Kaninchenmist kompostieren und für Gemüsegarten nutzen?

Sonnenblume 99

Sonnenblume 99

Neuling
Kaninchenmist soll nicht in die Biotonne. Gibt es bedenken, ihn zu kompostieren und für den eigenen Gemüsegarten zu verwenden? Er besteht aus Holzspäne, Stroh, Heu und Kot.
Bin dankbar für eure Meinungen.
 
  • P

    pere

    Guest
    Hallo Sonnenblume,

    ich denke, da gibts kein Problem, kannst einfach kompostieren und später dann im Garten verwenden.

    Liebe Grüße
    Petra, die dich herzlich Willkommen heißt
     
    Ise

    Ise

    Foren-Urgestein
    Warum soll Kaninchenmist nicht in die Biotonne ist doch Bio? Wir haben auch versucht einen Kompost anzulegen, aber leider wird das nichts, unsereGartenabfälle sind nicht *mischig* genug
    Liebe Grüße Ise
     
    P

    pere

    Guest
    Ise,

    dem Kompost macht das nicht so viel, wenn er nicht so ganz mischig ist, wie es sein sollte!

    Liebe Grüße
    Petra, die seit Jahren kompostiert und hier passt auch nicht alles, aber super Kompost hab ich trotzdem
     
  • Ise

    Ise

    Foren-Urgestein
    Naja hab nur 200 qm Garten, das meiste ist Kaninchenmist und Rasenschnitt und jetzt im Herbst halt Blätter und braune Stengel, aber der Komposthaufen verottet einfach nicht so schnell wie ich ihn brauch, auch hab ich keine Lust da noch chemisches Zeug raufzukippen, damit es schneller geht. Aber da wo letztes Jahr der Kmposter stand wächst jetzt Rhabarber ganz prächtig...:)
    Hat Kaniggelmist nicht irgendwelche Säuren?
    liebe grüße Ise
     
  • blitz

    blitz

    Foren-Urgestein
    Hallo Ise.

    Kaninchenmist kannst Du abgelagert (mind. ein halbes Jahr) in den Boden eingraben wenn Du ein "Umgräber" bist. Meine Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Beachte dabei, daß nicht alle Pflanzen Mist mögen. Wieviel hast Du eigentlich? Ich habe 90m² Gemüseanbaufläche und könnte jedes Jahr locker 2-3 m³ Mist eingraben ohne daß es zuviel werden würde. Was nicht untergegraben wird kann dann Problemlos kompostiert werden, wie Petra schon geschrieben hat.
    Beim Kompost mußt Du Geduld haben. Er braucht mindestens zwei bis drei Jahre. Es kann auch noch länger dauern wenn die Bestandteile sehr schlecht verrotten (z.B.Holz).

    Grüße von Blitz
     
  • hemaru53

    hemaru53

    Mitglied
    Wir haben mit Kaninchenmist eine Superkomposterde erhalten.
    Seit meine Tochter den Mist im Komposter entsorgt haben wir Kompostwürmer wie noch nie..
     
    G

    Gründäumling

    Mitglied
    Naja hab nur 200 qm Garten, das meiste ist Kaninchenmist und Rasenschnitt und jetzt im Herbst halt Blätter und braune Stengel, aber der Komposthaufen verottet einfach nicht so schnell wie ich ihn brauch, auch hab ich keine Lust da noch chemisches Zeug raufzukippen, damit es schneller geht. Aber da wo letztes Jahr der Kmposter stand wächst jetzt Rhabarber ganz prächtig...:)
    Hat Kaniggelmist nicht irgendwelche Säuren?
    liebe grüße Ise

    Hallo Ise,
    die schnelle Verrottung des Kompost setzt immer eine bestimmte Menge an Material voraus. Hast du die nicht, solltest sog. Kompostbeschleuniger verwenden. Der besteht aus Mikroorganismen, die den Verrottungsprozeß entscheidend positiv beeinflussen. Das ist kein
    "chemisches Zeug".
    Ich würde den Kaninchenmist nicht in meinen Kompost werfen, sondern gesondert kompostieren.

    Gruss
     
    Biotop

    Biotop

    Mitglied
    Hallo :cool:!

    Kaninchenmist ist ein guter Dünger, wenn er gut verrottet ist.
    Mein Großvater hat ihn so wie er ist, im Winter auf die Beete aufgebracht, machmal gut verrottet auch im zeitigen Frühjahr. Eigentlich für alles benutzt: die Erdbeeren bekamen ihr Teil auch die Beete, wo Salat und Kohlrabi wachsen sollten. Ich muss sagen, dass der Erfolg durchschlagen war: riesige Ernten. Als Kinder mussten wir den Kaninchenmist vom Misthaufen unserer Eltern 2 km weit im Handwagen zum Garten meiner Großeltern transportieren. Das war und natürlich furchtbar peinlich. Wir hofften bloß, dass uns kein Klassenkamerad begegnet.
    Allerdings kam der Mist auch nicht auf den Komposthaufen, sondern es wurde ein extra Misthaufen angelegt.
    Also, ich würde ihn getrennt verrotten lassen, wenn man den Platz hat. Als Dünger ist er nicht zu aggressiv, da er durch den hohen Streuanteil(Kohlenstoff) gut verrotten kann und ihn die Mistwürmer(kleine, flinke Regenwürmer) lieben.
     

