Silberhochzeit, die man auf Flohmärkten findet, gruselig, die steht im Juni an. Unser Junior war, (Er wohnt seit 4 Jahren nicht mehr hier) dieses Jahr schon 4 Mal bei uns. Ist halt schön zu Hause Mutti.

    Suse
     
  • K

    Kapha

    Guest
    Mein Sohn 31 und ich war 20 Jahre alt .

    Trotzdem gab es feste Regeln und wenn er Bockmist baute musste er dafür gerade stehen.
    Ich konnte mit ihm als Kleinkind schon in Restsurant ohne negativ aufzufallen , denn es wurdeam Tisch geblieben .

    Das Wort "entschuldigung" , " bitte " und "danke" kannte er schon früh .
    Gab es Kritik von jemand anderem oder Lehrernwutde abgeklärt ob Sohnemann flunkerte .... Er bekam einfach nicht immer recht .

    ABER in erster Öinie sollten die Eltern die Aucen offen lassen um richtigbeurteilen zu können .

    Wir neobachten ummer wieder das Eltern über die Strasse laufen und weit hinten kommt das Kind .
    Auf eine Bemerkung meines Mannes bei einer Bekannten kam :" ein Kind muss selbstständig werden ".:rolleyes:
     
  • Zero

    Zero

    Foren-Urgestein
    Hallo Peti,

    vor ca. 2 Jahren ist mir auch so ein Ministepke mit dem Dreirad in meine Beine gefahren - tat richtig weh.
    Gut, das Kind hatte sich nicht entschuldigt - vielleicht war es auch noch zu Jung dafür und oder hatte es nicht gelernt.
    Doch ärgerte ich mich mehr über die junge Mutter, da sie es ebensowenig für nötig hielt sich für ihr Kind zu entschuldigen. Nunja, da habe ich mir diese eben zur Brust genommen und sie darauf hingewiesen, dass sie sich dann gefälligst für das Kind zu entschuldigen hätte. Mir taten jedenfalls die Beine ganz schön weh und bin gehumpelt.

    Die Kinder meiner Nichte sind m.E. gut erzogen, werden auch von der Mutter ab und an ermahnt und vieles wird erklärt aber es wird sehr selten geschimpft. Finde ich gut. Ach, meine Nichte ist allerdings auch Kindergärtnerin.

    LG Karin
     
  • F

    Florina Fina

    Guest
    Ich denke, das liegt eher (oder mit) an der Generation der Mütter. Ich bin recht spät zum ersten Mal Mutter geworden, mit fast schon Ende 30. Ich gehöre also noch zu einer Gereration, wo als Kind Disziplin, um nicht zu sagen "Zucht und Ordnung" herrschte. Dabei habe ich meine Mutter z.B. nie als ausnehmend streng empfunden, aber ich hatte Achtung und Respekt vor ihr, und was sie sagte, galt.

    Respekt und Achtung, Pünktlichkeit, Höflichkeit, Tischmanieren usw. - darauf lege ich auch bei meinem Sohn (7) sehr großen Wert. Ich bin auch streng, wobei ich mich nicht als so streng beschreiben würde, wie meine Mutter es war. Aber ich diskutiere bei weitem nicht alles aus (was nicht heißt, daß er nie mitentscheiden darf). Bei manchen Dingen wird aber einfach gemacht, was ICH sage - weil ICH die "Chefin" bin, da muss sich Sohn einfach fügen, auch ohne lange Begründung und zehn Mal gesäuseltes "Bitte".

    Mütter, die 20 Jahre jünger sind als ich und ein Kind im selben Alter haben wie mein Sohn, die schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, weil ich ihrer Meinung nach viel zu streng erziehen würde (ist mir wirklich schon passiert!). (Meine Mutter hingegen ist der Meinung, daß ich viel zu "locker" mit Sohnemann umgehe, mehr Strenge wäre erforderlich *gg*). Aber ich lasse mich da nicht beirren - in jeder Beurteilung, die mein Sohn bekommt, wird betont, wie höchst "sozial verträglich" er gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen doch sei.

