Jungen Rasen wieder entfernen?

S

Smylo

Mitglied
Moin zusammen,

ja die Frage ist ernstgemeint. Wir haben vor knapp 6 Wochen gerade erst Rasen gesäät und wollen ihn jetzt zum Teil wieder loswerden..., warum? Die Regierung will jetzt doch noch dieses eine Hecke gepflanzt haben.
Die Pflanzen für die Hecke sind bereits geliefert worden und wollen zeitnah eingepflanzt werden, wenngleich sie bei den aktuellen Wetterbedingungen sicherlich auch noch ein paar Tage so verkraften werden.

Was also kann ich machen, um einen Streifen von ca. 80cm Breite und 18m Länge vom jungen Rasen zu befreien? - idealerweise ohne neuen Mutterboden kaufen zu müssen, hatte gerade über 50 Schubkarren zum Nachbarn gebracht und würde mich jetzt doppelt ärgern, reicht schon, dass ich den jungen Rasen jetzt wieder entfernen darf/ soll!

Auf die Giftspritze würde ich natürlich gerne verzichten, deshalb hatte ich überlegt, ob es vielleicht etwas bringen würden den Rasen ganz kurz zu mähen und danach versuchen diesen auf den "Kopf" zu legen, sprich mit dem Wurzelwerk nach oben. Da die Grasnarbe allerdings noch nicht wirklich gefestigt ist, würde jenes wohl nur bedingt funktionieren...

Bessere Vorschläge?

MfG
Smylo
 
  • M

    Marsusmar

    Guest
    Das die Wurzelen vom Rasern noch nicht dicht sind ist doch gut. Umwenden wäre eine einfache Option, dann zusätzlich abdecken mit Unkrautfolie. Die kann dann zum Hecke setzen aufgeschnitten werden. Braucht nur ein paar Steine damit die Folie nicht wegfliegt. Oder einen Streifen Erde am Rand entlang
    Dadurch wäre die Grundlage für ein Kieselbeet da oder du magst lieber offenen Boden dann halt nach ca. 4 Wochen wieder aufmachen.

    Alternativ kann man den Streifen auch richtig umgraben und dann auch abdecken.

    Gruß Suse
     
    S

    Smylo

    Mitglied
    Hi Suse,

    danke für Deine schnelle Antwort.

    Auf die mit dem Abdecken hätte ich auch selbst kommen können...:confused:
    Ich habe noch ca. 18m² Vlies von der Verlegung unseres Drainagerohres übrig, wäre jenes geeignet oder gilt es bezüglich dem Vlies irgendwas besonderes zu beachten? Es ja immerhin Vlies, welches explizit als Unkrautvlies verkauft wird.

    Letztlich könnte das Vlies auch liegenbleiben, da wir tatsächlich vorhaben dort ein Kiesbeet entstehen zu lassen.

    MfG
    Smylo
     
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Planerischer Fehler, wa? ;)

    Ich würde umgraben an der Stelle und zusätzlich nach dem Setzen der Heckenpflanzen ein Unkrautflies nutzen. Unkrautflies hat den Vorteil, dass es Wasser durchlässig ist und das Wasser ist gerade entscheidend, damit Pflanzen wachsen. Wenn dort eh ein Kiesbeet entstehen soll (was meiner Meinung nach bei einer Hecke die darüber wächst wenig zur Geltung kommt und zudem sehr viel Arbeit macht durch die abgestorbenen Pflanzenteile die darauf fallen), ist Unkrautflies unter dem Kies eh obligat. Zumindest für mich.

    Erfahrungsgemäß wächst unter einer dichten Hecke eh nichts. Überlege Dir das also mit dem Kiesbeet.
     
