Kahle Zweige an Eibe - wer oder was hat das verursacht?

(>Tiarella<)

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Mitglied
#1
Hallo!

Ich war grad draußen und da sind mir an einer Seite unserer Eibe jede Menge völlig kahler Zweige aufgefallen. Es ist nicht so, dass die Nadeln vertrocknet wären, nein, sind einfach weg; nur die kahlen, grünen Zweige sind übrig. Unter dem Baum liegen sie nicht, das hätte ich bei der Menge fehlender Nadeln gesehen. Die kahlen Zweige befinden sich alle in etwa 2 1/2 bis 4 m Höhe. An einigen Zweigen sind noch halbe Nadeln, die aussehen, als hätte irgendein Tier sie angefressen. Ich habe so etwas noch nie gesehen und bin grad völlig ratlos. Hat irgendwer eine Idee, wer oder was so ein Schadbild verursacht?

Ratlose Grüße
Tia
 
  • Rosabelverde

    Rosabelverde

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    #2
    Hättest du mal ein Foto, Tia?

    Hab auch heute Eibenprobleme entdeckt, aber die sehen ganz anders aus als die in deiner Beschreibung. Grob geschätzt, meine klingen nach Frostschaden (braune Spitzen), aber deine irgendwie nach Tierverbiss ... - ? Eine Gemeinsamkeit könnte in der Einseitigkeit des Schadens bestehen; bei meiner 2-Meter-Eibe ist nur die Westseite betroffen.

    P.S. Oder dein Schaden ist die Fortsetzung von meinem? Vielleicht fallen bei mir die braunen Nadeln ab und dann sieht's aus wie bei dir?
     
    (>Tiarella<)

    (>Tiarella<)

    Mitglied
    #3
    Das sieht so aus und ist an der (geschützten) Ostseite der Eibe:


    Ein besseres Bild habe ich leider nicht, da meine Handycamera leider ihren Geist aufgegeben hat.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich auch meinen, dass da irgendein Tier dran gefressen hat, aber in der Höhe und bei der Menge der fehlenden Nadeln? Das hätte dann schon eine Giraffe sein müssen und ich hab hier in letzter Zeit keine gesehen. Bei Frostschäden sind die Zweige meistens auch braun, was bei meiner Eibe aber nicht der Fall ist. Es sieht aus, als hätte da irgendwer fein säuberlich die Nadeln entfernt (und mitgenommen, da sie ja nicht unter dem Baum zu finden sind). Der Schaden muss auch erst in den letzten Tagen entstanden sein, denn ansonsten wäre mir das wohl schon früher aufgefallen. Sehr mysteriös, das Ganze. :eek:rr:
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

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    #4
    So umfangreich und so hoch oben hatte ich mir deinen Schaden nicht vorgestellt. :rolleyes:

    Wenn du keine Giraffen hast, muss der Schädling von oben gekommen sein, und wenn er die Nadeln mitgenommen hat, frisst er sie oder baut was damit. Vogel? Eichhörnchen? Nicht dass ich sowas von denen schon mal gehört hätte ... aber außer Vermutungen kann ich nichts beitragen.

    Hast du eine Wildkamera, die du nachts aufstellen könntest? Oder kennst jemanden, der dir eine leiht?
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

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    #5
    Ich würde trotz der frühen Jahreszeit auf ein Räuplein tippen, das bereits munter frisst oder gefressen hat. Aber keine Ahnung, welcher Schmetterling oder Falter daraus schlüpft.
     
  • Kläusschen

    Kläusschen

    Gesperrt
    #6
    Ich tippe auch eher darauf, dass es ein Tier gewesen sein muss, ein Schädlingsbefall so hoch oben wäre merkwürdig.
     
  • Pyromella

    Pyromella

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    #7
    Eher Team Wasserlinse. Wie soll so hoch oben ein größeres Tier zum Fressen drangekommen sein? Das muss ja schon in den Baum geklettert sein. Da kommt mir eine Raupe wahrscheinlicher vor als das fliegende Reh. :d

    Ich werfe mal den Rotgebänderten Wickler als Täter in den Raum.

    http://www.arbofux.de/datenbank_diagnose_schluessel.php
     
    elis

    elis

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    #8
    Hallo !

