Kartoffeln bekommen schwarze Blätter - Krautfäule?

  • Ersteller des Themas Schwabe12345
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S

Schwabe12345

Mitglied
Hallo zusammen,
bei uns regnet es seit Wochen und nun hat es vermutlich meine Kartoffeln erwischt. Auf den Bildern seht ihr den Zustand. Ich vermute, das ist Krautfäule?

Was würdet ihr mir raten? Ich hab zehn Quadratmeter damit voll. Macht da eine Behandlung (und vor allem mit was) überhaupt Sinn?

Danke und viele Grüße!
 

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  • S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Hat niemand eine Idee? Ich würde mich sehr freuen. Dieses Jahr ist sowieso schon viel kaputt gegangen. Das jetzt die Kartoffeln noch hops gehen wäre echt die Krönung...
     
    Tubi

    Tubi

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    Haben die Flecken konzentrische Ringe? Dann ist es Alternaria. Sonst eher Braunfäule. Wenn es Braunfäule ist, geht es schneller. Die Früchte kannst Du noch ernten, wenn Du nicht zu lange wartest. Kannst Du die befallen Blätter noch abmachen?
    Wenn Du außerdem auch Tomaten in Anbau hast, würde ich jetzt abernten und die Blätter alle wegräumen.
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Danke für Deine antwort. Konzentrische Ringe sind nicht vorhanden.
    An den Tomaten sind alle Früchte noch grün. Daher ist die Ernte wohl nicht möglich.
    Die Kartoffeln sind ja eigentlich erst Ende September reif. Macht das denn Sinn, die nun zu ernten?

    Laut Wetterbericht regnet es bei uns die restliche Woche voll durch.

    Was ist mit Fungiziden?

    Danke für eure Hilfe.
     
  • Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Fungizide spritzt man prophylaktisch. Ich meine ja auch nicht die Tomaten, sondern die Kartoffeln. Sie kannst du schon essen. Wenn die Fäule in die Kartoffeln geht, kannst Du sie wegwerfen. Lagern kannst Du dann eh nicht. Ernten und aufessen würde ich die jetzt. Die Alternaria- Ringe sind nicht so genau zu erkennen, schau dir die Flecken heute nochmals an. Wenn es nicht viele Blätter sind kannst Du alles abmachen. Aber Du musst dranbleiben und hygienisch arbeiten. Der Tomaten wegen. Sonst sind sie auch befallen. Wie groß ist der Abstand zu den Tomaten?
     
  • S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Anbei weitere Bilder von den Kartoffelblättern (Bilder mit der Endung 40, 85, 98).
    Eine Tomate steht im Topf direkt daneben. Dort finden sich leichte Verfärbungen an den Ästen (Endung 93) Die anderen Tomaten sind Luftlinie zehn Meter entfernt. Dort habe ich allerdings gestern Abend bereits erste Zweige abgeschnitten, die schwarze stellen aufweisen (Endung 49).

    Für Deinen/Euren Rat jetzt schon vielen dank!
     

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  • Pyromella

    Pyromella

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    Sorry, das sieht übel aus.

    Würdest du denn ein Fungizid einsetzen wollen? @Marmande erwähnte mal eins, das auch bedingt kurativ wirkt, aber ich weiß nicht mehr, wie es heißt.
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Angenommen ich setze kein Bekämpfungsmittel ein, muss ich die Pflanzen ohnehin entsorgen und meine Tomaten und Kartoffeln im Laden kaufen. Dort wird aller Voraussicht nach, ohnehin das Spritzmittel "gratis" dabei sein.
    Ich bin kein Chemiker, aber die Bekämpfungsmittel haben ja stets Fristen zwischen Anwendung und Verwertung der Früchte.
    Wie würdet ihr hier vorgehen? Ich kann doch nun nicht alle Tomatenpflanzen und Kartoffelpflanzen rausreißen.
    Liegt der Befall vornehmlich am vielen Regen und den kalten Temperaturen?
    Was hätte ich besser machen können?

