Katzenkrieg - Tipps für Verteidigungsstrategien?

Kiwi74

Kiwi74

Mitglied
Liebe Katzenfreunde,

Nachdem ich mein Leben einmal von links auf rechts gedreht habe, wohne ich seit ein paar Monaten mit meinen drei Fellknödels in einem neuen Zuhause. Erdgeschoss, Garten.... es könnte so schön sein, wenn die Nachbarskater nicht wären.

Ich wohn relativ ländlich aber doch gut besiedelt, dementsprechend gibts hier einiges an Katzen mit mehr oder weniger großem Territorium. Meine Katzen sind alle kastriert und gehen eher friedlich auf andere zu, so kannten sie es vom alten Zuhause. Nun gibts hier zwei Kater, einer davon unkastriert :schimpf:, und sobald diese zwei meine drei auch nur sehen gibt es Krieg.
Mein Kater versucht die zwei Mädels so gut es geht zu beschützen, mit dem Ergebnis, dass er kürzlich 2 Abszesse hatte, die aufgeschnitten werden mussten - Bissverletzung, hab es leider nicht direkt gesehen. Von den 150 Euro Tierarztkosten will ich gar nicht reden.... Grad eben wieder großes Gekreisch, war zum Glück direkt im Garten nebenan und wenn ich will, kann ich mit herumliegenden Meisenknödeln ganz gut zielen :p Scheint ohne Verletzungen abgegangen zu sein.

Würde mit jetzt gern so eine Wasser-Super-Pistole zulegen, die am besten 50 Meter Reichweite hat. Das erscheint mir zumindest einen Versuch wert, eventuelle Kämpfe direkt zu beenden.

Hat jemand von euch ähnliche Herausforderungen mit Nachbarskatzen und wie habt ihr das gelöst? Kann mit jemand Tipps für solche Wasserpistolen geben? Bei Amazon gibts zig verschiedene, leider steht da nix von "Geeignet für den Einsatz im Katzenkrieg" :grins:. Einzäunen des Gartens ist keine Option, es gibt noch nicht mal Zäune, mein Garten ist nur durch Bäume und Sträucher von den Nachbarn getrennt. Einsperren mag ich sie auch nicht, sie sind Freigang gewohnt und ich hab genau deswegen extra eine Gartenwohnung gemietet. Raus dürfen sie nur, wenn ich da bin, am WE und abends, nachts gar nicht.

Danke schonmal vorab für Tipps!

Liebe Grüße,
Kiwi
 
  • gierschvernichter

    gierschvernichter

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    Hallo Kiwi,
    bei uns läuft es ähnlich ab. Wir haben zwei Katzen, die auch nur in unserer Anwesenheit raus dürfen. Ich habe die Nachbarskater stets mit Wasser und absichtlichem Vorbeiwerfen von kleinen Steinen zum erschrecken von unserem Grundstück verjagt.
    Sofern diese mich jetzt sehen, machen sie einen grossen Bogen um das Grundstück und lassen unsere Katzen in Ruhe.
    Leider kann ich nicht immer in ihrer Nähe bleiben und so gibt es ab und zu auch mal Zoff. Aber unsere beiden Diven haben sich damit arrangiert und gehen ins Haus, sofern sie einen Kater erblicken. Wir haben eine Katzenklappe, wodurch sie dann schnell Schutz suchen können.
    Gib deinen Katzen einfach etwas Zeit und sie werden sich langsam eingewöhnen.
     
    Katzenfee

    Katzenfee

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    Hallo Kiwi


    Ich bin auch der Meinung, daß du mit Einsatz von Wasser am meisten erreichen kannst.
    Diese Superwasserpistolen sind bestimmt ein gutes Mittel. Allerdings - denke ich - wäre es gut, wenn du darauf achtest, wieviel Druck die aufbauen. Meine Kinder hatten auch welche. Die von Sohnemann "schoß so scharf", daß es weh tat.