    Die Eibe scheint eine gemeine Eibe zu sein, also die so groß wird wie ein Baum mit der Zeit. Für mich erscheint der Schaden nicht so groß zu sein. Schneide sie mal etwas zurück bzw. das beschädigte weg. Die treibt ja schnell wieder durch. Eiben sind ja giftig. Welches Tier sollte daran fressen. Ich weiß, das Pferde die an Eiben gefressen haben, daran gestorben sind. Ich habe auch vielerlei Eiben, auch eine gemeine. Die ist total gesund und robust. Vögel nisten da drin und fressen auch die Früchte. Davon ist ja nur der Kern giftig, den sch.. ßen sie ja wieder aus. Wenn bei mir mal eine Eibe krank wurde, dann war es ein Pilz. Sie bekam dann braune Nadeln. Habe sie dann mit einem pflanzlichen Stärkungsmittel eingesprüht und dann war wieder Ruhe. Die Nadeln vielen dann ab und neue gesunde wuchsen nach. Das sind meine Erfahrungswerte. Auf den Bildern sieht man diese gemeine Eibe. Also ich denke, Du brauchst Dir da keine große Sorgen zu machen. Schneide sie zurück und warte ab.

    lg. elis
     

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    Pepino

    Pepino

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    #9
    Beim Wickler hätte man aber Gespinste feststellen müssen, auch wären viel geschädigte Nadeln zu sehen, genauso beim Dickmaulrüssler,der Eibe sehr mag, hätte man an einigen Nadeln Buchtenfraß finden müssen.
    Ich glaube eher an zu trocken im Herbst/ frühen Winter gestanden und dann im Februar die Kälte. (oder zu nass im Jan/Feb hätte den gleichen Effekt) Die abgestorbenen Nadeln hat vl der Wind verweht. Manchmal verschätzt man sich auch, wann man das letzte Mal meinte, einen gesunden Baum gesehen zu haben.
     
    (>Tiarella<)

    (>Tiarella<)

    Mitglied
    #10
    Hm, zu nass oder zu trocken war es hier nicht. Kalten Wind hatten wir zwar, aber zum einen hat eine Scheinzypresse den Wind abgefangen und von der Eibe ferngehalten und zum zweiten haben wir hier eigentlich jeden Winter kalten Wind und da hat es noch nie so ein Schadbild gegeben.

    Der Baum hatte diesen Schaden am 22. März übrigens noch nicht, denn da hab ich mir den Baum noch genau angesehen, weil er am Blühen war und mal wieder Unmengen an Pollen freigegeben hat. Mein Nachbar hat den Tag nämlich bei mir geklingelt, weil er dachte, bei mir im Garten würde irgendwas brennen. Ich musste ihm dann erst mal erklären, dass es nur die Eibe ist, die blüht und habe zur Demonstration mehrmals verschiedene Zweige geschüttelt. Verweht wurden die Nadeln auch nicht, denn ich hab auch im weiteren Umkreis keine Nadeln finden können. Raupen, Gespinste oder Buchtenfraß sind auch nicht zu sehen (bin vorhin todesmutig mit einer Leiter in die Eibe geklettert :d ).

    Momentan erscheint mit die Vermutung, dass irgendein Tier sie zum Nestbau oder ähnliches verwendet hat, am wahrscheinlichsten. Soweit ich weiß, benutzen Eichhörnchen beim Bau ihres Kobels auch (Tannen-) Nadeln. Ich hoffe, dass es kein Eichhörnchen war, denn für die sind Eibennadeln ja giftig und es wäre echt tragisch, wenn sich doch mal ein Eichhörnchen in unseren Garten verirrt hätte und sich dann prompt mit Eibennadeln vergiftet. :(
     
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