    Wir haben hier aktuell 12 Grad und es wird bis Sonntag durchregnen. So langsam ist alles kaputt, was ich dieses Jahr angebaut habe, und das war echt einiges: meine langjährigen Weinreben sind dem Sturm zum Opfer gefallen, die Paprika wachsen bei der Kälte nicht, die Schnecken, trotz dass ich jeden Abend auf Jagd gehe, fressen nun sogar meine Zwiebeln (wir haben jeden Abend etwa 50 Schnecken, die ich durchschneide...) da andere Nahrung sonst nichts mehr da ist, Salat wurde auch teilweise zerfressen. Und nun gehen die Kartoffeln und Tomaten auch noch kaputt....
     
    Pyromella

    Pyromella

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    Wenn du spritzen willst, dann solltest du es schnell machen, die Braunfäule lässt dir nicht viel Zeit.

    Ich wünsche dir, dass du wenigstes dafür eine lang genuge Lücke im Regen bekommst. Regen und Kälte fördern die Ausbreitung der Braunfäule auf jeden Fall.
     
    Tubi

    Tubi

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    Ich würde, wenn ich denn spritzen wollte, die Tomaten spritzen und die Kartoffeln roden und essen.
     
  • S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Danke Dir! Ich werde die Kartoffeln ernten und die Tomaten entsorgen.
    Desto länger ich überlege, desto mehr will ich meinem Weg ohne spritzmittel treu bleiben.

    Muss ich denn nach dem ernten oder roden noch was machen? Pilzsporen im Boden?
    Was hätte ich besser machen können?
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Also, dann ernte doch erst die Kartoffeln und mache bei den Tomaten nichts, solange sie noch gesund sind. Oder spritze sie mit Hexenbräu, Rezept ist im Forum, nur Backpulver und Wasser nehmen in diesem Fall.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Nun, so würde ich es machen:
    • Kartoffeln raus und essen
    • Kartoffeln verzichten zugunsten der Tomaten, zukünftig
    • Befallene Blätter an Tomate ab
    • Stängelfäule: Großzügig unter der Faulstelle Stängel abschneiden, wenn da noch unterhalb der Faulstelle Geiztriebe sind oder werden könnten (Ersatz für neuen Stängel)
    • Gleiches gilt, wenn unter Faulstelle Früchte sitzen, die man ggf. noch ernten möchte.
    • Ansonsten: Keine Früchte, keine Geiztriebe unterhalb der Faulstelle. Pflanze umbringen.
    • Hexenbräu ist unnütz. Wenn die Braunfäule könnte, würde sie den Angriff mit Hexenbräu nur belächeln und weitermachen.
    Die o.g. Punkte könnte man evtl. über den Haufen schmeißen, wenn man ein systemisches Fungizid einsetzt. Das soll scheints auch im akuten Fall noch was bewirken können. Aber damit hab ich keine Praxis, müsste @Marmande was dazu schreiben.

    Ansonsten schau mal hier vorbei, wurde auch schon viel über die Fäule gepostet:


    Wie stehen die Tomaten eigentlich? Bekommen die Regen ab?

    Paprika, na-ja, sind manchmal etwas speziell. Gerade in der Wärmebedürftigkeit. Vielleicht 5 km von Dir entfernt wachsen sie eigentlich recht vorzüglich im Freiland. Aber da musste ich auch durch, bis ich Sorten gefunden habe, denen das Klima hier schmeckt. Welche Sorten hast du?

    Grüßle, Michi
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Ich würde mich für einen Mix aus Tubis und Sunfreaks Posts entscheiden.

    Weg, was weg muss (also sichtbar befallen ist) und die Tomaten versuchen zu retten. Ohne Chemie. Du wirst konsequent kontrollieren müssen und versuchen, die Pflanzen zu stärken.
    Vielleicht hast Du Glück und kannst doch noch ernten!