    Ein Beispiel finde ich, beschreibt den "Werteverfall" (die mangelnde Erziehung ist mMn einer) in unserer Gesellschaft sehr deutlich:
    Ich war mit Sohnemann des Nachmittags in der Schule, weil wir einen Termin hatten. Uns begegnete im Treppenhaus der Direktor, den ich selbstverständlich grüßte. Sohn blieb zu meinem Entsetzen stumm (er weiß ganz genau, daß er Direktor/Lehrer/andere ihm bekannte Erwachsene grüßen soll). Von mir darauf angesprochen, bekam ich zur Antwort: "Wenn ich den Herrn XYZ grüße und die anderen Kinder hören das, dann werde ich von denen ausgelacht. Das macht hier keiner...!"

    Es war keine Ausrede, sondern es ist tatsächlich traurige Wahrheit - von 400 Grundschülern ist es nur eine Handvoll, die weiß, daß sich Grüßen gehört... Die heutige Kindergeneration bekommt solche Dinge vom Elternhaus einfach nicht mehr beigebracht.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    K

    Kapha

    Guest
    Weisst du man kann oft den Kindern nicht mal die Schuld zuweisen , es sind Kinder ....oft überlegen sie noch nicht ( je nach Alter ) und können vieles noch nicht abschätzen , aber von den Eltern erwarte ich dieses.

    @Florina Fina
    Strenge kann man auslegen wie man möchte......auch ich war relativ streng , aber mein Sohn bekam immer erklärt warum und wieso ich etwas nicht gutheisse oder akzeptiere.
    Er hatte Regeln , war abend um eine gewisse Zeit zuhause und ich wusste immer wo er war.

    Mein Mann bildet Lehrlinge aus und ist oft am Rand des Wahnsinns und schüttelt nur den Kopf was da ran gezogen wird.
    Verwöhnt
    Nicht belastbar
    Können nicht mit Kritik umgehen
    Oft kann man sich nicht auf sie verlassen
    Oberflächlich und aggressiv

    Erst letztes Jahr mussten die Firma einen Lehrling das Lehrverhältnis kündigen.
    Als Vorher ein Gespräch mit der Mutter ausgemacht war , brachte sie ihrem Sohn erst noch schnell eine Schachtel Zigaretten und eine Dose Bier.:d
    Daraufhin konnte sie gleich mit Sohn verschwinden.
     
    F

    Florina Fina

    Guest
    Natürlich erkläre und begründe ich meinem Sohn die Regeln. Aber wenn gewisse (bekannte, einleuchtende) Regeln mehrfach gebrochen werden, dann gibt es keine Begründung mehr dafür, warum ich handle, wie ich handle.
     
    K

    Karla Kaktus

    Mitglied
    Seit zwei Jahren höen wir uns das Gekreische (im warsten sinne des Wortes) unserer Nachbarstöchter an. Mutter sitz hinter einem Sichtschutz (vielleicht auch als Lärmschutz gedacht) qualmt eine nach der anderen und hält Pläuschchen mit ihrem Besuch, der selbstverständlich auch noch 2 Kinder mitgebracht hat, damit ihre eigenen Kinder beschäftigt sind.
    Dazu kommt, dass regelmäßig nach dem Mittagessen andere Eltern ihre Jungs losschicken um auf der Vereinswiese (liegt gleich am Grundstück) Fussball zu spielen damit sie ihre Ruhe haben.
    So sind wir dann, pünktlich von 13.00Uhr-15.00Uhr eingekesselt von Gröhlen, Pöbeln, Ausdrücke (die ich hier nicht wiedergeben werde), Gekreische und Fussballgedröhne, weil es soooo viel Spaß macht ihn an eine große Eisentür zu schießen.

    Als mein Mann und ich uns nur noch anschreien konnten, im eigenen Garten, weil es unter normaler Redelautstärke nicht mehr möglich war uns zu verstehen. Ist meinem Mann die Hutschnur geplatzt. Er hat für jeden verständlich dann eine sehr laute Ansage gemacht. Die ersten 20 Min. war wirklich Ruhe und man konnte sogar das Zwitschern der Vögel wieder hören. Die Jungs haben dann noch provozierend versucht uns aus der Reserve zu locken. Was ihnen aber nicht gelang und so zogen sie von dannen. Nach ca. 30 Min. wurden dann die Mädels nebenan wieder etwas lauter. Nach ca. 1 Std. hatten wir wieder gekreischten Normalpegel nur mit dem Unterschied, dass Muttern jetzt mitkeifte um die Mädels zur Ruhe zu bringen. Zustand heute: Es wird weiter gekreischt ohne wenn und aber!!!!
    Es wird keine Rücksicht genommen. Grüßen ist den beiden auch nie beigebracht worden. Überall da wo sie rankommen reißen sie mir meine Blumen ab.
    Die Kleine hab ich letztes Jahr dabei erwischt und darauf angesprochen, lügt sie mir dreist ins Gesicht. Dabei hatte sie die Blume hinter ihrem Rücken versucht zu verstecken. Daraufhin habe ich Muttern antreten lassen und sie darauf hingewiesen, dass ihre Töchter meine Blumen klaue und somit die Pflanze zerstören (wird wild abgerissen). Die lapidare Antwort war, ich soll mich nicht so anstellen und die Blumen nicht so nah am Zaun pflanzen, dann würde da auch keiner ran kommen. Was ich ihr geantwortet habe werde ich hier nicht wiederholen. Habe allerdings zu der Kleinen gesagt, wenn sie Blumen haben möchte, dann solle sie mir bescheid sagen und wir schneiden sie dann gemeinsam.

    Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Kinder spielen. Das es dabei auch mal etwas lauter werden kann ist vollkommen akzeptabel. Doch wenn das permanent so geht und den Eltern das völlig Banane ist, dann sagen wir was und nehmen auch in Kauf, dass wir als Kinderfeindlich hingestellt werden.

    Ich habe auch ein Kind, was heute im erwachsenen Alter ist und er war auch eine ziemliche Radautüte. Doch er hat noch Rücksichtnahme gelernt und er kennt die Wörter "Bitte", "Danke", "Guten Tag", "Aufwiedershen" und bringt seinem Gegenüber auch einen gewissen Respekt entgegen und er hat Tischmanieren.
    All diese Eigenschaften sind doch 75% der heutigen Kinder und Jugendlichen nie beigebracht worden.

    Wie sagte mal ein berühmter Mann (fällt leider der Name gerade nicht ein)
    Unsere Kinder sind der Spiegel der Gesellschaft.
     
  • M

    marsusmar

    Guest
    Ja das Grüßen, unser einer musste als Kind noch JEDEN Erwachsenen grüßen... Mach ich manchmal bei älteren Leuten, die gelangweilt aus dem Fenster gucken. Die freuen sich darüber riesig.
    Nur liegt es auch am Schuldirektor, ob er sich so darstellt das er von den meisten Kids geliebt wird. Ich weiss das es schwer ist, ich bin Lehrer Kind und meine Mutter war nicht nur einmal stationär in Behandlung.

    Das Problem mit den Azubis ist aber wirklich gewaltig. Allein der fehlende Werkunterricht in der Schule sorgt für weniger Bewerbungen und die Firmen weigern sich dann auch noch, den Kids mit durchschnittlichen Abschluss eine Chance zugeben. Ich hab FA für automatisierte Anlagen gelernt. Auf deutsch Drehen/Fräsen/Schleifen mit CNC. Nach 10 Jahren POS, wollte eigentlich KFZ Elektrikerin werden. Wir hatten aber auch PA Unterricht und haben dabei schon unser PA Gebäude gebaut und Leuchtstofflampen zusammengesetzt, Landwirtschaftliche Fahrzeuge repariert und Gehwegplatten für das Dorf aus Beton gegossen. Sowas macht Stark und mutig.

    Ich frag mich ehrlich wer später unseren Kindern die Wohnung malern soll. Oder Kommt wenn ein Wasserhahn tropft. Sachen die wir noch allein hinbekommen. Unser hat seine Ausbildung zum Verfahrensmechniker zwar nach dem Abi gemacht, aber noch nie eine Wand gestrichen.

    Suse
     
    K

    Kapha

    Guest
    @Kapuzine
    Deine Bemerkung ist etwas daneben .
    Was hat das mit brave Schweiz zu tun ????:rolleyes:
     
    Kapuzine

    Kapuzine

    Mitglied
    Kapha,

    das fiel mir ganz spontan ein, kannst du nicht wissen. Mein Vater war Schweizer und hörte öfter Radio Beromünster.
    Da fiel manchmal eine Bemerkung, so: ,,wir braven Schweizer'' ;)
     
    M

    marsusmar

    Guest
    Das kenn ich aber auch so, ruhig, brav ohne zwischenfälle, politisch wirtschaftlich und alles absolut positiv gemeint.

    Suse
     
    timtam

    timtam

    Mitglied
    hallo,
    ich bin junge Mutter und verstehe beide Seiten. Bin selber 28 meine Kinder 3,5 und 2.