    Wir hatten vor vielen Jahren einen relativ kleinen Kater, unseren Maunzi. Er war allerdings nicht feige und kloppte sich trotz seiner geringen Größe mit etlichen Nachbarskatzen. Ging meist alles glimpflich aus. Bis ... ja, bis im Nachbarhaus Studenten einzogen, die einen groooßen, schwarzen Wohnungskater hatten. Er saß am Fensterbrett im 1.Stock und fauchte immer runter, wenn unser Maunzi nach draußen ging. Eines Tages sprang er vom Fensterbrett runter und fiel über unseren Kater her, der natürlich nicht die geringste Chance hatte, sich zu wehren. Vom Gekreische und Gefauche alarmiert, lief ich nach draußen, um unserem Kater zu helfen. Da ging dieser "Monsterkater" auf mich los, sprang mich an, zerkratzte mich und zog mir mit seinen scharfen Krallen sogar einen Turnschuh aus. :grins: Meine Tochter holte die Gießkanne und kippte ihm den halben Inhalt über. Erst dann gab er auf und rannte weg.

    Deshalb glaube ich, daß Wasser wohl die wirksamste Methode wäre, den Nachbarskatern etwas "Benimm" beizubringen (obwohl sie ja eigentlich nur ihrem Instinkt folgen und ihr Revier verteidigen wollen).



    LG Katzenfee
     
    Kiwi74

    Kiwi74

    Mitglied
    Danke euch beiden für die Antworten! Ihr macht mir Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Eingewöhnt haben sich die drei sehr gut, sie mögen die neue Wohnung und wollen nur noch selten raus und lieber auf dem Sofa mit ihren Menschen kuscheln. Könnte aber auch an den Nachbarn und am Wetter liegen...

    Die Wasserpistole darf gern etwas mehr "Bums" haben, die Streitereien finden meist nicht in meinem Garten statt, sondern in einigen Metern Entfernung, da soll die Dusche auch noch Wirkung haben. Ich möchte natürlich die Katzen nicht verletzen (im Zielen bin ich normalerweise eher schlecht und möchte meinen eigenen ja auch nicht weh tun), aber nachdem die Angriffe auf meine Katzen wirklich massiv sind, brauch ich auch nicht mit der Blumenspritze drohen. Meine Nachbarn hatten mich bereits vorgewarnt, was meinen Katzen blüht, jetzt weiß ich es. Zum "Glück" geht mein Kater immer dazwischen, wenn die Attacke auf die Mädels gerichtet ist, er ist etwas robuster und steckt die Angriffe besser weg.

    Nachdem jetzt hoffentlich bald Frühling wird, werde ich mehr mit den Katzen draußen sein und hoffentlich schneller reagieren können, nicht erst, wenn der Zoff in vollem Gange ist. Dafür brauch ich nur noch die passende Ausrüstung :grins:

    @Katzenfee: Ich hoffe mal, dass es bei mir nicht soweit kommt, habe keine Tochter, die die Gießkanne ausleeren könnte ;) Und wie böse Bissverletzungen sein können, hab ich an meinem Kater gesehen.

    LG,
    Kiwi
    Die sich weiterhin über Shopping-Tipps freuen würde und grad mit einer Super Soaker liebäugelt, die immerhin 10m Reichweite hat.
     
  • Katzenfee

    Katzenfee

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    Da ich mittlerweile - was diese Wasserwerfer betrifft - nicht mehr auf dem laufenden bin, kann ich dir leider keine Tipps geben.
    Aber sicherlich tut es einsweilen ein Wasserschlauch auch, bis du die passende Bewaffnung gefunden hast.

    Bissverletzungen können sich schon arg entzünden. Unser Maunzi hatte auch eines Tages eine Eiterbeule oben am Kopf, die dann vom TA geöffnet und gereinigt wurde. Auch da meinte der TA, es wäre ein Biss gewesen, der sich entzündet hatte.



    LG Katzenfee
     
  • Kiwi74

    Kiwi74

    Mitglied
    Mit dem Wasserschlauch werd ich mich auch bewaffnen, sobald der Hausmeister das Wasser draußen angestellt hat, kann aber noch dauern.

    Genau das Problem mit den entzündeten Bissen hatte ich mit meinem Kater erst und wie ich grad gesehen hab, hat er heute zumindest wieder einen blutigen Kratzer abbekommen. Mag sich leider nicht anlangen lassen um zu schauen, ob da noch mehr ist.... Grrrrrrrrr :mad:
     
  • billymoppel

    billymoppel

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    geduld hilft da schon.
    ich hatte den fall, dass eine nachbarskatze (kein kater, aber eine riesenvieh) meine katze/kater auf sehr subtile weise gemobbt hat. waren sie draußen, kam sie in unseren garten, versteckte sich da und wollten die beiden zurück richtung klappe, hat sie ihnen den weg verstellt. mein zarte livia hat sich dann irgendwo versteckt, zwischen meinem weniger zarten carlo und dieser katze ging dann die post ab. wobei er er keine chance hatte gegen miss monster.
    ich hab wochenlang den schlauch im einsatz gehabt - dann wars vorbei. ich hoffe mal, es lag an meiner schlauchaktion :D oder miss monster hatte eine neues opfer gefunden...
     