    Anhänge

  • schtif

    schtif

    Mitglied
    Holzspäne, Stroh und Heu haben ein ungünstiges C/N-Verhältnis, was dazu führt, dass die Verrottung ewig plus 3 Tage dauert.
    An deiner Stelle würde ich den Kaninchenmist zwar auf den Kompost geben, aber keine zusätzlichen Stoffe wie verholztes Material oder Laub. Was der Kompost für eine schnellere Rotte benötigt sind stickstofflastige Beigaben, wie z.B. Küchenabfälle, Hornspähne...
     
    S

    shiguli

    Neuling
    Als ich noch im Zuchtverband aktiv war hatten wir so ca. 60 Tiere und dementsprechend viel Mist. Meine Eltern haben den auch im Garten untergegraben und auch die Nachbarn haben sich drüber gefreut. Allerdings kann es passieren, daß im nächsten Jahr irgendwo was wächst was da nicht hin sollte. Z.B. hatten wir in einem Jahr überall Erbsen, weil ich Erbsenstroh als Einstreu hatte. Ähnliches ist mir allerdings auch mit Pferdemist passiert. Außerdem ist Kaninchenmist sehr trocken und wenn Späne dabei sind brauchen die etwas länger zum verrotten. Deshalb pack ich meinen Kaninchenmist auf den Kompost.
     
    schneckerl

    schneckerl

    Mitglied
    unser hasen/kaninchenmist wird auch auf den normalen kompost geworfen und da er sowieso 2 jahre lagert ist da auch alles schön verrottet
     
    KiMi

    KiMi

    Foren-Urgestein
    echt, in die Blumenbeete? Nur im Winter, oder auch im Sommer?

    KiMi,

    die sich fragt, ob das denn gut geht?
     
    kmh1412

    kmh1412

    Foren-Urgestein
    echt, in die Blumenbeete? Nur im Winter, oder auch im Sommer?

    KiMi,

    die sich fragt, ob das denn gut geht?
    Eigentlich das ganze Jahr über. Aber wie gesagt die Ecken wo viel Stroh dabei ist, nimmt mein Mann zum Bauhof auf den Grünschnittplatz mit. Da hab ich einen Vorteil, damit ich keinen Misthaufen liegen habe. Aber die Teile, wo Hobelspäne und eben Mist ist, die Verteile ich im Garten. Meiner ist ja groß genug, damit er immer auf einer anderen STelle landet:D

    Der Vater von meinem Ex hat damals(ist auch schon einige Jährchen her
    immer mit dem reinen Mist eine Jauche angesetzt und die Blumen usw. damit gegossen. Na die sind gewachsen. Darum mache ich mir auch nichts draus und streue immer wieder.

    Lg

    Karin
     
    A

    arachnid

    Mitglied
    ich werf den Mist über den Winter immer direkt auf die Beete und grab das im Frühjahr mit der Fräse unter. Benutze allerdings kein Stroh für meine Kaninchen, sondern nur Allspan. Wenn Heu mit dabei ist, schmeiss ich das gesondert auf den Kompost und lass es zwei Jahre liegen, ansonsten kann es passieren, dass zuviel Samen in die Beet kommen und dann der Unkrautdruck extrem erhöht ist, weshalb ich auch keinen Pferdemist benutze. Bei uns fallen pro Woche etwa 150L Kaninchenmist an, da hab ich dann über die Wintermonate meine 400qm immer flächendeckend bedeckt mit einer dünnen Schicht. Bis zum fortgeschrittenen Frühjahr ist von dem untergegrabenen Mist nichts mehr zu finden und die Wurmpopulation ist gewaltig
     
    kmh1412

    kmh1412

    Foren-Urgestein
    Wenn Heu mit dabei ist, schmeiss ich das gesondert auf den Kompost und lass es zwei Jahre liegen, ansonsten kann es passieren, dass zuviel Samen in die Beet kommen und dann der Unkrautdruck extrem erhöht ist, weshalb ich auch keinen Pferdemist benutze.
    Wenn doch was aufgeht, reiße ich es ab einer gewissen Höhe aus und was glaubst du wer sich über die jungen Triebe besonders freut;)


    Karin
     
    venediger

    venediger

    Mitglied
    Also ich habe anfangs meinen Mist zum Nachbarn auf den Misthaufen gebracht - schön dämlich.

    Dann bin ich draufgekommen, das mein Mist gut für meine Beete und meinen Komposthaufen ist.

    Seit jetzt 1 1/2 Jahren mache ich das.
    Vorige Woche habe ich den Komposthaufen - der in der Zwischenzeit schon ziemlich gewachsen ist (4m lang, 1,5m breit und ca. 1m hoch) umgesetzt. Eigentlich das Unterste
    zu Oberst geschaufelt. War eine Mordarbeit, aber es hat sich gelohnt. Das untere Drittel ist reine Komposterde.
     
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