  • S

    Smylo

    Mitglied
    Ein ganz klares JEIN. Für mich stand immer fest, dass dort eine Hecke hinkommt, aber die Regierung meinte, dass dieses Jahr dafür kein Geld mehr übrig sei... - naja, ca. 3 Wochen nach der Aussaat wurde dann doch die Hecke bestellt und zwischenzeitlich geliefert. Ich verkneipfe es mir jetzt etwas noch auf das Gespräch mit Madam weiter einzugehen und sage einfach nur: "Typisch (meine) Frau"

    Erfahrungsgemäß wächst unter einer dichten Hecke eh nichts. Überlege Dir das also mit dem Kiesbeet.
    Ich hatte Kies in Erwägung gezogen, da ich von der Logik her davon ausgegangen war/bin, dass dies die Lösung mit dem geringsten Aufwand bezüglich der späteren Pflege darstellen würde. Rindenmulch zersetzt sich doch mit der Zeit und wird wieder zu Erde, welche dann aber auf dem Unkrautvlies liegen würde und einen Nährboden für Unkraut darstellt. Deine Aussage bezüglich der dichten Hecke klingt aber auch absolut logisch.
    Ich bin für alles offen, es soll nur nicht zu viel Arbeit machen und idealerweise keine Unsummen verschlingen.

    MfG
    Smylo
     
  • E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Unter der Hecke wird nichts wachsen, wenn diese dicht wird.
    Erstmal saugen die Wurzeln der Hecke das Wasser aus der Erdumgebung ziemlich auf und zum anderen, kommt dort keine Sonne hin. Folglich wächst auch nichts, bis wenig.

    Kies ist die Variante, die deutlich mehr Arbeit macht. Du ermöglichst so, den herabfallenden Laubanteilen der Hecke sich zwischen die Steinchen zu setzen. Dieses führt mit der Zeit zu einer unansehnliche Pampe und färbt die einst weissen Kiesel grünlich. Ausserdem entsteht so Nährboden für Pilze.

    Ich würde definitiv die ersten Jahre immer mit den Rasentrimmer arbeiten. Fertig.
     
  • S

    Smylo

    Mitglied
    Ich würde definitiv die ersten Jahre immer mit den Rasentrimmer arbeiten. Fertig.
    Vorweg noch mal danke für die Aufklärung. Kies ist jetzt vom Tisch, allerdings muss eine Alternative gefunden werden, wobei es da wohl nicht soviele gibt - spontan wäre ich da bei Rindenmulch.
    Die Alternative ist deshalb so wichtig, da unsere Heckenpflanzen nur eine Größe zwischen 40-60cm haben und dadurch noch kaum etwas überdecken. Unkrautvlies ist bereits bestellt und sollte hoffentlich die Tage eintreffen...
     
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Wenn Du die Hecke pflanzt, und dabei sind 40cm -60cm eine recht ordentliche Höhe, sehe ich keinen Grund noch Unkrautflies zu nutzen.
    Eventuell solltest Du eine Rasenkante verlegen um später sauber an der Hecke mit dem Mäher vorbei zu kommen.
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Die Vermutung, daß unter einer Hecke eh nichts wächst... Nein. Das mag für alte, dichte Hecken stimmen, aber nicht für neu angepflanzte, da kommt noch genug Licht durch. Wir haben beim Rasen säen zu viel in die Hecke gestreut... Bei uns ist das Gras darunter dann gewuchert, mit dem Mäher kommt man da ja nicht hin. 20cm hoch und da hat dann eher das Gras den unteren Heckenzweigen das Licht weg genommen. Ich hab das Gras ausgezupft, damit die Hecke auch unten dichter werden kann. Für die Zeit, bis die Hecke dicht ist, hab ich Rindenmulch und Bodendecker genommen.
     
    M

    Marsusmar

    Guest
    Es kommt darauf an was für eine Hecke ihr setzt.

    Zier-und Sichtschutzhecken aus Koniferen verlieren kein Laub und sind daher für Kiesbeete perfekt.
     
  • C

    Carlitoz

    Mitglied
    Die Regierung?
    Ist damit deine Frau gemeint?:d
     
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Die Vermutung, daß unter einer Hecke eh nichts wächst... Nein. Das mag für alte, dichte Hecken stimmen, aber nicht für neu angepflanzte, da kommt noch genug Licht durch.
    Aber nix anderes habe ich ja geschrieben ralph.

    Unter der Hecke wird nichts wachsen, wenn diese dicht wird.

    Erfahrungsgemäß wächst unter einer dichten Hecke eh nichts. Überlege Dir das also mit dem Kiesbeet.
     