    Hier auch dauernd Regen und der Garten mehr oder weniger sich selbst überlassen. Ich humple doch mal kontrollieren...🧐
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Jedenfalls würde ich keine Tomaten rausreißen, die noch gesund sind. Mach doch mal Fotos von den Tomaten.
    Da wir uns in Punkt1 aber einig sind:
    Raus mit den Kartoffeln! Aber hygienisch. D.h. AHA-Regel gilt auch hier. Ohne Maske zwar. Aber Blätter alle einsammeln und entsorgen. Keinen Kontakt zu den Tomaten. Werkzeug und Hände hinter her desinfizieren. Kartoffeln nicht lange lagern, sondern aufbrauchen.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Bissl nervös oder besser formuliert: Wachrütteln tut mich das schon ein bisschen. @Schwabe12345 wohnt ja quasi ums Eck von mir. Heute Morgen war es definitiv zu feucht im Gewächshaus, jedenfalls. Ein Ausbruch der Braunfäule auf Basis dieser Feuchte wäre definitiv möglich.

    Auf jeden Fall muss ich wachsam sein, besser die Feuchtigkeit im Blick haben und mal das Gespräch mit meinem Vermieter (mit dem ich das Gewächshaus teile) suchen...

    Grüßle, Michi
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Ich habe jetzt alle fünf Fenster und die Tür des Gewächshauses geöffnet gelassen. Ist mir egal, ob die Pflanzen frieren. Aber sehr viel gebracht hat es aber laut der Aufzeichnung nicht.
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    So, jetzt bin ich (endlich) wieder zu Hause.
    Vielen Dank für die tollen Kommentare und hier meine Antworten bzw. Fragen:
    @Sunfreak : Du schreibst "Kartoffeln verzichten zugunsten der Tomaten, zukünftig". Soll ich generell auf Kartoffeln verzichten "nur" weil ich Tomaten anbaue? Die stehen normalerweise über zehn Meter entfernt. Ich denke, die können wir unabhängig voneinander betrachten, oder?
    Generell zu den Tomaten: Die Stängel sind direkt über dem Austritt aus der Erde bereits schwarz. Aber die Früchte sehen noch total gut aus. Nun meine Frage: besteht die Chance, dass es für die Tomatenfrüchte noch reicht oder ist das Risiko des Pilzbefalls auf andere Pflanzen (Paprika und Kürbis sind in der Nähe) einfach zu groß und die Tomaten sollen raus?
    Die Tomaten stehen bei mir ohne Überdachung, da ich (noch) kein Gewächshaus habe. Bisher ging das jahrelang gut. Leider lehrt mich dieses Regenjahr eines besseren :(


    Zu meinen Sorten: Die Tomaten sind Harzfreuer, die Paprika sind Tribelli und Yolo Wonder B sowie Chillis von einer Bekannten, leider ohne genaue Sortnangabe.

    Ich habe oben schonmal angedeutet: was muss ich verbessern, dass mene Kartoffeln sowas nächstes Jahr nicht bekommen? Ich kann ja schlecht ein Kartoffelbeet überdachen... Für die Tomaten brauche ich wohl ein Gewächshaus.
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Ich vermute, da kann ich Dir nichts Neues erzählen:

    - Ich setze sie möglichst nicht zu eng, dann können sie besser abtrocknen.
    Nachteil: Unkraut hat mehr Chancen. Deshalb wachsen bei mir zwischen den Kartoffel auch Radieschen, Karotten, Mairübchen, die ja immer nur kurze Zeit mit hohem Kraut stehen.
    Auch die Bohnen finden mit der Rankhilfe ihren Platz dort.

    - Zwischendurch gibt's Jauche-Gesteinsmehl-Mix zur Stärkung ab, wenn ich das gerade im restlichen Garten verteile

    - Standort wechsle ich regelmäßig (wenn mich nicht gerade die Sorten vom letzten Jahr veräppeln und überall zwischen Tomaten, Gurken, Radieschen, Salat, Kräutern, ... auftauchen.
    Ich schwöre, die wissen, dass ich's nicht über's Herz bringe sie rauszureißen!
    Aus der Not halte ich sie mit Ästen zumindest von den Tomaten etc fern, drücke sie damit in die gewünschte Wuchsrichtung und justiere immer wieder nach...

    - Wöchentliche Kontrollrunde, Entfernung "komischer" Blätter wenn nötig.