    Anfangsthema:
    Wenn andere Erwachsene die eigenen Kinder zurechweisen ist das tatsächlich ein schwieriges Thema. Es gibt viele viele Gründe
    Es wird in die Erziehung eingegriffen. Als ausenstehender kenn man das Kind nicht, weiß nicht wie es reagiert.
    Ein patziger Tonfall wird schnell als Angriff gewertet, keiner möchte so angesprochen werden. Wenn einer mit meinen Kindern spricht, dann hört sich das in meine Ohren so an, als würde derjenige mit mir sprechen. Geschieht das freundlich, ist das ok. Aber wenn Aggressionen mitschwingen ist das den Kinder über respektlos.
    Eine Mutter ist immer ein Löwe und wird ihre Kinder verteidigen. Auch wenn sie später mit den Kindern darüber spricht, dass es nicht ok war was passiert ist.

    Ein Problem ist ja tatsächlich, dass oft "die Hutschnur platzt"
    Luft gemacht wird. Obwohl freudliche Worte viel mehr bewirken würden.
    Ich glaube, dass oft von den Kindern und den Eltern verlangt wird, dass sie Rücksicht nehmen sollen. Und die Eltern permanent mit einem schlechten Gewissen konfrontiert sind. Weil es eben nie so klappt wie man sich das vorstellt.
    Zuhause im eigenen Garten fühlt man sich dann sicher. Und lässt die Kinder laufen, toben, schreien (im Haus ist es ja verboten). Zumindest geht es mir so.

    Ich frage mich auch manchmal... wer nimmt auf mich Rücksicht?

    Waren sie schonmal mit 2 Kindern einkaufen?
    Ganz normale Situation. Muss eben gemacht werden. Geht ja nicht anders. Aber läuft dermaßen oft aus dem Ruder:
    Beide wollen einen Einkaufswagen.
    1. Situation. Die Große bekommt einen Wagen hilft super mit. Die kleine bekommt keinen muss im Großen Wagen im Sitz sitzen bleiben. Schreit was das Zeug hällt.... ich werden darauf angesprochen wir Herzlos ich sei, weil ich das Kind ignoriere. 2 Minuten später sitzt die kleine immernoch im Wagen aber ist zufrieden. Ich wusste ja, dass sie irgendwann aufhört. Aber fühle mich trotzdem schlecht. Der Kommentar nagt an mir
    2. Situation: Beide haben einen kleinen Einkaufswagen. Die große macht nur Quatsch. Rast durch die Gänge. Belästigt andere Leute. Die kleine hat eine Glasflasche auf den Boden geworfen. Überall ist Tomatensose. Alle drumrum sind die Ruhe selbst, verständnisvoll, "ist ja nicht so schlimm"... und ich... absolut fertig mit den Nerven.

    Manchmal fühlt man sich so Hilflos.
    Manchmal klappt alles ganz gut. Und dann ist man froh dass irgenwie läuft.

    Und jedesmal wenn von außen ein kritischer Komentar kommt fühlt man sich als Versager. Und da werden selbst gutgemeint Ratschläge auf einmal als Angriff gewertet.

    Und wegen Werteverfall... das ist ja auch echt ein Dauerbrenner. Ich glaube so alt wie die Menschheit, dieses Thema.
    Es gibt immer solche und solche.
    Ich kenne viele Mütter die auf jeden Fall versuchen ihre Kinder zu erziehen. Auch auf Werte achten.
    Aber Kinder die "funktionieren" bzw. sich so verhalten wie es erwartet wird, fallen nicht besonders auf. Ich kann auf jeden Fall beruhigen: es gibt sie.

    Wenn ich so überlege ist das ja mit allen Menschen so, denen man begegnet.
    An die Leute die einfach in der Schlange stehen und mit denen ich freudlichen smaltalk mache, an die erinnere ich mich selten bis gar nicht. Es bleibt nur ein nettes Gefühl zurück.
    Andersherum an die drei vier die sich vorgedängelt haben, die mich einfach ignoriert haben, meine Situation ausgenutzt haben weil ich zum Bsp mit einer Tochter beschäftigt war und nicht gemerkt hab, dass ich beim Bäcker dran bin. An die erinnere ich mich sehr gut!

    Ich glaube, dass es uns sehr gut tun würde, wenn wir uns alle mit mehr Respekt behandeln würden. Mütter, Kinder, Nachbarn, Verwante, Fremde.
    Alle miteindander. (Dabei meine ich, auch Kinder haben Respekt verdient)
     
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