    S

    Smylo

    Mitglied
    Wenn Du die Hecke pflanzt, und dabei sind 40cm -60cm eine recht ordentliche Höhe, sehe ich keinen Grund noch Unkrautflies zu nutzen.
    Ok, dann habe ich jetzt wohl 80€ zum Fenster rausgeworfen, wobei, ich könnte es für die anderen Beete verwenden, also alles gut.
    Eventuell solltest Du eine Rasenkante verlegen um später sauber an der Hecke mit dem Mäher vorbei zu kommen.
    Eine Rasenkante aus Granit ca. 8-9cm über Boden existiert bereits, mir fehlt "nur" noch die Mähkante, aber da wurden mir die Finanzen nicht für freigegeben und so darf ich dort nächstes Jahr wohl den Rasen wieder rausholen...

    Es kommt darauf an was für eine Hecke ihr setzt.
    Wir haben eine Kirschlorbeerhecke gesetzt.

    Die Regierung?
    Ist damit deine Frau gemeint?:d
    Genauso ist es. ;)
     
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Rasen- und Mähkante ist für mich ein Begriff, daher vermutlich jetzt mein Denkfehler.

    Mal was anderes zu der Kirschlorbeer. Du weisst, wie die ausgewachsen aussieht, oder? Sehr große, dicke, glänzende Blätter, teilweise Früchte tragend.
    Muss man defintiv mögen. Hat aber den Vorteil, das es rasant wächst.
    Also...lieber vorher den Ein- und Ausgang markieren! :D

    Noch ein Tipp. Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser tauchen und zwar so lange, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Dann einsetzen.
     
    S

    Smylo

    Mitglied
    Rasen- und Mähkante ist für mich ein Begriff, daher vermutlich jetzt mein Denkfehler.
    Für mich ist eine Rasenkante eine etwas höhere Blockade für den Rasen, damit er nicht darüber wachsen kann. Eine Mähkante hingegen ist flach und bündig mit der Rasenfläche und dient dazu, dass beim Rasenmähen nichts mehr stehen bleibt - so zumindest meine Definition. ;)

    Mal was anderes zu der Kirschlorbeer. Du weisst, wie die ausgewachsen aussieht, oder? Sehr große, dicke, glänzende Blätter, teilweise Früchte tragend.
    Muss man defintiv mögen. Hat aber den Vorteil, das es rasant wächst.
    Also...lieber vorher den Ein- und Ausgang markieren! :D
    Wir haben uns bewußt für eine Sorte entschieden, welche nach dem portugiesischen Kirschlorbeer die kleinsten Blätter hat und auch nicht so stark wächst.

    Noch ein Tipp. Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser tauchen und zwar so lange, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Dann einsetzen.
    Leider zu spät gelesen...

    Ich habe am Wochenende den Rasen jetzt mit dem Kantentrimmer so kurz wie möglich geschnitten, das Schnittgut entfernt, den Rasen sukzessive umgegraben (also auf den Kopf gelegt), für den Kirschlorbeer entsprechend der Topfgröße ein Loch gegraben und unter Hinzugabe von einem Wurzelturbo (Compo), sowie Hornspäne eingepflanzt. Danach die Fläche abgeharkt und unter Wasser gesetzt.
     
    M

    Marsusmar

    Guest
    Das mit mäh und Rasenkante passt aber, weswegen ja Rasenkantensteine 25 cm hoch sind mähkantensteine ca. 4 cm.

    Sag deiner regierung mal was das an Zeit spart, ich hatte auch keine lust immer mit der Rasenschere hinter dem Mäher herzulaufen.

    Später gabs statt der Grünen wellplastikkanten dann 3 etagen Natursteine, die waren gegen die mähkanten sau-sau-sauteuer und die Mähkante musste dafür versetzt werden.....

    Die schweren Blätter der Kirschlorbeeren kann man aber mit dem Hexenbesen von den Kieseln abfegen oder mit dem laubsauger.

    DSC_0005 (2).jpg DSC_0095.jpg
    Suse
     
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Äh....marsusmar....ist das die "widerstands-, strapazierfähige und immergrüne Wiese" von der Du immer sprichst?
    Mit Verlaub.....da sprechen die Fotos aber eine andere Sprache.
     
    M

    Marsusmar

    Guest
    Passt schon, der war weggebrannt.

    GG wollte gestern schon wieder mähen war nur zu nass.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    E

    Ell-Garto

    Mitglied
    Verstehe ich nicht. Die Wiese ist so widerstandsfähig, braucht keinen Dünger und Wasser auch nicht. Die Natur regelt das doch alles von selbst bei Euch.
     
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