    Vielleicht hat noch jemand Ideen?
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    @Schwabe12345 mach bitte ein Foto der Tomaten.
    Allein von der Beschreibung würde ich sagen, die Früchte sind morgen auch schwarz. Und generell kann der Pilz sich über Strecken von mehren 100 m verbreiten. Ich habe ein paar Kartoffeln, die vom letzten Jahr vergessen wurden. Ich denke, ich nehme sie die nächsten Tage prophylaktisch raus. Ich habe über 140 Tomatenpflanzen im Hausgarten. Die stehen bei mir an allererster Pflanzenstelle. Und nein, Tomaten brauchen nur ein Dach, kein Gewächshaus!
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Das Mittel heißt Fungisan. Bei Dauerregen ist die Anwendung sinnlos.
    Ab Samstag soll es trocken bleiben. Bis dahin heißt es Daumen drücken.
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Aber wenn alles schon schwarz ist, hilft es nicht mehr, denke ich mal.
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Kartoffeln und Tomaten in einem Garten sind übel. Das Hauptproblem ist aber das Wetter. Bisher habe ich bei meinen Pflanzen kein Problem bemerkt. So möge es bleiben.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Ich hab keine Ahnung, ob sich Kartoffelanbau ohne Fungizid im Schnitt überhaupt lohnt. Sie sind gleich anfällig wie Tomaten. Im Unterschied zu den Tomaten stehen sie aber in der Regel ungeschützt und vom Wuchs her isses auch mehr einen "Dschungel".

    Gibt da diesen lustigen Fall, der vor paar Jahren mal in der Zeitung kam, glaube war irgendwo Neu-Ulm oder so. War so ein Öko-Bauer, hatte Kartoffeln auf dem Acker. Gespritzt hat er nix. Als dann die Braunfäule "über Nacht kam", hatten die Kartoffelkäfer nix mehr zu futtern. Da müssen dann Massen an Kartoffelkäfern ins nahe gelegene Dorf gezogen sein. Und fertig war die Story für die Zeitung... :LOL:

    Zu den Tomaten: Also wenn du Dir Sorgen machst, ob du mit den jetzt befallenen Tomatenpflanzen weitere anstecken kannst, muss ich sagen: Klar, natürlich das ist möglich. Aber ich muss dann auch sagen: Die Pilzsporen sind in unserer Region bei solch einer Witterung sowieso immer in der Luft. So bist du auch zu deiner Infektion gekommen. Ob du die befallenen Pflanzen ziehst, oder nicht. Ich glaub, das macht nicht den Unterschied, wenn es um das Risiko geht weitere zu infizieren.

    Vorrausgesetzt natürlich dass diese befallenen Pflanzen keinen "extremen Ganzpflanzen-Befall" haben. Das würde natürlich zu einem hohen Befallsdruck umliegender Pflanzen führen.

    Vielleicht war ich bissl voreilig, Stängelfäule ist nämlich nie gut. Aber wenn ich so überlege, beobachte das einmal aufmerksam weiter. Kannst ja auch versuchen, mit einem Messer die Fäule oberflächlich vom Stängel abzukratzen. Meist steckt die Fäule (unsichtbar) schon tiefer im Stängel, aber du trägst immerhin oberflächlich etwas Braunfäule-Substanz ab. Kann dem Immunsystem der Pflanze nur dienlich sein, und die Sporenträger schabst du dadurch auch ab.

    Ob sich die Pflanze retten lässt bleibt fraglich. Erlebt hab ich das aber schon, dass eine Braunfäule-Infektion auch bei Freiland-Tomaten komplett ausheilen kann. Dann darf aber der Befall nicht zu intensiv sein, das Wetter muss wieder umschwenken (bestenfalls in Richtung Hitze) und die Pflanze muss vital sein (also kein Nährstoffmangel, etc.).

    Unabhängig von einer Wetterbesserung hab ich das Ausheilen auch schon bei Kübel-Tomaten beobachtet, nach dem ich sie an einen regenfreien Standort umgestellt habe. Das Immunsystem dieser Pflanzen musste sich in der Folge nicht mehr auf neue ankommende und auskeimenden Sporen konzentrieren (da diese auf dem trockenen Blatt nicht mehr keimen konnten), sondern konnten die bestehenden Infektionsstellen angehen.

    Kurz: Ein nachträglich aufgebauter Regenschutz könnte ich mir vorstellen, kann noch helfen. (Garantieren kann ich es natürlich nicht).