    Katzenfee

    Katzenfee

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    Auch hier haben wir einen ähnlichen Fall.
    Eine Nachbarkatze (ich weiß nicht, ob Kater oder Kätzin) hat alle umliegenden Gärten als ihr Revier erkoren. Da sie schon lange hier wohnt, hat sie einfach die älteren Rechte, was sie allen anderen Katzen deutlich klar macht.
    Ich konnte beobachten, daß die meisten anderen Katzen ihr - wenn möglich - aus dem Weg gehen. Wer dies nicht rechtzeitig schafft, bezieht Prügel.
    GsD betrifft es nicht unser Katerchen, da er kein Freigänger ist, sondern (aus gesundheitlichen Gründen) sein Revier auf dem Balkon hat.
    Die Katze, die direkt neben uns wohnt - Minka -, ist ihr häufigstes Opfer. Ich habe ihr schon oft geholfen, indem ich mich einfach dazwischen stellte. Bei dieser resoluten Nachbarkatze hilft das; sie bremst schlagartig, setzt sich und wartet ab, ob ich mich wieder verziehe. Ich nehme mal an, sie traut mir nicht und weiß wohl nicht, ob nicht ich sie jagen würde.

    Minka hatte vor 2 Jahren große Probleme mit einem Hinterbein - eine Bisswunde, die nur langsam heilte. Letztes Jahr hatte sie lt. TA einen Kreuzbandriß, der sie wiederum am schnellen Flüchten hinderte. Deshalb meine Hilfsaktionen. Minka weiß das mittlerweile und setzt sich - wenn sie gejagt wird - etwa 2m hinter mich und putzt sich in aller Seelenruhe. Als ob sie sagen wollte: ätschebätsch! :grins:



    LG Katzenfee
     
    tina1

    tina1

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    Oh je, der Kater meiner Bekannten mußte nach dem Angriff des Nachbarskaters dreimal beim TA versorgt werden. Einmal mit OP.
    Letztendlich ist er zu Tode gekommen.
     
    Fini

    Fini

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    ich hab das umgekehrte Problem ... meine Fini verprügelt alle ...

    da aber schon alles Katzen sind die schon länger hier wohnen, gehen sie ihr halt aus dem Weg ...

    was soll ich machen, ich kann sie deshalb auch nicht ins Tierasyl geben ...

    Die ist sogar so drauf, dass sie vor einem Jahr einen Raben vom Baum geholt hat ... :rolleyes:

    Kinder dürfen ihr auch nicht zu nahe, machen sie auch nicht mehr ... die machen alle einen großen Bogen um sie ...
     
  • Schoko

    Schoko

    Mitglied
    Kleine Kampfkatze...sich an einem Raben zu vergreifen ist schon eine Leistung;)

    Unser Finchen will zwar auch immer an die Krähen, aber die hüpfen einfach ein Stückchen weiter und grinsen. Das Spiel geht minutenlang, bis die Krähen keinen Bock mehr haben.
     
    Heinzenberg

    Heinzenberg

    Mitglied
    Huhuu,

    unsere Katzen sind auch anfangs von den Alteingesessenen gejagt und gebissen worden. Eine der Kätzinnen hatte mehrfach dicke Bisse im Schwanz, und mal von den Schmerzen abgesehen, waren die TA-Besuche jedesmal recht kostenintensiv.

    Mittlerweile hat sich die Katzenpopulation durch neue Katzen in der Nachbarschaft verdreifacht, aber interessanterweise ist es seit etwa einem Jahr dennoch friedlich. Ich glaube, unsere Katzen wissen jetzt, wem sie besser aus dem Wege gehen, und wem nicht.

    Wir hören auch nachts keine Kämpfe mehr, und ich muß sagen, ich bin sehr erleichtert.

    Ich würde auch Wasser einsetzen und ich hoffe, dass sich die Lage bei Dir mit der Zeit entspannt.


    LG Martina
     
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