    Vielleicht kannst ja was zusammennageln. Denk aber dran: Regenschutz muss luftig bleiben (auf gar kein Fall so Tomatenkondome, wie man sie oft sieht). Sonst hast ja wieder feuchte oder nasse Pflanzen...

    Plan B (oder Plan A?): Systemisches Fungizid...

    Plan C: Stecklinge aus Geiztriebe gewinnen...

    Wegen der Infektion auf Erdnähe: Das ist ein Indiz, dass es da besonders nass oder feucht sein muss. Sei es durch Gieß- bzw. Spritzwasser. Oder wegen den Blättern. Viele Gärtner entfernen die untersten Blätter, wenn die Pflanzen größer sind, damit Luft hin kommt. Und eine andere Methode ist es kleine Töpfchen in die Erde einzubuddeln und da rein zu gießen. Ich hab hier einen Tropfschlauch. Dadurch hab ich auch kein Spritzwasser und der Stängel wird auch ned nass.

    Paprika bekommen Braunfäule nur in ganz, ganz seltenen Einzelfällen. So selten, dass das vermutlich die meisten garnicht wissen. Regen macht ihnen zum Glück recht wenig. Um die brauchste keine Angst haben.

    Kürbis bekommen die Braunfäule auch nicht.

    Wie macht sich die Tribelli im Vergleich zur Yolo Wonder bei Dir?

    Achja, die Sache mit der Königsblüte an Paprika kennste?

    Grüßle, Michi
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Hallo zusammen,

    im Anhang habe ich euch Bilder von den Tomaten und dem Stängel angehängt.

    Zu meinen Erfahrungen bisher im Garten. Wir haben zwei Gärten, in einem mache ich klassisch drei Felder mit Fruchtfolge und Fruchtwechsel. Jedes Feld hat etwa 15 qm. Dort hab ich seit vier Jahren jedes Jahr das starkzehrerfeld hauptsächlich mit Kartoffeln voll. Bisher war das das unkritische überhaupt. :) ich setze stets auf die roten Laura Kartoffeln.
    Die Tomaten sind bei mir im zweiten Garten entweder im Hochbeet und/oder im Kübel. So auch dieses Jahr. Lediglich eine Tomatenpflanze ist im Kübel drüben beim Kartoffelfeld.

    Vielen Dank und schöne Grüße!

    PS: die Sache mit der Königsblüte kenne ich (noch) nicht. Hab gerade nachgelesen - soll die tatsächlich weg?
    PPS: Die Tribelli sind, trotz aktiver Schneckenbekämpfung, sehr stark angefressen worden. Daher ist irgendwie ein Vergleich fast nicht mehr möglich. Vergangenes Jahr war Tribelli bei mir super, das Jahr davor auch. Da hatten wir allerdings auch einen Sommer und nicht Dauerapril...
     

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    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Fruchtfolge einhalten hat schon eine Bedeutung.
    Kartoffeln nach K. geht gar nicht.
    Und Tomaten neben K. sollte man auch meiden.
    Tomaten nach T. geht jedoch.
    Dieses Jahr ist die Braunfäule vorhersehbar.
    Kupfermittel hilft. Kupfermittel sind auch für den Bioanbau zugelassen und werden auch angewandt, auch Biobauern müssen Ertrag bringen.
    PS: mir ist sehr wohlbekannt, dass Kupfer für den Boden nicht gut ist.
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Ich hab keine Ahnung, ob sich Kartoffelanbau ohne Fungizid im Schnitt überhaupt lohnt.
    Ich bin jetzt extra zum Fenster gehinkt und habe Fotos gemacht, Kartoffelfeldausschnitte und einmal Kartoffeltonne. Keine Fungizidverwendung.

    vom Wuchs her isses auch mehr einen "Dschungel".
    Das vermeide ich, auch wenn es etwas weniger Ertrag bedeutet durch die "Platzverschwendung". Die lockere Bepflanzung sorgt dafür, dass nasse Pflanzen schnell trocknen können.

    In die Lücken würde ich jetzt wieder - kann derzeit nicht - Radieschen etc. sääen.

    Viele Gärtner entfernen die untersten Blätter, wenn die Pflanzen größer sind, damit Luft hin kommt.
    Das mache ich auch so bei meinen Tomaten.
    Nicht nur wegen Spritzwasser, sondern auch, weil nasse, auf nasser Erde aufliegende Blätter keine gute Kombi sein können hinsichtlich Bildung von Pilzen etc.
    Und ich habe um jede Pflanze eine Gießrinne. Wenn der Regen prasselt, gibt es aber ordentlich Spritzwasser!
     

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    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Soweit mir bekannt ist , kann man davon ausgehen , daß in Deutschland keine Kartoffeln ohne den Einsatz von Spritzmitteln angebaut werden können.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Marmi, das kann für den Gewerbsanbau stimmen. Im Hobbybereich baut mein Vater seit vielen Jahren Kartoffeln an - ungespritzt. Aber er hat sich für Kartoffeln und gegen Tomaten in seinem Garten entschieden.
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Damit war der professionelle Anbau gemeint. Wenn in einem Garten die Ernte mal mies ausfällt, bekommt der Besitzer auch ganz bestimmt keine wirtschaftlichen Probleme. Bauern können man sich das aber nicht leisten.
     
    Golden Lotus

    Golden Lotus

    Foren-Urgestein
    Ich hatte auch die letzten Jahre Kartoffeln, es ging meistens gut, auch immer abwechselnd.
    Dieses Jahr habe ich mich für Mais und gegen Kartoffeln entschieden,
    ich hätte auch keinen Plattz gehabt dieses Jahr weil das Walipini jetzt viel Platz weg nimmt,
    aber allein auch die Maikäfer Larven die mir letztes Jahr Kartoffeln weg gefressen haben, das war echt ärgerlich.
    Es gibt ja zum Glück auch gute Kartoffeln zu kaufen.
    In einem Jahr wollten die Kartoffeln auch mal anfangen mit Braunfäule, aber dann habe ich sie bevor es richtig passieren konnte einfach als junge Kartoffeln geerntet, geht auch
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Damit war der professionelle Anbau gemeint. Wenn in einem Garten die Ernte mal mies ausfällt, bekommt der Besitzer auch ganz bestimmt keine wirtschaftlichen Probleme. Bauern können man sich das aber nicht leisten.
    Bauer bin ich ja nicht und im Garten klappt es.

    Allerdings rechne ich bei dem Wetter mit allem, vorallem bei den Tomaten. Da ich seit über 2 Wochen ausfalle, ist der Garten sich selbst überlassen. Also bin ich rübergehumpelt. Und es sieht übel. Da hätten dringend schwere Seitenäste abgestützt werden müssen, ausgelichtet werden müssen, Abgebrochenes weggeräumt werden; das nette Wetter...
    Jedenfalls - tada - beginnende Braunfäule.
    Da ich nicht kann wie ich will, kann ich auch nichts aufhalten...😔

    Ich werde bitten, dass die betroffenen Triebe abgezwickt werden, aber hygienisch wird das sicher nicht laufen. Was das heißt, ist klar.
    Dann kann ich nur hoffen, dass nicht alle sterben, bevor ein paar Tomaten abreifen.
    Und die Kartoffeln werden auch raus müssen.
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Und warum spritzt Du nicht? Das Wetter stabilisiert sich doch.
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Ich hatte ne OP und mir eine Entzündung eingehandelt, weil ich zu schnell zu aktiv war...
    Muss die Füße noch ziemlich stillhalten.

    Fungizide würde ich sowieso nicht spritzen.
    Ab was ab muss. Essigwasser-Waschung, Hexengebräu, Schachtelhalm, Brennessel. Zumindest verzögern.
     
    Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Bauer bin ich ja nicht und im Garten klappt es.

    Allerdings rechne ich bei dem Wetter mit allem, vorallem bei den Tomaten. Da ich seit über 2 Wochen ausfalle, ist der Garten sich selbst überlassen. Also bin ich rübergehumpelt. Und es sieht übel. Da hätten dringend schwere Seitenäste abgestützt werden müssen, ausgelichtet werden müssen, Abgebrochenes weggeräumt werden; das nette Wetter...
    Jedenfalls - tada - beginnende Braunfäule.
    Da ich nicht kann wie ich will, kann ich auch nichts aufhalten...😔

    Ich werde bitten, dass die betroffenen Triebe abgezwickt werden, aber hygienisch wird das sicher nicht laufen. Was das heißt, ist klar.
    Dann kann ich nur hoffen, dass nicht alle sterben, bevor ein paar Tomaten abreifen.
    Und die Kartoffeln werden auch raus müssen.
    Die Kartoffeln kannst Du aber wenigstens noch essen, wenn Du sie gleich erntest, sobald die Pest losgeht.
     
    W

    Weltkind

    Mitglied
    Gute Idee, Samstag helfen mir Tochter und Schwiegersohn bei Notfallmaßnahmen, trotz Hochsaison in ihrer Branche.
    Eine Freundin könnte ich bitten, möchte ich aber nicht, sie betreut gerade ein krankes Ehepaar.
    Eine andere hat gerade berufl und privat viel um die Ohren, die möchte ich damit auch in Ruhe lassen. Andere haben nichts mit Garten am Hut.
    Ich nehme es so gelassen wie möglich.
    Es kommt wie es kommt.
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Anbei ein Bild der Tomatenfrüchte. Fängt es nun an in die Früchte zu gehen?
    Die Kartoffeln habe ich geerntet. War einiges an Ausbeute - und die unter der Familie verteilt. :)
     

    Anhänge

    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Das ist noch heilbar. Würde spritzen und die betroffenen Früchte entsorgen.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Schnecken - Stechmücken - Braunfäule.

    So kann man das im Moment zusammenfassen. :LOL:

    Letzteres hab ich noch nicht. Aber, kommt auch noch... :whistle:

    Grüßle, Michi
     
    S

    Schwabe12345

    Mitglied
    Hab nun mit Fungisan behandelt. Woran erkenne ich, dass es Wirkung zeigt @Marmande ? Gehen die dunklen Flecken am Grün zurück oder bleiben die und lediglich der Pilz stirbt?
    Danke für die Antwort!
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Die befallenen Früchte würde ich nicht mehr essen. Wenn Du zum Beispiel diese typischen dunklen Flecken an den Stielen beobachtest, wirst Du feststellen, daß die quasi austrocknen. Die Oberfläche sieht dann irgendwie verkorkt aus. Das stört die Pflanzen scheinbar überhaupt nicht. Halte die Daumen, daß es funktioniert.

    Im nächsten Jahr wird hoffentlich die Warnseite des DWD wieder funktionieren. Ich werde in jedem Fall wieder Anfang Juni mit dem Spritzen anfangen. Diese Seuche ist eine echte Plage.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Weltkind, welchen Zeilenabstand bei Kartoffeln machst Du?
    Die Kartoffellegemaschinen hatten früher einen Zeilenabstand von 62,5 cm.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Ich hatte mal ein tolles Foto gepostet, wie heilende Braunfäule aussieht. Aber Google kannste mittlerweile den Hasen geben. Früher hab ich in die Bildersuche eingegeben site:hausgarten.net braunfäule sunfreak und ich hatte, was ich wollte...

    Grüßle, Michi
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Vor der Softwareumstellung, ja.

    Aber ich weis die Ursache mittlerweile. Lag in diesem Fall zumindest nicht an Google. Ich hab den Unsinn gemacht, dass ich bestimmte Fotos bei einem externen Bilderhoster hochgeladen hab. Und diesen Bilderhoster gibt es nun nicht mehr.

    Daher in Textform: Auf dem Foto war Stängelfäule zu sehen. Die Stängelfäule war in Teilen braun und grau. Die aktive Fäule war braun. Die abgestorbene Fäule grau.

    Auf einem zweiten Foto (Sorte: Himbeerrose) konnte man erkennen, dass in manchen Fällen die Stängel durch frisches, hellgrünes Gewebe überwachsen wurde.

    Aber wenn ich dich grad an der Leitung habe @Marmande: Welchen Wirkstoff bzw. welches Fungizid setzt du immer ein?

    Grüßle, Michi
     
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